Schlaflose Nächte
Irgendwie scheine ich in letzter Zeit nicht viel Schlaf zu bekommen. Beruf, privat (sehr schön) und dann die Gedanken, wenn ich denn mal alleine bin. Ich scheine nicht genug Zeit zu haben, über alles nachzudenken und so nehme ich mir die Zeit, wenn es sich ergibt. Meist in der Nacht. Kein Telefon, keine Aufmerksamkeit auf andere Dinge. Nur Gedanken.
Auch heute Nacht wollte der Schlaf nicht kommen. Es ist viel Schönes dabei, aber ich will mich auch wappnen für die Unwegsamkeiten, die da kommen könnten. Ich kann es nicht ändern. Wenn wir zusammen sind, ist alles ganz einfach. Bin ich alleine, so kommen Zweifel, Ängste in mir auf.
Dazu die Gedanken an ein Kind. Jetzt geht es noch nicht, bin noch nicht geschieden und so behandelt mich kein Arzt. Weder im In- noch Ausland. Aber wenn es dann soweit ist … die Verlockung, die Versuchung es doch noch einmal zu versuchen, wider jede Vernunft, die ist da. Und dann kommt gleich der Widerspruch: Ich bin zu alt, wie will ich alleine ein Kind großziehen.
Wenn, dann würde ich so einen Versuch nur mit jemand Fremdem wagen. Das habe ich tatsächlich in der Vergangenheit gelernt: Verlass Dich nie auf jemand anderen, nur auf Dich selbst. Also ein Spender ohne emotionale Bindung an mich soll es sein. Ist das zu egoistisch? Mit Sicherheit. Darf ich diese Gedanken denken? Auch mit Sicherheit.
Und so hänge ich in der Schwebe. Warte. Wie lange wird es bis zur Scheidung dauern? Davon hängt einiges ab. Und wieder kann ich nichts beeinflussen, vorantreiben. Warten, wie immer warten. Ich kann dieses Sch…wort nicht mehr hören, schreiben, sprechen. Es nervt.
Aber dafür gibt mir die Warterei die Möglichkeit, die Zeit mit Genuss und Leben zu füllen und daraus folgt dann der wenige Schlaf. Ach was, schlafen kann ich noch in ein paar Jahren, jetzt wird gelebt.
Sonntag, 7 September 2008 at 14:16
Ich kenne diese schlaflosen Nächte….nur mit anderen Gedanken.
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Komm, ich knuddel Dich auch
Annette
Sonntag, 7 September 2008 at 15:26
“Das habe ich tatsächlich in der Vergangenheit gelernt: Verlass Dich nie auf jemand anderen, nur auf Dich selbst.”
Ich hoffe, dass du das nicht wirklich gelernt hast, liebe Aurifex. Auch wenn Enttäuschungen noch so herb und groß waren (und das waren sie mit Sicherheit), so handelt es sich dabei um EINEN Menschen (oder auch mehrere), aber nicht um alle. Ich wünsche dir sehr, dass du wieder lernst, dich auf jemanden zu verlassen, denn es gibt Menschen, die dieses Vertrauen wert sind.
Liebe Grüße,
Blüte
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Ach Blüte,
es ist doch nichts schlimmes dabei, sich auf sich selbst zu verlassen. Wer weiß, was in ein paar Monaten ist, da bezahle ich lieber einen Spender.
Nein, ich verlasse mich nicht auf jemanden aber im letzten Jahr habe ich das Geschenk vieler Freunde von Herzen gerne angenommen, dass sie für mich da waren. Aber als Geschenk, nicht als Selbstverständlichkeit.
LG, Annette
Sonntag, 7 September 2008 at 15:48
Sind wir also schon zwei..
LG Schäfchen
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Ach, ich schicke Dir den Sandmann vorbei … auch für Laurin
LG, Annette
Sonntag, 7 September 2008 at 18:59
Liebe Annette!
Dich,
Ich finde es schon viel, sich auf sich selbst verlassen zu können. Da solltest Du eigentlich schon ein wenig beruhigter schlafen können. Was den Scheidungstermin betrifft: vielleicht kannst Du Dir ja eine Deadline setzen (und ihn darüber informieren). Schließlich müsste es doch auch möglich sein, dass Du sie einreichst, wenn er nicht in die Pötte kommt.
Schlussendlich der Kinderwunsch: da hast Du noch Zeit, siehe mein Beispiel. Und ich wünsche Dir, dass - egal wie - Dein Wunsch in Erfüllung geht!
Auf ein weiterhin erfülltes Privatleben!
LG
Sanne
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Stimmt, ich werde ihm bald eine Deadline setzen … das zieht sich ja wie Hechtsuppe. Aber vielleicht hängt es ja auch bei Gericht? Wer weiß.
Ich
Annette
Sonntag, 7 September 2008 at 21:46
Viele Gedanken…hatte ich in meiner Solozeit auch bevorzugt nachts, wenn alles ruhig war.
Interessante Gedanken…Du bist auf keinen Fall zu alt!
an Dich,
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Danke und
Annette
Dienstag, 9 September 2008 at 16:52
“Aber dafür gibt mir die Warterei die Möglichkeit, die Zeit mit Genuss und Leben zu füllen”
an Dich und Deinen Holden,
Ich zitiere dich mal der Einfachheit halber, das hast du echt schön gesagt!
Und recht hast du! Bei allem warten sollte man das leben nicht vergessen!!!
Drück dich,
Marion
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Annette