Archiv für Februar, 2008

Endspurt

Samstag, 23 Februar 2008

So, jetzt befinde ich mich im Endspurt. Dienstag Mittag krauche ich dann hoffentlich über die Ziellinie und gebe die Schlüssel ab bzw. werfe sie M. in den Büro-Briefkasten. Damit wäre das Thema dann für mich erledigt.

Morgen und übermorgen habe ich auf alle Fälle noch jede Menge zu erledigen und zu packen, waschen muss ich auch noch, Mülltüten füllen und bereitstellen, die letzten überflüssigen Kartons zerkleinern und entsorgen und die Sachen, die ich für meine fünf-wöchige wohnungslose Zeit brauche in meine Übergangsunterkunft bringen. Aber das wird klappen, das muss!!!!

Es ist ziemlich viel Planerei, was brauche ich die fünf Wochen, was nicht (kann also eingelagert werden), was kann eingelagert werden, was nicht (z.B. Lebensmittel, Gasflasche, Chemikalien etc.) und wo bringe ich das alles unter. Gut, Lebensmittel habe ich im Moment nicht mehr viel, habe alles aufgegessen … sehr abwechslungsreich war mein Speiseplan die letzte Zeit nicht, bin ich doch ein alter Nudel-Hamster.

Es kann mir unter Umständen einiges ausgehen, aber Nudeln habe ich immer im Haus. Das muss sein. Und Klopapier auch. Hm, was würde wohl ein Psychiater dazu sagen oder gar unser lieber Siggi Freud? Ähhhhhh, ich will es gar nicht wissen.

Gestern Abend habe ich einen Anruf der jetzigen Mieter meiner zukünftigen Wohnung bekommen. Sie werden die Küche drin lassen - juhuuuuuu! Das war nämlich bis jetzt noch nicht klar, da sie selber an ihrem neuen Wohnort noch keine Wohnung hatten und je nach dem, wie die Küche dieser neuen Wohnung ausgesehen hätte, hätten sie ihre eigene Küche mitgenommen. Dem ist aber nicht so. Puh, brauche ich jetzt nicht auch noch eine Küche organisieren.

Sofa habe ich schon vor 10 Tagen bestellt, das kommt dann Mitte April und Bett und Schrank habe ich vor einer Woche ausgesucht und die beiden Sachen kommen wohl schon Anfang April - coool! Aber, wie Sanne schon in ihrem Blog schrieb, sind so Möbelhausbesuche teilweise schön (Möbel sichten, überlegen, aussuchen hat mir richtig Spaß gemacht), aber man kommt unweigerlich dann an der Baby- und Jugendzimmer-Abteilung vorbei und dort die glücklichen Eltern zu sehen … das gibt schon einen Stich in’s Herz - aua.

Aber das ist auch geschafft und um die Kleinigkeiten kümmere ich mich dann erst, wenn ich in der Wohnung bin. Dann sehe ich, was passt für ein Couchtisch hin, will ich einen Teppich, was für Lampen passen. Die erste Zeit werde ich auf alle Fälle nur mit Glühbirnen leben. Lampen aussuchen ist auf alle Fälle das Schwierigste. Obwohl, eine wunderschöne Lampe habe ich gesehen, die hat mein Goldschmiedeherz erfreut … aber schweineteuer, das geht gar nicht. Aber ich werde sicherlich was preislich passenderes und auch schönes finden, ich habe ja Zeit.

Heute Abend habe ich mir gar nix vorgenommen (Kisten-technisch), vielleicht gehe ich noch weg. Aber ich bin so platt von dieser Woche. Unser Betriebsübergang liegt in den letzten Zügen, zum 1. März ist es so weit und von daher haben wir alle jede Menge Sonderaufgaben bekommen, diverse wichtige Leute turnen bei uns rum und jede Menge Gesprächstermine mit denen stehen auch auf dem Plan.

