So, nun geht es in den Endspurt.
Die letzten Arbeitswochen sind angebrochen, nachdem ich in meinem Urlaub mehr Zeit bei Ärzten als auf meinem Sofa verbracht habe.
Aber egal, kann man nicht ändern.
Dafür durfte ich erleben, dass man als Schwangere mit Krücken für die normalen, bekannten Wege durchaus die doppelte Zeit einplanen muss. Aber nicht, weil man so langsam humpelt, nein.
Die Leute sind zutraulich, kontaktfreudig, aufmerksam beim Lift-holen oder U-Bahn-Anhalten allemal.
Stehe ich elegant-lässig auf meine Unterarmgehhilfen gestützt an einer Fußgängerampel, schon höre ich freundlich Laute an mein Ohr dringen:
“Hawwese aach a nei Hüfde?”
????
“Nein? Ei, was hawwese denn gemeschd?”
“Och, nur ein kleiner Fehltritt in ein Asphaltloch, Sprungelenk etwas angeditscht.”
“Isch hab ä neu Hüfdgelenk kriescht, zwaa Johr isses her, mussd isch die ganze Zeid an Grügge geje, isch hatt Bakderie dann drinn.”
“Oh, wie unangenehm.”
“Ewwe, ai jetz wirds grün, guude Besserung noch.”
… und trat eifrigst mit seinem neuen Hüftgelenk in die Pedale.
Ähnliches spielt sich beim Einkaufen, auf dem Arbeitsweg und auch bei “artfremden” Ärzten (z.B. war ich endlich beim Hautarzt und habe die blöden Wärzchen wegschnippeln lassen) ab.
Aber mein Orthopäde war mal wieder süß (man erinnere sich, er wollte mit mir nach Goa – damals vor 1,5 Jahren
).
Auch er fragte mich, was ich denn angestellt habe und ich sagte wieder mein Sprüchlein vom Fehltritt auf.
Daraufhin nahm er mich etwas näher in’s Visir und meinte, dass das ja dann wohl nicht der erste Fehltritt gewesen wäre
– echt ein Schnuckelchen.