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Gestern abend um sieben nach Hause gekommen, vorher noch überfällige Einkäufe erledigt, im Kopf noch einen Haufen Zeug, der erledigt werden muss, will die Treppe hochgehen, stolpere über unsere Wohnungstür.

Mein Blick schweift nach oben. Steine liegen auf dem Boden. Sieht nach Mauerresten aus, Ausgrabungen kommen hier nicht in Frage, da wenig Erfolg versprechend.

Unsere Wohnungstür sollte eigentlich schon seit zwei Monaten von meinem Schwager erneuert werden. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, dass ich jemals die Wohnung verlassen könnte, ohne die Tür dreimal laut zu knallen, bevor der Schließmechanismus greift.

Gestern hat er sich dann gedacht, es sei ein guter Tag, Tante Heinz die Laune zu verderben.

Wieso können Männer das Ausmaß ihrer Zerstörungswut nicht auf eine Lokalität begrenzen? Müssen sie unbedingt noch zehnmal durch den Staubhaufen latschen, um danach die Katze im Wohnzimmer zu streicheln, die Pflaster im Badezimmer zu suchen und ein Butterbrot in der Küche zu futtern?? Man rechne das ganze mal zwei, schließlich hat T. ihm in den letzten Zügen seiner Bauarbeit noch Gesellschaft geleistet.

Eben klingelt das Telefon. Mein Vater. Er bat vor vier Tagen darum, die Garage offenzulassen, damit er seine Sackkarre holen kann, die T. ihm seit Wochen nicht wiederbringt. Nicht, dass er ihn um das Zurückbringen ausdrücklich gebeten hätte. Aber man könnte geliehene Gegenstände ja einfach mal schultern und ein bisschen nett sein, indem man sie an den Besitzer übergibt.

Zumindest könnte man die Garage, über die man herrscht, einfach offenlassen, wenn man darum gebeten wird.

Macht man aber einfach nicht.

Und wer kriegt den berechtigten Wutanfall des rückenkranken Pensionärs ab? Die Tante mit dem dicken Fell. Denn nie im Leben würde die verbale Schelte beim Schwiegersohn so ausfallen, wie bei der Tochter, die mit dem ganzen Sackkarrenbrimbamborium gar nichts zu tun hat.

Der zweite Akt:
T. richtet gerne PC’s neu ein. Vorzugsweise den, den wir beide nutzen. Er wusste, dass ich für heute dringend noch etwas brennen muss. Wieso kommt er am Abend zuvor nicht einfach mal auf den Gedanken, dass das nicht ohne Weiteres geht, wenn das Brennprogramm nicht installiert ist? Komischerweise werden Dinge wie “Warlords 4″ schneller installiert, als die Polizei erlaubt.

Im Zuge der Neueinrichtung wurde gleich auch ein neues Office-Programm aufgespielt. Schickes Ding. Leider habe ich das nicht in der Praxis. Da vegetiert die alte Version vor sich hin. Hätte man mir auch vorher sagen können, das alles das, was ich heute morgen eilig eben mal ausdrucken wollte, gar nicht erst geöffnet werden kann.

Und so gehe ich heute mal wieder mit halbfertigem Schnickschnack in ein Gespräch. Was bedeutet, dass mal wieder ein Zusatztermin fällig werden wird, auf den ich keine Lust habe.

Was mir wiederum zeigt, dass ich mich auf gewisse Dinge nicht verlassen kann und mich um noch mehr Dinge selbst kümmern muss.

So. Ich habe für heute die Faxen schon mittags dicke.

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Beschäftigungstherapie- Und wieso bloß knallt die arme Sarah seit sechs Monaten immer wieder mit dem Kopf auf die Fliesen?

So. Heute ist es soweit. Ich gehe es an. Ich werde mir gleich Mut anfuttern (…Frau H.’s Eier müssen vernichtet werden… Die Lieferungen finden kein Ende… ;) und danach die sechs Umzugskisten im heimatlichen Arbeitskinderzimmer öffnen. Nicht nur öffnen. Ich werde sie aus-räu-men. Und ein-räu-men. Wobei das Einräumen sich mangels leerer Regale als schwierig entpuppen könnte.