Jede Woche ist der Client Manager aus London da, dazu kommt jede Woche der Personalchef und diese Woche war der Oberhäuptling aus London da. Mit dem hätte ich Donnerstag von 13:00 - 15:00 Uhr Gesprächstermin gehabt. Gut wäre das gewesen, dann hätte ich wenigstens an diesem Tag pünktlich gehen können, nachdem ich ja Mittwoch noch mit der Abendsitzung … uaaaah, da werde ich grade wieder müde … einige Überstunden geschrubbt habe. Um 00:30 war ich daheim, um 01:45 immer noch nicht geschlafen und um 04:50 ging schon wieder der Wecker. Naja, den Donnerstag habe ich - Stress und Adrenalin sei dank - ganz gut rumbekommen, meine Vertretung für 13:00 Uhr organisiert und wat iss??? Flieger hatte Verspätung. Super. Konnten wir erst um 15:00 Uhr loslegen und so gegen 18:00 bin ich dann von dannen gewankt. Meine Güte, kann der Mann schwätzen. Abartiges Tempo! Auf schwäbisch nennt man sowas “Revolvergosch”. Jou. Aber nett war er und das Gespräch erfreulich. Es geht vorwärts, ich bin inzwischen ganz zufrieden mit der neuen Situation. Einzig meiner alten Chefin trauere ich nach, die war wirklich super und außergewöhnlich. Die neue ist auch in Ordnung, die Grundchemie stimmt aber die alte … ich werde sie vermissen.

Heute hätte ich eigentlich - zumindest was mein Stundenkonto anbelangt - nicht mehr arbeiten müssen, aber das ist ok. Besser etwas zu viel zu tun, als den lieben langen Tag Däumchen drehen.

So, wenn ich das nächste Mal hier schreibe, dann bin ich ausgezogen. Hoffentlich klappt alles *beten*

Autsch!

Mittwoch, 20 Februar 2008

Ich habe Rücken!!! Ich glaube, ich kann mich zu T.Punkt gesellen bzw. er hat mir seinen Rücken vererbt.
Heieiei, tut das weh. Aber zum Glück habe ich noch Hammertabletten von meinem letzten Arztbesuch übrig, die werden abends vor dem Schlafengehen eingeworfen. Und danach ratzel ich so richtig gut, die Dinger machen ganz schön fertig.

Aber ich komme ganz gut vorwärts. Sonntag habe ich mein komplettes Arbeitszimmer/Werkstatt gepackt. Ich sach nur: 19 Kartons!!! Aber, nach gewissen Startschwierigkeiten ging es ganz gut vorwärts. Montag habe ich dann “nur” 8 Kartons gepackt. Wohnzimmer, das ganze Geschirr und die Gläser. Optisch zwar weniger, aber genau so zeitintensiv.

Gestern habe ich dann - der Rücken schmerzt eh schon - den Dachboden entrümpelt. Abermilliarden von Kartons, fast alle von Computern, Druckern etc. aus M.’s Büro. Aber fast geschafft. Es fehlt nur noch der Riesenkarton von meinem Klavier. Wie ist denn der nach oben gekommen? Gebeamt? Ich werde ihn auseinander schneiden müssen, um den über die schmale Klappleiter runtertransportieren zu können. Naja, mache ich heute Nachmittag. Ich wollte zwar eigentlich in der Stadt bleiben, da wir mal wieder eine Spätabend-Sitzung haben, aber dann fahre ich halt hin und her, denn morgen werde ich es nicht schaffen. Morgen kommt oberster Cheffe aus London und das wird auch ein etwas längerer Tag werden. Uaaah, und das mit mal wieder weniger als 4 Stunden Schlaf, da bin ich ja jetzt schon müde, wenn ich daran denke.

Naja, dann ist für Sonntag die Küche und meine Kleidung eingeplant (also das in-Kartons-schaufeln) und für Montag schaue ich, dass ich den ganzen Müll entsorgt bekomme. Inzwischen sind es 6 große Müllsäcke plus die ganzen Kartons … und unser Bauhof hat nur Samstag auf. Klasse. Da arbeite ich. Und vor 6:00 Uhr bzw. nach 17:00 Uhr sind die todsicher nicht da. Naja, ich rufe heute da mal an und frage mich durch. Vielleicht kann ich das Zeug direkt auf die Deponie bringen. Blöd fragen hilft weiter *g*

