Endlich kommt wohl die Scheidung in die Gänge.
Nachdem ich M. Montag vor einer Woche eine Mail geschrieben habe (wollte wissen ob, wann und wie er schon die Scheidung eingereicht hat, ob er schon ein Aktenzeichen hat etc.) kam gestern ein Brief von seinem Anwalt.
Gut, ist noch kein Scheidungsantrag, das dauert jetzt dann noch ein bißchen, aber immerhin ein Anfang. Bedingungen sind geklärt, das passt. Ich wollte mich eh nicht streiten und er auch nicht, dafür bin ich sehr dankbar. Das empfinde ich in dieser Situation als sehr positiv.
Jetzt werde ich mich (hoffentlich) nächste Woche mit meiner Anwältin zusammensetzen und das ganze festzurren. Eigentlich habe ich nächste Woche schon viel vor, aber ich bin mir sicher, dass wir einen Termin finden werden. Könnte vielleicht sogar mal ein paar Überstunden abbauen (meine Chefin drängelt immer schon, dass ich zu viele habe - aber wat willsse machen, kannsse nix machen) und tagsüber vielleicht sogar zu ihr in die Kanzlei fahren.
Dass noch ein moralischer “Anspruch” besteht, offen bleibt, ungeklärt ist … nicht nur bei mir sondern auch von Seiten seiner Familie, das kann man nicht ändern.
Das Wochenende wird sehr schön werden (nicht nur vom Wetter her), heute kommt Mr. X, morgen fährt meine Mama auf die Buchmesse und übernachtet dann bei mir, ach ja, ich habe wunderhübsche Lampen für den Flur gefunden, solche wollte ich schon seit Jahren haben und heute kann ich sie abholen … also lauter hübsche Dinge auf dem Programm.
Und es ist ganz praktisch, dass meine Mama kommt, dann haben wir schön Zeit den anstehenden runden Geburtstag von meinem Papa zu besprechen. Er hätte sich ja am liebsten verkrümelt, er feiert genau so ungern Geburtstag wie ich. Dabei geht es ihm und mir nicht um das älter werden (das ist uns egal) sondern diese Gratuliererei, diese aufgesetzte … hm, jetzt fällt mir kein passendes Wort ein … ach, ich mag’s einfach nicht.
Tja, mein Papa. Er sagte vor kurzem am Telefon: “Jetzt kannte ich M. ja einige lange Jahre und muss sagen, sein aktuelles Verhalten passt gar nicht zu ihm. Das ist für uns schwer zu verstehen. Aber immer noch besser als wenn man sagen müsste ‘Das passt zu ihm’.”
Recht hat er, mein Papa.