Drillingsgeburt Teil 2

Montag, 15 Juni 2009

… 1 Stunde liege ich noch zur Überwachung im Kreissaal und…
… ich habe Euch immer noch nicht gesehen! Der Klang Eurer Schreie liegt mir noch als sanfte Melodie im den Ohren, trotzdem fühle ich mich furchtbar einsam. Ihr seid 5 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen. Prima, dass Ihr so lange in meinem engen Bauch durchgehalten habt. Leider darf ich Euch nicht sehen, damit Ihr schnellstmöglich optimal versorgt werdet. Ich fühle mich so leer. Es ist die längste Stunde meines Lebens und ich bin so froh dass Euer Daddy nicht von meiner Seite weicht. Ein fremdes Baby wird von unserer Hebamme gemessen und gewogen. Die Gefühle tanzen Tango in meinem Herzen. Hoffentlich geht es Euch gut! Warum sagt uns niemand, was los ist? Wie Ihr wohl ausseht? Werden wir unsere Kinder erkennen? Ob Ihr wohl schon selbstständig atmen könnt?

Die Putzfrau geht am Aufwachzimmer vorbei, kommt zurück, lächelt: ” Herzlichen Glückwunsch! Ihre Babys sind so süß. Die haben ganz dicke Wangen, so niedlich.”
Euer Papa und ich sehen uns nur an, mit Tränen in den Augen.

… “ICH WILL ZU MEINEN MÄDCHEN!!!”…

Und dann ist es endlich so weit. Ich weiß nicht mehr, wie ich in die Frühchenabteilung geschoben werde. Ich sehe alles wie durch Watte. Und da seid Ihr. Ich weine, während ich schreibe und es versagt mir die Feder.

Was habe ich gesagt, als ich gefragt werde, wie ich mich fühle?:

“Es ist so schön, dass es weh tut.”

Der schönste Tag in meinem Leben…

Montag, 8 Juni 2009

… Orkantief Emma, das am frühen Samstagmorgen Deutschland erreicht hat, ist vorbeigezogen. Es ist wieder still.

Montag 03.03.2008, der Tag Eurer Geburt. Es ist noch dunkel und der Wind schweigt. Ich blinzle zweimal und wunder mich, dass alles so normal erscheint. Die Welt hält den Atem nicht an, es ist Montag und die Menschen gehen zur Arbeit. Wie am Tag unserer Hochzeit kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass es heute wirklich passiert, unser großes Wunder. Wie lange haben wir gehofft und gebangt, wie oft die Hoffnung aufgegeben. Wie glücklich war die lang ersehnte, erste Schwangerschaft und dann mussten wir unser Kind in der neunten Schwangerschaftswoche gehen lassen. 10 lange Jahre haben wir gewartet und jetzt wissen wir worauf, auf Euch: Rike, Luca und Lara.
Da sitze ich auf dem Bett in dem ich die letzten 1 1/2 Monate gelegen habe und schaue auf diesen Riesenbauch und ich freue mich auf Euch und ich habe Angst um Euch. Aber in der Tiefe meines Herzens weiß ich, dass alles gut wird. Von Anfang an ist mir klar, alles wird diesmal gut gehen. Es ist dieses gute Gefühl in meinem Herzen, dass keinen negativen Gedanken zulässt und mich begleitet, seit ich Euch in mir trage.
Die Tür geht auf und er ist da, Euer Papa, übernächtigt, ängstlich. Hilflos hat er so viele Tage an meinem Bett gewacht, konnte mir den Wehenschmerz nicht abnehmen, der zum ständigen Begleiter wurde, mir nur die Hand halten, gebannt auf den Wehenschreiber blicken, Eure Herztöne auf dem Papier beobachten, Eure Tritte, die ich mit Wucht zu spüren bekam, nur durch die Bauchdecke spüren. Euer Papa ist sehr nervös.
Im Kreissaal wird noch einmal ein CTG gemacht, ein letztes Mal sehe ich Eure Herzschläge auf dem langen Papier. Wie so viele Male, lege ich meine Hände auf die Bauchdecke und versuche Euch zu erspüren. In Gedanken gebe ich Euch Kraft, Liebe und Gottvertrauen mit auf den Weg in diese helle und Euch noch so fremde Welt, die Euch so viel Glück und Wärme bescheeren soll. Mein Herz klopft ganz laut.
Im Operationssaal ist alles vorbereitet, 15 Personen, die ich nicht alle kenne, werden dabei sein. Mir ist das nicht wichtig, ich sehe das alles nicht, die Menschen nicht, den Raum nicht, ich weiß nur wo die Hand Eures Papas ist. Das Gewicht des Bauches legt sich auf die Hohlkammervene, und ich kämpfe verzweifelt dagegen an, das Bewußtsein nicht zu verlieren. Jetzt will ich nichts mehr verpassen. Ich freue mich so auf Euch!

