… endlich nachträglich der lang ersehnte ewig lange 1. Teil des Geburtsberichts von unserer 2. Tochter
Luna-Julie
geboren am * 10. November 2008 um 3.20 Uhr mit unglaublich langen 55 cm und sagenhaften 4.220 Gramm
:Irgendwie hatte ich ja wahnsinnige Angst vor der Geburt, wollte ja unbedingt eine natürliche Geburt, weil ich bei Leana einen Kaiserschnitt mit PDA hatte bei SSW 36+3 wegen Gestose und Beckenendlage.
Der Kaiserschnitt selbst war zwar auch wunder wunderschön, da mein Arzt mich die Leana-Maus sofort in die Arme schließen ließ und der Kaiserschnitt somit für mich trotzdem zu einem einzigartig, unglaublich tollen Erlebnis wurde.
Das kann mir auch keiner mehr nehmen, es machte mich zum glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt, als ich endlich die Weihnachtszaubermaus nach einer schrecklich unschönen Schwangerschaft mit ständigen Bangen, ob diese denn auch hebt und ständigen, wochenlangen Klinikaufenthalten wegen Hyperemesis, in meinen Armen halten durfte!
Nur soviel zum Thema fehlenden Geburtserlebnis wegen Kaiserschnitt, davon kann bei mir keine Rede sein. Ich war super angespannt während dem Kaiserschnitt, konnte aber alles genießen und aufmerksam mitverfolgen und die kleine Leana sofort freudig begrüßen
!
Diesmal wollt eich aber gerne eine natürliche Geburt, wenn möglich, wobei ich mich nicht mehr so mit Händen und Füßen gegen einen Kaiserschnitt gewehrt hätte, wie im letzten Jahr unter anderem auch desshalb, weil ja in der Schwangerschaft mit Leana eben auch alles über Monate nach der späten Fehlgeburt unserer 1. Kinder in der Kinderwunschklinik bis ins kleinste Detail geplant und bei der jetzigen Schwangerschaft ist unser Überraschungskind Luna ja von ganz alleine, völlig ungeplant und für uns völlig unerwartet auf den Weg zu uns gekommen und so wollte ich eben auch sie das ganz alleine entscheiden lassen, wie ihre Geburt sich ankündigen würde.
Ich wollte so gerne eben auch mal eine normale Geburt haben, weil ich dieses Erlebnis bzw. diesen Traum seit meiner Jungend hatte, meinen Mann zu wecken, um ihm mitzuteilen die Fruchtblase sei geplatzt oder eben plötzlich Wehen zu bekommen und sich unverhofft und ungeplant auf den Weg ins Krankenhaus zu machen, erleben wollte.
Außerdem wusste ich, dass mein Arzt, welcher Belegarzt im Entbindungskrankenhaus ist, mir jederzeit, sollte mir die Geburt dann doch zu heftig werden
, auch noch kurzfristig einen Wunsch-Kaiserschnitt machen würde…
Ich hatte ja nun lange Zeit Wehen gehabt (ich glaube über 5 Wochen, jede Nacht
, 5 Wochen war der Muttermund butterweich und 2 cm offen) und ging wirklich am Krückstock
, weil ich kaum noch gerade stehen konnte vor Wehen und Schmerzen und ständig in der Hüfte Schmerzen hatte und meine Knie versagten, aber irgendwie ging es geburtsmäßig absolut nicht vorwärts und ich war nur noch super genervt, denn die Schwangerschaft lief ja nun auch leider diesmal wegen der Hypermesis und der dadurch verbundenen Dauerkotzerei
echt nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte und ich hatte einfach nur noch die Nase voll und war schon richtig depressiv, weil ich einfach nicht mehr konnte und wollte!
Ständig den geburtsreifen Befund von meinem Arzt meiner Hebamme zu erfahren und den Rat zu bekommen, Leana los zu lassen, damits vorwärts ging, brachte mich auch nicht weiter und auch beim Arzt fand ichs nicht mehr lustig, wöchentlich gesagt zu bekommen, es kann jetzt jede Minute los gehen…
Ich hatte einfach keine Geduld mehr (gut, die hatte ich noch nie
) und bei meinem letzten Hebammen-Akkupunktur Besuch am Freitag, den 07.11.08 bei SSW 39+3 meinte Hebi Monika, die Kleine hätte total aufgeholt und sie schätzte sie mittlerweile auf mindestens 3.500-3.700 Gramm und minimum 52 cm Länge
.
Nix mehr, wie die ganze Zeit vorausgesagt, mit kleinem, zierlichen Baby
(ich liebe kleine, zierliche Babys
)!
Wir haben dann vereinbart, dass ich Montags bei SSW 39+6 den alkoholfreien Wehencocktail nehme, um der kleinen Maus
den Startschuss zu geben, da wir beide der Meinung waren, dass es geburtsmäßig nicht vorwärts ging, weil ich Leana einfach nicht los lassen konnte.
Leider haben es meine Eltern bis dahin nicht geschafft, Leana bei sich übernachten zu lassen und ich hatte wahnsinnige Angst und Horrorvisionen mein kleines Lieblings-Baby
weinend und schreiend zur Geburt schnell jemanden bzw. meinen Eltern abzudrücken, ohne dass sie vorher dort jemals geschlafen hat und sie dann dort stunden weinend vor Müdigkeit auf mich warten würde und das hat mich echt total blockiert
weil ich diesbezüglich ja die Superglucke mit der Leana-Mäusi bin…
An diesem Abend war ich jedenfalls happy, dass mich endlich jemand in meiner Ungeduld wahr nahm und verstehen konnte und mir verspricht, mich nicht länger leiden zu lassen, zumal ich das auch für Leana unerträglich fand, weil sie, wenn sie mich im Bad kotzen sah, heulend an der Tür stand und Mama weinte
und sie mir superleid tat, dass sie das alles miterleben musste und solche Ängste um mich hatte. Ich finde man sollte, daß immer auch Typabhängig machen und bei jedem ist die Schmerzgrenze einfach wo anders, auch wenn eine Schwangerschaft 40. Wochen dauert, hat das Baby nichts davon, wenn die Mutter danach dermaßen psychisch angeschlagen ist, dass sie Antidepressiva braucht…
Abends hab ich mich dann also so langsam mal geburtschick gemacht
: hab mir die Fußnägel lackiert, die Hände manikürt, mich rasiert, eine Haarpackung und Gesichtsmaske gemacht
…
Am Samstag, den 08.11.08 hatte ich ja meinen super Badewannen-Sturz (wie berichtet) und wir dachten danach würde es dann endlich los gehen, aber am 09.11.08 war die Fruchtblase, trotz der Schmerzen, dem Aufprall auf dem Bauch und den heftigen Wehen die ganze Nacht über, immer noch nicht geplatzt und so habe ich mit meiner Lieblingshebamme Kati, bei der wir im Jahr zuvor den Elternkurs für Leana gemacht hatten und ich unbedingt supergerne bei ihr entbinden wollte (und die dann auch noch rein zufälligerweise und Gott sei Dank an diesen beiden Abenden ihren letzten Dienst vor ihrem 2 wöchigen Urlaub hatte) vereinbart, dass ich mit meiner eigentlichen Hebamme Monika sprechen würde, dass diese mir den Cocktail bereits heute schon machen würde und ich Abends zum Kontroll-CTG zu Kati dann kommen würde, um hoffentlich bei ihr zu gebären.
