Archiv für Januar, 2009

Anderthalb Tage!!!

Mittwoch, 28 Januar 2009

Genau so lange hat die Projekt-lose Zeit gehalten. Super. Ganz toll. Werde im Februar nicht meinen Resturlaub nehmen können. Bäääääääääh!

Gestern Abend (bei einem meiner Lieblings-Abend-Termine) kamen neue Aufgaben auf den Tisch. Selbst meiner Chefin ist nicht so ganz klar, wie wir das bis Ende Februar schaffen sollen. Ich schließe mich ihrer Meinung an und das ganz ohne Schleimerei *lol*.

Jetzt sollte man nicht meinen, ich würde mich vor Arbeit drücken. Aber eigentlich habe ich einen Job, der mich voll und ganz ausfüllt – zumindest eine normale 40-45 Stunden-Woche. So Zeuch ist dann immer noch oben drauf.

Aber ich will nicht jammern, es macht ja Spaß und man kann mit solchen Sonderaufgaben auch einiges bewegen, aber ein bissl mehr Zeit dafür wäre schon schön.

Aber perfekt ist es ja nie. Entweder man hat keinen Job, dafür jede Menge Zeit – ist ja nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Oder man steht in Lohn und Brot … dafür ist dann das, was man mit einer Uhr misst Mangelware.

Naja, dann werde ich mich mal in die Themen reinwühlen, geht die blöde Wartezeit bis zur roten Pest wengisten schnell rum *ja*

Erfolgreiche Woche

Montag, 26 Januar 2009

Ich muss sagen, die letzte Woche war nicht schlecht.

Erst einmal haben meine Anwältin und ich die Scheidung eingereicht. Da M. es selbst nach fünf Monaten nicht geschafft hat, haben wir uns dazu entschlossen und innerhalb von fünf Tagen war dat Dingens durch. Jetzt geht’s weiter.

Dann habe ich zwei große Projekte erfolgreich abschließen können – ich freue mich immer noch über die Ergebnisse, ein POG *g* geführt (Problem-orientiertes Gespräch) welches wesentlich besser als befürchtet lief, Team-Meeting für diesen Monat abgehalten, mein Auto zum TÜV gebracht und ohne Beanstandungen wieder mitgenommen, einen Urlaubstag genommen und mich von einer wunderbaren Thai-Massage verwöhnen lassen.

So liebe ich das, sehr gut.

Außerdem bei meiner Gyn angerufen, sie macht mir dann in ca. 2 Wochen die Bluttests (fein), somit bin ich jetzt wieder völlig frei für neue Schandtaten – mal gugge, wann Mr. X wieder Zeit hat *lol*

Rückblick 1. Kryo-Versuch …

Donnerstag, 22 Januar 2009

… und ein paar Schmankerl.

Fastnacht/Fasching/Karneval vor zwei Jahren haben wir uns an unseren ersten und einzigen Kryo-Versuch gewagt. Nach dem letzten Negativ war fast ein halbes Jahr vergangen, aber die Zeit haben wir durchaus genutzt. Neiiiiinnn, nicht zum *sex*, dieses Thema war relativ stark eingeschlafen, sondern für weiterführende Untersuchungen. Erst einmal Blut abnehmen und Gerinnungswerte etc. bestimmen lassen (dabei kam auch raus, dass ich unter einer Gerinnungsstörung Mutation Faktor V Leiden leide – man bemerke das schicke Wortspiel *ja* ), Blut nach Kiel zwecks Immunisierung schicken und eine Bauchspiegelung.