8.40 Uhr: Ein kräftiger lauter Schrei und für mich steht die Welt still, nichts bewegt sich, nichts ist mehr sichtbar. Ich bin tief in mir drin, höre nur diesen Schrei. Es ist Dein Schrei, Rike, Dein erster Schrei, Dein erster Atemzug.
…ich werde sie nicht aufschreiben können, die Worte, die dieses Gefühl transportieren könnten, ich glaube es gibt diese Worte nicht.

Und kaum hat mein Herz inne gehalten, 10 Sekunden später, es ist immer noch 8.40 Uhr, ein zweiter kräftiger Schrei. Mein Herz öffnet sich und es ist Dein Schrei Luca – Marie, der uns die Tränen der Rührung in die Augen treibt. Es gibt nur noch uns, seine Hand in meiner, mein offenes Herz und Dein Schrei, der mir sagt Du bist da, Du unsere Tochter. Dein Schrei ist etwas leiser als Rikes, als könne man, die Differenz von 300 g. Körpergewicht im Schrei erahnen.

Weitere 10 sekunden später, inzwischen ist es 8.41 Uhr folgt der 250 g leisere Schrei. Lara Du bist es, so klein so zerbrechlich und doch voll Selbstvertrauen und neugierig auf diese Welt. Der Schrei sagt: “Ich lebe!”
Auch ich lebe, und wie!
Es ist so warm in meinem Herzen.

Diese Wärme bleibt, sie wird mich immer begleiten.
Ich liebe Euch.

1.gemeinsames Drillingsfoto

Mittwoch, 27 Mai 2009

Luca, Rike und Lara sind noch im Krankenhaus, einen Monat alt.

Ihr seid Wunsch, Geschenk und Erfüllung!
Wer Schmetterlinge lachen hört, kann Wolken riechen.
Wir lieben Euch!

unsere Drillinge kurz nach der Geburt

Sonntag, 24 Mai 2009

2008 kurzer Gefühlsjahresrückblick

Montag, 8 Dezember 2008

2008
Das ist es also unser Jahr!
Alles, alles, alles ist passiert,
alles ist einfach, einfach, einfach ein Wunder!
ICH WILL ES NICHT HERGEBEN UNSER JAHR!
Ich habe sooo viel vergessen, eine ganze Welt, eine ganze Unendlichkeit, ein Universum vergessen.
ALLES ist passiert in diesem Jahr…

…wow!

Dieses Jahr ist ein Film: der Film ! , weil unser Film.
Schade das ich ihn nicht noch einmal sehen kann.
Wenn man eine Ausnahmesituation lebt, multiplizieren sich die Sekunden, Minuten, Stunden, Tage. Zeit bekommt einen neuen Stellenwert und man spürt am eigenen Modell, was es bedeutet, dass Zeit relativ ist.

Ein Jahr, wie ein Leben, so inhaltsvoll und doch zu kurz, für all die Dinge, die man vorhatte, die man hätte tun sollen und wollen.
Man bräuchte dreimal so viel Zeit…

… Drillingszeit sozusagen!