So hätte und konnte ich mir nämlich nochmals mit Leana einen tollen Tag machen können, sie abends ins Bett legen und hätte damit nämlich eine optimale Versorgung für die Weihnachtszaubermaus gewährleistet, da meine Mutter dann nur noch zu uns zum Babysitten hätte kommen müssen und der ganze Stress, wie sie ins Bett geht und meine Horrorvisionen von der weinenden Leana usw. weg fallen würden!
Sonntags Morgens in der Klinik kam dann nochmals mein eigener Doc
und auch er war absolut für einen Versuch mit Wehencocktail, wollte sonst, spätestens am errechneten Termin SSW 40+0, am 11. November 2008 mit Tropf die Geburt einleiten, da nach seinen Messungen die Maus dann wohl zwischenzeitlich 3.700-3.900 Gramm +/- 500 Gramm wiegen sollte und 52-54 cm lang geworden wäre!
HUI, um ehrlich zu sein, war ich kurzfristig geschockt und teilte ihm das auch mit, da ich halt mit Leana ein absolutes Leicht-Fliegengewicht bekam und Miniklein und vor der Geburt dann mit solchen Maasen ein bissel Schiss bekam.
Mein Gyn sagte dann allerdings, wichtig wäre ja immer nur der Kopfumfang, welchen er aber immer erst ab 38 cm Umfang aufwärts bedenklich findet und man das auch so pauschal nicht sagen könnte, denn dies wäre von Frau zu Frau unterschiedlich und egal wie groß der Kopf wäre, weh tun würds ja letzendlich so oder so! Es gebe Frauen die haben mit 34 er Kopf dann einen Kaiserschnitt und würden später ein Kind mit 38 er Kopf problemlos gebären oder bekommen das erste Kind problemlos mit großem Kopf und bei der Geburt drauf ein zierlicheres Kind, wo ein Kaiserschnitt draus wird!
Na ja wo er Recht hatte, hatte er ja Recht
!
Den Kopf konnte er bei mir ja schon gar nicht mehr messen, da dieser ja seit Wochen zu tief im Becken steckte, meinte aber, er schätzte so wie bei Leana (wie fatal
).
Na ja wie wir jetzt sehen, sind eben alles nur Schätzmaase und sozusagen kann man eigentlich gleich ne Münze werfen
(Trotz 4 D Ultraschall)!
Am gleichen Tag im Krankenhaus , kaum im Zimmer zum packen und nach Hause gehen zurück, verlor ich gegen 9 Uhr morgens meinen Schleimpropf und dachte erstmal, es wäre die Fruchtblase, weil meine ganze Hose nass wurde.
Auf der Toilette habe ich dann einen geleeartigen ca. tennisballgroßen Klumpen vorgefunden, ohne Blut und hab mich total gefreut!
Ich bin dann mit meiner superblauen Bauchwampe, meinem Mann und Leana erstmal zu meinem Schwager frühstücken gegangen und dann nach Hause, um Leana Mittagsschlaf machen zu lassen.
Mittags kamen dann noch die zukünftigen, aufgeregten Pateneltern vorbei und brachten Kuchen mit.
Danach kam meine Hebamme und mixte mir meinen Wehencocktail und ich trank diesen gegen 16 Uhr.
Um 17 Uhr sind wir zu meinen Eltern und haben Martinsgans gegessen
, da ich ja der Meinung war, diese würde dann dank dem Rizinusöl im Cocktail eh wieder verwertet werden
.
Wir haben uns mit Leana einen supertollen Nachmittag gemacht, damit auch sie den Unfall-Abend vom Vortrag vergisst, da sie mein Sturz ganz schön mitgenommen hatte
.
Um 18 Uhr hab ich auf irgendeine Reaktion von meinem Körper gewartet – nichts
!
Ich habe mich schon zu den Pechpilzen gezählt, bei denen auch der Cocktail nicht wirkt und die jetzt, nachdem sie Wochen diese Schmerzen und alles ausgehalten hat, nicht belohnt wird und doch einen Kaiserschnitt verpasst bekommen würde, welchen sie schon 3 Wochen vorher hätte haben können
.
So was ärgerliches aber auch, gewundert hätte mich das bei meinem Glück echt nicht mehr!
Um 19 Uhr war ich dann so gefrustet, dass ich von meinen Eltern nach Hause wollte.
Wir haben Leana dann zu Hause bettfein gemacht und ich hab sie ausgiebig geknuddelt und geknutscht und sie ging anstandslos ins Bett und schlief sofort ein.
Um 19.30 Uhr bin ich erstmal auf die Toilette, in der Hoffnung Durchfall zu bekommen, da ich ja wusste, dass erst dieser die Wehen anregen würde.
Aber auch auf der Toilette rum sitzen
half nicht, um meinen Darm in Schwung zu bringen, also irgendwie wirkte das Öl bei mir nicht
…
Um 19.45 Uhr ging ich dann entnervt in die Wanne und merkte gleich: HUPS, diesmal ist alles anders. Statt der Erleichterung im Kreuz, die ich sonst 5 Wochen lang jeden Abend spürte, wenn ich unter meinen Wehen in die Wanne ging, hatte ich plötzlich einen heftiger werdenden Unterleibsschmerz und mich darüber total gefreut
.
Also zack aus der Wanne raus und gegen 20.15 Uhr war meine Mutter da und demotivierte mich gleich, dass wenn ich kein Ziehen im ganzen Bauchbereich hätte, es keine richtigen Geburtswehen wären
.
Ich hatte lediglich ein ziemlich starkes Ziehen in den Mutterbändern und ins Kreuz, bis in die Knie teilweise.
Kurz vor 21 Uhr fuhren wir dann trotzdem wie mit meinem Gyn und meiner Lieblings-Klinik-Hebi Kati vereinbart in die Klinik und da wir gerade rote Ampel-Welle hatten, schaute mein Mann auf die Uhr, wie oft und wie lang die Wehen kamen.
Mir gings total gut, die Wehen ließen sich aushalten und ich war immer noch der Meinung, ich könne eh gleich wieder heim gehen.
Ich schätzte die Wehen auf maximal 10 Sekunden von der Dauer und alle 10 Minuten, aber mein Mann stoppte die Zeit auf 1 Minute Dauer pro Wehe und alle 3-5 Minuten
Abstand von Wehe zu Wehe.
Ca. 21.15 Uhr war ich in der Klinik am CTG angestöpselt und wir freuten uns alle über regelmäßige, super aushaltbare Wehen, die alle 3 Minuten kamen. Heftig, aber aushaltbar.
Kati meinte, wenn das so weiterginge, sehe sie keine Probleme heute Nacht bei ihr zu entbinden
.
Wir waren so glücklich und seelig.
Nach der ganzen miesen und bekloppten Schwangerschaft, dem ganzen Elend, der wochenlangen Kotzerei
, durfte ich endlich der Glückspilz sein, welcher eine schmerzfreie (
) Geburt erleben durfte
, denn so gings mir bis dahin
!
Ich hatte zwar heftige Wehen und musste teilweise auch kurz schlucken um zu veratmen, aber letztendlich war alles total easy, locker und aushaltbar und wir kasperten total rum und freuten uns wie super es mir ging
! Eigentlich fehlte wirklich nur noch ein Brett- oder Kartenspiel

