Scheiße

Donnerstag, 9 Oktober 2008

Boah, was habe ich mich vor dieser Erkenntnis gefürchtet. Leck mich am Arsch. Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass in den restlichen Proben noch der ein oder andere Fischi versteckt ist, der nur darauf wartet, mit Warp vier in Tantes Eizellen geschossen zu werden. Und was ist jetz? Nix ist. Die einzige Kolonie von Revolutionären Samenzellen, die darauf geschissen hat, dass der Hodenträger der Klinefelter-Fraktion angehört, wurde vom Hodengott himself aufgespürt und von uns beim ersten Versuch verballert.

Himmelherrgott was für eine Sche-iße.

Habe soeben im Labor angerufen. Es gibt keine weiteren Fischis.
Nicht einen. Nicht mal einen halben. Nicht mal einen, der die Auftauprozedur nicht überlebt hat und kieloben in der Sacksuppe dümpelt. Noch nichtmal das.

Habe Tantes Hypermegaeizellen einfrieren lassen. Purer Trotz. Ich kann mich gerade nicht für die Wegwerfmentalität begeistern. Geht einfach nicht. Passt nicht in meinen Kopf.

Habe gestern an jene Leidensgenossen gedacht, die nur noch einen Hoden haben - oder an jene die ich kenne, die mit Implantaten leben müssen, weil ihnen noch nichtmal mehr einer geblieben ist.
Ich habe da noch was. Ist bekannterweise nicht mehr sehr viel, aber da ist noch was. Ich für meinen Teil würde mich sofort wieder unters Messer legen. Meinethalben auch mit örtlicher Betäubung. Ich werde auch nicht jammern. Soll doch alles rausgeholt werden. Irgendwo sitzen bestimmt noch ein paar schwanzlose Zellen, die drauf hoffen, dass nochmal ein Prof. einen Dolch in meinem Gewebe versenkt, um die große
Befreiungsaktion zu starten.

Aber Tante ist dagegen. Der Prof. natürlich auch. Ich finde aber, dass es einen Versuch wert wäre. Andere leben ja auch ohne!

Bei dem Gedanken, dass weder meine süße Nase, noch Tantes einzigartige Ohren in einem voraussetzbar coolen Mischmasch zusammenfinden, zaubert in mir einen ausgeprägten Kotzreiz herauf. Überhaupt. Ich fühle mich wie früher nach einem
ausgeprägten Technowochenende, wo ich Freitags auf der Tanzfläche qufgeschlagen bin, um dann am Sonntag wieder aus dem Laden zu taumeln.
Allerdings habe ich mir weder die Murmel in Alkohol oder anderem ertränkt, es noch sonst irgendwie übertrieben. Trotzdem ist alles dumpf und leer. Und mein Galgenhumor ist gerade auch weg. Ich könnte nur noch heulen.

Geht aber nicht. Sitze im Büro. Heulen ist gerade nicht so richtig angebracht. Heule nachher noch ein Tässchen. Oder morgen. Da haben wir beide frei. Es gibt sicherlich angenehmere Urlaubsgründe. Aber vielleicht pegeln wir uns ein bisschen in den
Normalbereich, indem wir mit dem alten Ford ein bisschen durch die Gegend tuckern, die Umwelt verpesten und es uns in der ungeheizten Kiste auf der durchgehenden Sitzbank gemütlich machen.

…und im Autokino auf besagter Sitzbank Heavy petting betreiben und ein Kind zeugen…..

/Galgenhumor on

T.

Ihr Lieben….

Mittwoch, 8 Oktober 2008

…. ich sitze hier mit einem dicken Kloß im Hals und möchte gar nicht viel schreiben.

Der Chef sitzt mit seinen Damen nach fünf Stunden noch immer im Labor und kann nicht glauben, was für uns eigentlich seit dem Telefonat mit ihm Gewissheit ist: In beiden Präparaten, dem guten und dem schlechten, ist bisher nichts gefunden worden.

Das war’s nun wohl.

Wir mussten uns innerhalb einer halben Stunde entscheiden, was mit den 12 properen Eizellen passieren soll, die nun leider nicht zum Einsatz kommen konnten und aufgrund der langen Suchzeit kurz vor dem Verfall standen.

Wir haben sie erstmal “experimentell” einfrieren lassen, für den unwahrscheinlichen Fall der Fälle, dass wir irgendwann einmal Plan B in Angriff nehmen sollten. Meinem Gefühl nach hätten sie vernichtet werden können, T. hat sich dagegen entschieden.