03.03.2008

Donnerstag, 17 April 2008

Seit dem 15. Januar im Krankenhaus, seit dem 23. Januar vorzeitige Wehentätigkeit, Magnesiumdauerinfusionen und strenge Bettruhe, seit dem 03.03.2008 in der SSW 35 + 0 stolze Eltern von drei wunderhübschen Mädchen.
Seit dem 11. April endlich zu Hause angekommen, superglücklich, ohne Schlaf, völlig verrücktes Leben!

Wir sind alle 5 gesund und glücklich!

Rike: 2250 g 44 cm
Luca Marie: 1900 g 45 cm
Lara: 1640 g 42 cm

Meine Lieblingsmusik: Herztöne

Donnerstag, 10 Januar 2008

Gestern hatte ich meinen ersten CTG – Termin, der hat dann auch gleich 2 Stunden gedauert, unsere Mädchen sind ein bisschen scheu.

Das lange Liegen ist gar nicht so schlimm, vor allem gibt es von den Arzthelferinnen so viel Mitleid und nette Worte gratis, das sich meine Seele richtig gestreichelt fühlt und dann diese wunderschönen Herzklopfer. Das CTG – Gerät und die lustigen Fußtritte meiner Süßen verlangen die ganze Zeit meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich muss weinen vor Freude. Die Mädchen sind genauso ruhig oder aktiv, wie ich sie eingeschätzt habe. Lara, unsere oberste, querliegende Tochter (auch Magentreterin genannt), hat einen ganz ruhigen regelmäßigen Herzschlag und lässt sich auch durch die fest angedrückten Sensoren nicht aus der Ruhe bringen. Luka, (die Durchgeknallte), fällt direkt durch intensives Workout und entsprechend galoppiernde Herztöne auf. Sie macht auch ordentlich Krach, wenn Sie mit den Füßchen gegen den Gebärmuttersensor tritt, der passt ihr gar nicht.  Außerdem werden bei der Messung von Luka’s Herztönen auch das erste Mal leichte Wehentätigkeiten bei mir festgestellt.  Ich kann die Kontraktionen leider nicht spüren, bei der Bewegung in meinem Bauch, ist der Unterschied zwischen Wehen und Fußtritten einfach nicht erkennbar. Zum Glück gibt die Ärztin Entwarnung, leichte Wehentätigkeit in der 28. Woche können auftreten und sind auch bei Einlingsmüttern nicht selten. Gut sei, dass sich Luka von den Wehen nicht beeinflussen lasse.

“Sehr gut Kleine, Mama ist stolz auf Dich.”

Luka liegt schon lange mit dem Köpfchen Richtung Ausgang *g*, hat sich aber wohl in der letzten Zeit gegen Rike durchgesetzt und ist jetzt die Nummer eins, darf also als erstes schlüpfen. Luka gehört die rechte Seite meines Bauches und Rike bewohnt die linke Seite. Rike wird als letztes vermessen und versucht sich vorm CTG zu drücken, sie ist zwar nicht ganz so kraftvoll mit ihren Tritten, wie Luka, aber mindestens genauso fidel. Nach einer viertel Stunde verdrückt sie sich nach unten und lässt sich schlecht wieder einfangen, so das auch ihre Mama erlöst wird. Leider ist inzwischen bei meiner Ärztin Feierabend, so dass ich heute noch einmal hin muss zum Ultraschall. Bin wahnsinnig gespannt, wie groß meine Kleinen inzwischen sind. Vor einer Woche haben zwei der Mädchen 800 gr auf die Waage gebracht und die Größte 900 gr. Ich bin Megastolz, und hoffe, dass ich meine Süßen noch lange tragen kann.