Ich bin also, glaube ich, gut in der Zeit, aber ich schlage drei Kreuze, wenn ich dann endlich in der neuen Wohnung bin - auspacken muss ich ja dann auch noch *heul*

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So, jetzt habe ich erst recht Rücken - hätte eigentlich meine Wärmflasche mit in die Sitzung nehmen sollen. Ohhhhhh, das tut so weh. Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt noch vier Stunden sitzen soll *heul*

Aber dafür ist der Dachboden soweit geräumt und die Kartons hübsch zerkleinert in der Papiertonne. Naja, nicht alle, soviel hat nicht reingepasst, aber Dienstag ist Papiermüllabfuhr, da wird für den Rest Platz geschaffen *beten*

So, jetzt bin ich mal gespannt, was der heutige Abend so bringt, es ist die erste Sitzung mit neuer Chefin. Mal gugge. Wenigstens bin ich satt, konnte noch meine Reste von gestern essen. Hoffentlich schlafe ich nachher nicht ein *rotwerd*

Über das Älterwerden

Samstag, 16 Februar 2008

Huaaahhh, ich werde alt!!!
Heute morgen um halb sieben an der U-Bahn (und dort wo ich einsteige, ist sie noch überirdisch) habe ich ein hübsches, junges Mädchen gesehen. Gut, kommt in einer Großstadt öfter mal vor. Mit Jeans und Jacke. Soweit auch noch üblich. Bauchfrei (sie konnte es sich leisten), also schon nicht mehr so üblich, wenn man sonst eher das ein oder andere Röllchen zwischen Jeans- und T-Shirt-Rand präsentiert bekommt.

BEI MINUS FÜNF GRAD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Haaaaahhhh, meine Körpertemperatur sank alleine durch den Anblick des (übrigens nicht gepiercten, also auch eher unüblich) Bauchnabels auf knapp unter 30°C, die Zehennervenenden versagten jegliche Kommunikation mit dem Rest meines Körpers und ich bereute, nicht meine schöne warme Skihose angezogen zu haben (aber damit hätte ich im Büro wohl etwas seltsam ausgesehen).

Ich habe den Mund auf- und zugemacht wie ein Fisch auf dem Trockenen. Ich wollte die ganze Zeit etwas sagen, konnte mich aber zum Glück noch bremsen. Aber in meinem armen, noch nicht ganz wachen Hirn kreiste nur ein Satz: “Schätzchen, zieh Dich wärmer an, Du holst Dir sonst noch eine Blasenentzündung (wahlweise: “…was an den Nieren” “…einen Bibs” etc.). Ich habe mich vor mir selber gefürchtet, habe ich doch meine eigene Mutter quasi im Kopf gehabt.

Wohlgemerkt, ich mag meine Mutter, das ist nicht das Thema. Aber ich wollte meine Kinder nieeeeeee so bevormunden bzw. alles besser wissen. Und dann rutscht mir selber fast so etwas raus. Und vor allem: So ein Schmarrn!!!

Von “Wenig-anhaben” habe ich nie eine Blasenentzündung bekommen, wirklich nicht. Als Mädchen und junge Frau habe ich so ein paar Stunden frieren locker weggesteckt, da ist mir nix passiert. Also: Klappe halten … und ich hoffe, ich denke auch in Zukunft nicht mehr so “alt”, da muss ich jetzt mal ordentlich auf mich aufpassen. Ogottogottogottogottogottogottogott, graue Haare sind ok, kann man drüber färben aber bitte nicht in der Birne alt werden *beten*

Wer will, dem schicke ich per PN das Passwort …

Mittwoch, 13 Februar 2008

… aber es ist wirklich nur ein Sammeln meiner Gedanken.

Geschützt: Die Gedanken laufen hübsch durcheinander

Mittwoch, 13 Februar 2008

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Erinnerungen

Dienstag, 12 Februar 2008

Tja, so ist das mit Erinnerungen. Sie sind schön und traurig. Manche sind beides zugleich.

