Schattenmänner…
Meine Männer und Kiwu!
Die Schattenmänner sozusagen:
Schattenmann Nr. 1: mein Ehemann: “Männe”:
Zieht die Fäden im Hintergrund, geht wenn er von Kinderwunschgedanken negativ belastet ist, am liebsten einkaufen oder im Garten arbeiten. Er spricht nicht gern mit seiner Frau über den Kiwu, weil er sich Sorgen macht, das sie das traurig machen könnte. Er spricht gerne mit wildfremden Leuten über den Kiwu, weil er diese damit am wenigsten belastet. Sein Motto:”Sprechen ja, schreiben nein” Das Kinderwunschforum ist deshalb auch einfach nicht sein Medium. Vom Grundprinzip ist er Optimist. Sammelt jeden Monat still und heimlich Kraft, die er dann im entscheidenden Augenblick, dem mentalen Zusammenbruch seiner Frau, gebündelt auf sie einwirken lässt. Dann ist er soooo stark, nimmt sie in seine Arme, findet die richtigen Worte und gibt Hoffnung. Auch gegenüber Ärzten ist er mit Worten sparsam. Wenn Frau aber der Mut verlässt, weiß Mann erstaunlich gut Bescheid, übernimmt dann die Gesprächsführung und stellt genau die Fragen, die gestellt werden müssen. Immer auf Abruf bereit, hält er seiner Frau den Rücken frei.
Schattenmann Nr. 2: mein Vater “Daddy”:
Will nix wissen über die medizinischen Zusammenhänge. Hat sich deshalb am Anfang sehr zurückgezogen, reagiert immer komisch auf das Thema Kinderwunsch.ÂÂÂ
Ursache: Völlige Verzweiflung, weil er seiner Tochter in diesen Fall einfach nicht helfen kann. Es macht ihn fertig, dass er nicht mit Taten Hilfe leisten kann. Schickt bei Telefonanrufen, betreff Behandlungsverlauf künstliche Befruchtung und Ergebnisabfrage Bluttest gerne meine Mutter vor. Gespräche über Eierstockzysten, Punktion von Eizellen, Schmerzen in den Brüsten und nicht funktionierende Eileiter verunsichern ihn. Er würde gerne helfen, weiß aber nicht wie.
Da er nicht mit Gesprächen helfen kann und auch nicht mit rechtlicher Beratung, würde er gerne finanziell einen Beitrag leisten, da das für ihn die einzige Möglichkeit zu sein scheint, seiner Tochter zu helfen. Erfährt er dabei Zurückweisung verletzt ihn das zutiefst.
Er macht sich heimlich sehr viel mehr Gedanken, als er jemals zugeben würde.
Danke an die Schattenmänner dieser Welt!
Donnerstag, 10 Mai 2007 um 11:07 pm
Hallo,
ich lese seit kurzem dein Tagesbuch. Ich hoffe, du hast nichts dagegen. Du schreibst sehr interessant. Bist du nicht Schriftsteller von Beruf?))
Das ist gut, dass deine zwei Männer dich unterstützen. Und wie ist es mit deinem Schwiegervater?
LG
Ell.
Freitag, 11 Mai 2007 um 8:44 am
Hallo Ell,
ich freue mich über jeden Tagebuchleser.
Ich stöber auch sehr gerne in den anderen Tagebüchern.
Was kann spannender sein, als Geschichten die das Leben schreibt.
Schriftsteller?
Dafür reicht mein Geschreibsel bestimmt nicht.
Ich schreibe einfach gerne.
“Männe” sagt immer:” Du denkst zuviel nach. Gut das Du einen Teil der Gedanken ablegen kannst, damit Dein Gehirn nicht platzt!”
Da mein Gehirn auch bildlich schnell reizüberflutet ist, bin ich von Beruf Fotografin, so kann ich ständig Bilder ablegen.
Schwiegerpapa ist auch so ein Schattenmann. Er ist wirklich interessiert, wenn wir über unsere Kinderwunschpläne sprechen. Ich weiß, dass er immer ganz gespannt hinter meiner Schwiegermama steht, wenn wieder ein Bluttest ansteht.
Ich habe wirklich Glück mit den Schattenmännern in meinem Leben.
Mit den Sonnenfrauen auch.
Liebe Grüße Bärbel
Dienstag, 15 Mai 2007 um 5:54 pm
Eie Fotografin! Das ist ein toller Beruf!
Ich interessiere mich seit kurzem für Fotografieren, nämlich: ich lese Bücher über Fotografieren und lerne Photoshop.)) Aber je weiter desto besser verstehe ich, dass man dafür einen Talent haben muss, nicht nur eine Technik. Kann man deine Arbeiten irgendwo sehen?
Warum nennst du deine Männer Schattenmänner? Weil sie hinter dir stehen?
Mittwoch, 16 Mai 2007 um 5:55 pm
Nicht hinter mir, im Sinne von: in der Rangfolge hinter mir, sondern im Sinne von: sie unterstützen mich!
Die im Schatten sieht man kaum, sind aber die wahren Engel, weil sie helfen ohne sich damit zu brüsten. Mir gefällt die Vorstellung von Schattenmännern und Sonnenfrauen. Männer sind vom Typ her oft eher zurückhaltend, während die Frauen plappern was das Zeug hält. Und Männer leiden still, wenn es um psychische Sorgen geht.