Wenn man bedenkt, dass uns der Inhalt dieser Kisten seit Januar nicht gefehlt hat, könnte man sie eigentlich geschlossen in die Tonne hauen.

Aber irgendwo in den Tiefen der Pappbehälter schlummern zwei Rechnungen, die ich vergessen habe. (Und anscheinend auch der Herr vom Labor, denn er hat mir erst letzte Woche geschrieben, dasss wir da noch was offen haben…..)

Ich kann mich erinnern, dass sie in einem der Kartons sind, die ganz zum Schluss zusammengewürfelt wurden. “Wichtige Reste” steht darauf. Leider steht das auf vier von sechs Kisten, also besteht Handlungsbedarf.

Außerdem finde ich es sehr interessant, zu sehen, was man im Januar noch für wichtig erachtete.

Mein Tag wäre damit ausgefüllt.

Und wie beim Bügeln verlange ich nicht, dass T. aktiv mitarbeitet, sondern ich verlange lediglich seine Anwesenheit, damit irgendjemand mein Motzen und Schimpfen hört, mich bedauert und mir ab und zu ein Getränk reicht.

Das war vor ein paar Jahren noch anders. Da musste T. selbst bügeln. Und bei einem Telefonat mit meiner kleinen Schwester gestern fiel diese aus allen Wolken, dass ich gegen meine Prinzipien verstoße und meinem Mann die Hemden bügle.

Seitdem sie mit ihrem Freund zusammengezogen ist, hält sie’s nämlich genauso, wie ich ihr es damals erklärt habe. (Komisch. Manche Worte kommen bei kleinen Schwestern an, manche nicht. Bei vielen hätte ich es mir dringender gewünscht, als bei dem Thema “Bügle nie die Hemden Deines Mannes”…. *g* )

Jaja, Tante Heinz. So schnell ändert man seine Prinzipien. Ausgelacht hat das junge Küken mich! Das wird sie noch bereuen…. *pfeif* Habe da noch einige Besserwisser-Aussagen für sie auf Lager, die ich wohldosiert abzugeben gedenke.

Im übrigen ist mir gestern abend noch eine gute Fee (Viele Grüße!!! *freu* )über den Weg gelaufen, die mir das Prinzip der “extrakorporalen Kosten” erklärt und mir sogleich eine Zusage-Kopie der AOK geschickt hat. Ha!! Jetzt warten wir erst einmal die erste Zusage ab. Und dann gehen wir zur KK und werden dem netten Herrn unser neuestes Wissen unterbreiten. Untermauert durch eine Kostenübernahmezusage eines Kollegen derselben Regional-KK. Ich werde noch ganz wuschig…

Wenn das so weitergeht, können wir vielleicht in diesem Jahr doch noch einen Mini-Urlaub einplanen, aus dem wir selbstverständlich eine Postkarte an die Allgemeine Ortskrankenkasse schicken werden.

Wenn ich weiterhin arbeite wie ein Pferd, haben wir den spätestens im Herbst auch bitter nötig.

Am Wochenende kommt Besuch mit Krabbelkind. Nachdem ich gestern schon mal üben durfte (”Hier halten Sie mal eben…” - und schwupp, hatte ich das bezaubernde kleine Mädchen mit vier Zähnchen auf dem Arm, das locker in meine Handtasche gepasst hätte… Leider hat die Mama uns nicht aus den Augen gelassen, während sie die Jacke anzog… ;) , halte ich mich für emotional so gefestigt (….harhar…. an dieser Stelle bricht mein Mann wahrscheinlich gerade in brüllendes Lachen aus….), dass ich Babys in unserer Wohnung aushalte.

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Endspurt

So. Halb acht. Zeit, ein paar Millionen Kisten ins Auto zu schmeißen. Wenn sie nur schon voll wären. Hoffe, dieser Tag hat genügend Stunden.

