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The Dark Knight oder das große Thing

Als Tantchen mir vor ein paar Wochen erzählte, dass da so ein Treffen in Hannover sei, so mit allem Zippizappi, da dachte ich zunächst “jo, klar - ein Treffen….super…”. Ich bin ja nicht so der Forenfuzzi, noch nicht einmal ein Blogfuzzi. Letzteres vielleicht eher - wenn man denn berücksichtigt, dass ich mich primär in einem Blog bewege:

In diesem hier!

Dass Tantchen es durchaus ernst meinte, wurde mir dann klar, als sie sich auf Hotelsuche in Hannover begab. Aweia. Ernste Sache das.

Hannover. VW ist in Hannover. VW war mal ein Projekt dass ich beruflich betreuen “durfte”. Ich war oft in Hannover. Nicht immer aus den angenehmensten Gründen. Die Industriemesse ist auch in Hannover. War ich auch schon. Hab mir 12 Stunden täglich die Beine in den Bauch gestanden und verschiedensten Nationalitäten erklärt, was wir können - und sie nicht. Abends habe ich primär Ampeln gesehen die mich daran hindern wollten in mein Bett zu fallen und die qualmenden Füße hochzulegen.

Hannover hat einen Zoo - sehr lobenswert. Und das SeaLife - auch lobenswert. War ich aber noch nie, hatte immer Unangenehmeres zu tun. Nun also ein Treffen.

Habe Tantchen mal machen lassen. Und Tantchen wusste mal wieder sehr genau, wie man dem kleinen T-Punkt eine angenehme Umgebung schafft:

Man nehme ein Hotel mit empfohlen guten Frühstück, dass sinnigerweise neben einem Großraumkino platziert ist und im Keller einen Pizza-Hut hat. Wir wollen ja nicht mit Ansprüchen geizen und schön wäre noch eine flotte Disco direkt gegenüber. Zur innerstädtischen Saufmeile sollte es auch nicht weiter sein als 250 m und am besten noch mit integrierten Läden die ein Provinzei wie mich auf Touren bringen können. Um das Optimum nach oben abzurunden sollte ein Taxistand nebst U-Bahnhaltestelle in Sichtweite sein.

Tante Heinz wäre nicht Tante Heinz wenn sie das nicht mit Links erledigen würde und ich war schwer getörnt! Also üblicher Start. Koffer ins Zimmer geschmissen und erst mal was futtern. Ne Pizza auss’m Pizza-Hut. Was wohl sonst? Nicht das was ich unter Pizza verstehe, aber lecker. Und dann? Gegend checken! Wie kommen wir am besten zur großen Versammlung? U-Bahn? Taxi?

Viel trivialer! Latschen. Zu Fuß. Wie aufregend….

Gleich der erste Laden war der Knaller! Zweitausendeins! Hatte ich früher immer Kataloge von. Da kriegt man Dinge die mal unsäglich hip und teuer waren für’n Appel und nen Ei. Interessanterweise auch Dinge die mal hip gewesen sein müssen - von denen man aber noch nie was gehört hat. Auch für’n Appel und nen Ei. Und nun ein ganzer Laden. Also bin ich schnurstracks zum Schaufenster und gleich auf den ersten Blick 3 CD’s vom Mojoclub. Dancefloor-Jazz. Boah! Schwer selten und wirklich seeeehr coole Mucke! Für 6 € je Scheibe. Im Kopf bereits die Scheiben in meiner Tasche gesehen erblicke ich einen sichtlich genervten Ladenbesitzer der zur Tür schlurft und abschließt! Nein, der kann doch nicht…. Der wird doch nicht…. Doch! Der macht zu und schlurft ausser Sichtweite in die hinterste Ladenecke. Au mann. Gut das “ey Linda” auch just in diesem Augenblick zu machte und Tantchen den schicken blauen Schal ebenso in Erinnerung behalten wird, wie ich die 3 geilen Scheiben.

Also wieder zurück zum Hotel. Was macht das Provinzei mit so einem angebrochenen Abend? Genau! Man geht ins Großraumkino. In jenes dass eigentlich keinen Film bereithält, den man gerade sehen möchte - oder eigentlich nur Filme feilbietet, die ich ganz bestimmt nicht sehen möchte. Aber wenn man schonmal da ist? Also rein in den Palast, Logenkarten gekauft (wenn man schon mal da ist) und rein in den schwarzen Ritter.

Batman! Ein Held meiner Kindheit.

Zugegeben, die ersten 90 Minuten waren richtig nett, aber danach wurd es so unendlich schlecht, dass ich wirklich etwas säuerlich war. Tante dankte mir den Logenplatz mit einem ausgiebigen Nickerchen… Nach diesem fulminanten cineastischen Ereignis wieder zurück zum Hotel. Den besonders gut gelüfteten Aschenbecher an der Bordsteinkante noch einmal in Anspruch genommen und ab in die Falle.

Das Frühstück war wirklich gut. Nur etwas kurz. Denn wir hatten ja noch einen Termin!

Früher - also ganz früher, da haben sich die alten Germanen immer zu einem wichtigen Meeting (neudeutsch) unter einer Eiche versammelt und beraten, wo man die bösen Römer am besten wie vertrümmt. Das nannte man dann Thing (altdeutsch). So ähnlich war das nun auch mit Doc Breitbachs Treffen. Viele Interessierte oder auch einfach nur Leidensgenossen trafen sich zu einer netten Infoveranstaltung um ein bisschen was zu Dingen zu erfahren die zwar alle irgendwie schon kannten, aber irgendwie auch wieder nicht.

Tante und ich hatten den zweiten “Namenschilderverteilungsdienst” und haben Ewus28 nebst Mann vom ersten Dienst abgelöst. Einige Namen waren mir latent bekannt, andere wiederum nicht. Beim grauhaarigen Typen “Team Wunschkinder” musste ich erst mal überlegen.

*grübel grübel*

Ah, Doc Breitbach! Der der so laut auf die virtuelle Trommel eingedroschen hat, dass selbst ich die im fernen Westfalen nicht überhören konnte und mich eingefunden haben! So muss ein Thing sein!!! Nebenbei noch der Typ, der diese fulminante Website ins Leben gerufen hat und an selbigem erhält. Sollte man kennen. Eigentlich. Hab versucht die Contenance zu wahren und bis zur Veröffentlichung dieses Blogs bin ich wahrscheinlich auch ganz gut damit durchgekommen.