Ich muss sagen: Blut gebe ich gerne her, aber nie, nie, nie, nie wieder Bauchspiegelung. War dat doof!
Vorneweg, gesundheitlich hatte ich danach keine Probleme, bisserl dick war der Bauch aber ansonsten ging’s ganz gut. Aber ich saß von 07:30 – 15:30 in meinem Zimmer und habe gewartet. Auf 07:00 Uhr war ich bestellt, M. hat mich auch pünktlich hingebracht und ist dann zur Arbeit getigert. Um 08:00 kam meine Zimmernachbarin. Um 09:00 war sie dran, um 10:30 war sie wieder da mit einem liebevollen Ehemann an der Seite. Um 12:00 Uhr hatte ich mein Buch ausgelesen, die Schokokekse und die Wasserflasche standen immer noch auf dem Nachttisch. Ich hatte Hunger, ich hatte Durst, direkt neben meinem Zimmer haben Handwerker den Fliesenspiegel im Treppenhaus mit Elektromeißel rausgeschlagen. Oropax hatte ich nicht dabei. Immer wieder hieß es “Sie sind gleich dran”. Um 14:00 war ich richtig knatterig und bin auf die Barrikaden. Da wollten die mir doch glatt verkaufen, dass sie mich vergessen hätten und ich doch am nächsten Tag wieder kommen solle. Neee, echt? Ich hatte zufällig aber am nächsten Tag niemanden, der mich hätte abholen können, außerdem hatte ich diesen Termin so gelegt, dass ich für diesen Tag auf der Arbeit eine Vertretung organisiert hatte *megasauer*.

Also erhob ich mein zartes Stimmchen und sagte: “SIE … NEHMEN … MICH … JETZT!!!!!!!!! DRAN!

So wurde es dann getan. Um 15:30 in den OP, um 17:00 wieder auf meinem Zimmer und um 18:30 hat mich M. dann abgeholt. Ärztin schaute noch kurz herein und meinte: “Gebärmutter ok, Eileiter dicht, tschüss.”

Danke!

So, dann im Januar zur Immunisierung nach Kiel und im Februar dann der Kryo-Versuch. Eine ganz zarte Stimulierung, alle zwei Tage so eine Minidose Gonal, auslösen und am Rosenmontag Transfer vom Karnevalsdreigestirn. Es sind tatsächlich alle drei aufgewacht und ich war mal wieder so voller Hoffnung. Immunisierung gemacht, Heparin gespritzt, Gebärmutter ok und dann noch die drei Eiszwerge aus unserem Glücksversuch, das muss doch endlich was werden.

Aber ich wollte auf alle Fälle endlich mal einen positiven Piseltest in Händen halten, also habe ich zwei Tage nachdem ich HCG nachgespritzt hatte einen Pipitest gemacht. Fett positiv *rofl*

Und pünktlich 14 Tage nach Transfer kam die rote Pest mit Pauken und Trompeten. Also wie immer.

Bald danach haben eine Menge Mädels aus dem Forum sich in Köln zu einem Riesentreffen verabredet, Ostersamstag war’s und ganz überraschend musste ich nicht arbeiten. Also nix wie hin zur Eisenbahn und nach Köln gezuckelt. Recht früh sogar, ich wollte mir noch den Dom anschauen und natürlich den Dreikönigsschrein – quasi Pflicht für kleine Goldschmiedemeisterlein.

Dreikönigsschrein war in Reparatur. Hmpf.

Irgendwann bin ich dann mit irrem und irrendem Blick über die Domplatte gewankt, wo muss ich bloß hin? Hier musses doch einen Stadtplan geben? Tatsächlich, Stadtplan da, bevorzugter Platz der örtlichen Punkerszene. Egal, ich hin und sofort wurde ich mit den Worten “Hasseman Euro?” begrüst. Da konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass mein Stoff doch wesentlich teurer sei als das Zeuch, dass diese Jungs und Mädels sich so reinpfeifen und von daher von mir nix zu bekommen sei. Die Augen der Umstehenden nahmen Fragezeichen-Charakter an aber ein fürwitziges Kerlchen hat dann doch gefragt, wie ich das denn meinen würde. Also habe ich es ihm erklärt. Darauf hin er: “Jungs, die Frau braucht Stoff, der ist richtig teuer, sonst kriechtse keine Kinder, gebt her was ihr habt” und hat seine Hand ausgestreckt um einen kleinen Zustupf für mich zu sammeln. Ich hätte die ganze Meute am liebsten umarmt *knuddel*

Wenigstens bin ich den auch los!