Kati wollte dann kurz vor 23 Uhr mal nach dem Muttermund schauen und wir waren total optimistisch, dass dieser mit den super Wehen jetzt sicher ein paar Zentimeter weiter offen wäre…
Olli hab ich dann mal schnell an die Tankstelle geschickt, weil ich total Lust auf eine Fanta hatte, so kurz vorm Ziel
.
Kaum war er weg, lag ich im Vorwehenzimmer auf dem Untersuchungstisch und Kati schaute nach dem Muttermund und schüttelte den Kopf, immer noch nur bei 2 Zentimeter
.
Ich konnte mein Pech nicht fassen, war kurz vor den Tränen, wusste, dass sie mich unter diesen Umständen sicher wieder nach Hause schicken würden
…
Irgendwie muss sie dann beim Muttermundabtasten an die Eihaut gekommen sein und eine Eipollösung durchgeführt haben
, jedenfalls hab ich nach der Untersuchung heftig angefangen zu bluten und mir wurde so was von schlecht und ich hatte einen wahnsinnigen Druck und das Gefühl, ich könnte weder Stuhl noch Urin halten
und bin mit ihrer Hilfe beim Aufstehen, sofort auf die Toilette rüber in den Kreißsaal gerannt (ohne Unterhose oder sonstiges
queer durch die Zimmer der Entbindungsstation
).
Als Olli nur ca. 15 Minuten später, nachdem er aufgebrochen war, mit der Fanta kam, lag ich im Kreißsaal auf dem Toilettenboden, wusste nicht, ob ich stehen, liegen oder sitzen sollte, hatte plötzlich wahnsinnige, unaufhörliche Schmerzen und einen Wehensturm ohne Erholpause.
Olli fragte mich nur (er hatte ja von der Untersuchung nix mitbekommen, nur von Kati wohl kurz gesagt bekommen, dass sie mich wieder nach Hause schicken muss, bis es weiter gehen würde und er mir das ja noch nicht sagen soll, weils mir grad furchtbar schlecht ginge), was los wäre und da presste ich mit letzter Kraft raus: Hol sofort die Kati, ich will jetzt SOFORT den Kaiserschnitt.
Er: Was ist denn jetzt los?
Ich: Hol die Kati, ich kann nicht mehr, ich halte das nicht mehr aus!
Und so hab ich mich auch echt gefühlt, ich lag in der Toilette in der Ecke, konnte nicht auf Toilette vor Schmerzen musste aber und wollte wie ein verendendes Tier, einfach nur erlöst werden, ich konnte nichtmal weinen, war einfach nur über diese unglaublichen Schmerzen geschockt und wusste, ich würde das keine weiteren Minute länger aushalten.
Ich zitterte am ganzen Körper und war am Ende.
Um 23.30 Uhr kam Kati zu mir und fragte: Alles ok bei dir? Kann ich dich kurz alleine lassen, ich muss bei einer anderen Patientin schnell einen Kaiserschnitt machen!
Und ich verneinte: Bitte nimm mich mit, mach mir bitte erster den Kaiserschnitt, lass mich nicht allein
, ich halts keine Sekunde länger aus (
im Nachhinein: wie peinlich).
Und ihre Antwort war: Scheiße, jetzt wirkt das Cocktail in die entgegengesetzte Richtung und du reagierst mit allem, Magen, Darm, Blase…
Ich schick dir die Sabine, die macht dich klar für die PDA, ich bin gleich wieder da.Versprochen.
Keine 5 Minuten später, kam also die 2. diensthabende Hebamme Sabine und meinte sie nimmt jetzt das Blut für die Blutgerinnung und für die PDA ab, ich soll mich aufs Kreißsaalbett legen.
Ich sagte ihr, dass ich weder Blase noch Darm noch Magen unter Kontrolle hätte und ich für nichts garantieren könne, wenn ich jetzt vom Toilettenboden aufstehen würde
.
Ihre Antwort war: Das braucht dir nicht peinlich sein, das sind wir hier gewohnt!
Und zack lag ich auf dem Kreißsaalbett und sie nahm mir Blut ab und spritzte mir etwas Schmerzlinderndes, wovon ich leider vor lauter Schmerzen überhaupt nichts mehr merkte.
Die Zeit zog sich wie Kaugummi, mit jeder Wehe, die ich hatte, probierte ich mich zu trösten, dass es jetzt sicher die letzte wäre, die ich aushalten und erleben müsse, weil ich ja gleich die PDA gelegt bekommen würde und ich gleich einen Kaiserschnitt bekäme.
Aber irgendwie ging ab da nichts mehr vorwärts
.
Menschenskinder, jetzt wusste ich, was mein Gyn meinte, als er mir empfahl, direkt, wenn ich in den Kreißsaal komme, sofort die PDA zu verlangen, weil es wohl unter Umständen einfach zu spät für eine wird, bzw. der Punkt, wo der Schmerz unaushaltbar wird innerhalb von Sekunden da ist und sofort unaushaltbar wird!