Man konnte (und ich habe) dort auch neue Gesichter zu neuen Namen getroffen und kennengelernt und schon allein deshalb hat sich die Reise wirklich gelohnt. (Gruß an nad77 und G-Punkt) ;o) Alles in allem hatte ich aber eher den Eindruck dass der Name Tante Heinz und TPunkt (Nein, ich habe wirklich nichts mit Telefonen zu tun) mehr Leuten bekannt ist als mir bewusst war. Ich kann mich sogar an ein Foto erinnern, dass von uns geknipst wurde…! Ich kann mich aber nicht mehr erinnern wer jetzt genau das Bedürfnis verspürte und bitte deshalb an dieser Stelle, dass dieses Foto nicht den Weg ins Internet findet oder nur dann, wenn wir vorher gefragt werden!!!! (Habe so einen kleinen Spleen und bin ausgesprochen zufrieden, dass mein oder Tante Heinzens Konterfei noch nicht den Weg ins Web gefunden hat. Danke also für diese Diskretion im Voraus)

Die Vorträge waren tatsächlich cool und im Nachhinien wäre ich etwas verärgert, hätte ich mir das entgehen lassen. Dr. Wischmanns Waorte haben mir ebenso zugesagt, wie der Vortrag von Doc Breitbach. Auch Frau Thorn war cool. Alles in allem also ein netter Nachmittag. Und es gab ne Tombola, wo man viele Nette Sachen gewinnen konnte: Kleine Modellautos. Oder Alkohol, oder Rucksäcke, Kugelschreiber, Dildos, Stofftiere, Bücher, Süssigkeiten, Gleitcreme und andere fulminante Dinge. Eine Teetasse mit Deckel zum Beispiel! Rundrum mit Eizellen in surrealen Farben bedruckt! Und einem fetten Deckel, was meinem heißgeliebten Yogi-Tee entgegen kommt. Darauf sieht man einen riesengroße rote Eizelle, die gerade von einem niedlichen, flink und agil ausschauenden Spermium bedrängt wird… Während ich diesen Blog tippe, dampft darin ein arabischer Gewürztee und ich linse ab und an auf das abgebildete Intermezzo vor himmelblauem Hintergrund und bewundere den Erfindungsgeist pharmazeutischer Werbestrategen! Diese Tasse muss einem doch den Tag erhellen!

Hach! Superteil. Wirklich!!

Irgendwo stand geschrieben, dass Getränke durchaus mitgebracht werden dürfen. Also habe ich meinen Festivalsack geschnürt und ne Festivalfüllung reingepackt. Okay, Getränke waren nun nicht das Problem, es gab wirklich reichlich davon. Zumindest so viele, dass mein Festivalsack wirklich deplatziert war. Natürlich, es war ja auch kein Festival, sondern ein großes Thing. Yogi-Tee wäre wohl angebrachter gewesen. Aber wie ich auf den Gedanken kommen konnte, mit einer Flasche Wodka, reichlich Redbull, Jägermeister, Wasabi-Nüssen und Cola dort aufzukreuzen, kann ich wirklich nicht mehr sagen aber ich bin mir sicher, dass G. durchaus nachvollziehen kann, dass genau jene Mischung durchaus einen lustigen Abend bescheren kann.

Nur halt nicht auf einem Thing mit KiWu-Hintergrund.

Also habe ich diesen mordschweren Rucksack nicht nur hin, sondern auch (nur geringfügig leichter) wieder zurück geschleppt. Alle Hannoveraner der Lister Meile wären vermutlich heute meine besten Freunde, hätte ich das Komplettpaket mit samt Bechern vorm “Pavillon” ausgepackt und zum Abschuss freigegeben. So werde ich gemächlich alles selber wegsüppeln und mich bis zum letzten Tropfen an die Schlepperei in Hannover erinnern.

Die nette Party hat dann mit einem gemütlichen Sit-In im hoteleigenen Bistro geendet, es gab nochmal etwas zu futtern, G. hat uns Sekt unterm Tisch kredenzt und irgendwann waren wir so oppe, dass wir langsamen Fußes durch die feierwütigen Hannoveraner zu unserem Hotel gedackelt sind. Das Wochenende in Hannover ist dann heute morgen mit einem opulenten Frühstück zuende gagangen und perfekterweise konnte ich bereits um 12:30Uhr meine Füße auf den eigenen Wohnzimmertisch hieven. Schlußendlich peilen wir nun einen Städtetrip nach Hannover an. Ich will ins Sealife und vielleicht auf der Lister Meile ne Pulle Jägermeister plätten. Und Einkaufen. 3 Cd’s und nen blauen Schal.

Zu Veranstaltung selbst muss ich noch sagen, dass diese wirklich hervorragend organisiert war. Es gab reichlich Platz, eine allgemein heitere und lockere Atmosphäre. Getränke waren ebenso üppig vorhanden wie Snacks, Obst und warmes Essen. Der Ort war wohlgewählt und im Nachhinein muss ich dem Doc auf die Schulterklopfen für diese Veranstaltung.

Respekt. Ganz im Ernst!

Sollte das zu 20ten Jubiläum wiederholt werden, komme ich mit Sicherheit wieder. Allerdings dann mit einem Sack voll Tee!

T.

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Unkooperativ

Das Jahr 2008 ist noch nicht vorbei, aber die Mitte liegt mir zu Füßen, so dass ich mein Wort des Jahres 2008 bereits gefunden habe:

Unkooperativ.

Dass meine Hoden unkooperativ sind ist ja nun schon hinlänglich diskutiert worden und nicht zuletzt der Auslöser für diesen Blog. Dass Tantchens Eierstöcke nun aber meinen, dass es in unserer Beziehung als elementares Fortpflanzungsorgan zum guten Ton gehört unkooperativ zu sein, ist neu.

Passt aber in diesen Blog.

Klar, Eierstöcke sollen Follikel produzieren. Wenn ich den Doc richtig verstanden habe, sind das auch irgendwie Zysten.  Dass das aber nun so abgeht wie von Tante bereits beschrieben, ist eigentlich nicht geplant und von Tantchens Eierstöcken nicht kooperativ. Hmpf.

Dass Gynäkologen die Gebärmutterschleimhaut ihrer Patientinnen loben ist nicht grundsätzlich schlecht, im Hinblick auf den Gemütszustand einer Klinefelter-Gattin aber nur bedingt erwähnenswert. Der anschließend angepriesene Schwangerschaftstest fällt somit aber klar in die Kategorie “unkooperativ”. (Ich würde es sogar in die Kategorie “dämlich” sortieren!!)