Morgen um 11 kommt der Meister der Erbsenzähler, der mir die Erlaubnis erteilen soll, in genau diesen Räumen weiterzuarbeiten. Beim Gedanken daran wird mir dezent schlecht. Erstens kann ich mir einen entspannteren Sonntagmorgen vorstellen und zweitens gehe ich seit drei Nächten das Szenario durch, was passiert, wenn er etwas zu bekritteln hat. Erkennbar an meinem Kiefergelenk, dass nachts ganze Arbeit leistet, damit der Zahnarzt in den nächsten Wochen auch ordentlich was zu tun bekommt.

Mal wieder habe ich alles zeitlich sehr knapp bemessen. Aber weil man ja unter Druck am effektivsten arbeiten soll, wird das heute schon irgendwie gutgehen.

Gestern nachmittag hat sich der kleine Exvermieter in mein Ex-Blumenbeet gesetzt und klar Schiff gemacht. Muss ja zumindest von außen nett aussehen, deswegen wurden erstmal zwei Büsche eingepflanzt, die ihn um Längen überragten. Außerdem hatte ich es wochenlang geschafft, ihm gar nicht erst zu begegnen, das war überaus entspannend. Merke erst, seitdem ich meine Wäsche in den Keller transportieren kann, ohne von der Seite angelabert zu werden, wie sehr ich unter Verfolgungswahn gelitten habe. “F. ist da? Okay, ich wasche morgen.”

Gestern jedoch hatte er sich vorgenommen, mich abzufangen, um blöde Fragen zu stellen. Es hätte in Strömen regnen können, er wäre trotzdem im Beet sitzengeblieben.
Wieder meinte es das Schicksal gut mit mir. Denn bevor ich die Praxis verlassen konnte, kam T. am Blumenbeet vorbei. Armer T. Wieder einmal musste er Rede und Antwort stehen und die ein Meter hohe Neugierde befriedigen.

Nun denn. Er weiß jetzt, dass der Umzug für heute angesetzt ist, und wird es sich nicht nehmen lassen, zwischen den vielen geschäftigen Beinen durchzuwuseln, um sich in der Praxis festzutackern und uns aufzuhalten. So war’s schon beim Privatumzug. Und täglich grüßt das Murmeltier.

Das Dorf hat Mitleid mit dem armen kleinen Mann, dem nun auf gleich zwei Etagen gähnende Leere entgegenblickt. Böse Tante Heinz. Selbst meine Mutter ist beim Metzger nicht sicher davor, auf diesen gemeinen Umstand angesprochen zu werden.

Pfffff. Neun Jahre habe ich mich mit ihm abgeplagt. Mich hat er auch nicht geschont. Ein Frauenproblem hat er sowieso. Ein Problem mit selbständigen Frauen erst Recht. Und ein Problem mit Frauen, die über 1,80 sind, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Kleinwüchsigen Vermietern lässt man einfach viel zu viel durchgehen. Aus purem Mitleid. Und genau deswegen benehmen sie sich auch wie die Axt im Wald. Habe lange gebraucht, um das einzusehen.
Heute heißt es also nochmal Zähne zusammenbeißen und blöde konservative Kommentare schlucken. Und danach die Segel streichen.

Heute erwarten uns zum letzten Mal sinnige Fragen, wie z.B. “Schwere Kiste?” wenn man mit allerletzter Kraft vollbeladen die Treppe hochstolpert. Oder “Habt ihr die Wände gelb gestrichen?”, während man in einem definitiv gelben Raum steht.

Mein Mann ist im Übrigen am Mittwoch zu Ikea gedüst, um Tischbeine umzutauschen. Der Gute. Ich hatte nämlich so gar keine Zeit. Und was bringt er mir neben den Tischbeinen mit? Vorhänge für’s Schlafzimmer. Bin beinahe zusammengebrochen. Das muss das zusätzliche X-Chromosom sein. So langsamwird es mir sympathisch. Kann man eigentlich nicht genug von haben, von so schnuckeligen kleinen Chromosömchen.
Da verzeiht man doch gerne die Tatsache, dass er, während ich unter Einsatz meines Lebens Schränke aufbaue, das Hubschrauberfliegen übt, weil die Räume so schön leer waren und die Absturzgefahr gen Null tendierte.

