Ein Tag Auszeit
und schon lief´ heute besser.
Zuerst war Jonas mit Papa drei Stunden vormittags draussen. Mittags hab ich was für uns gekocht und danach bin ich auf den Christkindlmarkt. Allein. Mit dem Fahrrad. Ohne Zeitdruck und schlechtem Gewissen.
Wobei ich sagen muss dass es mir mittags, nach den drei Stunden, bereits besser ging.
Nach einer ätzenden Nacht, Jonas mag zur Zeit nicht in seinem Bett schlafen, weder tagsüber noch nachts, und drei Mal aufstehen und dreimal aufschrecken weil er geknatscht hat, war die Nacht um 7.15h vorbei und Jonas gut drauf. GSD.
Heute sind wir dann zu meinen Eltern. Haben ihn um 11h dort abgegeben und sind dann mit dem Schiff auf die Fraueninsel auf den dortigen Christkindlmarkt und waren um 15h wieder bei meinen Eltern. Scheeeee war´.
Jetzt liegt er unter Protest (3 min) im Bett und ich harre der Dinge die denn heute Nacht kommen. Wird schon. Man gewöhnt sich ja an einiges.
Wir haben im übrigen seit gestern Nacht das Babyphone abgeschafft (nachts), wenn unsere Tür und die Flurtür auf sind dann hör ich ihn auch so und werde nicht immer schon vom Husten und Knaxen des Babyphones wach.
Am Mittwoch kommt meine Mama und ich werde mich ohne Jonas verziehen. Ich gehe mit den Unterlagen vom Arbeitsamt in ein Café. Ich plane mich ja selbständig zu machen und ich habe von meinem Betreuer unheimlich viele Infoblätter bekommen. Auch ein Vorbereitungs-Seminar für Existenzgründer bekomme ich im Januar gesponsored.
Ich muss sagen dass ich sehr viel Glück mit meinem Betreuer habe. Man kann mit ihm offen sprechen und er sagt Dir in klaren Worten wo der Hase langläuft. Das mag ich.
und vielen Dank Euch Mädels für die vielen aufbauenden Worte gestern
Nervenzusammenbruch
Ich bin kurz davor.
Die Tränen stehen mir bereits in den Augen und ich kann nicht mehr. Dieses Genöhle die ganze Zeit, das ständige an mir rumgezerre und anwimmern, das ständige tun von Dingen die er nicht machen soll, bringen mich zur Weissglut.
Weil er die letzten Nächte unter wimmern aufgewacht ist dachte ich es läge an den Zähnen und habe ihm gestern vorm Schlafen gehen probehalber ein Paracetamol-Zäpfchen gegeben. OK, Schmerzen können wir ausschließen. Jonas ist heute Nacht um Mitternacht und um halb zwei unter Gebrüll aufgewacht und unter Gebrüll wieder eingeschlafen. Dafür bis 7h geschlafen.
Ich kann nicht mehr!
Ich habe mir eine Auszeit erbeten. Heute Morgen geh ich alleine auf den Markt, mach Mittagessen und dann geh ich alleine weg und lass Jonas bei Papa. Ich brauche eine Pause um meinen Nerven Erholung zu geben. Meine Mama hat mir angeboten von Montag bis Mittwoch auf ihn aufzupassen damit ich etwas rauskomme und vor allem runter, sie haben am Mittwoch selbst mitbekommen wie er drauf war.
Es gibt Tage…
… da muss ich zugeben dass ich andere Eltern verstehe die ihre Kinder am liebsten in den Kühlschrank stecken möchten
Heute ist so ein Tag!
Die Nacht war schon sehr bescheiden. Ab ca. 1.30h ging´ immer mal wieder los. Dreimal musste ich richtig aufstehen und ihn mit Schnuller wieder zurück legen. Um 7h ist er dann aufgestanden und ab 9h hatten wir hier zu Hause einen Zwergenaufstand der bisher nicht zu toppen war. 1,5 Std. lautes Gebrüll, auf den Boden werfen, das volle Program.
Ich dachte ich flipp gleich mit aus. Da mein Held auch zu Hause war konnten wir die Last auf unser beider Schulter abladen. Wir versuchten es mit ignorieren. D.h. wenn er uns anbrüllte drehten wir uns beide von ihm weg bis er sich wieder beruhigte. Das ging nur nicht lange gut. Irgendwann hat ihn mein Held genommen und in sein Kinderzimmer gesetzt, Tür auf. Er brüllte wie am Spieß. Ich hab versucht ihm Osanit einzuflößen und dann hatte ich das Gefühl dass es etwas besser wurde.
Sollche Tage würde ich gerne aus dem Kalender streichen. Ehrlich.