Der Heckenpenner meiner Krankenkasse ist unkooperativ. Im Bestätigungsschreiben sind die extrakorporalen Kosten mal wieder nicht aufgeführt. Am Telefon wollte der mir dann klar machen, dass die sehr wohl aufgeführt sind - bis er sich den Zettel dann noch mal durchgelesen hat. Upsi! Pflichtschuldigst wurde ich dann auf das Schreiben vom letzten Jahr verwiesen. Eigentlich hätte er sich dann die Tipperei sparen können und das Gleiche mit neuem Datum nochmal verschicken können. Mal sehen ob das wieder so ein Theater wird wie beim ersten Versuch. Abgerechnet wird schließlich am Schluss.

Lilly, unsere Katze, ist unkooperativ. Warum die sich nur von uns anfassen lässt ist nicht bekannt. Dabei sieht sie soooo puschelig aus mit ihrem fluffigen Fell. Nicht wenige unserer Gäste haben das dringende Bedürfnis dieses Fell zu knautschen und oft werden unsere Warnungen ignoriert. “Wir hatten früher auch Katzen!” Klar, aber ihr hattet nicht Lilly! Lillys Pose ist immer gleich:

Pose 1: Ich bin die Schönste, habe das schönste Fell und bin ein wahrer Handschmeichler!

Pose 2: Fass mich bloß nicht an!

Wir empfehlen Pose 2 ernst zu nehmen. Sie hat scharfe Krallen! Sie schlägt schnell zu und die Krallen gehen immer tief rein. Sie vergisst nicht! Streichelst Du sie im vorbeigehen, wartet sie bis Du sitzt - und zieht dir dann die Krallen über den Arm….

Im Vorbeigehen natürlich - mit einem leichten Schnurren im Hals…

Der Arzt der Tierklinik sagte zur Tante, als sie Lilly abgeholt hat: “Ähem, würden Sie sie bitte selbst aus dem Käfig nehmen?” Der hat also Respekt. Dabei sollte man meinen, dass ein Mediziner für Kleintiere mit selbigen umzugehen weiß. Vorausgesetzt natürlich, dass eben jene kooperativ sind…

Knispel, unsere zweite Katze ist weder kooperativ, noch unkooperativ. Knispel ist 6 Jahre alt, im Kopf aber nicht älter als 3 Monate. Sie weiß wie sie heißt, wo es Futter gibt und geht davon aus dass der Staubsauger sie fressen will. Ich glaube dass sie jeden Tag neu erlebt. Irgendwie wie der Film “Und täglich grüßt das Murmeltier” - allerdings in einem Katzenkopf. Mit den paar erwähnten Ausnahmen ist jeden Tag alles wieder vollständig neu. Mag sein, dass sie sich abends ein paar Gedanken macht, am nächsten Tag in dieser und jener Situation etwas kooperativer zu sein, aber irgendwann in der Nacht gibt es in Ihrem Kopf einen Reset…

Unser PC ist unkooperativ. Der lässt sich nicht erweitern. Ich hasse unkooperative PC’s. Am meisten hasse ich es, wenn ICH das Problem nicht selbst lösen kann und am Ende noch jemanden um Hilfe bitten muss. In dieser Beziehung bin ich unkooperativ.  Tante fallen hierzu sicherlich ad hoc noch ungefähr 200 andere Dinge ein, in denen ich nicht kooperativ bin…

Aber das überlasse ich mal der Tante…

Lilly

T.

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Jahreswechsel

…quasi.

Nicht ganz vor einem Jahr - es ist genau genommen schon ein paar Tage drüber - habe ich mir ernsthaft darüber Gedanken gemacht, ob ich mir nun die Hoden filetieren lasse oder nicht. Mittlerweile sind diese Überlegungen im Nebel der Vergangenheit abgesoffen und diese Frage werde ich mir alldieweil wohl erstmal nicht mehr stellen.

Das Thema ist durch. Rein technisch zumindest.

Vor ca. 1 Jahr hat sich mir dann ein Dr. Ungemach vorgestellt, zugschnürt wie ein Intifada-Weihnachtsmann, während ich mich im Susal der “Scheißegalpille” gefragt hab, ob ich denn nun noch alle Möhren im Garten habe, dass ich breitbeinig auf ner Schlachtbank liege, während sich lauter grüne Männlein um mich herum versammeln und sich wie die autonomen Punks vor den Chaostagen aufbrezeln. Selbst Schwester Oliver war grün und eingemummelt. Ich könnte diese Erfahrung noch ein bisschen ausschmücken. Aber mir ist zu Ohren gekommen, dass sich der ein oder andere Klinefeltermann oder Azoospermiekanidat unter den Lesern dieses Blogs tummelt und ich möchte niemandem die Pointe klauen.

Und schweige deshalb an dieser Stelle (mehr oder weniger genüsslich….).

Gerne erzählen Ärzte, dass nach dem Eingriff alles wie vorher wird und zunächst glaubt man dieser Ungeheuerlichkeit, auch wenn es als durchaus unwahrscheinlich anzunehmen ist. Also ohne jemandem den Spaß verderben zu wollen muss ich sagen, dass es nicht wie vorher ist!

Wie soll es auch? Immerhin fehlt nun was.

Jaja, die schnitzende Zunft redet von minimalen Pröbchen. Klinefelter-Männer haben zu diesbezüglichen Größenangaben aber meist eh ein durchaus geschärftes Auge und ich zähle mich nun eindeutig dazu. (–XXY rulez!;)

“Herr T., das verheilt ratzifatzi und wenn die Fäden weg sind, ist alles wie vorher! Können Sie mir glauben!”

Nun, ich wette, dass der Sprecher dieser Worte noch nicht unterm Messer gelegen hat. Ich für meinen Teil merke den Eingriff immer noch und es ist beileibe nicht wie vorher! Nein, es tut nicht weh aber ganz profan würde ich sagen:

Das ist nicht der Sack, der mich 37 Jahre lang begleitet hat!

Da sind zwei Verhärtungen links und rechts. Die Juwelen (nein, ich nenne sie nicht mehr Kronjuwelen) sind noch etwas kleiner als vorher und ohne es näher definieren zu wollen habe ich manchmal den Eindruck als würde dieser rebellische Beutel ein gewisses Eigenleben führen. Wie eine Party zu der ich nicht geladen bin. Ausserdem ist dieser unfassbare Passsitz weg.

Mädels können da nicht wirklich mitreden. Bei denen baumelt nix zwischen den Beinen rum, das man sich vorzüglich klemmen kann…. (auauauaua)! Normalerweise konnte ich im Vollsuff die Grätsche machen und hätte mir eher die Ohren abgerissen, als die Eier eingeklemmt. Heutzutage kann mir bereits das unaufmerksame Hinsetzen durchaus die Mimik einfrieren, während ich ungeschmeidig versuche die Tüte wieder in die richtige Position zu schubsen, ohne dass den anderen Gästen im Restaurant das Filet von der Gabel kippt….

