Archiv für Januar, 2008

Jaaaaaaa, jaaaaaaaaaa, jaaaaaaaaaaaaaa!

Donnerstag, 31 Januar 2008

Hach - seufz, schnief, heul, freu!!!
Gestern Abend habe ich den Mietvertrag unterschrieben und bin jetzt richtig erleichtert. Wenn jetzt nicht ein Feuer bei den Stadtwerken in Karlsruhe den Stromausfall verursacht hätte, dann hätte ich sicher geglaubt, dass es die Felsbrocken von meinem Herzen waren, die zu einem mittleren Erdbeben geführt haben.

Ich muss jetzt allerdings zwei Maklern Gerechtigkeit wiederfahren lassen: Der erste in meiner langen Wohnungssuchenodyssee hat mir wohl ein falsches Bild der Maklerwelt vermittelt. Er war wirklich ein Dienstleister und sehr nett, immer ansprechbar und hat viele (unaufgefordert) Tips und Anregungen gehabt. Danach dachte ich, so sind alle Makler. Naja, falsch gedacht. Und jetzt der letzte, über den ich diese Wohnung gefunden habe, war genau so hilfsbereit und service-orientiert.

Tja, auf die Wohnung freue ich mich. Ich kann mir vorstellen, dass ich mich dort sehr wohl fühlen werde. Ich muss zwar ein paar Wochen überbrücken, bis ich einziehen kann (und werde ja schon Ende Februar ausziehen) aber da bin ich auch schon in der Planung. Es lässt sich ja alles organisieren und Organisation ist ja mein täglich Brot. Mach ich’s halt auch mal privat *g*

Dann habe ich heute Nachmittag noch einen Termin bei einem Arbeitsrechtsanwalt (den mir mein Mann empfohlen hat) und werde mal schauen, ob die Formulierungsfreude den guten Absichten tatsächlich nahe kommt. Wir haben ja seit letzter Woche die neuen Arbeitsverträge und den Interessenausgleich auf dem Tisch und es hört sich alles erst einmal gut an.
Ein paar Dinge haben wir gestern schon in einer großen Sitzung mit dem neuen Arbeitgeber aushandeln können aber das heißt ja nicht, dass man nicht noch weitere Nachbesserungen einfordern kann. Da der neue Arbeitgeber uns alle unbedingt behalten/übernehmen will, sitzen wir teilweise schon am längeren Hebel. Keine schlechte Verhandlungsbasis.

Morgen kommt dann noch ein Umzugs-Mensch um mir einen Kostenvoranschlag zu machen (werde ja meine Möbel einlagern), Samstag bin ich auf einer Abschiedsparty eingeladen und Sonntag auf einen Geburtstag. Montag kann ich dann hoffentlich durchschnaufen bzw. mich dann an meinen Werktisch machen. Leider nicht zum Arbeiten, sondern um zu räumen, sortieren, verpacken etc. Meine Buchhaltung habe ich letzten Montag schon gemacht und war tierisch stolz auf mich. Allerdings mit Aua-Rücken, habe ich doch fünf große Kisten mit Papiermüll in die Papiertonne geschmissen.

Also, so langsam geht es vorwärts - muss die Karibik noch ein bißchen warten.

Der Makler - ein possierliches Tierchen

Mittwoch, 30 Januar 2008

… er siedelt sich mit Vorliebe in urbanen Lebensräumen an und zeigt sich in äußerst variantenreicher Gestalt.

Es gibt die unterste Entwicklungsstufe des Maklers - kaum noch dem Einzeller-Stadium entwachsen - der aber schon in der großen Welt mitmischen will. Geprägt ist er von einem dominierenden Geschlechtstrieb und bringt dadurch sein Umfeld dazu, sich permanent zu übergeben. Davon abgesehen besitzt er kaum weitere ausgeprägte Merkmale des gemeinen Maklers. Service-Gedanken und Wissen sind ihm fremd. Können auch. Gutes Aussehen wurde nicht an ihn vergeben ebensowenig wie ein Sozialverhalten. Er wird aller Voraussicht nach auf diesem Entwicklungsstand stehen bleiben. Durch den überbordenden Geschlechtstrieb vermehrt er sich allerdings rasend.

Die mittlere Entwicklungsstufe des Maklers hat gelernt, den doch etwas zeitraubenden Sexualtrieb durch Phantasie zu kompensieren. Leider richtet sich die Phantasie nicht auf eine kreative Aufnahme und Wiedergabe der angebotetenen Vier Wände, sondern auf die Auslegung der örtlichen Gegebenheiten. So können durchaus aus 55 qm Wohnfläche in null-komma-nix geschmeidige 70 qm werden, da ja doch der Kellerraum komplett hinzugerechnet wird. Auf meinen zart geäußerten Einwand, dass ich ja nicht im Keller wohnen wolle kam nur die lapidare Antwort: “Desmacheme immäso.”
Sehr phantasiereich war auch die explizit als ruhige Wohnung im ersten Stock ausgewiesene Liegenschaft. Vom Erdgeschoss-Balkon hatte man einen ungehinderten Blick auf die 5 Meter entfernte vierspurige Ausfallstraße.
Auch sehr interessant war der auf Jet Set getrimmte Makler: Jeans, dunkelblauer Blazer, Plastron im offenen Hemdkragen, eine silbergraue Mähne wogte um die Schultern. Nur Antworten hatte er keine. Egal, ob es sich um die Heizungsart (Öl? Gas?) oder um das Baujahr (”ähhhhm” ) oder um die Nebenkosten handelte. Nach St. Tropez schafft der es nicht mehr in seinem Leben.