T. hat ganz fest daran geglaubt, dass der Biologin die Spermien entgegenspringen. Ich ab dem Zeitpunkt der Eizellenmengenmitteilung auch. Schließlich waren es doppelt so viele wie im letzten Jahr. GÖ glaubt anscheinend immer noch ‘dran und sagte uns, wir sollen morgen früh nochmal anrufen, sie kämmen alles nochmal durch.

Wir geben allerdings auf. Kein Tanten-TPunkt-Mischmasch. Was aus einer Kreuzung unserer vier Ohren geworden wäre, das werden wir endgültig nicht sehen dürfen.

Das Bett ruft, wir muckeln uns ein, weinen und trinken Rotwein. Irgendwie hatte der liebe Gott heute auf anderen Baustellen wichtigere Dinge zu tun.

Vielen Dank für eure Daumen. Sie haben ja schon irgendwie geholfen, zumindest bei mir. Wahrscheinlich hat der Erklärbär versagt.

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Zumindest diesmal hat uns unser Bauchgefühl nicht betrogen, auch in den letzten Gewebekrümelchen ist nichts gefunden worden.

Habt Dank für Eure lieben Worte. Wir müssen jetzt erstmal den Reset-Knopf drücken und schauen, wie es weitergeht.

Morgen haben wir beide frei - schließlich sind wir vor drei Tagen noch davon ausgegangen, dass wir uns den Transfertag freischaufeln müssen. Jetzt nutzen wir den Tag für irgendwas - wir wissen noch nicht so recht, was.

Ich drück’ Euch ganz fest,

Eure Tante

Uah..

Montag, 6 Oktober 2008

Hätte ja gedacht, ich stimuliere noch ein bisschen länger als im letzten Jahr. Habe jedoch für heute abend Befehl zum Auslösen bekommen - sollten die Blutwerte okay sein, wovon ich ausgehe.

Ich muss ja mal sagen: So aufgeräumt sah es im nächsten Umfeld meiner Eierstöcke beim letzten Versuch nicht aus. Alle Follikel fein neben- und hintereinander, das freut die Hausfrau. Und nahezu gleich groß sind sie auch noch.

Antagonistenprotokoll rules… Wäre das nicht unser letzter Versuch, ich würde direkt eine Großbestellung Cetrotide aufgeben, was anderes kommt mir nicht mehr ins Haus. Außerdem war ich während der ganzen Stimu ausgeglichener Laune, wurde mir eben im Auto von T. bescheinigt.

Das Insgesamt-Gefühl tendiert nun allerdings Richtung Herz in die Hose. Schlimmer als im letzten Jahr. Viel schlimmer. Sehr viel schlimmer, und lässt sich seit der Auslöse-Ankündigung auch nicht mehr so einfach wegschieben.

Jetzt steht uns das bevor, was wir seit Januar vor uns herschieben.

Boah, ist mir schlecht.

Heute morgen…..

Freitag, 3 Oktober 2008

….. hatte ich ein Date mit einer großen Packung Cetrotide.

Spritzen… Morgens…. Sonst noch was?

7:00 Erstmal die Packung aufkriegen. Also die Folie, die über die Ingredenzien gepresst wurde. Das hätte ich mal lieber abends erledigen sollen.

7:05 Anweisung von der Vertretungs-Tschackeline: “Spritzen Sie am 03.10. eine halbe Ampulle.” Eine halbe Ampulle? Wie viel ist da überhaupt drin? Wieso steht das da nicht drauf? Und wieso passt der Inhalt der Pulle nicht in die Gonal-Spritze, die ich noch übrig habe und die man so fluffig abdrücken kann?? Erstmal Kaffee trinken gehen und einen Plan schmieden.

7:30 Ist das Glasdings mit dem Wasser ‘drin nun das Teil, auf das ich auch die Nadel setzen muss? Das Bild in der Packungsbeilage entspricht nun wirklich nicht der Realität. Da kauft man sich das Zeug extra in der örtlichen Apotheke (”Frau TH, ich stecke Ihnen das lieber mal in eine schöne Tüte…” (???) und geht davon aus, endlich mal kein französisches Wörterbuch benutzen zu müssen und - zack - nichts funktioniert. Hmpf. Überlegung: Entweder, ich schmeiße T. aus dem Bett oder den heute überaus ausgeprägten morgendlichen Perfektionismus über Bord.