Klassische Tantenfrage: “Geht’s?”

Klassische T. Antwort: “@#+ø$%&ß()><+!”

Ausserdem habe ich “Hüpfhoden.” Aus Gründen, die sich mir innerhalb der letzten 12 Monate noch nicht vollständig erschlossen haben, starten die beiden Freaks in der Hängematte ab und zu ein unsynchrones Hüpfen.

Sackhüpfen par excellance!

Bin noch nicht dahintergestiegen was die beiden Alien da so treiben, aber ein dergestalt ausgeprägtes Eigenleben hatten die Fraggles vorher nicht.
Vermutlich vermissen sie die 6-8 Spermien, die ihnen in Hamburg aus der Juwelenschatulle gemopst worden sind und machen deshalb einen auf autonome Zelle…

Aber in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Raubzug des Prof’s gelohnt hat, würde ich diese Aktion durchaus nochmal machen. Vielleicht nicht zwingend mit örtlicher Betäubung….. Allerdings reicht diese Erfahrung durchaus um zukünftig auftretende Wehwehchen wahrhaftig etwas lockerer zu sehen.

Wetterwechsel bekomme ich nun auch frühzeitig mit. Es ist so ein undefinierbares Ziehen am Sack. Ich kann immer noch nicht sagen, ob ich dieses Gefühl nun geil oder scheiße finde. Weder noch eigentlich. Nicht nett, aber auch nicht unflott. Also zur Zeit noch nicht eindeutig definierbar.

Und neben dem neuen Aktionismus meiner beiden Mitbewohner kommt noch hinzu, dass mir die Eier ab und an einpennen. Das ist ebenfalls neu! Okay, man könnte sagen wer sich so dolle verausgabt, muss auch ab und zu ruhen. Aber es ist durchaus etwas unangenehm, wenn das komplette Gehängsel in Tiefschlaf verfällt. Erst frage ich mich “ja wo sind sie denn nu?” Anschließend meldet sich das Objekt der Nachfrage mit 100.000 Nadelstichen zurück (immerhin!).

Und dann?

Blöde Frage.

Dann hilft nur massieren! Allerdings kollidiert diese Maßnahme mit dem allseits bekannten Knigge und dementsprechend ist Kreativität gefragt. Besonders an so netten Lokalitäten wie Restaurants oder anderen öffentlichen Orten, wo es eher auffällig ist, wenn da jemand (mehr oder weniger genüsslich) seine Eier krault.

Zu guter letzt darf ich nun noch alle drei Monate zum Doc und der darf mir eine nette Testosteronladung in den Pöter ballern. Das ist definitiv unflott, denn das brennt wie Uschi! Danach ist erstmal Essig mit bequemem Sitzen. Zumindest so 4-5 Stunden. Anschließend weiß ich nicht ob es mir gut geht oder nicht und die dann folgenden 48 Stunden fühle ich mich wie ein Zuchtbulle der schwäbischen Rinderzüchtervereinigung….

Da das ganze aber (bis auf die Wetterfühligkeit und die vierteljährliche Brandspritze) vollkommen schmerzfrei abläuft, kann ich das ganze eigentlich nur empfehlen, denn die ein oder andere elementare Frage ist danach definitiv geklärt!

Schlussendlich stellt sich mir die Frage, ob Hoden wohl so eine rudimentäre Intelligenz besitzen oder ob Hoden ein Sozialverhalten entwickeln können. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die seit Professors Attacke etwas eigenwillig geworden sind. Möglicherweise ist es aber auch die neue gezielte Feinfühligkeit, die ich den beiden Prinzen nun entgegenbringe.

Werde das Thema nächstes Jahr nochmal vertiefen.

Wer weiß, vielleicht sprechen sie dann mit mir?

T.

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Boxen …

Tschakka! Samstag war wieder ein Tag für T.!

Boxen auf den öffentl. Rechtlichen. Boxen ohne Werbung! Sensationell!

Ja, ich gestehe, neben Fussball-Länderspielen mag ich noch Zehnkampf und Boxen! Boxen ist der einzige Sport, wo ohne Materialschlacht, Wetterunbill und zip und zap ausnahmlos der Athlet im Vordergrund steht. Meistens gibt’s einen klaren Sieger, selten ein Unentschieden. Klare Sache. Nix Abseitsgehampel (habe ich eh nicht kapiert). Zack Bumm! Der Eine liegt, der Andere steht!

So auch am Samstag. Thomas Ulrich gegen Juri Baraschian. Leckomio hat sie der Ulrich auf die Nase gekriegt. Und als ich dachte, dass der Bursche nach dem dritten Leberhaken unten bleibt, ist der doch tatsächlich nochmal aufgestanden um sich den vierten Haken auch noch abzuholen. Das nenne ich mal Sportsgeist!

Nein, ich bin nicht “Fan” von bestimmten Boxern. Okay, manche mag ich wegen des Stils, den sie boxen. Die Klitschkos zum Beispiel! Unfassbar, dass so ein Riesenbaby so galant durch den Ring tänzeln kann! Ja, ich habe auch diesen Kampf gesehen (Live, was denn sonst?). Ein rein taktischer Kampf. Ich fand es ja gut, auch wenn der Rest der Zuschauer wohl gerne einen brachialen Knock Out gesehen hätte. Und Arthur Abraham mag ich auch. Das ist auch so ein Taktiker, der es fertig bringt, 5 Runden nicht mitzuboxen um dann in der 6ten Runde zweimal zuzuschlagen. Und dann ist der Kampf auch schon vorbei! Sein Coach, Uli Wegner, dieser unfassbar heisere alte “Box Opi” steht schon ab der dritten Runde böse motzend in der Ringecke! “Junge, was machst Du denn da, Du musst auch mal boxen! Du verlierst den Kampf! Du bist nicht zum Tanzen hier! Junge! Mensch!”

Das mag selbst Tante Heinz! 

Das besagter Herr Abraham 2006 mit einem mehrfach gebrochenen, lose baumelnden Unterkiefer noch 5 Runden geboxt hat - um den Weltmeistertitel trotzdem zu gewinnen - macht ihn mir sympathisch - und Tante schüttelts durch… 

Den Fatzke von der Versicherung würde ich auch mal gerne zu dem Herrn Abraham als Sparringpartner in den Ring stellen. Der dürfte dem Versicherungsbetrüger dann 2-3 rechteGeraden einschießen und mit ein bisschen Glück tickt der danach richtig. Obwohl ich glaube, dass das nicht viel nützt.