Dann gibt es noch die fast bis zur Vollendung geführte Unterart des Maklers. Hier war die Evolution erfolgreich. Serviceorientiert, wissend, freundlich, erreichbar, Terminabsprachen werden individuell abgestimmt, Bild- und Umfeldinformationen werden ungefragt zur Verfügung gestellt und sie betrachten auch die Anfrage nach einem Grundriss nicht als unsittlichen Antrag.
Leider hat dieser Typus des Maklers einen entscheidenden Nachteil: Er ward noch nicht gesehen!

Keine Zeit, keine Zeit

Mittwoch, 23 Januar 2008

Ach herrje, ich habe im Moment so was von gar keine Zeit!!! Es kommt alles zusammen: Erst die Wohnungssuche die ganze Zeit (aber das hat jetzt hoffentlich ein Ende, wenn alles klappt unterschreibe ich Montag meinen Mietvertrag) und die Auslagerungs-Geschichte tritt gerade in die ganz heiße Phase und wir ersticken in Besprechungen, Terminen, Präsentationen und … und … und! Ganz plötzlich habe ich einen Haufen neuer Verträge vor meiner Nase und muss mich erst einmal durchwühlen. Ich muss die nächsten Tage erst einmal alles auseinanderdröseln, was die letzten Wochen so alles passiert ist. Die normale Arbeit will ja auch noch nebenher gemacht werden.

Puh, wasnschdress!

Heute vor einem Jahr

Dienstag, 8 Januar 2008

Heute vor einem Jahr waren wir in Kiel zur Immunisierung. Kiel im Januar ist ja nun wirklich nicht der Brüller. Es war trüb, grau, bissig kalt aber ich empfand die ganze Reise als ziemlich lustig.

Sonntag sind wir mit dem Zug hoch gefahren und haben uns dann von einem Taxi in unser Hotel bringen lassen. Wäre auch viel zu weit zum Laufen gewesen, da das Hotel direkt am Wasser an der Kieler Förde lag. Danach haben wir erst einmal einen langen Spaziergang gemacht, um uns ordentlich die Beine vertreten zu können und den Kopf und Körper etwas durchlüften zu lassen. Die frische Luft hat uns sehr gut getan (6 Stunden Zugfahrt sind halt doch nicht ohne). Und irgendwie hat mich Kiel beeindruckt. Klar, die Innenstadt ist nicht schön, war sie doch im Krieg ziemlich zerstört. Aber die Gegend, die wir damals erkundet haben, die hat es mir angetan. So viele Villen und Gründerzeithäuser, dazu die graue, kalte Dämmerung und von innen erleuchtete Fenster - das sah soooo schön aus.

Wenn man von außen reinschaute, konnte man manchmal förmlich das schöne alte Parkett knarren hören. Manche hatten noch weihnachtliche Beleuchtung, Tannengrün in den Fenstern und irgendwie hatte man ein heimeliges Gefühl und wusste auch, dass die Kinder vielleicht jetzt in der Badewanne sitzen, das Essen köchelt vor sich hin und das Spielzeug von Weihnachten wurde auch schon ordentlich bespielt.

Ich musste oft an den Tag in Kiel zurückdenken, obwohl die Reise schon recht stressig war. Aber ich habe nur positive Gefühle daran.

Bis zur Rückfahrt meines Zuges hatte ich dann noch etwas Zeit und bin in Bahnhofsnähe bummeln gegangen (uaaaahh, ich und einkaufen! Ich muss es wirklich ausnutzen, wenn mich der Rappel überkommt *g* ) und habe tatsächlich ein hübsches Kostüm gefunden. Die Jacke habe ich oftmals an, aber den Rock noch nie. Bin nicht wirklich ein Rock-Typ. Aber heute, zur Feier des Tages habe ich ihn angezogen. Gefällt mir immer noch.

So habe ich wenigstens eine greifbare Erinnerung an diese Aktion, die Pünktchen auf meinem Arm sind nämlich längst verblasst.

Ich bin ein bißchen verliebt *g*

Mittwoch, 2 Januar 2008

Hach, ich habe mich Samstag nachmittag so ein klitze kleines bißchen verliebt. Was war die Wohnung süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß. Wunderschöner Altbau, original Haus- und Wohnungstüre, Treppengeländer mit geschnitzten Verzierungen, hohe Räume, Stuckrosetten in jedem Zimmer, Stuckleisten an den Wänden, wunderschöne Türen und Türgriffe, ein schöner Flur und ein guter Grundriss und ein oberhammergeiler Holzboden. Dielen, mindestens 50 bis 60 cm breit und 2,5 bis 3 Meter lang und wunderschön gepflegt und … und … und … Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr raus.. Sie hat nur zwei Probleme:

Erstens: Sie ist mit allen Nebenkosten (und da die Fenster noch einfachverglast sind wirds eher mehr) zu teuer.

Und zweitens: Ich wäre die meiste Zeit alleine im Haus und wirklich einbruchsicher sind die schönen Türen wirklich nicht. Hm, Bauch und Hirn streiten sich, was das Zeug hält.

Jetzt war ich so lange Zeit immer vernünftig und logisch. Soll ich einfach mal was unvernünftiges machen? Ach, ich weiß es nicht *heul*

Aber dafür habe ich schön Sylvester gefeiert. War richtig klasse! Und da ich bei einem Getränk (also mehrere, aber immer eine Sorte) geblieben bin, ging’s mir recht gut. Sowohl am Abend, als auch am gestrigen Tag. Essen war gut, Musik und Band waren gut, Leute nett, mit einigen netten Herren der Schöpfung geflirtet, noch mehr abblitzen lassen (meine Güte, wieviele Menschen haben denn an so einem Tag Ausgang und müssen kein Schild tragen  *g* ), um halb nach Hause und dann selig genickt. War ein guter Jahresbeginn und die ein oder andere Verabredung steht schon, dass es genau so weiter geht.