Archive forUrologen(pack)

Huch….

…mein Tagebuch wird eins. Also ein Jahr ist’s heute geworden. Ist ja nicht zu fassen. Hätte ich Frau Schweden nicht *wink* , wäre es mir gar nicht aufgefallen.

Eigentlich hatten wir erst am 24.10. vor, zu feiern. Ein Jahr Azoospermie, da werden T. und ich es aber so richtig krachen lassen. Vielleicht sollten wir dem bescheuerten Urologen zur Feier des Tages einen Stinkebrief schicken. Mal sehen, was uns da Hübsches einfällt.

Und weil die Sonne so nett scheint, werde ich mich nun nicht darüber auslassen, wie schnell die Zeit vergeht und wie überaus komisch das letzte Jahr war, sondern mir den Gatten packen und in den Wald tapern. Vielleicht treffen wir ja einen Steinpilz, den wir uns heute abend in die Pfanne schmeißen können…

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Letzter Urlaubstag - oder: T. und Tante Heinz schicken sich selbst

Ich muss sagen, dieser Tag hat mich geschafft. Bemerke gar eine gewisse Schreibblockade. Aber mal sehen, wie weit ich komme.

Mit der Cola-Light, die ich mir gerade ohne schlechtes Gewissen in den Magen kippe, sollte es klappen. Denn T. schläft und kann sie mir nicht rationieren. *g* Der arme Mann ist fix und fertig.
Früh morgens um halb fünf von zu Hause losgebrettert (…pünktlich, ich war auch erstaunt… ;) , festgestellt, dass Bad Münder ganz nah an Minden liegt (…man sollte öfter mal die Landkarte studieren… ;) , wach den Elbtunnel durchfahren, T. durch HH gelotst, nicht verfahren und UKE gefunden.

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Potzblitz. Erstaunt im Parkhaus gesessen, uns fünf gegeben, und ich musste nicht lange warten, denn schon sagte T.: “Komm, wir fahren lieber wieder nach Hause.”

Ich liebe berechenbare Männer.

Eine Stunde zu früh die netten Damen im Sekretariat behelligt, im Wartezimmer schicke Villen in einem Villenkatalog ausgesucht, schlurfende Schritte vernommen und schon gab sich der Herr Professor die Ehre. Im Übrigen ein Mann der alten Schule; erst dachte ich, er wolle T. umarmen und schaute ihn drohend an, aber er versuchte lediglich, an ihm vorbeizugreifen, um mir zuerst die Hand zu geben. So muss das sein.

Vorbeigelaufen an surrealen Spermienbildern an den Wänden, im Untersuchungszimmer Platz genommen.

SP (Schlurfender Professor): “Was kann ich für Sie tun, Herr T.?”

T. druckst, ich warte ab, was an Worten aus ihm rausstolpert und er sagt: “Sie sollen das aus mir ‘rausholen, was nicht da ist.”

Gut gemacht, T., wie immer bringst Du die Sache auf den Punkt.
SP: “Wer hat sie denn geschickt?”

T: “Wir haben uns selbst geschickt.”

Kurz und knapp: Nach einer “diskreten Untersuchung” und einer Blutabnahme, um T. einmal andrologisch auf den Kof zu stellen, hat der wirklich sympathische Herr Professor festgestellt, dass wir uns operieren lassen können. Aber dass wir uns aufgrund der Vorbefunde nicht allzu viele Hoffnung machen dürfen. Er hat uns netterweise einmal rundum aufgeklärt, T. hunderttausend Zettel unterschreiben lassen und uns danach noch aufgetragen, auf dem Rückweg bei Dr. Horror, dem Urologen, hinter dessen Theke sich Pieps-Bianca fläzt, eine Überweisung zu organisieren, an die wir ja aufgrund des unglücklichen Datums vorher nicht ‘drankamen.

Super. Auch das noch. Dr. Horror soll das Finale dieses Tages darstellen..

OP-Termin hätte am 2.2. sein können, wäre aber aufgrund des Umzugs eher unglücklich gewählt, denn Tante Heinz müsste das Sofa dann alleine in die neue Wohnung tragen. Ganzer Februar ansonsten terminlich voll. Daher OP-Termin am 2.3.07… Das hätten wir dann auch.

Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass er im Fall eines Glücksfundes mit Minden als ausführende ICSI-Klinik nun gar nicht einverstanden war. Er lege uns ausgewählte Kliniken ans Herz, wenn denn seine kleinen Goldfingerchen etwas Brauchbares gefunden hätten.

Das kann ja noch richtig putzig werden, sollten wir uns dauerhaft im Großraum Hamburg bewegen müssen. Aber soweit sind wir ja nun noch nicht. Die Euphorie des Herrn Professors, bei T. etwas zu finden, hielt sich in Grenzen. Vielleicht ist er ja immer so. Verspricht eben nichts, und das ist ja auch ganz gut so. Wir wissen ja selbst, dass die Chancen bestenfalls 50:50 sind.

Wieder ‘raus aus dem Laden sind wir tatsächlich direkt wieder ins Auto gestiegen und gen Heimat gedüst. Mit seltsamer Laune, wie immer nach Terminen, die auch nur ansatzweise mit dem Thema Kind zu tun haben. Tendenziell schlecht-traurig.

Aber keine Müdigkeit zeigen, schließlich mussten wir ja noch unsere Audienz bei Dr. Horror wahrnehmen.

Ich glaube, an der Theke saß seine Gattin. Bianca war wahrscheinlich noch volltrunken und hatte frei.

T: “Ich war gerade in HH und brauche eine Überweisung von Dr. Horror zum Andrologen. Mit dem Datum von heute.”

UrologenGattin: “Wohin??”

T: “In die Andrologie.” “!!”

UG: “Andrologie? Hm…” (…denkt lange nach… ;)

UG nimmt 10 Euro, zückt die Überweisung und sagt:

“Wer hat denn gesagt, dass Sie dorthin sollen?”

T: “Ich selbst habe das gesagt.”

UG: “Aber Andrologie? Das, was die machen, machen wir doch hier auch.”

Tante Heinz bricht innerlich zusammen.

UG schreibt Andrologie auf den Zettel und bemerkt: “‘Ne Diagnose brauchen Sie dann wohl nicht?”

T.: “Doch. Schreiben Sie Unfruchtbarkeit oder sowas.”

UG (stolz): “Wir nennen das hier Infertilität.”

Tippt’s, gibt uns den Zettel, wir bemerken, dass das eine bereits unterschriebene Blanko-Überweisung ist, stellen fest, dass der persönlich Kontakt zu Dr. Horror uns erspart bleibt (…der hätte sie uns mit 99%iger Wahrscheinlichkeit nämlich nicht ausgestellt, der Herr Besserwisser… ;) , gehen ‘raus, fragen uns, in was für einer Bauernpraxis wir da bloß gelandet sind und kehren nach Hause zurück.

Piff - so schnell können letzte Urlaubstage vorübergehen.

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Knick-Knack…

Was ist die Steigerung von Azoospermie?

Absolute Azoospermie”

Und was ist die Steigerung von absoluter Azoospermie?

“Absolute Azoospermie !!!

Immerhin, zur Beruhigung meiner Selbst:

“Abnormale Spermien: 0,0%”

Knick, Knack, Glück gehabt!

T.

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Gerade Bericht vom Urologen aus dem Briefkasten gefischt…

…..die drei Ausrufezeichen hinter der Diagnose “Absolute Azoospermie” hätte er sich wirklich sparen können. (Und wieso überhaupt absolute Azoospermie? Man kann’s echt übertreiben.)

Fatzke…Den Holzhammer hatten wir schon auf dem Kopf, da muss er nicht noch schriftlich einen ‘draufsetzen… Außerdem kann sich jeder Hanspampel die Diagnose herleiten, bei den vielen Nullen, die dieser Bericht aufweist…. Interessanterweise auch noch mit zwei Stellen hinter dem Komma, das finde ich außerordentlich gewitzt… Der kleine Erbsenzähler… Fast schon putzig….

Alles andere klingt so schön normal und regelrecht (mal abgesehen vom pH-Wert), da hätte Bianca sich ihren strengen Blick bei der visuellen Degustation wirklich sparen können. So, wie ich das verstanden habe, hatte sie Probleme mit der Menge. Pffff…. 2ml, das finde ich ordentlich in Ordnung.
Leider kein Wort davon, dass irgendetwas kastanienblütenartig roch, auf diesen Ausdruck hatte ich mich eigentlich gefreut.