Der wollte uns doch tatsächlich beschei….! Vorzugsweise Tante Heinz! Immerhin hat er versucht uns Verträge unterzuschieben, die 3 Jahre verlängert werden sollten, nur wegen ner kleinen Vertragsänderung. Tantchen ist deshalb in seinem Büro zu Höchstform aufgelaufen und hat dem Herrn sogar eine Nachhilfestunde durch die Hauptverwaltung besorgt. Aber das erzählt sie am besten selbst. (wenn sie wieder von Versicherungen reden kann, ohne einen Blutrausch zu kriegen….)

Und das Schlimmste ist geschafft. Ich bin mal wieder etwas älter geworden. Sagen wir mal 29-j Jahre alt. Abgesehen davon, dass ich mir solche Daten noch nicht einmal in meiner direkten Umgebung merken kann (oder es einfach nicht will), würde ich das eigene Datum am liebsten auch aus allen Papieren löschen. Natürlich gibt es einige Personen, die mich dann den ganzen Tag daran erinnern, dass man diesen Tag doch zu begehen hat, am besten mit dickem Brimborium. Ich selbst würde mich am liebsten 2-3 Tage verpieseln, bis wieder ein bisschen Gras darüber gewachsen ist, aber geklappt hat das auch noch nie.

Und es gab sogar ein paar Geschenke! Tante hat 24h vorher das kleinste Playmobil Piratenschiff rübergeschoben, dass ich je gesehen habe! (@ Tastentiger: nennt sich Micro-Serie und ist eher was für geschädigte, ehemalige Kinder - die das Teil nie bekommen haben!) Dazu noch einen Heißluftfön, der locker Industriestandards standhält. Der alte Weichholzschrank im Keller bibbert vermutlich schon, schließlich werde ich ihm mit diesem Höllengerät zu Leibe rücken und aus dem alten Lack pellen! (also her mit der frühlingshaften Witterung - ich will loslegen!) Einen speziellen Badezimmerzettel gabs auch wieder.

“Worauf sich T. freut!”

*räusper*

Mit so netten Hinweisen wie:

Sat-Anlagen-Kabel verlegen / Lampe im Flur installieren / Lampe im WZ installieren / Fußleisten ausbessern

Au man, da freu ich mich aber! 

 

T.

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Hochzeitsfamilienfeiergekreische…

….da habe ich wirklich soviel Lust zu, wie auf nasse Strümpfe.

Aber: München! Mit der Tante! Immerhin haben wir es erst einmal nach München geschafft!

Damals habe ich Tantchen genötigt, mit mir in den Kunstpark Ost zu fahren, weil ein damaliger Freund von mir seine allererste Live-Präsentation seiner neuen (und ersten - aber nicht letzten) Technoproduktion zum Besten gab. Wir sind mit Schwiegervatters T3-Camper hingezuckelt und haben erst mal die “nette” Stadt erkundet. Der Live-Gig war leider erst um 4°°Uhr morgens, was uns dann doch etwas geschafft hat, aber immerhin, wir waren da. In diesem als psycho-Pilzfeld gestylten Schickimickiladen mit jeder Menge komischer Leute. Aber das hätten wir uns auch schenken können, ebenso den Parkplatz neben der Rollerbladebahn. Da war an Pennen nicht zu denken, auch nicht morgens um 5! Immerhin haben wir in der Türkenstraße in einem ziemlich hippen Cafe ein Frühstück bekommen, auch wenn wir neben den vielen verkoksten Businessfuzzis wirklich schlecht angezogen waren, mit unseren “unskennthierkeiner-Batik-Freestyle-Klamöttchen”.

Könnte mir vorstellen, dass das diese Reise ähnlich wird. Nein, kein Technogebumse diesmal. Aber wir tuckern hin und der eigentliche Anlass könnte rasch nebensächlich werden. Allerdings ist I. wirklich eine Zuckerschnecke mit einem sensationellen Humor. Ich werde mir schon allein aus diesen Gründen ernsthaft Mühe geben, nicht schon nach 2 Stunden einen Koller zu kriegen.

Erst nach 3 Stunden.

Schließlich ist München groß. Und da gibts besagte Biereimer im englischen Garten. Und nen Ochsen auffem Grill. Das zieht mich natürlich an. Wie beim letzten Mal, als Tantchen sich so’n Literpott Radler geschiggert hat und anschließend ganz niedlich angeschossen mit mir durch München geschwankt ist…

Und zu meinem einsamen Y!

Nein, ich finde Türkis ausgesprochen pervers. Ebenso wie Rosa. Oder Lila. Soviel X habe ich nun auch wieder nicht, dass ich mich völlig vergesse.

Am WE war Tantchen ganz niedlich, als sie I. am Telefon auf Spur bringen wollte und mich ganz nett fragte:

“Darf ich’s erzählen, T.?” “Was denn bitte?” “Das mit deinen Eieieieieieiei!”

Ja. Immer und überall. Bitte in Farbe! Man muss die Schnitte hören können! Ihr wollt über gängige Floskeln reden (Ausland/Adoption/locker bleiben)? Okay, ich kenne da auch eine Geschichte….

Ganz im Ernst gehen mir alle auf den geschnippelten Sack, die in Ihrer Hilflosigkeit versuchen mit  irgend welchen Larifari-Sprüchen aus dieser kommunikationstötenden “ach ihr könnt gar nicht” - Erkenntnis wieder heraus zu kommen. Ich weiß, ich weiß. Die können da nix für. Stimmt. Aber ich muss auch nicht immer nachsichtig sein. Deshalb tun so Lichtgestalten wie I., die selten genug auftreten, immer wieder gut.

Weshalb wir auch nach München fahren und uns den Sermos antun. 

T. 

 

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Akte-X

Keine Ahnung wieso, aber gestern kam mir abends dieser unterdurchschnittlich “gute” Hollywoodstreifen “Tripple-X” in den Sinn. Und wie das so ist, sofort spulen in meinem Kopf so einige Wortspielchen ab, die allesamt geixt sind.

Triple-X! Der arme Kerl! Drei X! Mannomann. Ich bin ja schon flott in Sachen “Bügelbrettbezugaussuchen”, Gardinenshoppen und überhaupt Einkaufe aller Art. Wie soll das erst mit drei X aussehen? Nein, meine “Aufräum- und Putzfähigkeiten” entsprechen nicht meinen zwei X. Ich habe ja auch noch ein Y in Petto. Das sorgt dafür, dass wenigstens Grundzüge chaotischer Männlichkeit vorhanden sind. Auch wenn Tante da sicher gerne noch ein weiteres X sehen würde. Aber mit Triple-X würde ich meine Freizeit eher häkelnd verbringen - oder, sollte man Hollywood glauben schenken, die ganze Umgebung wegsprengen…! Diese dummen Gedanken sollte ich aber schnell ablegen, in der Akte X zum Beispiel. Sind wirklich zu X-trem.