Diese Räumerei und Ausmisterei vor dem Umzug ist schon sehr anstrengend und das ist jetzt nicht auf das Körperliche bezogen. Vor allem emotional bin ich ziemlich platt, aber ich glaube, das muss jetzt sein. Damit ich dann wirklich in mein neues Leben starten kann muss ich mich jetzt durch alle Altlasten, Erinnerungen - schöne und schlechte - durchwühlen und alles durchdenken, durchfühlen und damit hoffentlich verarbeiten.

M. will keine Erinnerungen haben bzw. nur zwei Fotos und ein von mir gemaltes Bild. Naja, er wird wissen, was ihm gut tut. Mir wäre das zu wenig. Wieviele Dinge sind diese Tage hochgekommen, die ich schon vergessen hatte. Ich will dieses Rückerinnern nicht missen, hilft es mir doch, nach vorne zu schauen.

Aber ich glaube, so wie es jetzt ist und kommen wird, ist es gut. Diese Übergangsphase, ohne eigene Wohnung muss vielleicht sein. Die Lösungen, die ich mir für diese Zeit überlegt habe sind gut, ich freue mich darauf - Urlaub, Schmuck machen, singen … das passt perfekt zu mir und dann werde ich in die neue Wohnung einziehen - dann ist Frühling und es geht bergauf. Auch das passt.

Die Kartons habe ich gestern bekommen, da kann ich die nächsten zwei Wochen in aller Ruhe packen. Sortiert ist ja jetzt, da müsste es eigentlich schnell gehen.

Aber, eine Geschichte ist immer präsent, wir haben sie schon öfter erzählt, denn diesmal spielt der hessische Dialekt die Hauptrolle.

Meine Schwester kam uns besuchen und das mit der lieben Eisenbahn. Nee, eigentlich hatte ich sie erst besucht und wir sind zusammen mit dem Auto zu uns nach Hause gefahren. Nur zurück wollte sie den Zug nehmen. Meine Schwester hat zwar schwarze Haare, aber schwarz fahren wollte sie nicht, so sind wir an den wirklich traumhaft schönen (Achtung: Ironie) Hanauer Hauptbahnhof gefahren und haben den Service-Bereich gestürmt. Wunsch geäußert, Verbindungen erfragt und auf eine dienstbeflissene Schalterbeamtin gestoßen:

“Sollschihnedesusdrugge?”

Meine Schwester: “Bitte??????????”

Wäre es ein Mann gewesen, sie hätte es für einen unsittlichen Antrag gehalten.

Die eifrige Dame vom Dienst versuchte es noch einmal:

“Soll isch Ihne des usdrugge?”

Ich: “Ob sie Dir das ausdrucken soll.”

Ahhh, ein Kronleuchter des Verstehens ging auf und meine Schwester… jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob sie ihren Ausdruck bekommen hat oder ihn nicht brauchte …

Aber jetzt lebt sie ja seit einigen Jahren im Engadin und hat inzwischen nicht nur italienisch gelernt, auch einzelne Brocken Rätoromanisch sind ihr geläufig - und das versteht ja nun wirklich kaum noch einer!

Schnickschnack

Samstag, 9 Februar 2008

Was man nicht so alles findet, wenn man umziehen will. Allerdings gibt es auch Dinge, die jetzt entsorgt werden können und auch werden.

Z.B. ist mein Kühlschrank inzwischen viel leerer. Die ganzen angefangenen und fast aufgebrauchten Gonal-Pens liegen inzwischen in der Apotheke, auch die vielen Glasampullen mit dem destillierten Wasser, die man zum HCG-Spritzen braucht, sind entsorgt. Pulver hatte ich eh keine mehr. Das Synarela hält sowieso nicht so lange, also auch weg. Die Apothekerin hat nicht schlecht gestaunt, als ich ihr eine Riesen-Plastiktüte mit den diversen - leider auch extrem teuren - Medikamentenresten ins Patschehändchen gedrückt habe. Sie wollte irgendwie was sagen, aber es fiel ihr nichts passendes ein. Also kam nach mehreren “Ähhhms” nur ein: “Danke, ich kümmere mich darum.” raus. Aber ich hatte deutlich das Gefühl, dass sie gerne gefragt hätte, z.B. “Brauchen Sie das nicht mehr, darf ich gratulieren?” oder “Achdumeinegüte.” oder … oder … oder. Aber sie schwieg stille und das fand ich wiederum sehr gut.

