Archiv für Mai, 2008

Nachtrag zu dem Eltern-/Sorgen-Thema

Freitag, 30 Mai 2008

So, jetzt hat es auch meine Schwiegermutter im Urlaub gewickelt. Hingeplauzt, wie mein Papa.

Also kann man sagen, dass meine Eltern und meine Schwiegereltern alles spiegelverkehrt machen.
Meine Mutter war erkältungstechnisch krank und mein Schwiegervater auch.
Dafür ist mein Papa die Treppe runtergepurzelt und meine Schwiegermutter fand das wohl toll, hat sie also auch gemacht.
Meine Mutter und mein Schwiegervater sind zu ihren jeweiligen Ärzten gegangen, mein Papa und meine Schwiegermutter haben sich erst einmal mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.

Ich glaube, ich werde mal ein 4-er-Pack Michelinmännchen-Anzüge bestellen mit Gasmaske (gegen irgendwelche Viren), damit sollten die Herrschaften doch gegen alle Eventualitäten geschützt sein.

Floaten - sehr seltsam, aber gut!

Mittwoch, 28 Mai 2008

Gestern war ich mit einem Kollegen “Floaten”.

Tja nun, das ist wohl eine der neuen Wellness-Erfindungen (die es wohl auch unmöglich auf deutsch geben kann) und wahrscheinlich auch nur in Großstädten (naja, Frankfurt ist ein großes Dorf) zu finden sein wird. Einfach wegen der Preise.

Nagut, gestern war wie gesagt so ein 2-für-1-Angebot und Kollege und ich haben zugeschlagen. Sind schon einmal sehr entspannt nach einem hübschen Spaziergang, währenddessen wir ein saumäßig gutes Eis verputzt haben, dort angekommen und wurden erst einmal umfassend aufgeklärt:

Offene Wunden: Nein. Viruserkrankungen: Nein. Drogen: (außer Eis) Nein. Psychische, psychologische Störungen, Erkrankungen, medizinische Behandlungen, Medikamente, epileptische Anfälle: Nein. Thromboseneigung: Naja, vielleicht (siehe Gerinnungsstörung) aber sonst eigentlich: Nein. Was sonst noch alles gefragt wurde, weiß ich schon gar nicht mehr. Nur die Schuhgröße war nicht dabei.

Also, um es kurz zu machen: Man legt sich in einen Tank (sieht ein bißchen aus wie der Helikopter aus Robbi, Tobbi und das Fliwatüt, nur ohne Kufen und Propeller) und schwebt dann auf dem köperwarmen Wasser. Je nach Neigung kann man das Licht komplett aus machen, diesen Tank schließen oder offen lassen (die Tür ist ähnlich angebracht wie bei einem Messerschmidt Kabinenroller), Musik an oder aus, mit Nackenhörnchen oder ohne. Egal. Man schwebt und schwebt und schwebt. Ist wirklich sehr entspannend. Das Zeitgefühl kommt komplett abhanden - nach einer gewissen Zeit habe ich gemerkt, wie sich der Nacken lockert und einfach alles ganz wohlig warm und entspannt wurde. Also, eine feine Erfahrung aber eine 10-er Karte werde ich mir denn doch nicht kaufen. Aber heute Nacht habe ich völlig erschossen geschlafen wie ein Baby, herrlich.

Nicht viel Neues

Montag, 26 Mai 2008

Zur Zeit gibt es nicht viel neues zu berichten. Ich bin oft unterwegs, verabredet etc. (habe mir z.B. in Mainz “Caveman” angeschaut und musste doch ziemlich lachen - echt süß!), zum essen verabredet, morgen gehe ich mit einem Arbeitskollegen “floaten” - was auch immer das sein wird. Lassen wir uns mal überaschen (aber es muss irgendwas mit Wasser, Wanne, Salz, Entspannung oder ähnlichem zu tun haben. Jetzt im Mai gibt es ein 2-für-1-Angebot, also probieren wir das mal aus).

Hm, ansonsten habe ich morgens das Gefühl mit Hollywood ÖPNV zu fahren. Dr. House sehe ich fast täglich (der sieht wirklich so aus und scheint auch genauso muffelig zu sein, alleine der Charme fehlt), dann sehe ich häufiger einen Tom Cruise für Arme und letzte Woche saß doch leibhaftig “Jabba the Hutte” aus Star Wars mir gegenüber. Also ingesamt eine sehr lustige Mischung und ich bin immer wieder kurz davor, mir ein Autogramm geben zu lassen *g*

In der Wohnung tut sich im Moment nicht viel, ich habe zur Zeit einfach keine Lust mich in Möbelhäusern rumzudrücken. Es fehlen aber nur noch Kleinigkeiten (z.B. ein Couchtisch) und diese lieben Übergangslösungen haben ja die Eigenschaft, sich zu einer Dauerlösung zu entwickeln (naja, aber der Fernseher steht im Moment wirklich gut auf dem Stuhl und da ich genügend Stühle habe, kann trotzdem Besuch kommen - kein Problem).