Im Ernst: Ohne T. hätte man mich in den letzten Wochen schon längst einweisen können. Die Erfahrung lehrt: Noch so eine Gewaltaktion, wie die noch nicht ganz vergangene, werden nicht wieder vorkommen. Das steht fest.

So. Und jetzt gehe ich wirklich Kisten packen. Und nächste Woche wird Termin in GÖ gemacht.

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Ein Klotz weniger am Bein.

Nachdem die Schlüsselübergabe bezüglich der alten Wohnung seit zwei Wochen überfällig war, weil sich der Herr Besitzer im Skiurlaub befand (…frage mich immer noch, wie das aussieht, wenn er den Hang herunterwedelt…. nein…. ich will’s nicht wissen….) war es heute soweit.

Wir sind sie los. Haben uns während der Abgabe mehrfach auf die Zunge gebissen und böse Kommentare ‘runtergeschluckt. Mich persönlich hat die Vermieter-Jacke mit dem Lego-Logo auf dem Rücken so irritiert, dass ich mir mehrfach auf den Daumen beißen musste. An die Abdrücke von Elefanten-Schuhen im Schnee hatten wir uns ja gewöhnt. Aber die Lego-Jacke hat mich heute endgültig in den Irrsinn getrieben. Musste mehrfach das Wort Azoospermie vor meinem geistigen Auge hin und herhüpfen lassen, um auf dem Teppich zu bleiben. T. hat’s nicht bemerkt. Schade eigentlich. Aber irgendwie auch ganz gut so. Dann musste wenigstens nur ich mein aufkeimendes Lachen des Wahnsinns unterdrücken.

Eine Aera ist zu Ende gegangen. Was für eine Erleichterung. Ich lobe mir Vermieter, die drei Stunden weit weg wohnen und nur alle paar Wochen mal aufkreuzen. Dass der aktuelle Vermieter das ausgerechnet morgen mittag tun möchte, passt mir zwar auch nicht, aber dann haben wir wenigstens wieder zwei Monate Ruhe.

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Hochzufrieden durch den Plus getapert.

Von einem fremden und noch nicht mal gutaussehenden Mann bis zum Auto verfolgt worden, der anscheinend darauf spekulierte, dass mir das Klopapier herunterfallen könnte, das ich mir so galant unter die Achseln geklemmt hatte.

Was es dann auch tat.

So dass er seinen wohlverdienten Auftritt als Retter der Menschheit wahrnehmen und es mir persönlich und blöd zwinkernd in den Kofferraum legen durfte.

Wahrscheinlich dachte er: “Armes Frauchen. Muss sich ihren Tulpenstrauß am Valentinstag selbst kaufen. Mal sehen, ob sie vor Verzweiflung und Irrsinn etwas fallen lässt…”

Wie immer dauerte es zu Hause satte 10 Minuten, bis jede einzelne Tulpe von der Killerkatze angenagt worden war. Das lässt sie sich nicht nehmen. Auch, wenn sie erst kurz zuvor vom Sofa gefallen war, auf dem sie 80% des Tages verpennt: Wichtige Dinge erledigt sie immer sofort.

So. Nun zum unangenehmen Teil des Tages:

Tante Heinz kann keine Baupläne lesen. T. auch nicht. Bisher dachten sie beide, sie wären darin ganz töfte. Tante Heinz jedoch, die heute von ihrem sehr kooperativen Banker den Hinweis bekam, man müsse die Wände abziehen, um die Nutzfläche zu berechnen - ansonsten würde das Tantchen kohletechnisch über die Leisten gezogen - konnte sich soeben vom Gegenteil überzeugen.

Okay. Bei einer Tasse Kaffee rechnet Tante Heinz noch einmal lustig die Quadratmeter zusammen.