Jahresrückblick…

Montag, 31 Dezember 2007

… Was für ein Jahr! Die Stunden sind gezählt, die Gläser geputzt, Knallbonbons liegen auf dem Tisch. Es wird Zeit für den obligatorischen Jahresrückblick, glaubt mir, mit einem Grinsen auf dem Gesicht und Tränen in den Augen. Das war mein Jahr 2007. Definitiv das erlebnisreichste, verrückteste, traurigste und schönste Jahr meines Lebens. Das kann nur noch das Jahr 2008 toppen. Es war einmal das Jahr 2007…

  • Wir starten ins Jahr 2007 mit 2 kaputten Gläsern und ledierten Herzen. Der Tod unseres Sternenkindes Moony am 6. November 2006 wird noch eine Weile Schatten auf das Jahr 2007 werfen. Ein junges, noch unverbrauchtes Jahr liegt vor uns und alles ist noch offen, alles kann passieren. Ein Neuanfang, mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Dieses Jahr werde ich alles anders machen!
  • Der Januar bringt neuen Schwung in mein Leben. Ich plane die Erwanderung des Jakobsweges in Spanien. Mit dieser neuen Idee, erwachsen auch neue Träume und das Abenteuer und die Ferne rufen mich. Die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt lenkt mich von meinem Kinderwunschfanatismus ab und gibt mir nach langer Zeit wieder die Möglichkeit durchzuatmen. Im selben Monat versöhne ich mich mit meiner Freundin “M”. Ein Zahnarztbesuch bringt die Erkenntnis, das ich über Wurmlöcher kommuniziere und erinnert mich daran, dass auch noch eine Welt jenseits des Internets existiert mit realen Freunden und einem Leben außerhalb meiner vier Wände.
  • Am 16. Januar wird unser Kinderwunsch 9 Jahre alt.
  • Zornig beginnt der Februar! Wir müssen unseren Kryoversuch auf unbestimmte Zeit verschieben und der Arzt nennt mich übergewichtig. Durch die Fehlbgeburt habe ich innerhalb kürzester Zeit 6 kg zugenommen und Zysten an den Eierstöcken. Ich empfinde das Leben als ungerecht und bin unleidlich. Nehme aus Wut, mit Hilfe der “WW”- Schwestern und einem strengen Jogging-Programm 5 kg ab und meine Zysten verschwinden.
  • Zur Belohnung darf ich am 01.März unsere aufgetauten Embryonen abholen. Zum ersten Mal begleitet mich meine Freundin “P”, da Männe zur gleichen Zeit im Krankenhaus unterm Messer liegt, Polypen-OP. “Männe’s” Wunden heilen, aber die von Hoffen und Leiden begleitete Wartezeit endet mit einem negativen Schwangerschaftstest. Am 26. März stirbt unsere geliebte ehemalige Vermieterin Mia und wir vermissen sie sehr.Der negative Schwangerschaftstest und die Trauer um mein Sternenkind lassen mich körperlich zusammenbrechen.