Ypsilanti ist ein abgefahrener Name!

( … )

Wir haben wieder Januar und der Wind zupft an den Bäumchen wie vor einem Jahr, noch ein bisschen und hier gehen wieder die Lichter aus. Der Ofen hört sich an, als hätte jemand oben einen fetten Staubsauger auf den Kamin gestülpt. Möglicherweise hält jemand einen Tigerfön unten in den Kamin und hat die “Turbo-Boost-Taste” gedrückt. Wie auch immer, es ist ganz schön windig, nicht nur in unserem Ofen. Und wenn sich die Tanne tatsächlich gen Frankfurt aufmacht, um sich dort mit einer Birke zu vereinigen (…dann gibts ein Chromosomen-Problem… ) verliert die örtliche Schützenhalle eine schützenfest - erprobte “wirwollennichtgesehenwerdenundgehenhinterdieTanne”-Tanne. Nix mehr mit heimlich Knutschen, Schnapssaufen, telefonieren, pissen und umziehen! Das wär schade! Zumal dieses Wunderwerk eines Naturtheaters direkt unter unserem Küchenfenster steht und Tantchen und mir schon den ein oder anderen überdurchschnittlich guten Witz beschert hat! Da bleibt die Tanne doch besser hier und des Doc’s Birke soll sehen wo sie bleibt.

Gleich gehen wir zu meiner Mama! Aufgrund einiger Unwägbarkeiten und lustlosen T.’s und Tanten, habe ich meine Eltern nur einmal kurz gesehen dieses Jahr. Mama hat daher wieder einen Joker aus dem Ärmel geschüttelt, der uns magisch anzieht:

Sie hat zwei Kuchen gebacken! Für uns! Zwei!

Das ist der Wink mit dem Zaunpfahl!! Das abzulehnen käme einem mittleren Sakrileg gleich. Ich würde sie logischerweise auch ohne Kuchen besuchen, aber da sie wie gesagt exorbitant gute Kuchen und Torten backt - und das konsequent so lange wie ich sie schon kenne - ist das ein Highlight. Möglicherweise packt sie noch einen Likör von anno Tuck aus. Mirabelle 2004 oder so ähnlich. Den wird Vatter dann Tante einflößen und sie ordentlich anschiggern!

Der Likör ist das zweite Hobby meiner Mutter. Man nehme eine Tasse Früchte, möglichst aus dem eigenen Garten, eine Tasse billigen Kandis und den billigsten Fusel den man kriegen kann. Das ganze kommt in eine sehr alte “Dr. Siemer O-Saft-Pulle” und ab in den Keller. In Mutters Schnapskeller haben früher gepökelte Schweine gelagert. Keine Ahnung, ob das was damit zu tun hat. Lagerzeit? Von der Erntezeit mindestens bis Weihnachten. Besser bis Ostern. Je länger, je besser. Nach 2 Jahren wir der dann richtig gut! Und irgendwann ist er dann einfach nur noch unbeschreiblich. Lecker!

Da kommt kein Likör mehr mit! Okay, Eckes Edelkirsch ist auch lecker, aber nicht wirklich vergleichbar.

Und ob die Kategorien so benannt werden, wie Tantchen das vorhersagt, bleibt abzuwarten. Wortassoziationen habe ich jedoch reichlich. Muss mich nur noch ein bisschen bremsen….

T.

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Pythagoreisches Komma

Das Pythagoreische Komma ist in der Musik ein Intervall von etwa einem Achtelton. Es tritt in reiner Stimmung als der Unterschied von sieben Oktaven zu zwölf Quinten auf, jedoch nicht als selbstständiger musikalischer Tonschritt. Als erster definierte der Pythagoreer Philolaos das pythagoreische Komma. Die erste Berechnung der Komma-Proportion als 531441:524288 findet sich bei Euklid; ihr liegt die Oktave mit Proportion 2:1 und die reine Quinte mit Proportion 3:2 zugrunde.

Also:

Zwölf reine Quinten übereinander gelegt erreichen einen Ton, der von der siebten Oktave des Grundtons einen Abstand etwa eines viertel Halbtones hat, das sogenannte

pythagoreische Komma:


[Quelle: Wikipedia.de]

Diese Information gab es heute gratis bei einer Diskussion mit TH und ihrem Bruder F. Dazu noch die Frage, ob es wohl viele Harfen-Lehrer gibt, ob Harfen teuer sind und ob diese wunderschönen Instrumente Pedale haben.

Es gibt nicht viele Harfen-Lehrer. Sagt Tante.

Harfen sind teuer. Sagt auch die Tante.

Deshalb gibt’s auch nicht viele Lehrer, weil ergo wohl wenig Schüler. 20.000 Öcken für’n Musikinstrument hat eben nicht jeder locker. Das sehe selbst ich ein. Und, hat die Harfe nun Pedale?

Jep. 7! Sagt Tante.

Und das Musiklexikon gibt Ihr recht! Da staunt sogar F. als stud. Musiker!

Meine Tante!

Und, was brachte Weihnachten noch für Erkenntnisse?

Die gleiche Erkenntnis, die ich an jedem 1ten Weihnachtstag habe:

Wir haben kein Weihnachten im üblichen Sinn! Heiligabend sind wir normalerweise mit unserer eigenen Bescherung schon mind. 24 Stunden fertig! Dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht. Wir haben uns tatsächlich nichts geschenkt. Wenn man mal von dem Kaufrausch im Media-Markt absieht! Ich habe uns noch ne Küchenmaschine von BOSCH in der supihübschen “Private Line - RED” geschossen. Und das war’s auch schon.
Zur üblichen Bescherungszeit schlagen wir dann bei TH’s Eltern auf, futtern Kartoffelsalat mit Würstchen und haben Bescherung. Dann geht’s zu meinen Eltern, noch ein bisschen nettes Zusammensitzen, wobei mein Vater versucht TH abzufüllen - und das nicht selten schafft! Und fettich ist der Heiligabend. Tag 1 nach Heiligabend ereilt mich dann die alljährliche Erkenntnis, dass wir mangels eigener Kinder quasi noch die Kinder sind und auf Weihnachten diese Rolle wohl zu erfüllen haben.

Tag 1 nach Heiligabend gibt es die formidable Pute meiner Schwiegermutter. Plus Vor- und Nachspeise! Jährlich anders variiert und äußerst schmackhaft! Tag 2 gibt’s mittags wieder Teile der Pute und Nachmittags das so innig geliebte Treffen meiner Familie. 3 Brüder, 2 Frauen und pro Bruder jeweils 2 Kinder. Die Brüder sind grundverschieden. Die Kinder kommen durchaus auf Ihre Eltern und ich mag diese Treffen nicht wirklich. Unbestrittener Vorteil: Mutter backt Kuchen. Und meine Mutter backt wirklich sensationelle Kuchen. Und das sage ich nicht, weil es sich um meine Mutter handelt!