Und erkennt: Dem wichtigsten Raum fehlen drei Quadratmeter. Damit kriege ich keine Zulassung. Tolle Sache, das.
Keine Ahnung, warum wir uns das nicht früher überlegt haben. Fakt ist: Ich soll morgen einen Mietvertrag unterschreiben, den ich seit zwei Stunden nicht mehr unterschreiben kann. Obwohl ich es liebend gerne tun würde. Weil ich genau da rein will.

Und mein Ruhepol treibt sich in Polen herum. Himmel. Gehe ich jetzt sofort brechen oder verschiebe ich es auf später?

Der Herr Vermieter wird mich ab morgen für total bescheuert halten… Der bietet mir doch ab sofort nicht mal mehr eine Besenkammer an.

Das kommt davon, wenn man mit den Gedanken doch irgendwie immer woanders ist. An solchen Dingen merke ich: Tante Heinz wird bekloppt. Jetzt gehen ihr Sachen durch, die ihr definitiv nicht durchgehen dürfen.

Vielleicht kann ich ja noch irgendetwas retten. Denke ich über den morgigen Tag nach, treibt es mir jetzt schon die Schamesröte ins Gesicht.

Manno…. Wieso ruft mein Mann nicht an? Der hat bestimmt wieder einen rettenden Plan parat.

Ansonsten kann ich mich jetzt schon mal auf die nächste schlaflose Nacht vorbereiten.

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So.

Wir sind gelandet. Überflüssigerweise in einem Dörfchen ohne DSL. Ausgerechnet das haben wir natürlich vor dem Umzug nicht abgeklopft…. Immerhin - die Telekom verspricht Aufrüstung für Kalenderwoche 15. Da ich die Telekom allerdings gut zu kennen glaube, gehe ich realistischerweise von KW 51 aus.

Bis dahin muss ich mich damit abfinden, dass ISDN einfach zu langsam für mich ist. Allerdings bin ich ja schon mal sehr dankbar, dass Herr T. das Ganze nach zwei Tagen unter außerordentlich schlechter Laune für uns eingerichtet hat.

Hier ist’s wirklich sehr nett. Nennen wir es überschaubar. Letzte Woche sind wir nachts durch’s Örtchen flanelliert, und kaum hatten wir das begonnen, war das Örtchen schon wieder zu Ende.

Unser Umzug war trotz Schneefall erstaunlich entspannt. Selbst unsere Umzugshelferin aus der schneefreien Zone hat sich zu einem ausgewachsenen Profi entwickelt, wenn es darum ging, schlitternderweis mit dem Auto durch die Kurven zu brettern.

Nun haben wir uns allmählich eingelebt; bis auf ein Super-GAU-Zimmer (…wir haben keine Regale mehr…. wir schmücken es mit Kartons…. können wir uns leisten, schließlich ist es das Kinderzimmer….) ist alles soweit heimelig, dass sich sogar die Kittens wohlfühlen. Naja, sie sagen es nicht so explizit. Auf Laminat rutschen macht ihnen weniger Spaß.

Tante Heinz jedoch findet Laminat klasse. Da muss man die besockten Füße ja gar nicht mehr anheben. Man kann den lieben langen Tag vor sich hin rutschen. Toll!

Die Tatsache, dass ich jetzt jeden Tag zu meiner Arbeitsstätte fahren darf, kostet zwar Zeit, aber bringt Lebensqualität. Auch, wenn Außenstehende das überhaupt nicht nachvollziehen können, denn vorrangig fanden sie den alten Zustand so überaus praktisch. *örks*

Aber Wochenende ist nun tatsächlich Wochenende, und Feierabend ist Feierabend. Bilde mir ein, ich bin entspannt.

Denke ich an HH, überkommt mich ein latenter Brechreiz, ein Hotel habe ich immer noch nicht gechartert, wir drücken uns eigentlich beide vor der Konfrontation mit dem Unvermeidbaren. Dieser Umzug kam genau richtig. HH war tagelang ganz weit weg. So kann man Wartezeiten wirklich gut überbrücken.