Und dann bekam ich Angst, ob es jetzt unter Umständen zu einem Kaiserschnitt mit Vollnarkose kommen würde –(m)ein Albtraum …
Zumal meine Chancen für eine natürliche Geburt ja eh schlecht standen, weil ich ja erst knapp 15 Monate vorher Leana per Kaiserschnitt entbunden hatte und somit nur eine 50:50 Chance auf eine natürliche Geburt hatte.
Da ich aber keine 10 kg zugenommen hatte und meine Narbe sehr gut verheilt war, bekam ich die Möglichkeit, es zu versuchen.
Um kurz vor 0 Uhr wollte Sabine erneut nach dem Muttermund schauen und unter meinen alle-1-Minute-Wehen-Wehensturm hechelte ich: Bitte nicht, es hat eben bei Kati schon so saumäßig weh getan und ich blute immer noch.
Aber wer hört schon auf mich
, schon war ihr Untersuchungs Finger drin und sie meinte: Tut sich nichts, weiter bei 2 cm
!
Und dann machte es Punkt 24 Uhr PLOPP und ich entleerte mich.
Erst war ich total irritiert, was es war
und Sabine irritierte mich noch mehr, weil sie meinte es wäre Urin.
In dem Moment kam Kati rein und meinte: Ja super, die Fruchtblase ist geplatzt.
Sabine: Nee, das ist Urin.
Kati: Nö, das ist ganz sicher die Fruchtblase, kuk mal, das hört ja gar nicht mehr auf!
Und ich war trotz Schmerzen kurzfristig so erleichtert und hab mich gefreut, dass es jetzt wohl doch vorwärts gehen würde
heute und ich so nicht mehr nach Hause müßte und vor allen Dingen war ich erstaunt, dass gleich mal die Hälfte vom Bauch weg war und plötzlich erstmal Erleichterung vom Druck im Bauch war und die Blase von alleine gesprungen war, ohne dass jemand nachgeholfen hatte
und sich unsere Tochter somit doch heute freiwillig auf den Weg machen würde!
Und ich war überrascht über die Menge, die da lief, Gott sei Dank, ist mir das nicht zu Hause passiert, das wäre ja eine Mega-Sauerei geworden
!
Kurz darauf kam dann endlich nach 1 Stunde (!!!) der Anästhesist mit seiner Kollegin und ich dachte nur als ich den seltsamen Arzt sa: HILFE, der soll dir die PDA legen
,?
Aber letztendlich wollte ich nur noch erlöst werden und sagte mir immer wieder; das ist endlich endlich endlich deine letzte zu spürende Wehe und dann bist du erlöst
!
Kati spritzte mir dann noch einen Wehenhemmer und ich hatte *NUR* noch alle 3 Minuten Wehen, damit der Doc mir besser die PDA legen könnte.
Wir sind beide beinah verzweifelt, immer wenn er den Rücken desinfiziert und betäubt hatte, kam die nächste Wehe und das Fruchtwasser schwappte nur so aus mir raus und ich mußte mich wieder aufrecht setzen oder schräg legen um veratmen zu können, was immer schwieriger wurde.
Zeitweise hatte ich echt das Gefühl und könnte bis jetzt noch schwören, dass es mindestens 30 Liter Fruchtwasser (oder mehr) gewesen sind, die da aus mir rausliefen, weil es unaufhörlich aus mir rausplätscherte, bei jeder Wehe kam eine neue Ladung raus…
Kati hat irgendwann einfach ein Lappen auf den Boden geworfen
und Olli ist bei jeder neuen Wehe auf die Seite gehupst, damit er nicht naß wird
!
Immer wieder musste der Doc Pause machen und ich dachte, wir schaffen es nie mehr die doofe PDA zu legen.
Punkt 1 Uhr war das Röhrchen endlich gelegen
und vor lauter Anstrengung bekam ich erstmal Schüttelfrost und klapperte nur so vor Anspannung mit den Zähnen.
Die PDA saß sofort und schon 10 Minuten später gings mir vieeeeel besser.
Ich habe die Wehen nach wie vor gespürt, aber dieses ganz fiese Aua war weg und weitere 20 Minuten später, fühlte ich mich dermaßen befreit, dass ich von einem Kaiserschnitt nix mehr wissen wollte
, sondern wieder genug Kraft hatte und motiviert war, die Geburt auch so jetzt auszuhalten! Immer das Ziel vor Augen: ich schaffe das, ich wurde natürlich schwanger, jeder hat gesagt, daß könne ich vergessen, ich habe Leana gestillt, jeder hat gesagt nach der Mastitis, vergiß es, stell auf Flaschen um, ich werde dieses Kind, welches ganz alleine zu uns kam, ohne Kinderwunschbehandlung auch ganz natürlich auf die Welt bringen!

