Kiwu-Poesie & Co.
Es war einmal ein Kind, das bereit war geboren zu werden.
Das Kind fragte Gott:
“Wie soll ich auf der Erde leben, wo ich doch so klein und hilflos bin? Wie werde ich singen und lachen können, um fröhlich zu sein? Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn ich die Sprache nicht kenne? Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen will, Gott? Und wer wird mich beschützen?”
Und Gott antwortete dem Baby…
“Ich habe für Dich ein Engel ausgewählt, der über Dich wachen wird, bis Du erwachsen bist. Dein Engel wird für Dich singen und auch für Dich lachen. Und Du wirst die Liebe Deines Engels fühlen und sehr glücklich sein. Dein Engel wird Dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die Du jemals hören wirst, mit viel Ruhe und Geduld wird Dein Engel Dich lehren zu sprechen. Dein Engel wird Deine Hände aneinanderlegen und Dich lehren zu beten. Dein Engel wird Dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert.”
In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den Namen des Babys und es sprach: “Oh Gott Ich muss jetzt von Dir gehen. Bevor ich Dich jetzt verlasse, sage mir bitte den Namen meines Engels.” Und Gott sprach: “Ihr Name ist nicht wichtig. Nenne sie einfach ‘Mami’.“Â
* * * * *Â
Ich kann Dich immer sehen,
wenn ich es will.
Tief in meinem Herzen hast
Du Deinen Platz.
Ich kann Dich besuchen,
wenn ich allein bin.
In meinen Gedanken bist Du bei mir.
Ich kann Dich hören und mit Dir reden.
Doch werde ich Dich jemals in
meinen Armen halten
und spüren können?Â
*Â * * * *Â
Davor
Der Mensch,
der ich war,
war Hoffnung.
Der Mensch,
der ich war,
war Glück.
Der Mensch,
der ich war,
war frei
von Leid
und Schmerz.
Der Mensch,
der ich war,
starb.Â
* * * * * Â
Jahrelang habe ich auf dich gewartet,
du Seelchen,
das so oft vor meiner Tür stand.
Warum hast du nie die Schwelle überschritten?
Du hättest es gut gehabt bei mir.
Vielleicht kommst du noch einmal
zurück und bleibst dann.
Jedenfalls warte ich auf dich.
von Annegret Kronenberg
* * * * *Â
Du hast kein Gesicht,
aber Du fehlst mir.
Du hast keinen Namen,
aber Du fehlst mir.
Du bist mir nie begegnet,
aber Du fehlst mir.
Je länger Du nicht da bist,
desto größer wird die Leere in mir.
Je länger Du nicht da bist,
desto größer wird die Angst,
Dich nie im Arm halten zu können,
Dir nie die Welt zeigen zu können,
Dir nichts geben zu können - außer meiner Tränen.Â
* * * * *Â
Eines Tages werde ich mich freuen.
Eines Tages werd’ ich jubeln und schrei’n.
Denn eines Tages wird wie in meinen Träumen,
weder Tod noch Trauer mehr sein.Â
Doch bis dann, leide ich unter Qualen.
Bis dann, verzehr ich mich nach dir.
Bis dann, werd ich keinen Frieden haben,
denn einsam bin ich hier.
* * * * *Â
Halt dich an deinen Träumen fest!!!
Wenn deine Welt grau und vernebelt ist,
und du nicht mehr weißt, wer die Person in deinem Spiegel ist,
wenn dein Leben kalt und gemein erscheint,
wenn du des Nachts tausend Tränen geweint,
wenn du keinen Sinn im Leben findest,
und deinen Schmerz an deine Erinnerung bindest,
wenn der Faden der Wut sich durch dein Leben zieht,
und jede Hoffnung vor der Realität entflieht,
wenn du einfach nicht mehr weitermachen kannst,
und dich die Einsamkeit wider Willen übermannt,
dann brauchst du etwas wunderschönes, das dich fasziniert,
dann such dir einen Traum in dem sich deine Seele verliert!
Dann richte den Blick auf die Zeit, in der dieser Traum Wahrheit wird,
dann strebe danach - energisch, hoffend und unbeirrt!
Dann plane in einsamen Stunden,
denn deine Zukunft wird aus deinen Zielen gebunden!
Träume diesen wundervollen Traum und versuch, ihn zu bestreben,
denn ohne Träume kann der Mensch nicht leben!
Irgendwann wirst du siegen und ein Lächeln wird deine Lippen umspielen,
und du wirst wissen: es war richtig, den Mut nicht zu verlieren!
* * * * *Â
Hoffnung ist nicht die Gewissheit,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat - egal wie es ausgeht.Â
* * * * *Â
WARUM…
die Frage aller Fragen…
Warum…
die Antwort zu finden überfordert mich… ich werde auch keine passende Antwort finden ……
Und doch ist es wichtig, dass wir uns die Frage manchmal stellen, nicht um eine Antwort zu finden, sondern um Fragen zu finden, die uns weiterbringen.
Es ist wohl Schwierig, auf den ersten Blick einen Sinn darin zu finden, wenn eine Frau eine Fehlgeburt erleidet, wenn ein Kind stirbt, wenn eine Frau nicht schwanger werden kann, wenn ein Kind schwer krank ist, wenn Familien zerbrechen, wenn großes Leid über uns hereinbricht.
Es verändert unser Leben ganz entscheidend.
Nichts ist mehr, wie es war - im Guten und im Schlechten.
Liegt es nicht auch an uns, diesem Warum, einen Sinn zu geben?
Indem wir uns klar werden, was wirklich wichtig im Leben ist?
Indem wir uns bemühen, ein “guter Mensch” zu sein?
Indem wir uns da um Frieden bemühen, wo es uns am schwersten fällt?
Indem wir uns auf die innerste Suche nach dem Wert machen, die auch durch solche Ereignisse nicht zerstört werden?
Die Suche nach Achtung, Respekt, Anerkennung, Zuneigung usw.?
Indem wir begreifen, dass überall, wo Licht ist auch Schatten ist - und vor allem überall wo Schatten ist - ist auch Licht…
Indem wir uns auch an guten Tagen bewusst sind, dass diese guten Tage ein unendlich kostbares Geschenk sind…
Für jeden Schicksalsschlag liegt der Sinn anderswo.
Und manchmal ist es fast unmöglich ihn zu finden.
Und dann liegt der Sinn vielleicht auch einfach darin, dass wir lernen, dass das Leben nicht immer fair ist, dass man manche Dinge einfach aushalten muss und daraus eine große Kraft wächst?
Eine Zuversicht, die das Leben erträglicher macht, weil man diese schwere Zeit doch überstanden hat?
Und alles, was uns durch diese Zeit tragen kann, ist die kleine Pflanze Hoffnung…
Egal wie dunkel und kalt die Welt sein mag - die Pflanze Hoffnung vermag immer dann zu blühen, wenn es finster ist.
Die Hoffnung auf ein besseres Morgen.
Die Hoffnung auf eine Heilung.
Die Hoffnung auf ……….
Und wenn die Hoffnung mit Füssen getreten wird - nichts kann sie besiegen -
und noch in der dunkelsten Nacht wächst ein kleines Blättchen…
und dann wird auch die Pflanze wieder groß und stark und lockt die Sonne hervor…
WARUM???
DARUM…
Und Gott hat der Hoffnung einen Bruder gegeben…
Er heißt Erinnerung.