Montag, 19 Januar 2009

Als M. sich “verabschiedet” hat vor 1,5 Jahren wollte er ja auch mit seiner Familie und seinen Freunden nichts mehr zu tun haben. Hat er bis jetzt wohl auch konsequent durchgezogen und – so wie er schreibt – hat er ja jetzt tolle neue Freunde. Hübsch für ihn.

Allerdings bin ich seeeeeehr froh, dass ich einen bestimmten “Freund” von ihm nicht mehr sehe. Ich hatte schon vor unserer Trennung versucht den Kontakt zu diesem Herrn stark einzuschränken, aber so ganz ohne Kontakt gefällt’s mir wesentlich besser.

Ich weiß nicht, ob ich mich als besten Freund bezeichnen könnte, wenn ich (egal ob ich weiß, dass M. fremd geht oder nicht) die Ehefrau dermaßen anbaggere, dass nur eine kräftige Watschn mich Abstand halten lässt?

Samstag war ich mit Mr. X unterwegs und wir wollten erst was essen und dann in’s Kino. Er hat eine Kneipe vorgeschlagen und als wir dort reingefallen sind kam’s mir wieder hoch. Aber so richtig. Vor Jahren waren M. und ich mit besagtem Freund dort verabredet und einmal, als ich auf Toilette ging ist mir der Widerling doch tatsächlich hinterher usw. usw. usw. Und ich musste ihm eine scheuern, sonst wäre ich gar nicht mehr durch die Türe gekommen. Uaaaah, wie ätzend, ich hatte dieses Erlebnis total verdrängt. Und ausführlicher Alkoholkonsum besagten Kotzbrockens ist auch keine Entschuldigung, eher im Gegenteil. Wenn man mit besoffenem Kopf seine Finger nicht bei sich behalten kann, dann soll man es bleiben lassen – und zwar beides (grabschen und saufen).

Bääääääääääh, mich schüttelt’s immer noch!

Aua!

Freitag, 16 Januar 2009

Gestern mein Traum-Termin: Blasenspiegelung.

Das “Früher-von-der-Arbeit-abhauen” hätte ich mir sparen können, ich durfte noch 1,5 Stunden im Wartezimmer warten. Gut, Warten kann ich ja, kennemer ja. Meine Freude stieg nicht wirklich. Zu Recht, wie sich herausstellte. Es war so schlimm wie befürchtet – boah, brennt das. Schielen konnte man das schon nicht mehr nennen, was meine Augen veranstaltet haben, sprachlos war ich auch. Nur ein unkontrolliertes Zischen entfleuchte meinem Mund, als sie mich gefragt hat ob es noch ginge.

Aber organisch alles in Ordnung – wenigstens etwas. Obwohl, dann war die ganze Aktion ja auch wieder für die Füße. Egal, ist rum. Fast. Da ich jetzt immer noch bei einer Abschlussprüfung für’s Jodeldiplom teilnehmen könnte, wenn ich jetzt auf Toilette gehe. Und blutig ist’s auch noch.

Da hilft nur, sich wieder das Bild der drei wirklich hübschen Kreise vor Augen zu rufen, das gestern über den Monitor flimmerte. Bin ich erst erschrocken – wird doch wohl kein Tumor sein? Neee, meinte sie, Tumore sind nicht so hübsch … und hat sanft auf meine Bauchdecke geklopft. Da fingen diese Kreise an zu hüpfen und zu tanzen – Luftblasen waren es. Sah wirklich herzallerliebst aus.

Also, inwendig bin ich sehr hübsch und auch jünger als mein Ausweis-Alter, sie war sehr zufrieden.