Jetzt kommt diese Woche aber erst einmal eine Kollegin aus London und übernachtet (wahrscheinlich) bei mir, das wäre schön, dann haben wir viel Zeit, miteinander zu ratschen. Und meinen Urlaub möchte ich jetzt so langsam mal buchen. Je nachdem, wann ich in Urlaub gehe, kann ich auch zum Forumstreffen nach Hannover fahren, mal gugge.

Achterbahn der Gefühle

Montag, 19 Mai 2008

Die letzte Woche war alles mögliche - aber langweilig war sie nicht. Dafür extrem anstrengend, vor allem was die emotionale Seite anbelangt.

Zuallererst war da die schreckliche Nachricht von dem Sohn meiner Freundin, die die ganze Woche durchwoben hat. Es kamen viele Gedanken hoch, auch viele Gefühle, die ich sonst ganz gut unter Verschluss halte (einfach weil es nix bringt, ständig auf diesen Gefühlen rumzureiten und in sie einzutauchen) aber sie sind doch immer existent. Ihr Schmerz hat mir direkt in die Seele geschnitten und ich hoffe, sie übersteht diesen Schlag.

Aber wie stark ist diese Frau! Mit wieviel Liebe hat sie ihr Kind zu Grabe getragen, mit wieviel Fürsorge hat sie sich um alles gekümmert und ist doch selber fast zusammengebrochen. Die Beerdigung war erschütternd und doch auch tröstlich. Ich habe noch nie einen Pfarrer erlebt, der eine Beerdigung so mitfühlend, tröstlich und friedvoll gestaltet hat.

M. kam nicht - er hätte einen Termin verschieben müssen.
Ich reiße mich wirklich nicht darum, ihn zu sehen, aber in dieser Ausnahmesituation wäre es ok gewesen, da geht natürlich der Mensch, der Freund, der Kummer hat, vor.

Dazu kam das komplette Kontrastprogramm mit Verabredungen, auch am Freitag Abend. Ich wollte eigentlich nicht hingehen (zwei Banker haben zum Abschiedsumtrunk eingeladen) aber eine Freundin (die mit auf der Beerdigung war) und auch meine Eltern meinten, ich solle gehen. Nur nicht zu Hause rumhocken. Ja, der Abend war dann tatsächlich noch sehr schön - vor allem seeeeeeeeeehr lang. Bin erst um “halb” nach Hause gekommen.

Samstag Abend war ich auch unterwegs, gestern Abend kamen meine Schwiegis zum Abendessen, letzte Woche war ich bei einer Freundin, die einen Mädels-Abend gemacht hat und es war wirklich lustig. Jetzt wollen wir alle zusammen in’s Kino gehen, natürlich “Sex and the City”. Ich habe diese Serie nur ab und zu geschaut (meistens lag ich zur Sendezeit schon im Land der Träume und habe Sternchen geputzt), aber zu mehreren macht das sicher Spaß.

Naja, heute Abend habe ich noch nichts vor, aber ich sollte vielleicht auch mal schlafen, da herrscht ein absolutes Defizit und der Rest der Woche wird nicht besser. Aber dank der glorreichen Kosemtikindustrie sieht man es mir nicht an. Achja, erwähnte ich schon, dass am Freitag Abend einige mich auf 30 geschätzt haben??? Ging mir runter wie Öl *g*

Kleine Eltern, kleine Sorgen - große Eltern, große Sorgen

Mittwoch, 14 Mai 2008

Zuerst war meine Mutter krank. Richtig krank mit allem, was dazu gehört. Fieber, Schüttelfrost, Kopfweh, Halsweh - das volle Programm eben. Leider kam dann - als Sahnehäubchen sozusagen - noch der Heuschnupfen dazu. Deshalb konnte sie erst letzte Woche zu mir kommen, obwohl es schon vieeeeel früher geplant war. Aber es ging ihr einfach zu schlecht.

Endlich hatte sie sich mühsam berappelt, meldet mein Schwiegervater sinkende Lebensgeister. Halsweh. Und zwar fieses Halsweh. Das Schlucken muss einen Tortur gewesen sein und am liebsten hätte er sich vor jedem Bissen Essen bzw. jedem Schluck Wasser erst einmal Mut angetrunken - aber das ging ja auch nicht (siehe Schlucken). Doc hat ihm Pillchen verschrieben und es wurde immer schlimmer. Jetzt hat er andere bekommen und es sieht so aus, als ob wenigstens die anschlagen würden.