Um 1.45 Uhr, nachdem wir uns im Kreißsaal von den heftigen 2 Stunden (ich im nassen Krankenhaus-Bett, da immer noch Fruchtwasser aus mir lief wie blöd und Olli auf dem Kreißsaalentbindungsbett)

ein wenig erholten und vor uns hindösten und mit Kati rumkasperten und uns über Gott und die Welt unterhielten und ich vor lauter neu gewonnener Kraft Bäume hätte ausreißen können, wollte Kati nochmals nach dem Muttermund schauen und wir waren bei 5 Zentimeter
.Ich hätte die ganze Welt umarmen können und Kati war sich sicher, dass die Kleine heute morgen bis spätestens 7 Uhr da sein würde
.
Das einzige, was uns dann ein bisschen Sorge machte, war, dass die Maus bei jeder Wehe schlechte Herztöne bekam, die teilweise unter 100 gingen
und uns doch noch bangen ließen, ob nicht doch kurzfristig ein Kaiserschnitt notwendig werden würde.


NICHT DAS ZIEL AUS DEN AUGEN VERLIEREN!!!Wir erzählten und blödelten und ruhten weiter und mir gings echt super, die Wehen waren aushaltbar, wenn auch natürlich schmerzhaft, aber ich hatte keine Bedenken, so nicht mehr länger zu können und schämte und entschuldigte mich mittlerweile für meine Rumjammerei von 23 Uhr bis 1 Uhr, wobei mir Kati versicherte, dass wäre nichts gewesen, ich hätte ja nichtmals geschrieen
, dafür hätte ich auch ehrlich gesagt gar keine Kraft gehabt
!
Um kurz vor halb 3 schauten wir nochmals nach dem Muttermund und
7 Zentimeter
! Kati wollte sich dann noch schnell Nudeln zum Essen machen und Olli ging aufs Klo (war halt schon sehr anstrengend und schlägt auch nem Mann auf den Magen
).
Ich lag dann kurz alleine im Kreißsaal, weiter in meinem Bett, schaute auf den CTG-Monitor, welcher immer wieder nach einer Wehe piepste und mir anzeigte, dass die Herztöne schlechter waren und probierte einzudösen, als ich einen heftigen Druck nach unten merkte.
Ich rief nach Kati und Olli, - keiner da… *
Keiner da ?
!
HALLO
????
Kurz drauf kam Olli rein und ich schickte ihn SOFORT Kati zu holen, ich hätte Pressdrang!
Die und er konnten es nicht fassen, da wir ja gerade 10 Minuten vorher nach dem Muttermund geschaut hatten, aber tatsächlich, als ich die Beine aufklappte, um Kati nachschauen zu lassen, sagte sie schon: Wahnsinn, Muttermund komplett offen, die hat ja ganz schwarze Haare
und jetzt zack rüber aufs Kreißbett.
Ich war so überrascht sagte erst noch: Das schaff ich jetzt nicht mehr, die plumpst mir dann da unten raus, wenn ich jetzt aufstehe! Konnte mir absolut nicht vorstellen, jetzt noch aufzustehen, der Druck war so gewaltig, aber die 2 Meter bis zum Kreißbett blieb sie dann doch noch drin
.
Der Druck war so wahnsinnig und heftig und trotz der PDA dachte ich: Wow, ohne PDA, würd ich das in 100 Jahren nicht aushalten, sondern vor Schmerz im Dreieck springen und innerlich in 2 Teile gesprengt zu werden. So hatte ich NUR das Gefühl zu zerbersten
…
Kati lief nochmals schnell raus und rief noch schnell meinen Gyn an , er könne bitte schnell kommen (es war mittlerweile 3 Uhr morgens) und ich fragte, wie lange es jetzt wohl noch dauern würde und sie meinte, höchstens 1 Stunde.
Und ich so: Echt? So lang noch? Ich dachte jetzt 5 Minuten
(und meinte das auch im Ernst
und war überzeugt mein Arzt schafft es nie, zur Geburt rechtzeitig zu kommen)!
Und dann gings auch schon mit dem Pressdrang weiter los.
Kati: OK, jetzt kommt die nächste Wehe, spürst dus? Und jetzt pressen.
Und ich total überfordert und wieder mal gezittert ohne Ende: Wie pressen, geht’s schon los? Wohin pressen?
Und ich bekam von Kati genau die Anweisung, so und so und hier und jetzt und wann und dann ich zu pressen habe!
Sie machte komplett die Ansage: Achtung, Wehe kommt und jetzt los, so fest du kannst, dahin, wie wenn du auf die Toilette musst, du, schaffst das, jetzt gibt’s kein zurück und du kriegst deine lang ersehnte normale Geburt und ich bin dabei, ach ich freu mich so für euch!
Und ich kann nicht sagen, wie oft ich pressen musste, obs 10x waren oder mehr oder weniger, ich weiß nur, dass als mein Gyn ca. 3.10 Uhr total verschlafen zur Tür rein kam und kaum hörbar Hallo sagte und sich neben Kati mit verschränkten Armen auf den Arzt-Drehstuhl setzte, ich dachte, Weltklasse, das ist jetzt also deine lang ersehnte Geburt, jetzt geht’s richtig los, jetzt gibt’s kein zurück, Jippieh du brauchst keinen Kaiserschnitt und wirst für alles belohnt
und so drückte und presste ich und war erschrocken über den furchtbaren Druck und diese unglaubliche Gewalt in mir und meine Angst, die plötzlich in mir war von innen komplett in 2 Teile zerrissen zu werden.
Dann meinte Kati: Super der Kopf ist da, magste mal fühlen?
Und ich : Nee, um Gottes Willen (wie schade ich das im Nachhinein finde
, bereue es, nicht Lunas Kopf in mir berührt zu haben)!
Und sie: Wahnsinn, mensch, wo sind die Hello-Kitty-Zopfspangen, der können wir gleich ne Frisur machen
, mensch Mäuschen, wie kommst du denn da raus?
Und ich so: Ist der ganze Kopf jetzt schon da oder wie?
Und sie so: Ha ja!
Und ich so: Wahnsinn. Kannst du sie jetzt nicht einfach am Kopf rausziehen?
Alle Augen auf mich gerichtet (und wahrscheinlich gedacht: spinnt sie jetzt komplett
?)
Ich schaute so an mir runter aber so richtig viel konnte ich irgendwie nicht sehen, nur schwarzer Wuschelkopf.
Und sie: Nee, du musst noch 1-2-3 x mal pressen.
Und ich total panisch und erschrocken, weil ich wusste und spürte, wenn ich jetzt noch mal mitpresse, ist da unten alles, aber gefühlte alles ganz kaputt: Nee, ich will jetzt aber nicht mehr.
Und mein Gyn und Olli und Kati, alle gleichzeitg und sehr energisch: Los, das schaffst du, noch einmal, jetzt pressen!
Und ich so: Nö, ich will und kann nicht mehr (und hielt die Luft an, weil ich auch ohne mitzupressen fühlte, dass es von ganz alleine presste), zieht sie einfach bitte raus, ich mach nicht mehr mit
…
Aber ich war überstimmt, wollte gerade das hoffentlich letzte mal pressen, als es hieß: Stop, jetzt nicht pressen!
HÄH???
Kati und mein Gyn haben dann erst noch mit den Fingern den Damm und die Scheide gedehnt und dann machte es ein undefinierbares Geräusch und mein Kind lag auf meinem Bauch und ich war überwältigt, erleichtert, erschöpft, unendlich glücklich, aber auch unendlich erschöpft und irgendwie emotionslos.
Ich habe nicht wie bei Leana geweint und habe nicht gezittert ohne Ende, ich habe mir einfach nur die Maus angeschaut und dachte: Wahnsinn, das war also deine Geburt, das ist es, wovon ich neben einer Schwangerschaft mein Leben lang gteträumt habe, geschafft! JUCHU
und jetzt ist schon alles vorbei und du hasts hinter dir!
Und dann meinten alle: Mensch ist die groß, die wiegt sicher 4 kg und ich dachte: Hej, wollen die mich verarschen, die ist sooooo mini und so schlank, nie im Leben, die ärgern mich nur, das ist kein Brocken, das ist ne Elfe
!
Und dann hat sie mich gleich mal vollgekackt und alles Kindspech auf mich und sich entleert. Kati hob sie dann von mir runter und fragte den Gyn, ob sie sie kurz absaugen soll, weil sie bis dahin kein Geräusch von sich gegeben hatte und der Gyn meinte: Nö.
Und als Kati sie mir zurückgeben will, war das allerschönste, dass die kleine Maus ihren ersten Ton abgab und MÄÄH sagte
.
Ich hätte mir so gewünscht, dass Leana in diesem Moment da gewesen wäre, weil sie die ganze Woche immer wenn man sie frägt, wie macht das Schaaf?, die Zunge rausstreckte und Määh macht
!
Ich habe so gelacht mit Olli und Kati, daß wir ein kleines Hämmele bekommen haben und auch mein Gyn mußte lachen, weil Leana ein paar Tage zuvor ihm in der Praxis noch ihre neuen Tier-Geräusche demonstriert hatte. Und dann war auch der Damm gebrochen und ich fühlte mich nicht mehr so sehr wie im Traum. GESCHAFFT!
Kati musste sie dann wegen dem Kindspech erstmal kurz durch die Wanne ziehen, weil sie meinte, das kriegt sie sonst so jetzt gar nicht ab
!

