Wieder da!!
So Leutchen, ich bin wieder in good old germany angekommen. Das WE mit meinen Stammtischdamen war total super, auch wenn ich beim Abschied von Herrn Mausebaer und KM am Flughafen oft hektische Augenbewegungen in Richtung Tasche und “reiß-Dich-zusammen-bloß-nicht-heulen” machte, war alles gut. KM weinte nicht und das half mir sehr. Ich hatte sie ja auch schon lange darauf vorbereitet. Sie hat mich nicht einen Tag vermißt. Das finde ich super, vor allem für mein eigenes emotionales Wohlbefinden. So. Kurz vor der Fahrt hatten wir noch etwas Streß, da eine Stammtischschwester plötzlich schwanger war und wir aber, da es sich um keine Pauschalreise handelte, keine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hatten. Wenn man nicht mitkann, hat man eben Pech. Sie kriegte so halt nur die Hälfte des eingezahlten Geldes wieder und war dementsprechend grantig, was auch hormonell bedingt sein konnte. Sie durfte aber nicht fliegen, da wegen starker Blutungen Verdacht auf Fehlgeburt bestand. Nach langem, nervenaufreibendem Gesäusel sprang dann ihre Schwester, der Wolf *, ein. (*Sie hat sich in Great Britain einen Wolf gelaufen, sprich, ihre etwas überdimensionalen Oberschenkel hatten aufgrund Passformschwierigkeiten der Hüftjeans in Größe 38, bedingt durch Hitze und Schweiß ordentlich Reibung erzeugt und so waren die Innenseiten ziemlich wund gescheuert da oben zwischen.)
Wir fanden das nach ein paar Pub-Besuchen relativ lustig, da sie von unseren Frotzeleien nichts mitbekam und immer wieder warf jemand eine Weisheit in den Raum, wo ein Wolf drin vorkam. Naja. Also, das WE war grandios, London ist echt toll… Da reinigen die Bürger größtenteils selbst die Stadt. Wirfste eingepackte Pizzareste im Karton weg, dauerts keine 5 Minuten, eh der nächste sich das Ding schnappt und damit weggeht. Meine beiden STS (Stammtischschwestern), die denjenigen beobachtet hatten, der ihre gerade weggeschmissene Pizza nahm, liefen aus Jux hinterher, weil sie gucken wollten, wo er die Reste futtert und ein Foto machen. Der Typ war so knülle, der rief immer nur” I´m drunken, I´m drunken…” und wollte ihnen noch 20 Pfund für die Pizza geben. Aber aus Mitleid haben wir die nicht genommen und statt dessen noch ein Erinnerungsfoto gemacht. Aber jetzt das Highlight des Trips. Die Zimmer. London, zentral. Günstig. Direkt gegenüber eine U-Bahn-Station. Aber das Zimmer hatte so maximal 6 Quadratmeter, inklusive Dusch-Klo-Waschbeckchen-Abteil. Kein Schrank. Keine Abstellmöglichkeit für die Taschen, der einzige große Koffer passte nur halb unters Bett. Tür, Glastür zum Klo, Bett. Kein Sessel, kein Tisch. Man konnte nur von einer Seite ins Doppelbett einsteigen. Ich war mit der Schwangeren auf einem Zimmer, 33. Woche. Wer durfte wohl an der Wand schlafen? Ich kam mir vor, wie in einem Wohnmobil, living in a box. Es gab keine Toilettenbürste, ein großes (extra dazugebuchtes) Handtuch für alles (eins für jeden, wir wollen ja nicht übertreiben). Wenn man Lust hatte, konnte man während des Klositzens schonmal Wasser in der Dusche aufdrehen… und die ganze Badanlage war nur durch eine satinierte Glastür mit Riesenspalt in Lokushöhe vom Bett abgetrennt. Also durfte man weder einen Pumps machen, noch AA, ohne dass der Mitbewohner das gehört hätte. Bald hatte jeder seine Strategie zum Scheißengehen, entweder im Cafe untendrunter oder so tun, als hätte man was auf dem Zimmer vergessen. Menschlich, aber doch peinlich zugleich, weil wir ja soo eng nun doch auch nicht sind. ABER: ET WAR SCHÖN! Auch mit Wolf und ohne AA-Brush.
NACHTRAG: Die arme Grantige hatte heute eine Ausschabung.
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