Und mein lieber Papa hat sich so über das schöne Wetter gefreut, dass er seine Badetasche gepackt hat und zum Freibad getigert ist. Steht strahlenden Blicks oben an der Treppe und lässt sein (immer noch scharfes) Auge über glitzernde Wasserflächen, grüne Bäume und bevölkerte Wiesen schweifen. Freut sich immer noch und will sich endlich auch in’s Getümmel stürzen. Tja, stürzen war das richtige Wort. Die Treppe fing viel früher an als erwartet und so kullerte er alle Stufen (er dachte noch “Hört diese Sch… Treppe denn nie mehr auf?” ) nach unten.
Also, die Diagnose Osteoporose, die er vor ein paar Jahren bekommen hat, glauben wir nicht mehr. Er hat sich nichts gebrochen, er sieht nur aus, als wenn er den Klitschko-Brüdern etwas dumm gekommen wäre. Unglaublich. Aber ein Riesenschrecken war es schon. Tja, und Väterlein rappelt sich auf, zückt das frisch gewaschene Badehandtuch, wischt sich das Blut ab und setzt sich wieder in’s Auto und fährt heim. Einfach so. Und hat sich erst einmal mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, zum Doc zu gehen!!! Aber meine Mutter hat nicht locker gelassen und das war ganz gut so. So hatten wir wenigstens die Gewissheit, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Schmerzen hat er leider jetzt trotzdem noch. Ach Mensch, ist schon ein Mist, dass ich so weit von zu Hause weg wohne.

Hoffentlich bleibt der Rest der Familie gesund *beten*

Geschützt: Traurig

Dienstag, 13 Mai 2008

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So viele Ausblicke!

Mittwoch, 7 Mai 2008

Hach, zur Zeit wimmelt es von Ausblicken in meinem Leben *ja*

Zuallererst natürlich der Ausblick aus meiner Wohnung - es fällt mir richtig schwer, morgens aus dem Haus zu gehen, einfach weil’s so schön ist. Die Sonne glitzert auf dem Wasser, die Eichhörnchen huschen die Bäume hoch und wieder runter und die Schiffle fahren hin und her - also jede Menge was los hier.

Dann kommt heute meine Mutter und bringt die von ihr genähten Vorhänge mit (quasi die Nachlieferung meines Geburtstagsgeschenks) und da sie selber gerade erst Geburtstag hatte und eine Digitalkamera geschenkt bekommen hat, kann sie auch jede Menge Bilder machen. Das wird lustig (ist sie doch eigentlich ein Computer-Feind. Aber mal gugge). Und sie bleibt natürlich ein paar Tage und bei dem schönen Wetter hat sie hoffentlich auch viel Spaß hier im Städtchen. Naja, in eine Lounge oder einen Club werden wir uns nicht begeben, aber vielleicht eine schöne Kneipe oder eine Gartenwirtschaft … kann man sich bei diesen wärmenden Sonnenstrahlen schon überlegen. Wenn wir noch Kneipen oder Gartenwirtschaften finden - wie hier schon jemand schrieb ist ja alles verloungt bzw. verclubt!!! Und chillen können wir auch daheim *g*

Und dann habe ich eine Einladung bekommen, auf einem Jubiläum in einem kleinen Ad-hoc-Kammerchor mitzusingen. Der Dirigent liebt es, alte Werke auszugraben, die möglichst noch nie verlegt worden sind und somit - nach 100 bis 200 Jahren - wahrscheinlich das erste mal aufgeführt werden. Hoffe ich nur, dass er diesmal die Noten rechtzeitig zuschickt, damit ich mich schon einmal etwas vorbereiten kann. Meine liebe Freundin G. wird auch mitsingen und darauf freue ich mich riesig.

Dann bleibt für diesen hohen Tag mal wieder nur die Kleiderfrage, die geklärt werden müsste. Das ist die Standardfrage vor irgendwelchen (großen oder kleinen) Aufführungen: “Härr Dirigändd, Härr Dirigändd, die Kleiderfrache häddn wa noch nisch geglärd!” So scholl es jahrzehntelang auf sächsisch durch den Chor!
Dabei war es eigentlich immer klar: Totensonntag, Volkstrauertag und Passionszeit: Schwarz, tiefstes Schwarz! Größere Ereignisse mit vielen Pauken und Trompeten: Schwarz-weiß - und damit war nicht die Unterwäschenwahl gemeint. Sonstige Aktionen: Festlich bunt.

So, und da hat man nun denn den Salat. Festlich bunt heißt: Für alle, die es sich nicht leisten können weiße Hosen und groß-geblümte Blusen. Für alle anderen unauffälliges Irgendwas. Was aber offensichtlich allen Sängerinnen gemein ist, ist das ca. 60-80 cm lange Kettchen, an dem sich entweder ein Medaillon oder eine gefasste Goldmünze befindet, welche sich todesmutig über den hochgestemmten Busen in den Abgrund stürzen. Und da hängen sie nun und zittern in der stimmgewaltigen Sangeslust vor sich hin. Komisch, dass es noch keinen Verein zum Schutze der zitternden Anhänger gibt *g*