In der Zeit drückte mir mein Gyn noch 2x auf den Oberbauch und zack war die Nachgeburt da.
Gar nicht eklig oder komisch oder sonst was und auch Olli war erstaunt und überrascht, vor allen Dingen, weil ich mich dafür gar nicht anstrengen musste
, sozusagen hat die Nachgeburt mein Gyn geboren
!
Olli war so glücklich und hat ein paar Tränchen geweint. Ich peinlicherweise nicht
.
Ich war und bin so glücklich und stolz auf ihn
, er hat mir so sehr geholfen und der einzige Moment, wo ich ihn kurz an die Wand hätte klatschen können, war, als er mit mir den PDA-Fragebogen ausfüllen wollte und er zu mir säuerlich meinte, er bräuchte dazu jetzt meine Hilfe und ich auf dem Badboden beinah krepierte und dachte, ICH brauch den Scheiß Bogen nicht, mir doch grad egal ob ich bei der OP drauf gehe, geh hier grad so oder so drauf, kann deine Stimme grad nicht ertragen, will dich grad nicht sehen und hören, weil mir alles so weh tut und jetzt raus aus meiner Sterbebett-Toilette (im Nachhinein
, aber an dem Moment echte, wahrhaftige Gedanken
), du bist schuld, dass es mir so schlecht geht
und überhaupt alles doof…!
Ich bin so froh, dass Olli dabei war und so stolz, dass er das alles mitgemacht hat und für mich da war, es war trotz der heftigen letzten Wochen und Monate, die wir in der stressigen Schwangerschaft hatten ein unendlich schöner Moment, diese Geburt mit ihm zusammen zu erleben und hat mich ihm emotional noch näher gebracht. Dafür liebe ich ihn noch mehr, weil er derjenige ist, der mir hilft, meine Träume und Wünsche so zu realisieren, dass ich glücklich bin und er derjenige ist, der sie sich genauso wünscht und erträumt und mit mir zusammen eben realisiert!
Beim Vermessen der Bauchmaus kam es dann raus: 4.220 Gramm auf die Waage und 55 Zentimeter bei 37 Zentimeter Kopf. Das CTG hatte um 3.20 Uhr aufgehört zu schreiben

Ich war geschockt weil ich wirklich mit vieeeeeel weniger gerechnet hatte und war erstmal darüber erstaunt mir jetzt über so unwichtiges Gedanken zu machen und konnte an nichts anderes denken, als mir über so was unwichtiges den Kopf zu zuerbrechen
!
Ok, ich wusste natürlich auch, was nach diesen Riesen-Maassenn auf mich zukam: beim 10 Stich habe ich und der Gyn aufgehört zu zählen
.
Ein Labienriss der besonderen Art hat mich mein erträumtes Glückserlebnis gekostet, der mich heute, über 2 Wochen später immer noch schmerzlichst daran erinnert, dass ich unbedingt eine normale Geburt erleben wollte (vom 1x auf Toilette zu schweigen
), aber ok, ICH bzw. WIR (Luna und ich und Olli) habe(n) eben diese Variante gewählt und bin froh und glücklich darüber und bereue es nicht.
Dieser Moment, dieses Erlebnis, wird mir keiner mehr nehmen können und ich bin unendlich glücklich und stolz beide Geburtsarten erleben zu haben.