Insgesamt gesehen kann man jedoch sagen: Uns geht es gut. Bestens eigentlich. Gute Entscheidung, das. Alles toll. Leider gerade zu wenig Zeit, diesen Zustand noch genauer auszuführen. Aber in den nächsten Tagen findet sich sicher ein wenig freie Zeit, die es auszufüllen gilt.

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Uah….

So. Selbstverständlich kann dieser Umzug nicht ruhig vonstatten gehen.

Erst ist der Sprinter, mit dem K. morgen hier andüsen wollte, am Montag kaputtgefahren worden. Schade. Es wäre auch zu schön gewesen. *pfeif*

Dann stellt uns mein Schwager einen Anhänger vor die Tür, in den gerade mal ein Sessel reinpasst. Leider besitzen wir keinen Sessel, deswegen ist der Hänger eigentlich Unsinn. Es beweist aber mal wieder, dass der Herr Schwager noch nie in seinem Leben umgezogen ist.

Heute morgen werde ich vom Radio wach, aus dem Glatteis- und Schneewarnungen für die hiesige Region dröhnen. Hmpf. Ich will doch heute abend nochmal zu Ikea. Und morgen wollen wir hier raus sein. Und zwar ohne Schneehaube auf dem Sofa. Oder Sofa mit Schneehaube im Straßengraben.

Gestern abend habe ich bügelnderweis’ die Krise bekommen, weil wir von beiden Eltern das “KommtdochallezumMittagessenamSamstag-Angebot” bekommen haben und ich mal wieder das Gefühl hatte, irgendjemandem mit einer Absage vor den Kopf zu stoßen.

Und heute mittag ist Verhandlungstermin mit dem Büroraum-Doktor. Das erklärt meinen unruhigen Schlaf.

T. schläft den Schlaf der Gerechten, denn der Gute hat heute frei. Nicht nur heute, nein, auch noch Montag. Ich glaube, ich will auch wieder Angestellten-Status. Nach meiner Bauchspiegelungskrankfeierei kann ich meinen geplanten Umzugsurlaub in die Tonne kloppen. *mad*
Immerhin kann er dann am Montag den Katzen eine heile Welt in der neuen Wohnung vorgaukeln, ich hoffe, er erledigt diese Aufgabe ordentlich.

Nun ja. Irgendwie wird’s morgen laufen. T. erweist sich als Organisationstalent (…und ich dachte immer, nur ich arbeite unter Zeitdruck am effizientesten… ;) . Ich sehe meine Aufgaben morgen noch etwas verschwommen vor meinem geistigen Auge. Starke Männer hat’s genug, ich denke, der Kelch des Möbelpackens wird an mir vorübergehen. Höchstwahrscheinlich ist es morgen meine Bestimmung, für wenig Schneefall, T’s. Rücken, meine Nerven und das Leben der im Schlafzimmer eingesperrten Katzen zu beten.

Lass es schnell Montag werden. Lass mich mit T. alleine in der Bullerbü-Küche sitzen, die Füße auf den professionell aufgebauten Tisch legen und eine Dose Bier aufreißen….

Und weil T. heute hier den Schreibtisch abreißt und wir erst ab dem 1.2. wieder DSL haben, wird dies hier wahrscheinlich bis dahin das letzte Lebenszeichen von der Tante sein. Es sei denn, ich verstehe endlich, wie ich mit dem Laptop von meinem Arbeitsplatz aus ins Netz komme….

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Der Fall der hohen Wälder …

… könnte auch ein Titel von J.R.R. Tolkien sein. Sollte es in hiesigen Breiten Waldelben geben, so werden diese vermutlich gerade Trauer tragen und gar wehleidige Gesänge anstimmen!

Kyrell ist hier durch die Wälder gefegt, dass es an ein Wunder grenzt, dass überhaupt noch was stehen geblieben ist…!