7: 40 Die Spritzen, die ich im letzten Jahr in der Apotheke bekam, tauchen völlig überraschend auf. Immerhin, die haben kleine Markierungsstrichelchen. Strike! Ich kann halbieren. So ein Feiertag ist doch was Feines. Gestern hätte ich das zeitlich nicht geschafft.

8:00 Tataaa. Die Spritze sitzt. Auf den Nanoliter genau. Ich bin hochzufrieden.

8:10 Ich habe eine putzige juckende Beule rechts vom Bauchnabel. Das hat mir vorher keiner gesagt. Die Tschackelines dieser Welt haben wirklich gut reden. Ich finde, man sollte zwecks lebensnaher Anweisungen Kinderwunschlieschen wie mich an das Medikamentenbefehlstelefon setzen.

Was gibt’s sonst?

Die Hosen passen noch. Das ist der entscheidende Unterschied zum letzten Jahr. Ich weiß zwar nicht, ob sich das vielleicht schon morgen schlagartig ändern wird, aber ich weiß, dass ich weniger esse. Ich esse zwar diverse Perversitäten nacheinander, so dass T. mit den Ohren schlackert und mich vollkommen entgeistert ansieht, aber insgesamt kann ich gerade sagen, dass die Nahrungszufuhr mengenmäßig im Normbereich liegt.

Treppensteigen macht nun wirklich keinen Spaß mehr. Wo man doch eigentlich in diesem Haus drei Stufen auf einmal nehmen kann, wenn man aus dem Wäschekeller kommt. Ich schaffe nur noch zwei. Und das auch nur sehr langsam. Wieso müssen sich die Beine bloß so elefantenmäßig anfühlen?

Ach, eigentlich geht’s mir ganz gut. Ich werde zwar ganz wuschig, wenn ich daran denke, dass wir uns nächste Woche um diese Zeit eventuell mit einer Nullbefruchtung auseinandersetzen müssen. Oder mit gähnender Leere im Schulze-Präparat. Aber momentan kann ich die Gedanken noch recht zügig wegschieben.

T. selbst sagt nix. Das kennen wir ja schon. Aber er muss auch nichts sagen, denn ich weiß eh, dass unsere Befürchtungen sich decken. Was soll man da groß sagen?

Dafür sorgt er für den stetigen Nachschub jeglicher Perversitäten, die mein Bauch sich wünscht. Jetzt gerade zum Beispiel ein Stück Torte.

Ich glaube, ich tapeziere heute die Flurwand. Mit dem Einbau der neuen Wohnungstür fehlt so viel Tapete drumherum, dass ich gestern beschlossen habe, dem Elend ein Ende zu setzen. Man muss dabei erstens keine Treppen steigen und zweitens nicht denken. Das ist für heute genau die richtige Beschäftigung. Außerdem kann man danach die Wand streichen, womit meine Beschäftigung am Samstag auch schon mal gebongt wäre.

Übrigens ist der zweite US erst am Montag. Und T. kommt mit. Jippijajäi.

So.

Mittwoch, 1 Oktober 2008

US-Ergebnisse? Nicht viel anders als im letzten Jahr. 4 Follikel auf der linken, 5 und ein paar kleine auf der rechten Seite. Wir sind zufrieden, schließlich brauchen wir nicht so eine massige Ausbeute und machen stimulationsmäßig einfach weiter wie bisher..

Größentechnisch kann ich leider keine Auskunft erteilen. Gefühlstechnisch würde ich mich heute im Meterbereich bewegen. Ich merke mir so etwas nie; wenn der US-Chef zufrieden ist, wird wohl alles richtig sein.

Es sei denn, T.’s Präparat überrascht uns mit 20 Spermien. Dann haben wir natürlich ein klitzekleines Problemchen.

Ein anderes Problemchen stellte mein Auto dar. Beschloss es doch mehrmals mitten auf der Landstraße bei 80 km/h auszugehen. Das um 6 Uhr morgens im Regen war außerordentlich lustig.

Mein größter Albtraum, dass das Auto mitten auf der Autobahn schlappmacht, ist immerhin nicht zur Realität geworden.

Der freundliche Mann bei VW hat die Fehler ausgelesen (… so nennt man das heute, ich weiß schon, warum ich ihn eigentlich gegen einen Ovali-Käfer austauschen will…. Rechne ich alle Kindermach-Kosten zusammen, wäre der tatsächlich bald drin… ) und mir eröffnet, dass erstens ein Marder unter meiner Motorhaube wohnt und zweitens der Luftmassenmesser einen an der Waffel hat. Komischerweise ist der letztes Jahr im Juli schon ausgetauscht worden (…dingdongdingdong, nämlich einen Tag vor der Punktion im letzten Jahr… ) und ich persönlich habe dem Herrn Luftmassenmesser nun wirklich nichts Böses getan.