Falls jetzt noch einmal eine Blasenentzündung auftaucht, dann wird geimpft, dann habe ich (mit hoher Wahrscheinlichkeit) Ruhe. Fein, lösungsorientierte Handlungen sagen mir sehr zu.

Also ab in’s Wochenende – jetzt kommt der Frühstücksmann, da muss ich mir gleich ein Trost-Schokomuffin jagen *ja*

Bevor’s zu träumerisch wird …

Dienstag, 13 Januar 2009

… werde ich erst einmal am nächsten dritten Zyklustag zum Gyn wackeln, um FSH, AMH und ähnliche Scherze bestimmen zu lassen.

Nachher sind die Werte so einzigartig, dass es gar kein einzigartig passendes Protokoll mehr dafür gibt. Mal gugge.

Aber ich habe ein gutes Gefühl und nachdem ich ja meine Werte in der Kiwu-Akte nachgelesen habe glaube ich schon, dass da noch was geht. Aber immer schön einen Schritt nach dem anderen.

Erst einmal steht am Donnerstag eine Blasenspiegelung an – freue ich mich nicht wirklich drauf *heul* aber wenn’s schee macht? Außerdem darf der Haut-Doc mal ein bissl an mir rumschnippeln (nix bösartiges aber genau da wo normalerweise der Gürtel scheuert bzw. ein BH sitzt … wenn denn überhaupt mal ein BH sitzen würde *g* ).

Naja, aber meine Hausärztin fand die Idee noch einmal zu starten gar nicht schlecht. Hat sie sogar sehr charmant rübergebracht, die Gute *ja*

Aber hängt Eure guten Wünsche nicht zu hoch, ich BIN nunmal schon 41 und es wird dann auch nur einen Versuch geben können. Aber ich will’s wissen,.

Interessantes Telefongespräch

Freitag, 9 Januar 2009

Gestern Abend hatte ich ein interessantes Telefongespräch.

Mal schauen, vielleicht tut sich in dieser Richtung doch noch einmal eine Möglichkeit auf, dass sich mein Kinderwunsch erfüllt.

Jetzt werde ich auf alle Fälle erst mal lesen, lesen, lesen … und vielleicht überwinde ich meinen inneren Schweinehund und versuch’s tatsächlich noch einmal. Dann würde hier aus diesem “Ich-weiß-im-Moment-nicht-was-ich-bin”-Blog wieder ein Kinderwunsch-Blog werden.

Uaaaahhh, bin grade richtig aufgeregt *mad*

Rückblick vierter Versuch

Donnerstag, 8 Januar 2009

Ende April 2006 war der Versuch nach der ELSS ja so richtig hübsch negativ. Dass sie damals keine Minus-HCG-Werte im Blut gefunden hatten war so ziemlich alles.

So, durchgeschnauft, neues Glück, neuer Versuch. Antrag bei den Krankenkassen eingereicht, relativ schnell die Genehmigungen zurück bekommen und uns an die Planung und Vorbereitung gemacht. Dieser vierte Versuch wurde noch einmal von der Krankenkasse bezuschusst, da ich im zweiten Versuch ja schwanger geworden war. Immerhin etwas.

Ende August, Anfang September war dann die Zeitschiene, wenn mich mein Körper nicht im Stich lässt. Tat er nicht, hat brav funktioniert und ich habe wieder das Antagonisten-Protokoll gemacht mit 300 Einheiten Gonal. Teuer Zeuch dat.

Inzwischen war die Formular-Ausfüllerei ein Klacks, Assisted Hatching? Machemer. Kryokonservierung? Loggisch. Drei Embryonen? Nehmeme mit.
Auch die Packerei der Tasche für die Punktion war inzwischen Routine. Binden, Nachthemd, Bademantel, Hausschuhe, Wasser, Süßkram, Lesestoff, Kissen, Decke – passt.