Ich könnte jetzt nicht sagen, wenn ich nochmals ein Kind kriegen würde, welche die angenehmere Art wäre, da beides seine Vor- und seine Nachteile hat(te).
Ich hatte das Glück eine super Wundheilung bei Leana zu haben, konnte mich trotzdem erst ca. ab dem 3. Tag um Leana kümmern (vorher war Olli dran).
Um Luna konnte ich mich sofort kümmern, aber die Naht läßt mich dann doch oft sehr verzweifeln und tut sehr weh, die Angst, dass das nie mehr gescheit wird und immer weh tun wird, belastet mich sehr.
Die Nachwehen fand ich sowohl beim Kaiserschnitt als auch bei der normalen Geburt heftig, wobei ich beim Kaiserschnitt ja einen OP-Lagerungsschaden hatte, welcher sich durch einen eingeklemmten Nerv im Rücken bemerkbar machte und mir die Luft zum Atmen teilweise raubte.
Bis auf den Riss und die Nachwehen hatte ich diesmal eigentlich keine Probleme.
Ich habe eine Beckenüberdehnung und es knackt bis heute bei jeder Bewegung und ich muß zur Krankengymnastik, da ich mein linkes Bein im Liegen nicht anheben kann, aber ich bin immer noch der Meinung es hat sich gelohnt.
Die anhaltenden Rückenschmerzen hatte ich sowohl beim Kaiserschnitt, als auch jetzt bei der normalen Geburt.
Ich wüßte nicht, welchen Rat ich jemanden geben würde, ob normal oder per Kaiserschnitt entbinden, das ist immer situationsbedingt.
Beim Nähen habe ich eigentlich nur 2 Stiche gespürt (den ersten und den letzten) und diese auch nur bedingt, da ich ja immer noch in der PDA lag, welche aber langsam in ihrer Wirkung nachließ…
Dann ging mein Gyn nach Hause und Kati fing an die Fotos für den Ausweis zu machen usw.
Kurz bevor die Maus geboren wurde, wollte Kati schonmal wissen, wie die Maus denn überhaupt heißen solle und ich sagte: Um ehrlich zu sein wissen wir das noch nicht genau.
Sie: Wie jetzt? Habt ihr keinen Namen?
Olli: Doch, 3, aber wir wissen nicht welchen. Entweder Loona-Julie (oder Jolie)(wobei er aus bestimmten Gründen auf die spanische Schreibweise von Loona großen Wert legte), oder Licia-Julie oder Loona-Licia, wir haben beschlossen uns erst festzulegen, wenn wir sie gehsen haben.
Also fragte sie uns jetzt nochmals: Und wie heißt sie jetzt?
Und ich war so glücklich und stolz und hatte Tränen in den Augen, weil ich ja Olli die Entscheidung überließ, da alle 3 Namen für mich in Ordnung gewesen wären und ihm, nachdem ich ja Leana-Noelle ausgesucht hatte, die ehrenwerte Aufgabe übergab, nach monatelangem Namensuchen (und wochenlangen Streitereien
), sich zwischen diesen 3 Namen zu entscheiden!
Als er sich dann auch noch für meinen allerliebsten super Lieblings-Traumnamen Luna-Julie
entschied, welcher schon für mich feststand, als die Maus gezeugt wurde und ich ahnte schwanger zu sein und genau wusste, auch das wird wieder ein Mädchen und Leana-Noelle bekommt ihre leider abgestorbene Vanishing-Twin Zwillingsschwester zurück
und Olli sich aber aus bestimmten Gründen mit diesem Namen gar nicht anfreunden konnte, weil er aus bestimmten Gründen dachte, es könne Schwierigkeiten mit meiner Familie geben hätte ich die Welt umarmen können, so sehr hab ich mich gefreut
. MEINE LUNA
, schön, daß mein Traumname zum Einsatz kam, auch Leana hätte ich so gerne Luna genannt und konnte mich hier nicht durchsetzen und freue mich jetzt um so mehr, dass er diesmal zum Einsatz kam
!
Und Kati war sofort begeistert und schrieb den Namen in dieser Schreibweise: Luna.
Als ich sie aufmerksam machte, dass Olli auf die Schreibweise Loona bestand, war sie irritiert und Olli dann wohl irgendwie auch und er meinte, nee lass mal, ist ok, wir nennen sie Luna
(meinen Schreibstil)
!
Kati ließ uns dann bis Mittags Bedenkzeit und sagte, wir können es die ersten Tage jederzeit ändern.
Die Nachwehen habe ich dann immer heftiger gespürt, war aber total glückseelig, ich hatte meine Luna
, bin dann mit Olli und Luna rüber ins Vorwehenzimmer, wo wir den Abend zuvor zum CTG waren und wir hatten erstmal über 3 Stunden Zeit uns kennenzulernen, zu kuscheln und zu schmusen, uns zu küssen uns zu freuen, Luna das 1x anzulegen und ein wenig zu dösen und zu probieren dieses unglaubliche Glück fassen zu können, mir kam alles so unreal vor, ich war so was von erschöpft und erstaunt, ganz anders eben wie bei Leana und auch ein bisschen erstaunt und erschrocken über meine teilweise seltsamen, wirren Gedanken. Es fing also schon an, der Unterschied, jeder Jeck ist halt anders
…
Um 7 Uhr wurden wir auf die Station gefahren und ich war total happy, dass sich mein Wunsch erfüllen ließ und ich vorerst ein Einzelzimmer beziehen konnte.
Olli ging dann nach Hause, damit er, wenn Leana aufwachte auch bei ihr sein konnte und ich habe erstmal eine Rundum SMS mit den falschen Gewichtsdaten verschickt
, welche für heitere Aufregung sorgten (Sorgen haben manche Leute
) und darin auch niemanden den Namen verraten, weil ich ja nicht wusste, ob Olli nach der ersten Euphorie nicht doch noch sagen würde, nee ich will doch ne Loona oder ne Licia
! (Und das Standesamt wollte Loona unter Umständen (nach vorheriger Rücksprache) nicht zulassen
)
Den Vormittag hatte ich probiert zu dösen, was aber irgendwie vor lauter Aufregung nicht ging.
Ich hab mich so sehr gefreut, dass bald Leana kommen würde und wollte unbedingt ihre Reaktion auf ihre Schwester Luna erleben.
Und irgendwann am späten Nachmittag trudelte dann endlich meine Eltern und Großeltern, meine beste Freundin Diana und Patenkind Levin und Olli mit Mäusi Leana ein.
Diesen Augenblick, als meine kleine Familie, wir 4 vereint waren, werde ich mein Leben lang nicht vergessen
.
Es war so wunderschön, Leanas strahlende Augen zu sehen, als sie erst mich und dann Luna sah und MAMAAA rief und es war ihr vom ersten Augenblick ganz klar, ohne, dass wir jemals darüber gesprochen hatten, weil sie dafür ja mit ihren knappen 15 Monaten viel zu klein ist, dass das Baby, welches bis gestern noch in Mamas Bauch täglich einen Kuß bekam, jetzt das Baby war, dass der Opi im Arm hielt.
Und es war keine Eifersucht, die sie hatte, als sie gleichzeitig mit Luna auch auf Opis Arm wollte, sondern einfach nur der Wunsch ihrer kleinen Schwester Hallo zu sagen und sie zu küssen
!
WAHNSINN!
Leana, wir lieben dich
, so unendlich, wir sind so glücklich und stolz auf dich und freuen uns so sehr, dass du Luna, die wir genauso sehr lieben, so sehr liebst und bis heute so happy bist und uns keine Probleme machst
!