Der typische Nadelwald hat außen Bäume, die bis zum Boden mit Ästen bewachsen sind (ein natürlicher Windschutz!). Die Bäume innen haben nur im oberen Drittel Äste. Damit der Wind außen nicht so stark drückt, schlagen findige Waldbauern Schneisen in den Wald, damit der Wind durchgeleitet wird und es keinen Bruch gibt.

Kyrell war aber ein ganz Pfiffiger!

Der hat nämlich mit dem “flache-Hand-in-Pudding-schlagen” Prinzip eingeschlagen.
(Man nehme einen steifen Pudding und schlage mit der flachen Hand in die Mitte… ;)
So wie dann Eure Küche aussieht, siehts hier im Wald aus.
Von innen nach außen flachgelegt!

Aber nicht nur ein paar “Tännekes” (Tannen - Anm. d. Verf.), ganze Höhenzüge sehen aus wie nach einem Meteoriteneinschlag.

Ich habe mir Donnerstag Abend einige Minuten vor der Haustür gegönnt. Der Wind hat gepfiffen, wie wenn man in eine Flasche bläst. Nur lauter! Und ganz schön mächtig! (Wow!!!)
Jetzt fehlt nur noch ein knackiger Restwinter mit 100cm nassem Schnee und noch ein kleine Brise und hier siehts die nächsten Jahre ganz schön übel aus.

Die Straßen sind zwar wieder frei, aber manchmal passiert man einen riesigen Haufen fetter Fichten, durch den man quasi durchfahren muss. Leitplanken sind platt wie ein dünnes Blech und das ein oder andere Ferienhaus ist zwei oder dreigeteilt.

Fängt ja super an, das neue Jahr!

Nebenbei ziehen wir ja auch noch um. Der Zustand der Wohnung “alt” hat gerade den absoluten “wir-wollen-raus” Zustand erreicht. Keine Küche mehr da. Vorrat leer. Wohnzimmer nur noch Möbel und ein paar Blumen. Arbeitszimmer halb leer. Schlafzimmer schon arg geschröpft und die Katzen werden langsam zu vierbeinigen Psychopathen….

Wohnung “neu” dagegen lädt zum verweilen ein!
Supischicke Wohnküche! Schlafzimmer schreit nach Einrichtung, Bad fast fertig, das Wohnzimmer ist schon rudimentär mit ner Hifi-Anlage ausgerüstet!

TH hat gestern alle IKEA-Stühle, IKEA-Tische und Regale selbiger Herkunft im Alleingang aufgebaut! Sie kann nämlich nicht nur mit nem HILTI umgehen, nein, Sie ist ein talentiertes Schraubermädchen! Das meine ich ganz ernst!!!!
Ich habe mich alldieweil an der Badezimmer-Elektrik aufgehalten (ich hasse Elektrogeschraubsel..)! Die Lautsprecher haben endlich schicke Ständer und wir scharren beide mit den Hufen wegen Samstag. Dann kommt der Sprinter und ein buntes Völkchen Möbelschlepper….und laut Wetterbericht der Winter….ist auf 650 m ü. NN gerade das, was zum Umzug noch fehlt…!
Heute werden noch die Hängeschränke montiert und dann ist die Küche fettich!

Hurra!

T.

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Ein bisschen windig….

…..ist es da draußen schon….. Nachdem mir gestern im Fernsehen schwankende Menschen bei Windstärke 11-12 vorgeführt wurden, bin ich, was den heutigen Tag und meinen Aufenthalt draußen betrifft, latent skeptisch.

Die Unwetterzentrale färbt unseren Wohnort gerade pink. Mehr Farben gibt’s nicht, pink ist das schlimmste, was die da zu bieten haben. Nun gut. Warten wir ab.

Komischerweise haben mich noch keine aufgelösten Mütter angerufen, die ihre Termine absagen wollen. Ich könnte es verstehen. Meterhohe Schneemassen sind ein Grund. Windstärke 12 auch.

Nach Windstärke 12 kommen nächste Woche dann die meterhohen Schneemassen, sagte man mir gerade im Radio. Da könnte ich doch jetzt eigentlich hier die Schotten dicht und mir ein nettes Leben machen.