Viel mehr hätte mich allerdings auch die schriftliche Fixierung der katastrophalen Hormonwerte gefreut, allerdings wird hierüber kein Wort verloren. Nun denn, zu hohe FSH- und LH-Werte scheinen nicht so wichtig zu sein, dass es sich lohnt, dafür eine zweite Seite anzuheften… *örks*

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Ui, ich habe Dr. Einfühlsam Unrecht getan…. Da steht doch was von FSH und LH.

Mea Culpa. Wirklich ganz schön hoch..

Aber was bedeutet XXHORM: LHund ?

Google leitet mich zur Landeshundedatenbank. Ist das jetzt der Wink mit dem Zaunpfahl? Kinderwunsch aufgeben und Hund anschaffen? Letzte Woche sollten wir doch eigentlich noch adoptieren? Sehr wankelmütig, der Herr Doktor.

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Der Urologe ist ein blöder Fatzke.

Zumindest dieser eine, bei dem wir gerade waren.

Also: Mal wieder Diagnose Azoospermie.

Allerdings würde ich, wäre ich eine Spermie, auch ganz schnell verschwinden, wenn dieses Sackgesicht von Urologe seinen Blick durch’s Mikroskop wirft.

Er hätte vielleicht mal einen Blick neben das Mikroskop werfen sollen, da standen wahrscheinlich Abermillionen in Reih und Glied mit geschulterten Protestplakaten.

Ich mag es zwar, wenn man nicht lange um den heißen Brei herumredet, allerdings erwarte ich zumindest eine vernünftige Aufklärung.

Ist es Aufklärung, wenn man gesagt bekommt, man solle lieber gleich adoptieren? Vielleicht habe ich auch gerade einen kleinen Denkfehler.

T. ist ganz traurig, ich bin ganz wütend. Dieser Scheißkerl hat sich hinter seinem Schreibtisch verschanzt, dümmlich über das Leben und andere Schwierigkeiten philosophiert, dabei einen Zigarillo geraucht und uns bzw. eher mich für bescheuert erklärt, weil ich einen Termin in Minden gemacht habe. Schließlich sei das doch eine KIWU-Klinik, und da arbeiten nur “bekloppte Gynäkologen”…

T. soll sich seiner Meinung nach in Dortmund (…wohlgemerkt: auch eine KIWU-KLinik, worauf ich ihn dezent hinwies, was er aber geflissentlich überging… Kriegen solche Deppen eigentlich Provision??) operieren lassen, und wenn, dann müsse ich quasi mit geöffneten Schenkeln daneben liegen, um eventuelle Fundstücke sofort verpacken zu können. (Dass man die Dinger einfrieren kann, weiß anscheinend nur ich. Oder er wollte es nicht verraten, weil er wahrscheinlich neben der Provision in Dortmund auch noch Kohle für vermittelte Pflegekinder kassiert.)

Und wenn ich nur nach Minden fahre, um mal endlich vernünftig aufgeklärt zu werden, das ist es mir wert. Treffe ich da allerdings noch einmal so einen Fatzke, dann kommt ein Hund ins Haus, das steht fest…

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Waaah… Gleich Termin beim Urologen…..

….T. und Tante Heinz gehen sich gleich quasi die Packung für’s Wochenende abholen….

Bis gestern abend war ich eigentlich ganz entspannt, seit dem Aufwachen bin ich aber doch etwas durcheinander im Kopf….

Bitte nur eine kleine Zelle, das dürfte doch nun wirklich nicht zu viel verlangt sein, oder?

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T. schreibt:
Dienstag, 31 Oktober 2006 at 14:33 editieren

Tschakka!

Heute wars mal wieder so weit! Rein ins Auto, wieder einen großen Umweg gefahren (quasi von Bottrop über München nach Hamburg …. so ähnlich zumindest), rein in den Wald (entwickel da gerade eine Vorliebe für einsame Waldwege mit guter Rundumsicht) und ran an den Speck!

Wär es mir letzte Woche noch peinlich gewesen, dass dann in der Praxis zwei äußerst attraktive Patientinnen neben mir am Tresen standen, habe ich mir heute erlaubt das gute Praxislicht zu nutzen, um in dem Süppchen nach Fischis zu suchen …nein, ich habe nicht umgerührt!!

Die beiden Mädels hatten so einen leicht irritierten Gesichtsausdruck, als ich meiner Lieblingspraxisfachkraft das Becherchen, diesmal ohne Tüte, reichte!