Irgendwie wurde die ganze Kiwu-lerei so langsam langweilig. Man kannte die Damens und Herrens in der Praxis, vor den diversen Spritzbestecken grauste es mich schon lange nicht mehr – auf dem Büro-Klo in einer kleinen Meetingpause genauso wie in der Kneipe oder bei einem fröhlichen Grillabend, alles kein Problem. Fahrt zur Kiwu, im Schlaf, Narkose, Punktion, wieder wach werden … war wie gesagt schon fast langweilig.

Die einzige Variable war die Anzahl der Eizellen. Diesmal recht wenig. Bescheiden, um genau zu sein. Vier Stück. Jämmerlich, nach den 14 EZ beim letzten Versuch. Ohgottogottogott, vielleicht gibt es diesmal keine Embryonen? Letztes Mal war doch die Befruchtungsrate so schlecht.

Aber diesmal lag sie bei 75%. Drei haben sich befruchten lassen, drei es bis zum Blasto-Stadium geschafft, drei wurden eingesetzt. Und danach ging’s in Urlaub an die Ostsee. Erst in eine hübsche Ferienwohnung, dann noch in ein richtig schniekes Schlosshotel für drei Tage um ein Aurifex- und Aurifex-Mann-Verwöhnprogramm zu starten.

An der Ostsee war es sehr schön, entspannend und erholsam … wenn auch etwas arg kühl, aber wir hatten ja dicke Pullover mit dabei. Das Schlosshotel war besch… so was doofes. Am zweiten Tag sind wir abgereist, wir hätten uns nur geärgert, wenn wir dort geblieben wären und das Geld war eh weg.

Aber da wir schon einmal im hohen Norden waren, wollte wir uns Hamburg anschauen. Die beste Idee von Welt. Wunderbares Spätsommerwetter, die Stadt schön, die Leute nett, Hotelzimmer bekommen und eine wunderbare Empfehlung für das Abendessen. Ich weiß leider nicht mehr, wie das Restaurant hieß, war aber in der Nähe eines der Fleete (Fleets? Wie ist denn da die Mehrzahl???). Egal, es war ein wunderschöner Abend und ein traumhafter Abschluss. Und ich fühlte mich schwanger. Irgendwie hatte ich kein PMS, es war … ja, man kann es nicht beschreiben, gut halt.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder auf die Autobahn in Richtung Süden geworfen, 10 Tage Erholung müssen reichen. Leider. So eine Bundesautobahn ist lang, von Nord nach Süd. Das zieht sich. Vor allem, wenn einen mitten zwischen Hamburg und was-weiß-ich-wo die Mens überfällt. Mit abartigen Schmerzen, sturzflutartig. BT wäre am nächsten Tag gewesen, ja toll.

Nein, von diesem Versuch hatte ich mir mehr versprochen, auch dieses Negativ hat mir eine schallende Ohrfeige versetzt.
Um wieviel mehr muss es M. getroffen haben? Fremdgehen, bei mir bleiben um mir zu einem Kind zu verhelfen und dann klappt es nicht? Au weia, kein Wunder, dass er so gestresst war *nein*

W … wie

Mittwoch, 7 Januar 2009

Ja, die bösen W-Worte.

Als erstes lernt man als Kind das Widerwort kennen … und benutzt dieses W-Wort doch gar nie. Aber die Eltern schimpfen mit einem und man hat den Eindruck, dass Widerworte nicht ganz so schön sind. Für die Eltern. Wie gesagt, man benutzt es selber ja gar nicht, irgendwie. Aber trotzdem ist es jeden Tag ein Thema. Irgendwie.

In der Schule, ganz am Anfang lernt man die Unterscheidung zwischen Tu-Wort und Wie-Wort. Ja wie? Wie-Wort oder W-Wort? Egal, elegant ist diese Bezeichnung wirklich nicht und jedem aktuell tätigen Pädagogen sträuben sich die Nackenhaare … allein vielleicht ein schon kurz vor der Rente stehender Lehrer mit Platte lässt sein Kränzchen-Haupthaar in der gebürsteten Form … er hat es noch genau so unterrichtet.