Aber nein. Da ruft mich gerade mein Leib- und Magenarzt an und berichtet mir, dass die Dame, mit der ich eigentlich die neuen Praxisräume beziehen wollte, erstmal ein gemütliches Existenzgründerseminar mitmachen will. Das geht bis März und dann will sie sich entscheiden. So lange will er nicht mehr warten, und deswegen muss Tante Heinz sich nun für ein Solo entscheiden. Im Übrigen ist das der Witzbold, der mir regelmäßiges Abschalten verordnet.

Hmpf. Mehr Miete. Doppelt so viel Miete. Ich werd’ bekloppt. Was mach’ ich bloß? Dabei war ich mir so sicher, dass die Dame zusagt. Und ich hätte auch wirklich gerne mit ihr zusammengearbeitet. Nächsten Mittwoch begehen Dr. Witzbold und ich die Räume und unterhalten uns darüber, was machbar ist. T. muss als moralische Unterstützung unbedingt mit.

Jetzt kann ich noch nicht mal im gemütlichen Rahmen darüber nachdenken, sondern muss in einer halbleeren, blöden, hallenden Wohnung in mich gehen.

Laufe gerade ein wenig im Kreis.

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So. Sperrmüll weg. Sage und schreibe um elf Uhr kamen die Herren Abfallbeseitiger. Anscheinend hatte ich die Dame am Telefon unterschätzt. Die hat echt was drauf! *g* Sollte ihr Blümchen schicken, denn irgendwie sieht es hier schon viel leerer aus.

Dass ich den Rattan-Kratzsessel unserer Katze weggeben hatte, wird mir nicht nur von eben dieser übelgenommen, sondern sogar von T. vorwurfsvoll erwähnt. Allerdings muss man sich von gewissen Altlasten trennen. Zumal man nicht mehr sicher darauf sitzen kann. Da hat die Gute wirklich ganze Arbeit geleistet.

Werde ein paar Kröten opfern und ihr diesen Einrichtungsgegenstand ersetzen. Bis dahin wird sie wahrscheinlich weiterhin auf dem Bett sitzen und in die nun leere Ecke starren.

Morgen um 8 droht ein Friseurtermin. Seitdem mir die Frau Friseurin meine Hochzeitshochsteckhaare für lau gemacht hat, fühle ich mich schlecht, wenn ich über einen flotten Friseusenwechsel nachdenke. Da wir uns nur alle sechs Monate sehen, fällt ihr erster Blick berechenbar auf meinen Bauch.

Nicht nur das. Es wird gerne lauthals mit der anwesenden Kundschaft darüber philosophiert, wann sich denn Tante Heinz nun endlich im tragenden Zustand befindet. Insbesondere dann, wenn ich mein Haupt unter der Trockenhaube parkt. Meine Ohren werden unterschätzt.
So isses auf dem Dorf. Da ist man machtlos.

Morgen werde ich die anwesenden Damen - ich kenne die meistens gar nicht, komischerweise kennen die mich immer alle - in ihrem Vorurteil bestätigen.

Ich werde sie darüber aufklären, dass ich auf erzkonservative Lebenspläne einen großen Haufen mache, mir meine Karriere wichtiger ist, ich mein Geld lieber für Reisen, Möbel und Kleidungsstücke ausgebe und Kinder schon diverse gute Ehen kaputtgemacht haben, wie man regelmäßig im Friseursalon vernehmen darf, und ich nicht vorhabe, meinen Mann mit der Nachbarin hinter der Hecke zu erwischen, weil er wegen der üblichen zwei Kinder, die im Ehebett übernachten, kein Sexualleben mehr mit mir pflegen kann.

Denke, danach ist Ruhe. Kann mir egal sein, ich wechsle ja sowieso das Dorf. Und mit dem Dorf dann bestimmt auch die Friseurin.

Heute abend werde ich bei einem gepflegten Wochenendbier meine Aussagen mit T. hinsichtlich Härte noch ein wenig modifizieren.
Glaube fast, das wird ein großer Spaß.

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
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