Abenteuer Einkauf

Wenn der Mensch nicht verhungern will, muss er gelegentlich den Inhalt seines Kühlschranks auffüllen. Das war heute dringend bei mir nötig, es sei denn ich wollte eine Radikaldiät beginnen. Die wäre zwar aus medizischer Sicht nicht erforderlich, aber aus ästhetischer doch ratsam. *g* Aber da ich mich eh gegen jegliche asketische Lebensform wehre, habe ich mich für den Einkauf entschieden.

Da man als Singlefrau allzeit Gefahr läuft dem potentiellen Traummann über den Weg zu laufen, wird das Haus auch nur noch penibel gestylt verlassen. Am fatalsten sind Pickel, die man vergisst abzudecken. *ohnmacht* Mega peinlich, da glotzen dann wirklich alle zuerst drauf. Den Spiegel-Rundum-Check habe ich dann bevor es los ging zumindest bestanden. Ich gehöre ja zu denen, die sich auf dem Balkon bei Tageslicht mit Hilfe eines Handspiegels davon überzeugen, dass keine Ränder vom Make-Up vorhanden sind. *lol*

Also auf zu Kaufland, der Rieseneinkaufsmetropole. Das Ding ist so groß, dass man seine Einkaufsliste mit größter Konzentration verfolgen muss, denn wenn man auch nur ein Teil vergisst, rennt man anschließend wieder 15 min. durch den ganzen Laden. Hat natürlich zum Vorteil, dass dort auch mehr Männer anzutreffen sind als bei Tante Emma um die Ecke. Auf ins Getümmel und schon in der Gemüseabteilung (Leute aus Hannover wissen, das ist die erste!) fündig geworden. Groß, gut aussehend, moderne/legere Klamotten, vielleicht so Mitte dreißig, cooler Typ – echt Zucker. Vorne im Einkaufwagen seine kleine Tochter, die mag vielleicht zwei gewesen sein. Alles klar, denke ich, mit dem löse ich all meine Probleme auf einmal. *g*

Ich habe die beiden dann erstmal überholt und dabei die Kleine nett angelächelt, nach dem Motto wir versuchen’s mal über die Hintertür. An denen vorbeigezogen, habe ich mich dann ein paar Meter weiter an irgendeiner Zubereitungsanleitung für Bratkartoffeln aus der Tüte festgelesen, damit die wieder aufholen konnten. Ich würde kotzen, wenn ich tatsächlich so ein Zeug essen müsste. *lol* Nebenbei habe ich schon von meinem baldigen trauten Familienleben geträumt. Als die beiden dann wieder an mir vorbei kamen, sagte dieser furchtbar coole Typ zu seiner Prinzessin: “Hmmmm… Marina, was meinst Du sollen wir noch ein paar Chips für die Mama mitnehmen.” *megasauer* Auch heute ist also wieder einer meiner Lebensträume zerplatzt. Mensch, der könnt’s mit mir viel besser treffen, als mit seiner Alten die da zuhause auf dem Sofa hockt und Chips frisst. *lol*

Ich bin daraufhin ohne Umwege in die Süßigkeitenabteilung geschlappt und habe mich dort mit ganz vielen Seelentröstern eingedeckt. Mädels, lasst Eure Männer nicht alleine zum Einkaufen, da kann ja sooooooviel passieren. *g*




4 Kommentare to “Abenteuer Einkauf”

  1. Lectorix schreibt:

    *lol* Insbesondere wenn es noch mehr Inas auf Brautschau gibt *g* Aber ich find den Supermarkt als Flirtarea wirklich praktisch. Bin doch so ein futterbezogener Typ. Und so kann man mal einen unauffälligen Blick in den Einkaufswagen des anderen werfen, das sagt meist mehr als tausend Worte…

    *lollollol*

  2. sonnenschein158 schreibt:

    ich liebe einkaufen egal in welchen Geschäften …vorallendingen bin ich auch sone Flirtliesel wenns geht…schleiche dann auch immer wieder ums Regal um zufällig wieder bei nem netten Knilch zu landen..(Appetit holen darf man sich ja wohl *ja*)

    Wobei mindestens gut riechen müssen sie, mich haste ja schon halb damit rum…

    Wir sollten mal zusammen ums Regal schleichen ist bestimmt witzig..*g*

  3. Elmar Breitbach schreibt:

    Da bekommt die Aussage “Liebling, ich bin mal eben shoppen” eine ganz andere Bedeutung und man kann verstehen, warum vor allem viele Frauen Shoppen als Hobby angeben, was ich bisher nie verstanden habe.

    Sehr erhellend dieses Blog :-)

  4. Team-Tagebuch » Einkaufen schreibt:

    [...] Einkaufen kann spannend sein und kann offenbar auch glücklich machen.  Gerade überlege ich, warum ich das eigentlich nicht selbst mache: ist es wirklich nur Faulheit meinerseits oder steckt mehr dahinter? Ich nehme an, dass es dieses Szenario ist,vor dem meine Frau mich und sich bewahren möchte: [...]

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