Negativ

Januar 30th, 2008 by SJGT

Eigentlich wollte ich gestern schon schreiben. War aber zu müde und zu fertig. Und hibbelig. Denn heute war der Testtag. Nach all den Symptomen habe ich schon ungläubig auf den Test gestarrt. Negativ. Bei vermuteten ES+14. Wissen tun wir es ja nicht, weil in der Klinik das letzte Mal kein Ultraschall gemacht wurde.
Nun müssten wir anrufen und einen Termin ausmachen. Aber ich denke, ich werde meinen Körper entscheiden lassen. Wenn die Mens kommt, wird es erst losgehen, auch wenn genehmigter Kostenplan und negativer SST vorliegen.

Bei dem Gedanken, wieder Hormonjunkie zu werden, fühle ich mich extrem unwohl. Innerlich bin ich überzeugt davon, dass es der falsche Weg ist. Aber die Fakten und mein Doc sagen etwas anderes. Ich weiß nicht, was passieren wird, wenn meine Seele “nein” sagt zu diesem Verfahren und ich meinen Körper dennoch da durch gehen lasse. Ich war gerade auf einem guten Weg, auf dem Weg zu mir selbst.

Leider gibt es dieses Mal von aussen Druck. Die Verbeamtung meines Mannes kann nun jederzeit kommen, und das heißt: wenn möglich, erst einmal die IUIs durchziehen. Wie das schon klingt: durchziehen. Aber genauso fühlt es sich an. Und ich *beten* dass diese Versuche mein Mann trägt, denn ich weiß jetzt schon, dass ich danach in ein tiefes Loch fallen werde.  Das klingt ein wenig nach Selbsterfüllunde Prophezeiung. Aber es ist so eine Stimme, die da in mir spricht, und die rät mir dauernd davon ab.

Wir werden sehen, was noch kommt. Für heute langt’s mir jedenfalls!

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Geschützt: Ging es mir zu gut?

Januar 25th, 2008 by SJGT

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Muss auch mal sein

Januar 24th, 2008 by SJGT

man, geht’s mir grad gut!!! Ist der Gatte aus dem Haus, tanzt die Gattin auf dem Tisch!

Ich hätte natürlich ins Bett gehen können und schlafen. Stattdessen habe ich was kinderwunschtechnisch unmögliches getan:
Mir eine nette Flasch Sekt gegönnt und einen Mädelsabend mit mir allein gemacht. Nett alle Justin Timberlake und Pharrel Videos angeschaut, durchs Wohnzimmer getanzt und die Nachbarn irritiert.
Und das Schöne ist: mir ist’s sowas egal! Gut, das könnte natürlich am Sekt liegen. Aber ich bin sie auch so leid, diese Tage voller Vorsicht, Ungeduld, Trauer, Depression.
Ist doch letzten Endes alles überhaupt nicht mehr natürlich, was mit mir passiert. Ich fühle mich schon ewig, als hätte ich meinen Körper abgegeben. Und nun wird er rumgereicht. Von der Repromedizin, zu meinem Mann, zurück, irgendwohin.
Und heute habe ich mal nur mir gehört! Keinem Kinderwunsch, keinem Mann, keiner Klinik.
Nun hoffe ich noch, dass der Nachbar gut schlafen kann – falls er beim tanzen zugeschaut hat.

Tja mein Lieber, Du hast zwar alles, was ich will (eine Familie mit zwei kleinen Kindern und ne Menge Tiere), aber ich wette: so viel Spass hattest Du lange nicht mehr!!! *baeh* *baeh* *baeh* *baeh* *baeh* *baeh* *baeh*

Ich habe im Forum letztens einen schönen Spruch gelesen: “Ich brauche keinen Sex, mich fickt das Leben jeden Tag.”
Kann man es treffender formulieren???
Und selbst wenn’s mir heute leid tut: Alle Ihr doofen Probleme, all die doofe Behandlung, all die doofen Belastungen: IHR *hintern* MICH MAL!!!

man, geht’s mir grad gut!

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Ein paar Schritte zurück ins Leben

Januar 18th, 2008 by SJGT

Unsere erste IUI wird starten!!!

Aber mal von Anfang an. Ich kann es fast selbst nicht glauben, aber der Sport macht mir doch tatsächlich Spass.
Wir gehen dreimal in der Woche trainieren, man bekommt dort so einen tollen Trainingsplan in die Hand gedrückt und los geht’s! Tja, dann hockt man da, 9 Jahre nach der letzten Stunde Schulsportunterricht und fühlt sich fit wie ein Turnschuh. Nein, eigentlich fit wie ein Moonboot, oder mindestens so dick. Zum Glück befinden wir uns dort in der besten Gesellschaft von lauter so bewegungsunfähigen Gestalten wie wir es sind. Dachten schon, man findet dort lauter so Fitnesswahn-leute, die links ne Hantel stemmen, rechts die Armpresse bedienen und am besten noch dabei radfahren und blendend dabei aussehen.

Nun gut, bin vom Thema weg. Es ist hundsgemein, aber die tolle Körperfettwaage zeigt doch tatsächlich an, dass mein Mann schneller Muskeln aufbaut und Fett reduziert als ich. Das finde ich echt hart und ist meiner Motivation nicht gerade zuträglich. Aber immerhin ist bei mir nicht der Zwang dahinter: ich muss abnehmen um mein Spermiogramm zu verbessern. Das liegt vermutlich daran, dass ich gar keine Spermien habe *rofl*
Aber da ich im Kopf ja quasi dem blöden PCO-Syndrom den Kampf angesagt habe, nehme ich auch mit für unseren Traum ab. Es läuft gut, in zwei Wochen kommen wir schon auf die nächste Trainingsstufe.