Von den Wie-Worten kommt man zu den W-Fragen: Wo, Wie, Wann, Wer, Warum … Wozu diese lernen, hat man als Kind doch schon richtig klasse drauf. Und wenn es keine Antwort gibt, schaut man in den großen, unendlichen Weiten des WWW. Wer auf diese blöde Erklärung mit World-Wide-Web gekommen ist, hat keine Ahnung. Diese Abkürzung kommt natürlich von Wer-Wie-Was? Wieso-Weshalb-Warum? Logisch.

Hm, im Laufe des Lebens reduzieren sich die (eigenen) Widerworte, die W-Fragen gewinnen an Bedeutung. Wann habe ich den ersten Freund, wie ist der erste Sex, was werde ich verdienen, wo will ich leben, wieviel Kinder bekomme ich?

Ja, wieviel Kinder? Wann? Wieso nicht? Was können wir tun? Wie konnte das passieren? Wie sollen wir uns das leisten?

Wir? Unfruchtbar?

Und schon sind wir beim unschönsten W-Wort angekommen: Warten.

Warten auf den ersten Termin in der Kiwu-Praxis, warten auf die erste Spritze, erste Punktion, ersten Bluttest … und wieder von vorne.
Warten, warten, warten.

Und dann, wenn alles anders läuft als geplant: Warten auf Informationen vom abhanden gekommenen Mann, warten, warten, warten … Warten auf die neue Wohnung, warten auf den Umzug.

Warten auf die Scheidung.

Vor lauter Warterei kommt mir so langsam der ein oder andere Buchstabe abhanden. Bin inzwischen beim Waten. Hat aber nix mit Wattwaten zu tun.
Hm, nächsten Monat bin ich dann bei Wate (klingt japanisch), vor Ostern isses dann nur noch Wat (klingt norddeutsch), im Frühjahr wird es ein infantiles Wa, im Sommer nur noch W.

Wenn ich bis dahin noch nicht geschieden bin, ist es mir auch egal, dann mache ich was ich will und warte auf nichts und niemanden mehr. Also wirklich. So langsam bin ich sauer. Der W-Countdown läuft.

Lustige Erkältung

Montag, 5 Januar 2009

Sowas von unentschieden. Tststststs.

Mal isse da, dann wieder weg. Dann nehme ich mir was vor, darauf hin kommt sie wieder, ich sage ab und schon geht’s mir wieder gut.

Doof. Echt doof. Habe außerdem keine Lust, Mr. X durch ein Sagrotan-Tuch durch zu küssen, das macht keinen Spaß.

Spaß macht aber, dass er mich verwöhnt, sogar sehr. Am Wochenende kam er mit einer riesigen Tasche voller Gesundmach-Sachen. Gut, auf die Ingwer-Dinger konnte ich verzichten (ich mag keinen Ingwer, bäh), aber der Rest … ok. Sogar die Umalumba-Tropfen (momentemal, wie heißen die richtig? Umckaloabo!) Nicht auszusprechen, erst recht nicht, wenn man krank ist. Egal, sie helfen.

Und eine ausführliche Massage mit feinem Öl hilft auch. Hm, nicht gegen die Erkältung, aber für die liebe Aurifex ist das sehr fein. Die Füße waren auch noch separat dran. Hmmmmmmmmmmmmm.

Naja, wenigstens hat sie mich einigermaßen Sylvester feiern lassen und am Freitag war ich mit meinen Schwiegereltern in der Oper (super gute Aufführung, “Cosi fan tutte”, hat richtig Spaß gemacht), da hat sie mich auch in Ruhe gelassen. Puh.

Ach ja, meine Schwiegermutter ist süß: Sie freut sich, dass ich wieder Schmetterlinge im Bauch habe, da hat sie mir für Mr. X auch eine Schokolade mitgebracht – darüber hat er sich wiederum sehr gefreut *ja*