Wir sind wieder zurück
Wir hatten vier wunderbare Tage (Fr-Di) auf der Hütte. Jonas war, weil´ so gut lief, die ganze Zeit über bei Oma und Opa und hat das ganze toll mitgemacht.
Samstag verschlug es uns gleich auf die Piste. Wegen der schlechten Wetterbedingungen (Schneemassen ohne Ende und schlechte Sicht dazu) war das Snowboarden anstrengender als zu erwarten war. Bei schlechter Sicht fahren die Leute vorsichtiger und schieben die Schneemassen vor sich her bis die Pisten einer einzigen Buckelpiste gleichen. War die Sicht besser war es ein Genuss runterzuwedeln.
Sonntag machten wir bereits eine Pause und verbrachten die Zeit damit mir ein neues Board, eine neue Bindung und neue Schuhe zu besorgen. Mein altes Brett, nicht schlecht aber alt, hatte bald 7 Jahre gute Dienste geleistet und hätte bestimmt noch einige Jahre geschafft, aber die Schuhe waren inzwischen ein Graus, zu groß! Ich hatte keinen richtigen Halt mehr. Dafür habe ich jetzt das Gefühl dass ich in den neuen Schuhen zuviel Halt habe.
Montag musste mein neues Brett natürlich getestet werden und nach ein paar Startschwierigkeiten, ich stand etwas breiter drauf als auf meinem Alten, hatte ich schnell den Dreh raus. Trotzdem fuhren wir nicht lange. Mein Held und ich ließen es uns auf einer Hütte bei Germknödel und Krainer gut gehen, fuhren noch etwas rum und genossen den Rest des Tages jeder auf sein Art.
Ich z.B. war nicht mehr aus meinem Bett zu bekommen… Ich hatte von meinem Helden zum Valentinstag das Buch “Leichenblässe” von Simon Beckett geschenkt bekommen.
Das Buch “Die Chemie des Todes” hatte ich bereits gelesen. Es war ok. Mich störte dass der Autor vereinzelt darauf hinwies dass etwas für den späteren Verlauf von wichtiger Bedeutung werden könnte. Es nahm mir beizeiten die Spannung und plätscherte vor sich hin. Wer am Ende der Böse war hatte man schnell raus.
Das Buch “Leichenblässe” (das dritte Buch von Simon Beckett) war spannend bis zum Schluss. Die über 400 Seiten verschlang ich bis kurz vor Mitternacht und selbst als ich das Buch zuklappte und beiseite legte spürte ich noch am nächsten Tag das Adrenalin in mir. Ein rund um gelungenes Buch finde ich. Für jeden zu empfehlen der Detailverliebt ist und es gerne langsam mag… Interessant war diesmal auf jeden Fall dass auch der Täter in der Ich-Form schrieb.
Mädels ich sag Euch. Schaut Euch Eure Umwelt genau an, wer weiss…
So, der Rest kommt Morgen… Seid lieb gegrüßt
Jonas bei Oma und Opa
Morgen fahren wir bis Dienstag in die Berge zum Schifahren und weil meine Eltern so scharf darauf sind Jonas länger zu sehen und mich doch immer mit Babysitten unterstützen möchten, was aber daran scheitert dass wir zu weit von einander entfernt wohnen, werden sie kommendes Wochenende voll auf ihre Kosten kommen.
Morgen Mittag fahren wir Richtung Berge und machen einen Zwischenstopp bei meinen Eltern. Während wir Kaffee trinken wird Jonas an Oma und Opa übergeben. Wenn alles gut geht bleibt Jonas bei Oma und Opa bis Sonntag!
D.h. Freitag Abend gemütlich auf der Hütte zusammensitzen, Alkohol trinken, spät ins Bett gehen in der Gewissheit keinen zu stören, auf jeden Fall durchschlafen zu können und vor allem ausschlafen zu dürfen. Am Frühstückstisch sitzen und sich voll und ganz aufs eigene Semmelchen konzentrieren. Kaffee heiss. Füße hoch legen, Snowboarden, Schnee und wenn alles gut geht wiederholt sich alles noch einmal für einen Abend und eine Nacht. Hach,… wat ik mich froin tu!
Am Sonntag holen wir Jonas ab und fahren wieder mit ihm in die Berge zurück für weitere zwei Tage. Schlitten fahren, Gondel fahren, Erbsensuppe essen, frische Luft und viel Unterhaltung weil viele Freunde dabei. Er wird bestimmt seinen Spaß haben…
Oje, ich wachse,…
…das Buch, kann mir ja jetzt in diesem Alter nicht mehr weiterhelfen.
Aber nach 16 Monaten kriegt man routiniert mit wann es mal wieder soweit ist.
Jonas schubt. Gewaltig. Er schläft schlecht (heute Nacht hat er mich von 1.30h bis 4h alle 20 Min aus dem Bett geholt). Er wacht früh auf. Schläft mittags schlecht. Schläft schlecht ein. Isst schlecht. Quängelt rum. Ein Nein wird mit Gebrüll beantwortet. Essen wird wieder ausgespuckt. Er bockt wann es nur irgendwie für ihn passt. Er ist leidig. Fürchterlich leidig.
Wenn da jetzt nicht bald Zwei-Wort-Sätze folgen und er den Creme-Punkt auf der Nase als “Auf seiner eigenen Nase erkennt”, weiss ich nicht warum wir diesen Schub brauchen.
Bäh, und heute kommt mein Held erst um 23h nach Hause.