Frage mich, wie der Marder überhaupt in diese Motorhaube kommt, schließlich ist dort alles so eng, dass das Auswechseln eines Ölfilters schon eine tagesfüllende Angelegenheit wird, denn man kommt schlicht und ergreifend nicht ‘dran. Glühbirnen wechseln ist übrigens auch eine sehr interessante Beschäftigung, denn man muss erst das gesamte Lampenelement ausbauen, wenn man ein bisschen rebellisch ist und nicht der Aufforderung im VW-Heftchen folgt: “Glühbirne auswechseln? Wenden Sie sich an Ihre VW-Werkstatt.”

Jedenfalls sagte er mir, dass ich “problemlos” nach Hause käme ( ….ja…. es war ungefähr genauso problemlos wie die Hinfahrt… LKW-Fahrer, die hupend an einer vor sich hin ruckelnden Tante vorbeifahren sind wirklich herzerfrischend… )

Zusammengefasst kann man sagen:

Die bei VW sind eigentlich ganz nett, denn sie haben keine Kohle für das Auslesen genommen. ( Wieso erinnert mich das bloß so an das Asterix-Heft, in dem der Seher die rohen Forellen “gelesen” hat… ) . Morgen gebe ich mein Auto ab, vorher hole ich noch den offensichtlich klitzekleinen Marder ‘raus, und organisiere mir einen Ersatzwagen. Schließlich muss ich wahrscheinlich schon Samstag zum 2. US.

Und jetzt gehe ich mal ein bisschen arbeiten.

Boah. Bin ich müde.

Corpus delicti

Dienstag, 30 September 2008

DAS wollt ihr nicht sehen - das ist wirklich üüüüüüüüüübel…

Heute bei der Post

Montag, 29 September 2008

Eigentlich waren sie ja in den letzten Monaten ganz nett zu mir. Fast wäre ich auf den Gedanken gekommen, sie hätten mich lieb.

Bis heute.

Habe am Donnerstag eine etwas größere Bestellung aufgegeben. Kopierpapier. DinA4-Ordner. Tintenpatronen und so’n Gedöns. Da wusste ich noch nicht, dass ich am Freitag die Kiste nicht annehmen konnte.

Heute also der erwartete Zettel im Briefkasten mit der Aufforderung, die Lieferung abzuholen.

Da ich am Donnerstag die Welt ein bisschen besser machen wollte, habe ich bei einem ökologisch außerordentlich engagierten Vertrieb bestellt. Die verschicken nicht in popeligen Kartons, die verschicken in gelben Mehrwegkisten, sponsored by Deutsche Post:

Der schöne Briefträger kommt. Er öffnet die Kiste. Holt alles heraus, übergibt es an die Tante. Nimmt die Kiste wieder mit. Und unser Gewissen ist ein bisschen reiner.

Fein.

Nicht so fein heute.

Frau Postangestellte wuchtete die zugegebenerweise sehr schwere gelbe Kiste auf den Tresen. Ich wuchtete sie auf den Boden. Und dann ging’s los.

PA: “Die dürfen sie nicht mitnehmen.”

TH - gehetzt: “Hä?”

PA: “Die dürfen sie nicht mitnehmen. Die ist Eigentum der Deutschen Post.”

TH (rat- und fassungslos, Böses ahnend, schließlich hat genau diese Frau auch schon mal mein Blut aus dem Umschlag kippen wollen .. .) : “Und jetzt?”

PA: “Sie müssen das ‘rausholen und die Kiste hierlassen.”

TH: “Und wie soll ich den Inhalt nach Hause bekommen?”

PA: “Weiß ich auch nicht. Aber mitnehmen dürfen sie die auf keinen Fall.”

TH: “Ich bringe sie in 15 Minuten zurück.”

PA: “Nö.”

TH: “????”

PA: “Am besten, sie kommen gleich nochmal wieder und bringen eine Tüte oder sowas mit.”

—————————– *hintern* *hintern* *hintern* —————————

Alles Heuchler.

Wieder am Arbeitsort angekommen, liegt dort ein Geschenk für mich. Eben noch wutentbrannt, fand ich das natürlich herzallerliebst.

Die Schenkerin kennt mich noch nicht so lange. Und sie hat sich sicherlich Gedanken gemacht. Zusätzlich ist es außerordentlich mutig, mir Kleidungsstücke zu schenken.