Und schon geht’s auch weiter mit meinem Leben. Am Mittwoche hatte ich ein Vorstellungsgespräch im Baumarkt. Ich will dort neben dem Studium arbeiten – wollte ich eigentlich schon immer. Ich LIEBE Baumärkte. Ich fühle mich dort einfach wohl – war als Kind viel mit meinem Papa in Baumärkten. Und nun werde ich auch da arbeiten. Gestern kam der erlösende Anruf: ich bin dabei. Ich werde ab nächsten Mittwoch einlernen, und ab Saisonstart dann mehr Stunden da sein. Ich freue mich richtig darauf, zum einen, weil ich dadurch wieder mehr Selbstbewußtsein bekomme und zum anderen weil wir dann das Geld für die Behandlungen schneller zusammen bekommen. Bisher waren es die Monate immer wieder eine Zitterpartie, das liegt aber auch daran, dass jeden Monat andere “Schnäppchen” gekauft werden – und das läppert sich und dann ist am Ende des Geldes immer so viel Monat übrig. *ohnmacht*

Tja, und dann gab’s ein paar Gespräche. Zum einen in der Therapie (ich bin soooo froh, dass ich die angefangen habe) und zum anderen zu Hause. Der Liebste und ich haben beschlossen: wir beginnen mit den IUIs! Den Kostenplan habe ich hier liegen, den bringen wir nachher gemeinsam zur Post. Ich *dd* die Daumen dass die Krankenkasse den Antrag schnell bewilligt!

Allerdings hat der Doc unsere Chancen nach unten korrigiert. Mein Mann fragte nämlich enthusiastisch nach den 15 %, aber wir gehen jetzt erst einmal von 10% aus. Damit können wir leben, denn es ist besser, als gar nichts zu haben. Dann liegen nun Februar, März, April vor uns und falls es nicht klappt, werde ich danach auf die Pille umsteigen, während wir auf die ICIS sparen.

Wie sagte meine Mama immer: Muss man durch, als Lurch, wenn man Frosch werden will. *lol*

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Ein bisschen Sport muss sein…

Januar 3rd, 2008 by SJGT

dann pass ich in die Hose rein! *boxen*
Nun ist es tatsächlich passiert: Der Liebste hat uns einen Probetermin im Fitnessstudio vereinbart, am Samstag um elf.
Da werde ich mich dann also hinschleppen und mir so richtig dämlich vorkommen. Mir ist auch aufgefallen: ich besitze gar keine Sportsachen! Was zieht man denn im Fitnessstudio so an? Mit mittlerweile 80,5 kg auf 1,72 dürfte so ziemlich jedes Kleidungsstück an mir unsportlich aussehen *mad*

Also muss morgen noch eingekauft werden. Turnschuhe fehlen auch, also wird das geliebte Weihnachtsgeld in so Sinnloszeugs wie Sportkram investiert und nicht in wunderbare Bücher :-(

Nun ja, diskutieren hilft nicht viel, da muss ich nun durch. Werde mir gleich noch mein Metformin einwerfen und auf einen hübschen Gewichtsverlust im neuen Jahr hinarbeiten. Zumindest die drei Weihnachtskilos sollten erst mal wieder runter!

*klatsch*

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Kinder, Kinder!

Januar 3rd, 2008 by SJGT

Weihnachten und Silvester sind geschafft – und ich bin’s auch!
Wir hatten nämlich einen reizenden Feriengast, meinen kleinen Neffen.

Insgesamt gibt es zwei von der Sorte, wobei der größere mit nunmehr 17 Jahren in den Sommerferien vermutlich seine letzte Berlinfreizeit bei uns verbracht hat. In dessen (anspruchsvolle) Fussstapfen tritt nun sein Bruder – gerade 10 geworden. Was im Sommer gemeinsam mit meinem Mann noch ein toller Kinderspaß war (der kleine fuhr so begeistert heim, dass die Weihnachtsferien unbedingt auch in Berlin statt finden sollten), gestaltete sich für mich allein doch recht schwierig. Drei ganze Tage hatten wir gemeinsam, und wenn der Kleine nicht gerade schlief war Dauerbeschallung angesagt :-) So eine Kinderschnute steht im Grunde nie still, glaube ich. Nur: was wir vom großen an Zurückhaltung und Benehmen gewohnt waren, bekommen wir hier in der anderen Richtung geboten. Ganz ehrlich: “mein” Kind war mir beim Ikeafrühstück ein wenig peinlich.
Gut, die Schnepfen links und rechts mit ihren eitlen Zickenmädels konnten mir gestohlen bleiben – aber auch als Tante vergißt man den mitleidigen Blick der anderen Mütter nicht, wenn das eigene Kind 5 Minuten braucht, um einen eben hervorgebrachten Popel an die Frühstücksserviette zu kleben (Anmerkung: im Legoland verschwanden sie noch im Mund!).

Na gut, aber Spass hat’s dennoch gemacht, wie Ihr sehen könnt:

-)

die Tante Sandra in Aktion :-)
-)

mein fertiges Kunstwerk!

Die Miez
Die Miez musste auch mitleiden *party1*
Mein Weihnachtsfazit: es ist erst einmal genug Erholungszeit bis zu den nächsten Sommerferien – und darauf bereite ich mich bessser vor!

Ansonsten gibt es bei uns leider nicht viel neues. Dank der knappen finanziellen Lage erst einmal keine weitern Kiwuschritte. Dafür begebe ich mich auf die Suche nach einem Nebenjob und und neuen Freunden :-)

Ist ja auch etwas – und bringt mich in der Therapie mal wieder zum lächeln!

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In nächtelanger Kleinarbeit extra für Maya angepasst :)