Aus dem Leben gerissen
Sabine ist gestorben. Mondschein75 ist tot. Eine von uns…Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â
Ich sitze hier, wie betäubt und staune darüber, wie sehr mich das Schicksal eines Menschen bewegt, mit dem ich nur in schriftlichem Kontakt stand. Immer wieder schaue ich mir ihr Foto an, das ihr Mann ins Forum gestellt hat. Eine 31-jährige Frau fällt einfach um und ist nicht mehr… Mein Verstand kann das nicht erfassen.
Ich mochte Sabine, so sehr, wie das eben möglich ist, ohne sich persönlich zu kennen. Sie war so positiv eingestellt, hatte Sinn für Humor und das hat mir besonders an ihr gefallen. Wir haben so oft miteinander über die Abhilfe für mein Singledasein gescherzt.
Dieses schreckliche und entgültige Ereignis führt mir vor Augen, wie geringfügig dagegen meine Probleme sind. Das Leben ist bunt, auch ohne Kind. Und ich danke Gott für die Erkenntnis, dass das Leben schön ist. Trotz allem…
In Gedenken an Sabine.
                                
“Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.”
Jean de la Fontaine

Freitag, 27 Oktober 2006 um 9:23 vormittags
Da hast Du recht. Ein solch trauriges Ereignis rückt die Perspektiven wieder zurecht. Es gibt so viele schöne Momente im Leben, die man im alltäglichen Getöse oft übersieht…
Nur Jean de la Fontaine muss ich widersprechen. Die Traurigkeit verfliegt nie. Sie verändert sich, sie wird ein Teil des Lebens. Aber sie bleibt für immer.
Liebe Grüße
Shusl
Freitag, 27 Oktober 2006 um 10:06 vormittags
Liebe Ina,
Du hast genau die richtigen Worte getroffen, mir geht es seit gestern genauso. Wir kannten Sabine nur aus dem Netz und trotzdem war man sich vertraut
Freitag, 27 Oktober 2006 um 2:08 nachmittags
Hallo Shusl,
für mich steckt darin nicht die Aussage, dass die Traurigkeit vollkommen verfliegt. Wie Du sagst, sie verändert sich, ist irgendwann leichter zu ertragen. Wäre das nicht so, würde man schließlich zugrunde gehen.
Lieben Gruß, Ina