Zuerst dachte ich, sie wolle mich vereimern, denn sie sagte etwas von Berufsbekleidung. Dann merkte ich, es ist bitterer Ernst. Und als ich wieder alleine war, habe ich Tränen gelacht.

Wenn ich heute noch dazu komme, werde ich ein Foto einstellen.

Ein Mädchen, dass besagtes Kleidungsstück über meinem Stuhl hängen sah, meinte ganz trocken: “Oh Gott, ist dir das nicht peinlich?” Aufgeklärt darüber, dass man über Geschenke nicht Böses sagen darf, lenkte sie ein: “Du kannst es ja nachts anziehen.”

Heute abend wird T. verführungstechnisch so richtig in die Enge getrieben, das steht fest.

Eigentlich…

Samstag, 27 September 2008

….hatten wir gar kein Holz mehr, um uns ein romantisches Kartoffelfeuerchen anzuzünden.

Haben uns stattdessen gemeinsam auf die Bank gesetzt, die ich vor ein paar Jahren aus 20.000 Obi-Einzelteilen zusammengeschraubt habe, und die so langsam ins Greisenalter kommt.

Frau Bank hat geschlagene drei Sekunden gehalten.

Jetzt haben wir Holz.

Manchmal ist das Leben so herrlich einfach.

Jippijajäi….

Freitag, 26 September 2008

…Gumpy, Du Abrakadabra-Fee. *knuddel*

Mittlerweile ist der blaue Fleck auf meinem Unterarm verschwunden. Und mit ihm die Zyste. Also fast. Also eigentlich sieht man sie noch, aber nur ein bisschen. Fast nicht der Rede wert. Man kann sie quasi zum Abschied noch höflich winken sehen. Die Schulter hingegen hat wieder angefangen, Zicken zu machen. Aber das wäre ja nun auch wirklich zu viel verlangt…

Pünktlich macht unsere Kaffeemaschine schlapp, so dass ich mir über meinen Konsum während der Stimu nun wirklich keine Sorgen mehr machen muss. Sie gab mir noch einen Kaffee, T. hingegen schaute einigermaßen perplex in die Röhre. Wie man sich doch an einen eigentlich recht dekadenten Kaffeevollautomaten gewöhnen kann…

Ich gebe ihr jetzt noch eine Chance, indem ich sie hingebungsvoll entkalke. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass sie das irgendwie beeindruckt.

Armer T. Arme Tante. Wir müssen unsere Rituale vollkommen über Bord werfen. Es gibt keinen Kaffee mehr, sondern ‘ne Runde Gonadotropine, und das noch nicht mal mit Milch und Zucker.

Heute abend geht’s los. Und ich freue mir einen Ast.

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Oh, toll. Sie geht doch wieder. Zwar nur mit halber Kraft, denn sie will uns eine kleine Tasse für eine große Tasse verkaufen, aber immerhin bemüht sie sich.

Morgen.

Donnerstag, 25 September 2008

10:45, Befehl von Tschackeline. Schön das Bundesland wechseln und bestenfalls das Zystchen punktieren lassen.  Ich wage gar nicht darüber nachzudenken, dass ich mir theoretisch morgen abend das erste Mal Gonal zischen darf.

Diese kurzfristigen MalebennachderZystegucken-Terminvereinbarungen machen mich noch ganz gaga. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass T. nicht mitkommen kann, um mich danach die Treppe herunterzutragen. Aber angeblich ist das ja alles ganz easy, sagt Tschackeline, die so überzeugt klang, dass ich mir fast denke, dass sie sich jede Woche so’n bisschen punktieren lässt, weil es nämlich echt Spaß macht .

Hmpf. Bin für alle Eventualitäten gerüstet.

Eventualität 1: Gumpy hat alles wegmassiert. Die wäre mir doch am sympathischsten.

Eventualität 2: Der Medizinmann saugt alles ‘raus, was im Weg ist.

Eventualität 3: Doktor 1 schickt mich zu Doktor 2.

Die unangenehmste Variante, daher doof. Habe schon ein unübersehbares Kreuz im Bauchnabel. Eine erneute Bauchspiegelung hätte dann bitte so stattzufinden, dass die Schnitte etwas versetzt werden. Versetzt ist das falsche Wort. Man sollte das zweite Kreuz so’n bisschen drehen. Dann habe ich ein Sternchen. Das ist doch fast schon wieder putzig, und mit Putzigkeiten im Bauchnabel kann ich leben.