Wirklich legendäre Gebäck-Kunst!

Ansonsten dreht es sich um Kinder. Wir können da nicht wirklich viel zu sagen. Bei zwei Brüdern - wohl eher bei meinen beiden Schwägerinnen - ist die weihnachtliche Euphorie auch dadurch etwas gebremst, weil TH’s Mama Lehrerin ist. Grundschullehrerin.

Da kann man nicht wirklich losschrotzen, das die Schule wieder Mumpitz ist. Zumindest kommt es mir so vor, dass die Damen da etwas in Ihrer freien Entfaltung gehandicapt sind. TH & ich futtern Kuchen, wundern uns, dass sich die moppelige Nichte 3 Stückchen Torte reinpflastert - mit 5 - ohne nachdenken zu wollen, wie viel Weihnachtsgelumpe schon vorher in deren Magen versenkt wurde und haben durchaus das Ein oder Andere nette Gespräch. Nicht zu vergessen mein Herr Vater, der wieder großes Interesse daran hat, die Tante ins schwanken zu bringen….

Und Tschakka!

Vorbei ist Weihnachten!

Normalerweise igeln wir uns dann ein. Zocken mindestens 1 gutes Grafikadventure. Klemmen Klingel und Telefon ab und sind den Rest des Jahres nicht mehr “available”!

Aber da dieses Jahr sowieso “anders” war, igeln wir uns nicht ein! Deshalb gab es heute einen Wohnungsumzug für T. und Gardinenwäsche für Tante. Morgen hole ich mir eine Packung Testosteron ab. Wieder so’n nettes, öliges Spritzchen mit Liegegarantie, weil ich sicher wieder anfange zu Schwächeln…

Und übermorgen noch einen Umzug! Hurra! Aber da kommen wir dann endlich auch zu IKEA. Hat also auch was Gutes!
Sonntag kommen A+K aus dem Pütt zu uns. K. hat noch nie ein Feuerwerk gezündet, weil der werte Gatte Angst vor Raketen hat und höchstens mal ein Bodenfeuerwerk zündet! Ich habe K. daher letztes Jahr versprochen, mal ein richtiges Feuerwerk abzufackeln. Ich finde das sollte man mind. einmal im Leben gemacht haben. A. kriegt ne Warnweste an, ein Fäßchen Rum um den Hals und einen Schlauch in den Mund. N Stuhl und ne Decke und wird auf den Balkon verfrachtet. A. und ich werden derweil auf der Wiese nebenan richtig Gas geben!!

hrhr

Also auch nichts mit einigeln! Obwohl wir das auch schon oft auf Sylvester zelebriert haben.

Da fällt mir wieder dieses Mädel ein, dass mit dieser riesigen Harfe im Einkaufszentrum saß. Die hat den ganzen Tag dort gesessen und wirklich schöne Musik gemacht.

Zum einigeln schön!

Ich habe keine Pedale gesehen. Noch nicht mal eins! Habe mich allerdings die ganze Zeit gefragt, wie man so ein Gerät wohl stimmt. Sind ja wirklich viele Saiten!

Dank F. weiß ich nun, dass eine Harfe in Ces eingestimmt wird! Und dass sie temperiert ist! Soll heißen, dass alle Töne so gestimmt sind, dass nach zwölf Quinten eben nicht das Pythagoreische Komma zuschlägt und die Folgetöne um 23,46 Cent verschoben klingen.

Macht das ganze harmonischer!

Auch wenn im Grunde genommen somit alle Töne falsch sind.


T.

Es sind sieben Doppelpedalen. Ich wollte gerne mal Harfe spielen. Das hätte allerdings das elterliche Budget - sagen wir mal gesprengt. Und T. habe ich ja auch ohne Harfe bekommen. Das nenne ich mal Glück.

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halber Hahn

Gestern war’s mal wieder so weit!

Ein Dauerbewohner unserer Tiefkühlabteilung war fällig. Ich habe bei Einkäufen ja immer mal wieder ein oder zwei Blicke in die Tiefkühltruhen fallen lassen, um mich zu vergewissern, was denn so ein durchschnittliches Hähnchen auf die Waage bringt:

1.000 g

In der XXL-Version 1.500 g

Ein ganzer Hahn.

Früher dachte ich: Boah! 1.500 Gramm! Watt’n fetter Kumpel!

Heut weiß ich, dass Tiefkühlhähnchen entweder sehr jung sterben, oder aber irgendwie am wachsen gehindert werden, denn 1.500 Gramm ist eher Killefitt.
Frau H. hat Hühner. Und Hähnchen. Ein ganzer Stall ist entkernt worden und die Biester laufen entweder drinnen rum oder aber draußen. Es sind schon ein paar mehr, aber nicht so viele, dass sie einen Eierstempelautomaten haben müsste. Alle paar Monate bekommen Hühner & Hähne einen auf den Deckel und dann kann man neben den gepriesenen bunten Eiern auch die gerupften Erzeuger derselben käuflich erwerben. Der Vorteil ist, dass man wirklich leckere Hähnchen & Hühnchen bekommen kann, nachteilig gibts erst mal keine der überaus leckeren und schön bunten Eier mehr.

Gestern war es dann fällig, das sogenannte “halbe Hähnchen”! Ein Gigant! Das größte halbe Hähnchen, dass ich je gesehen habe. Eher so Putenformat! Eine Ansage für jeden Herd - besonders für unseren!

Nachdem Tante und ich eine Weile ehrfürchtig staunend (und auch ein bisschen ängstlich) vor dem halben Riesenhahn gestanden haben, wurde dann die Waage bemüht:

Mit Ars.. & Hals 1998 Gramm (wohlgemerkt nur eine Hälfte!!)

Und den habe ich unter der Angabe “bitte nur klein bis mittelgroß” ausgewählt und mit der Bemerkung “dat iss aber nen richtich schönet, für zwei Personen, da könner aber lecker wat von kochen - woll?” erhalten!

Ehrlich gesagt, es juckt mich gewaltig beim nächsten mal ein “großes” Hähnchen zu kaufen. Allerdings habe ich Angst davor, denn ich weiß nicht, ob das Vieh dann noch in unseren Ofen passt!

Und Tante ist ganz klar dagegen!

T.

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Klatsche…

…hab ich glaub ich einen dran!