So, der Kühlschrank ist also leer. Nur noch Kleinigkeiten zum Essen drin. Wofür er in normalen Haushalten ja auch eigentlich benutzt wird. Hmpf, müsste mal wieder einkaufen gehen, er sieht schon arg leer aus. Sah der früher auch so aus??? Kann mich gar nicht mehr daran erinnern.

Woran ich mich allerdings erinnert habe, war eine Geschichte aus Rosenheim. Beim räumen und kramen (inklusive großer Wegschmeiß-Aktion) bin ich auf ein Foto aus meiner Rosenheimer Zeit gestoßen. Es war an einem Geburtstag meiner Chefin und in der Werkstatt standen jede Menge Blumen rum. Und Plätzchen, da Vorweihnachtszeit und in dieser Zeit ist ja in Goldschmieden recht viel los. Irgendwann eben vor Weihnachten klingelte einmal das Telefon. Ich also ran, da Cheffe und Chefföse im Laden Kunden bedienten:

“Goldschmiede K., Aurifex, Grüß Gott?”

“Jo, griaß Eahna God, do is Polizeihauptwachtmoasta Huoba. Sie, i hätt do amoi a Frogn.”

“Ja bitte?”

“Sie, tschuldigns wenn i Eahna stör, aba sogns, hättns grod an Übafoi?”

???????

“Wie bitte?”

“Jo, sengas, i frog, ob’s an Übafoi hättn. Mir hom do grad an Alarm und mir wissat ned wo der highert.”

“Ähhm, Moment bitte, ich geh grad einmal fragen (klock, klock, klock … laufe in den Laden). Cheffe, entschuldigen Sie bitte die Störung, ich soll fragen, ob wir gerade einen Überfall haben.”

(Kunden, Cheffe und Chefföse schauen mich etwas bedripst an - wundert mich nicht)

“Nein, Frau Aurifex, es tut mir leid, wir hätten im Moment keinen Überfall. Falls es so weit ist, werden wir uns schon melden.”

“Dankeschön. (klock, klock, klock … zurück in die Werkstatt) Herr Huber? Tut mir leid, wir haben gerade keinen Überfall.”

“I dank eahna schee und no an schenan Dog.”

Wie sagte Chefföse immer: Geschert!!!

Atemberaubende Entwicklung in Forschung und Technik

Donnerstag, 7 Februar 2008

Boah, wie sich die Technik innerhalb der letzten 35 Jahre weiterentwickelt hat - man kann nur staunen!!!

Der liebe Elektriker, der Gestern da war um den zwar klockenden, aber nicht mehr heizenden Durchlauferhitzer zu reparieren verriet, dass das noch das Erstgerät war, das seit der glorreichen Errichtung des Hauses zierlich an der Wand hing. Hm, könnte ich den jetzt als Antiquität bei Ebay versteigern und reich werden???

Also, da war nix mehr zu reparieren. Der war hinüber und das ganz und gar. Inzwischen ist die Küche auch hinüber, war doch der Platz des Durchlauferhitzers rechts unterhalb der Spüle. Und zwar so weit rechts, dass er genau zwischen zwei Unterschränken Platz fand. Allerdings sind die heutigen Geräte nicht nur moderner, sondern auch breiter und so musste die halbe Küche auseinander genommen werden, um das neue Teil an der Wand befestigen zu können. So sieht sie jetzt auch aus, die Küche. Es gähnt ein Riesenloch dort, wo vorher noch der Schrank mti den Töpfen und Pfannen war, aber für die drei Wochen geht das auch noch, danach kommt sie eh raus.

Aber wie luxuriös war heute morgen meine heißersehnte Dusche. Kein Klocken in der Wand, das Wasser strömte wohltemperiert und ohne Schwankungen aus dem Duschkopf und mein Körper wollte dem Kopf gar nicht mehr folgen, als das Gehirn befahlt auf die Uhr zu schauen. Ich hätte ewig unter dem - sagte ich es schon einmal? - wohlig warmen Strahl stehen bleiben können.