“Da, was Nettes, ganz frisch!”
Quietschende Reaktion: “Wie war nochmal Ihr Name?”
Nicht mehr ganz so leise Antwort: “T.!”
Für alle hörbar (verm. auch für die im Wartesaal): “T.?”
“Jau, T.!”

…olle Bratze….!

“Wie alt isses denn?”
Mit Blick auf die Uhr: “5 Minuten, nur 5 Minuten - warm und frisch!”

Der Blick der beiden Patientinnen neben mir war exorbitant interessant, weil man in Ihren Gesichtern die Gedankengänge lesen konnte, wie denn nun das Süppchen in das Becherchen kommt, und wo ich denn wohl vor 5 Minuten war und nachdem ich der Länge nach taxiert wurde, wohl auch die Frage, ob
ich danach wohl schon einem Wasserhahn begegnet bin.

Die beiden Mädels rückten noch 25cm zur Seite.

“Herr T., wenn wir noch Kulturen machen müssen, dauerts bis Freitach,an sonsten heute Abend!”

Wow, schnell!

Habe mich für den Freitag entschieden, zum Einen, weil Tante Heinz dann mit mir kommen kann, zum Anderen, weil ich möchte, dass die Laboranten sich nicht gehetzt fühlen. (Nicht dass die da was übersehen!!)

Habe mir im Zuge der allgemeinen Situationskomik noch erlaubt, die beiden Mädels neben mir mit einem interessierten und freundlichen Blick zu taxieren, wie man halt jemanden anschaut, den man durchaus attraktiv findet…

Die beiden habem mich angestarrt, als wenn ich über und über mit triefendem und zäh glibberndem grünen Schleim behangen wäre. Dementsprechend eindeutig war der Blick!

Mit einem ziemlich breiten Grinsen bin ich dann in den Tag gestartet!

Das Grinsen ist mir dann in dem Augenblick vergangen, als ich die Wetterkarte gesichtet hab:
Schietwetter! Schnee! Aaaaaargh!

(Meine Reifen sind so blank wie die Pneus nach Schumis letztem Rennen…)

..Und die von allen Anderen wohl auch. Nicht dass mir ne weißmatschige Straße Sorgen machen würde, aber die Fahrer denen das Sorgen macht, machen mir Sorgen…

Muss mich also sputen und mein Autochen neu besohlen lassen, bevor’s alle Anderen tun!

Und Tante, strick den Schal, setz nen Grog auf und räum den blöden Schieber weg, wir ham ne Fräse!!

T.

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Uah… Termin KiWu-Zentrum gemacht

Gute Güte…. Selten so aufgeregt gewesen beim Telefonieren…..

Aber nachdem unser Leibarzt uns gestern abend zu Hause angerufen hat, um uns die Telefonnummer des Kinderwunschzentrums seines Vertrauens durchzugeben, musste ich heute zur Tat schreiten.

T. hat soeben seine zweite Samenprobe abgeliefert (…heute ohne verräterische Tüte, seiner kämpferischen Aussage nach muss ich damit rechnen, dass er sie Bianca in die hohle Hand kippt… ;) und der Termin in der Klinik ist tatsächlich schon heute in zwei Wochen….

Vorher wollen sie uns einen Fragebogen zuschicken…. Was auch immer die da wissen wollen, sie kriegen ihre Antworten in gestochener Sonntagsschrift…. Finde ich da einen Rechtschreibfehler im Fragebogen, sage ich den Termin ab…. Schließlich bin ich Lehrerkind…. Und wehe, die sind nicht nett zu uns… (Der psychologisch geschulte Leser stellt fest: Tante Heinz versucht sich gerade auf perfide Art und Weise zu drücken…!)

Jetzt frage ich mich allerdings, von wem sie eine Überweisung brauchen. Vom Hausarzt? Vom Urologen?

Und ob ich vorher noch bei meinem Frauenarzt vorbeidüsen sollte, zu dem ich eigentlich gar nicht mehr wollte? Oder spar ich mir die Untersuchung und übergebe alles in die Hände der fragebogenverschickenden Superärzte? — Hachje, was ist das alles kompliziert.

Hier jagt tatsächlich ein aufregendes Ereignis das Andere, da nenne ich den Arbeitsalltag fast schon Entspannung.

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
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