Dass dieser Tag vollkommen daneben werden musste, war mir schon gestern abend klar! Ich habe mich tagsüber schon gewundert, warum die Kunden so seltsam reagiert haben, wenn ich denen ein schönes Wochenende gewünscht habe oder so nette Sätze zum Besten gab wie: “Natürlich Herr xyz, ich verstehe dass Ihr Anliegen dringend ist. Jaja, die Nullserie muss bis zum 21ten fettich sein. Ich werde alles in Bewegung setzen und die Angelegenheit gleich am Montag regeln!”

Wieso sagt mir denn keiner, dass wir erst Donnerstag haben?

Also ist der kleine T. glückselig nach Hause getuckert mit dem festen Glauben an das

WOCHENENDE

Und als Tantchen sagte: “Ich muss morgen um 8°°Uhr den ersten Patienten …..” habe ich zunächst gedacht, jetzt wird die völlig arbeitsgeil und legt die Patienten schon auf den Samstag. Muss ein Privater sein…..

Dann hat sie mich aber aufgeklärt, dass heute erst Freitag ist!

Auweia!

Alle Berichte mit falschem Datum abgeschickt! Jede Menge Kunden verwirrt! Mindestens 3 supi Fettnäpchen mitgenommen! So ein Schiet!

Und heute? Jau, fing supi an! Mein Auto hat an der Stossstange hinten einen fetten Kratzer! Wie singt Bruder Stoppok? “Ärger Du kannst mich nicht anschmier’n…” Wenn der wüsste…. Mein Boss baut gerade mal wieder die Firma um. Darf er, ist ja auch seine. Alle P-Plätze sind belegt mit irgendwelchen Sachen, oder irgendwelchen Autos von irgendwelchen Handwerkern. Auf allen anderen Parkplätzen parken Mitarbeiter. Da wären noch zwei mehr. Allerdings haben wir zwei Damen, die brauchen für die kleinen FIAT-Zwiebeln immer zwei Plätze. Die stehen diagonal….

Und dann ist irgend so ein Döspaddel mit irgendetwas an der Karre entlanggeschrammt ohne was zu sagen. Ich könnte kotzen. Habe den Kratzer gestern abend entdeckt und kann nicht eindeutig beweisen, dass das hier passiert ist. Wüsste nicht wo sonst, aber beweis das mal! Heute dann die nächsten Schriften für Kunden verfasst und Muster für Nullserien fettichgestellt und wieder mit Leuten telefoniert, die mich wahrscheinlich nun für völlig behämmert halten.

So weit ist das heute auch nicht hergeholt!

Habe dann versucht in der Mittagspause mit dem Herrn Tastentiger ein wenig zu kommunizieren. Habe 3x die Nachricht gesendet und 3x sind nur die ersten Sätze angekommen. Er findet’s wahrscheinlich lustig! Ist wie Adventskalender sagt er. Dann hab ich ja noch 21 Versuche! Schließlich muss man 24 Kläppchen aufmachen, bevor man den fetten Brocken bekommt! Könnte dem Tiger also noch 21 Nachrichten schicken. Wird nur dann kompliziert, wenn ich mehr als 24 Sätze zu sagen habe.

Schätze, dass ich da heute nicht drüber nachdenken sollte!

16:14 Uhr.

Ich hätte da noch einen Messbericht zu machen. Ist ein Tank für eine Feuerlöschspritze. Keine Ahnung, wer sich diese beknackte Kontur ausgedacht hat. Klar, wir produzieren nahezu alles, was man sich an Tanks so vorstellen kann, aber muss man das gleich so wörtlich nehmen? Habe gerade beschlossen, dieses nahezu unmessbare Objekt am Montag zu bemustern.

Falls am Montag auch Montag ist.

Mann Mann Mann.

T.

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Taff

Ich habe mir ja am Wochenende erlaubt, die tiefbetrübte R. mal ein bißchen zu betüddeln. Himmel was war das Mädchen traurig! Aber als Mann (okay okay - mit einem leichten Anteil Weiblichkeit) sind mir die Funktionsweisen des männlichen Egos ja nun durchaus bekannt! Zum Beispiel ist es durchaus männlich, sich eine neue Freundin anzulachen und erstmal zweigleisig zu fahren, denn es könnte ja sein, dass sich aus der Neuen nichts tieferes ergibt! Und dann stünde man(n) am Ende alleine da! Das will vermieden werden!!

Auch neigt Mann dazu, keine klaren Worte zu sprechen! ZB:

“R.”: “Dann ist jetzt wohl Schluss?” Worauf Ihr Typ sagt: “Wenn Du das so sagst, dann wird es wohl so sein!”

Übersetzung für alle: ER hat nicht Schluss gemacht, sondern Sie! Das könnte man(n) ja schließlich bei einem späteren Streitgespräch durchaus noch anbringen!

Habe Ihr geraten, besonders nach dem Wochenende durch Abwesenheit zu glänzen. Dann beginnt nämlich der Wochentrott und spätestens dann fällt dem Typen auf, dass irgendetwas fehlt! Kein lecker Duft aus der Küche! Keine Fragen zum allgemeinen Wohlbefinden, niemand der morgens lieb den Wecker ersetzt, kein nach Hause kommen und man wird erwartet…..nix dergleichen. Das mögen Männer normalerweise nicht. Dann suchen sie Kontakt zur gerade Verflossenen - schließlich will man(n) sich SO ja nun nicht trennen. Ausserdem gefällt es, wenn man(n) noch gebraucht wird. Und sei es nur zur Wohnungssuche!

Dann habe ich Ihr noch empfohlen, gute Laune an den Tag zu legen. Vorzugsweise dann, wenn ER in der Nähe ist. Das Leben muss Spaß machen! Zumindest muss es für IHN so aussehen. Das mögen Männer nämlich auch nicht! SIE soll gefälligst trauern! Das schmeichelt!

Und was macht R.! Die dreht auf!! Taucht nur dann “zuhause” auf, wenn ER nicht da ist, pennt mal bei dieser und mal bei der Freundin! Sobald ER anruft setzt R. das breiteste Grinsen auf und erfreut sich am Leben, will ER klärende Gespräche (damit das männliche Spiegelbild morgens nicht so beschis…… matt wirkt) dann blitzt er bei Ihr ab wie ein polgleicher Magnet!

Heute guckt Sie sich die erste Wohnung an und ich wünsche Ihr, dass das klappt!

Der Ex versteht wahrscheinlich gerade die Welt nicht mehr, wie aus so einem traurigen Etwas über 48 Stunden eine derart abgebrühte “Verflossene” geworden ist, bei der er nun nicht mal mehr den Ansatz einer Schnitte hat!

Sehr gut!
Manchmal liebe ich mein Y.

T.

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von T-Punkt.
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