Die nächsten Tage habe ich dann auf meinen Milcheinschuß im Krankenhaus gewartet, da ich ja leider letztes Jahr keinen guten Start mit dem Stillen hatte und nach 3 Wochen eine ganz heftige, eitrige Mastitis bekam und grad wieder eine Woche ins Krankenhaus musste.
Diesmal sollte ich das langsamer angehen und mein Gyn hatte jeden auf der Station vorgewarnt, sich wegen dem Stillen bitte besonders um mich zu kümmern, damit ich einen sanften Milcheinschuss haben würde, da meine Warzen bereits am 2. Tag sehr wund waren
und ich gleich wieder Rotlicht und Spülungen verpasst kam.
Schon seltsam, jetzt ist es gar nicht lange her, wo ich gestillt habe, aber was man da alles wieder vergisst und neu lernen muss, UNGLAUBLICH
!
Aber ich hatte ja professionelle Hilfe
:




Und immer wieder das gleiche Thema: Ui die sieht der Leana gar nicht ähnlich
, weil Leana jeder halt jetzt nur mit den blonden Löcken kennt, aber auch sie kam vor 15 Monaten so dunkel auf die Welt, hier mal zum Vergleich:
Leana


und Luna


Ich finde man sieht schon eine Ähnlichkeit
! Auch eine Schwester Anja, die mich noch vom letzten Jahr kannte, meinte ihr komme es vor, als ob sie um 1 Jahr zurückversetzt wäre und Leana im Arm hielt. Teilweise komme ich mir auch so vor
!
Dienstags kam dann gleich der Babyfotograf, fand ich total klasse, so ein super Service von der Klinik und so wunderbar tolle Bilder (hab ja schon ein paar eingestellt):



Luna

hat auf Grund ihres Geburts-Mehrgewichts gleich von mir bis die Milch am 5. Tag einschoss, nach dem Stillen Glukose bekommen, da ich wieder mal zu wenig Vormilch hatte und Luna ein starkes Saugbedürfnis hatte, was meine wunden Warzen nicht lustig fanden. Gegen Zufüttern habe ich mich gleich gewehrt, solang sie nicht bedenklich abnehmen würde.
Schon heftig, dass die Warzen trotz langer Leana-Stillerei, erneut so schmerzhaft auf das Anlegen reagierten und gute 14 Tage schmerzten…

Schnuller half ebenfalls 

In der Klinik hab ich es mir mit Luna

erstmal richtig gut gehen lassen, hab mir die Zeit genommen, mich ganz auf Luna einzustellen, ihr die Zeit und das Recht gegeben, mich kennenzulernen, ihr das Recht gegeben, mich ganz alleine erstmal nur für sich zu haben und mich noch nicht mit Leana teilen zu müssen und ihr somit das gleiche intensive Mama Gefühl gegeben, welches Leana uneingeschränkt knapp 15 Monate genießen durfte und Olli hat die Zeit zu Hause mit Leana genossen. Ihr gings super und sie fand das alles total toll, weil die in der Klinik ein Spielhaus haben und eine Kinderecke, die direkt vor meiner Tür war.Ich fand den Unterschied zwischen voll ausgetragenem Luna-Kind zu der 3 ½ Wochen zu früh geborenen Leana-Maus total witzig. Luna hatte im Gegenzug zu Leana kaum noch Käseschmiere, außerdem roch sie nicht nach dem intensiv so innig von mir geliebten Fruchtwasser wie Leana, sondern gleich nach Babby
(was mich auch ein bisschen enttäuschte
und ein + Punkt für den Kaiserschnitt war, weil ich diesen unglaublich süßen, exotischen Duft so sehr geliebt habe und ihn gerne nochmals gerochen hätte), aber sie hatte sogar noch die Lanugo-Härchen an den Ohren
!