  • Am 2. April beschließe ich noch 2007 Mama zu werden und starte am 05. April mit dem zweiten Kryoversuch. Der Frühling ist da mit all seiner Blütenpracht und ich glaube an unser Glück. Es ist so warm, wie sonst nur im Sommer! Doch die Sonne kann den Schmerz des zweiten negativen Schwangerschaftstest nicht löschen.
  • Wir sind pleite! Wir sind seelisch am Ende!
  • 27. April. Ich fahre zu meinem ersten Forumsstammtisch nach Oberhausen und lerne tolle Mädels kennen, die meine Sprache sprechen. Das hilft mir ein wenig aus der Isolation und Trauer.
  • Mai: Bin nur noch müde. Mit meiner Firma läuft es nicht gut und auch die Ehe kriselt. Ein Gespräch in der Reproduktionsklinik verläuft nicht besonders gut und mir fehlt es an Kraft, Mut und Geld weiterzumachen. Ich kann mein Sternenkind nicht loslassen und fühle mich einsam in meiner Trauer.
  • 26. Mai: Nach einem sehr schlimmen Streit mit “Männe” packe ich meinen 6 kg Rucksack und Zelt und erwandere 2 Tage das Ruhrtal. Männe will mich nicht alleine im Zelt schlafen lassen und wir treffen uns am Campingplatz und versöhnen uns bei einem wunderschönen Feuerwerk. Es stürmt und regnet und gewittert die ganze Nacht.
  • 13. Juni: errechneter Geburtstermin unseres Sternenkindes. Es wird Zeit wieder zu lachen. ”Männe” und ich schicken Luftballons in den Himmel und feiern das Loslassen unserer Trauer. WENDEPUNKT in unserem Leben!
  • Ich verkaufe viele Dinge, die mir am Herzen liegen bei Ebay, arbeite Tag und Nacht um Geld zu scheffeln und meine Eltern geben uns mit einer größeren Geldspende die Möglichkeit einen neuen IVF – Versuch zu starten. Ich vernachlässige mein Tagebuch und lese nicht mehr im Forum. “Männe” und ich gehen ein zweites Mal zusammen wandern und entdecken unsere Liebe immer wieder aufs Neue. Damit diesmal alles anders wird und wir optimistisch und frei in den neuen Versuch starten können, holen wir uns Hilfe bei einer Psychologin.
  • Montag der 16. Juli 2007. Tag der IVF – Punktion. 7 Eizellen können entnommen werden. 
  • 17. Juli 2007. Drei Eizellen haben sich befruchten lassen.
  • 19. Juli 2007. Tag des Embryotransfers. Orignalton Laborantin:”Ich bringe Ihnen hier Ihr gutaussehendes Trio”
    3 Rosen stehen vor mir auf dem Tisch und in meinem Bauch wachsen Babys.
  • Am 24. Juli schreibe ich, ohne es zu wissen Geschichte. Tagebuchaufzeichnung vom 24. Juli: “das hat sich also alles verändert. Und wenn alles so gut weiter läuft, dann werde ich stolze Drillingsmama…”
  • Es beginnt eine wunderschöne Wartezeit, in der Männe und ich uns gegenseitig kleine Geschenke machen, wir gehen ins Kino, romantisch Essen und erleben unsere zweiten Flitterwochen. Es ist sehr warm draußen, ich lese den letzten Harry Potter Band auf Englisch und genieße das Leben.
  • Und dann…

