Archiv für Januar, 2009

Wer zu spät kommt …

Freitag, 2 Januar 2009

… den bestraft das Leben … oder so ähnlich.

Naja, das alte Jahr ging mit einer typischen Eigenschaft von mir zu Ende: Ich bin immer zu früh dran – meine eigene Art der Unpünktlichkeit. Meine Güte, was habe ich in meinem Leben schon Zeit auf eisigen Bahnhöfen, in verrauchten Kneipen, in Schulgebäuden und davor zugebracht, um auf Leute und Termine zu warten. Werde ich wohl auch nicht mehr ablegen können *nein*

Ja, am Sylvester-Abend habe ich mir extra Zeit gelassen mit der Aufbrezelei, ungefähr 20 Minuten Fahrt einkalkuliert und wollte um Viertel vor los. Irgendwas scheint an dieser Rechnung nicht gestimmt zu haben, oder irgendwo muss die Zeit langsamer vergangen sein. War auf alle Fälle schon um 10 Minuten vor Partybeginn da (übrigens: der Rückweg hat exakt 20 Minuten gedauert und das lag NICHT daran, dass ich Schlangenlinien gefahren bin *lol* ).

Also, noch mal kurz das Handy gezückt, Mr. X (er konnte nicht mit) einen schönen Abend gewünscht, ihm noch mal in’s Öhrchen geseufzt und dann die Party gestürmt. Ha, ich war nicht die erste. Sehr schön, dafür konnte ich die überschaubare Menge erst einmal in Augenschein nehmen, ein Sektchen schlürfen und mich etwas warm wippen. Zum Tanzen war es mir dann doch noch zu leer. Aber es dauerte nicht lange, da sah man recht viele zappelnde, festlich gewandete Menschen auf der Tanzfläche. Bin mal wieder etwas rausgestochen mit meiner Kleidung – die meisten hatten Schwarz an. Und ich halt schwarz (unten) und grau/silber (oben). Aber egal, so muss ich auch einem Herrn aufgefallen sein, der oben rum gar nix trug (also ganz ohne Haupthaar unterwegs).

Das strahlende Blinkern seiner Äuglein habe ich sehr wohl wahrgenommen, war aber viel zu sehr mit Tanzen, Essen, Reden und Lachen beschäftigt.

Und als es endlich Mitternacht war, sind wir raus in die klirrende Kälte, haben klirrend miteinander angestoßen und Feuerwerkspektakel geschaut … nur einer Gruppe Enten hat das nicht gepasst, als es losging haben sie sich mit einem empörten “Qmäkqmäkqmäk” erhoben und sind davon geflogen. Aber die Sicht über den Main in Richtung Innenstadt war sagenhaft.

Kurz bevor meine Finger dann endgültig am Glas festgefroren sind, bin ich wieder rein, hab mich tanzend aufgewärmt und dann … hat sich besagter Herr endlich getraut mich anzusprechen. Musste ihm dann leider mit Händen und Füßen mitteilen, dass er zu spät dran ist. Egal für was, vor allem für ein Gespräch. Meine Stimme hatte mich völlig verlassen.

War aber andererseits auch ganz praktisch, da haben sich am Neujahrstag die Telefonate nicht so lange hingezogen und ich konnte recht entspannt mein Schlafdefizit beheben *gutenacht*