So freue ich mich halt schon einmal auf morgen früh, wenn ich wieder unter diesem - sagte ich es schon einmal? - gleichbleibend warmen Nass stehen darf.

Wechsel- und Nicht-Wechselduschen

Dienstag, 5 Februar 2008

Boah, ich bin geladen!!!!!!!!
Früher hat mein Hausarzt meinen extremst niedrigen Blutdruck immer mit Wechselduschen kurieren wollen. Ha! Der einzige Grund, warum man mit Wechselduschen den Blutdruck in die Höhe treibt ist die massiv schlechte Laune, die man davon bekommt.
Also, ich hasse Wechselduschen!!! Vor allem, wenn man sie unfreiwillig macht.

Bei meinen Eltern gab es immer schnuckelig warmes Wasser und das ist genau die Temperatur, die ich morgens brauche. Warm. Temperierbar. Damit duscht der Homo Sapiens. Punkt.

In meiner ersten eigenen Wohnung gab es einen Durchlauferhitzer. Ganz dolle angepriesen vom Vermieter: “Da gibt es keine Wasserverschwendung, wenn man morgens duschen will. Da kommt gleich warmes Wasser.” Ja. Und direkt danach wieder kaltes! Durchlauferhitzer sind wie Blinker: An - aus - an - aus! Also Wechselduschen. Mit der Zeit bekommt man heraus, wann man sich einseifen muss, damit man immer die warmen Phasen erwischt.

In meiner zweiten Wohnung gab es …. richtig, einen Durchlauferhitzer! Das Spiel war ich ja inzwischen schon gewohnt und meine morgendliche Gymnastik beschränkte sich auf das umherhüpfen in der Badewanne um die richtige Temperatur zwischen Erfrieren und Verbrühen zur Körperhygiene nutzen zu können. Übel war allerdings der Zeitpunkt, an dem besagtes Teil seinen Geist aufgab: Am Morgen meiner Meisterprüfung. Meinte mein damaliger Vermieter doch tatsächlich, dass der Handwerker entweder an selbigem Tag um 09:30 oder erst in fünf Tagen kommen könne. Klar, stehe ich während der Prüfung auf und sage, dass ich schnell heim muss, damit ein Handwerker ein unsägliches Gerät reparieren kann. Grrrrrrrrrr.

In meiner baldigen Ex-Wohnung gibt es … Rischdiiiiiiiiiisch: Einen Durchlauferhitzer. Inzwischen muss ich mich nicht einmal mehr auf die Temperaturschwankungen konzentrieren - der Rhythmus ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.

Nur heute morgen wollte sich mein Hüpf-Rhythmus nicht auf den des Durchlauferhitzers einpendeln. Das Wasser blieb kalt. Ich also nass bis zu den Ohren kurz ins Treppenhaus gehüpft (mein Körper sagt morgens um 05:30: Hüpfen!!!) und die Sicherungen kontrolliert. Alle drin. Also noch einmal versucht. Kalt. Ich schon nass. Dann ein Klock aus der Wand, hinter welcher der Durchlauferhitzer sitzt. Ich mich also mit eiseskalten Händen eingeseift (huaaaaaa, kann man sich vor seinen eigenen Händen fürchten!!!). Das Klock war ein Blindgänger. Das Wasser wurde nur noch kälter. Mein Blutdruck stieg. Leider reichte meine Hitze nicht, das Wasser auch nur auf ein Grad über Null zu erwärmen. Dass es nicht in Eisbröckchen aus dem Duschkopf geklackert ist lag nur an der laufenden Heizung im Bad. Allerdings hatte ich den Eindruck, in der Badewanne gleich Salz streuen zu müssen, damit ich nicht ausrutsche *megasauer* .

So fängt ein Tag ja richtig klasse an - muss heute morgen meine zukünftigen Ex-Vermieter anrufen, damit sie dieses unsägliche Teil reparieren. Möglichst heute noch! Noch so eine Körperreinigungsaktion am frühen Morgen halte ich nicht aus.

Jetzt freue ich mich doppelt auf meine neue Wohnung. Sie hat definitiv KEINEN Durchlauferhitzer!