… am 31. Juli. ICH BIN SCHWANGER!

Es beginnt die verrückteste, schönste und unbeschreiblichtse Zeit meines Lebens.

  • 04. August. J. und T. heiraten.
  • 09. August. Es sind Zwillinge.
  • 15. August. Vielleicht sind es Drillinge.
  • 23. August. Es sind Drillinge!!!

dreifaches Glück!!!

  • 30. August. Alle Herzen schlagen.
  • 06.September. Die Kleinen bewegen sich.

Ich kann nicht mehr weiterschreiben, weil ich vor Freude weinen muß. Es gibt überhaubt keine Worte für all diese Gefühle nur Tränen der Freude.

  • 10. September. Wir kaufen einen Drillingswagen in einem Essener Second-Hand-Laden. Ich übergebe mich ständig und meine Nase macht meine Wohnung, Essensdüfte und unseren Weichspüler zu meinen größten Feinden.
  • 17. September. Kreissaalbesichtigung und Auswahl unserer Entbindungsklinik.
  • Bei den wöchentlichen Vorsorgeuntersuchungen bei meiner Frauenärztin und beim Pränatalmediziner, erleben wir immer wieder das gleiche Wunder, die Kinder entwickeln sich zeitgerecht und gleich. Wir sind so dankbar.
  • 25. Oktober. Die ersten Kindsbewegungen bewegen uns sehr.
  • 15. November. Das Outing. Wir bekommen drei Mädchen!!!
  • Körperlich baue ich ganz schön ab, bin oft ohne Grund völlig außer Atem und kann nachts nicht schlafen, weil ich so starke Hüftschmerzen habe. Es wird beschwerlich. Wir beantragen einen  Wohnberechtigungsschein und bewerben uns für ein kleines Reihenhaus, das nächstes Jahr fertig gestellt wird. Ab und zu muss Männe mich kneifen, ich kann unser Glück gar nicht fassen.
  • 03. Dezember. Ich kann zum ersten Mal einen Tritt durch die Bauchdecke fühlen.
  • 05. Dezember. Wir geben unseren Mädchen Namen: Luca, Rike und Lara.
  • Wir bauen unsere Wohnung um, aus dem Arbeitszimmer wird ein Ess- Schlafzimmer, aus dem Wohnzimmer ein Wohn-Arbeitszimmer und aus dem ehemaligen Schlafzimmer ein Kinderzimmer. Mein Bauch nimmt erschreckende Ausmaße an und ich kann mich schlecht auf den Beinen halten. Meine Bauchbewohner machen einen gewaltigen Wachstumsschub und ich habe das Gefühl zu platzen.
  • Silvester feiern wir gemütlich zu Hause. Wer hätte gedacht, das wir bald zu Fünft sind. Ich habe immer an Wunder geglaubt, aber nie gedacht, das wir so ein gewaltiges Wunder leben dürfen.
  • Prost! (natürlich mit alkoholfreiem Sekt)
  • Ich wünsche Euch allen kleine und große Wunder!

Namen…

Mittwoch, 5 Dezember 2007

… einen Namen vergeben ist eine wunderschöne und sehr bedeutsame Sache, als wenn man den Kindern Charakter einhaucht und Ihre Existenz lautstark bejat. Es ist ein fröhlicher lautstarker Schrei:”JA, JA WIR LIEBEN DICH!, JA, WIR SIND FÜR DICH DA! Du heißt… ”
Es sind nur Namen, aber sie werden unsere Kinder ihr Leben lang begleiten und wahrscheinlich wird es eine recht lange “Warum-habt-Ihr-uns-nicht-anders-genannt-Phase” geben. Und wir selbst werden uns das vielleicht auch irgendwann fragen, spätestens dann, wenn irgendein Name zu Hänseleien führt oder ein Film aus einem Namen ein Schubladenbild macht. Aber wir sind überglücklich drei wunderschöne Namen mit schönen Bedeutungen für Euch gefunden zu haben, wir hoffen, das diese Namen Euch auf wundersame Weise, wärmend durchs Leben begleiten.

Du heißt: Luca Marie – Luca von Lucia, die Leuchtende, denn Du wirst immer für uns leuchten und strahlen und glitzern, Du bist der schönste und hellste Stern am Himmel. Marie – abgeleitet von mry’”geliebt”.

Du heißt: Rike - aus dem hebräischen und bedeutet – die Frieden reichende, Du streichelst unsere Herzen und wohin Du auch gehst, Friede wird Dich begleiten und beschützen und Du wirst Frieden mit Dir tragen auch in andere Herzen.

Du heißt: Lara – Schönheit der Natur, Wasserfee. Du bist klug, weise und schön. Du wirst von innen einfach wunderschön sein und mit Deinem Lächeln die Welt umgarnen.

Ein kleiner Tritt für die Menschheit…

Dienstag, 4 Dezember 2007

… ein riesengroßer Tritt für “Männe” und mich! Am 03. Dezember, abends, war es dann endlich soweit. Den ganzen Tag schon waren unsere drei Mädels nicht zu bremsen, da wurde oben getreten, unten rechts und unten links getreten, und mir war schon ganz schlecht. Abends saßen wir dann ganz gemütlich im Wohnzimmer und rechts oben spürte ich immer einen etwas gezielteren kräftigeren Tritt, da war mir doch, als wurde sich die Bauchdecke leicht heben und …

….Trommelwirbel….

… ich konnte mein Mädel mit meiner Hand durch die Bauchdecke spüren:

“Hallo Tochter, noch liebe ich Deine Tritte!”

Und dann durfte “Männe” fühlen und wir hatten das unsägliches Glück, dass wir dieses Wunder gemeinsam erspürten, den ersten Bauchdeckenhebenden-Tritt einer unserer Töchter.