Gestern abend um sieben nach Hause gekommen, vorher noch überfällige Einkäufe erledigt, im Kopf noch einen Haufen Zeug, der erledigt werden muss, will die Treppe hochgehen, stolpere über unsere Wohnungstür.
Mein Blick schweift nach oben. Steine liegen auf dem Boden. Sieht nach Mauerresten aus, Ausgrabungen kommen hier nicht in Frage, da wenig Erfolg versprechend.
Unsere Wohnungstür sollte eigentlich schon seit zwei Monaten von meinem Schwager erneuert werden. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, dass ich jemals die Wohnung verlassen könnte, ohne die Tür dreimal laut zu knallen, bevor der Schließmechanismus greift.
Gestern hat er sich dann gedacht, es sei ein guter Tag, Tante Heinz die Laune zu verderben.
Wieso können Männer das Ausmaß ihrer Zerstörungswut nicht auf eine Lokalität begrenzen? Müssen sie unbedingt noch zehnmal durch den Staubhaufen latschen, um danach die Katze im Wohnzimmer zu streicheln, die Pflaster im Badezimmer zu suchen und ein Butterbrot in der Küche zu futtern?? Man rechne das ganze mal zwei, schließlich hat T. ihm in den letzten Zügen seiner Bauarbeit noch Gesellschaft geleistet.
Eben klingelt das Telefon. Mein Vater. Er bat vor vier Tagen darum, die Garage offenzulassen, damit er seine Sackkarre holen kann, die T. ihm seit Wochen nicht wiederbringt. Nicht, dass er ihn um das Zurückbringen ausdrücklich gebeten hätte. Aber man könnte geliehene Gegenstände ja einfach mal schultern und ein bisschen nett sein, indem man sie an den Besitzer übergibt.
Zumindest könnte man die Garage, über die man herrscht, einfach offenlassen, wenn man darum gebeten wird.
Macht man aber einfach nicht.
Und wer kriegt den berechtigten Wutanfall des rückenkranken Pensionärs ab? Die Tante mit dem dicken Fell. Denn nie im Leben würde die verbale Schelte beim Schwiegersohn so ausfallen, wie bei der Tochter, die mit dem ganzen Sackkarrenbrimbamborium gar nichts zu tun hat.
Der zweite Akt:
T. richtet gerne PC’s neu ein. Vorzugsweise den, den wir beide nutzen. Er wusste, dass ich für heute dringend noch etwas brennen muss. Wieso kommt er am Abend zuvor nicht einfach mal auf den Gedanken, dass das nicht ohne Weiteres geht, wenn das Brennprogramm nicht installiert ist? Komischerweise werden Dinge wie “Warlords 4″ schneller installiert, als die Polizei erlaubt.
Im Zuge der Neueinrichtung wurde gleich auch ein neues Office-Programm aufgespielt. Schickes Ding. Leider habe ich das nicht in der Praxis. Da vegetiert die alte Version vor sich hin. Hätte man mir auch vorher sagen können, das alles das, was ich heute morgen eilig eben mal ausdrucken wollte, gar nicht erst geöffnet werden kann.
Und so gehe ich heute mal wieder mit halbfertigem Schnickschnack in ein Gespräch. Was bedeutet, dass mal wieder ein Zusatztermin fällig werden wird, auf den ich keine Lust habe.
Was mir wiederum zeigt, dass ich mich auf gewisse Dinge nicht verlassen kann und mich um noch mehr Dinge selbst kümmern muss.
So. Ich habe für heute die Faxen schon mittags dicke.
und danach die sechs Umzugskisten im heimatlichen Arbeitskinderzimmer öffnen. Nicht nur öffnen. Ich werde sie aus-räu-men. Und ein-räu-men. Wobei das Einräumen sich mangels leerer Regale als schwierig entpuppen könnte.
)
Habe da noch einige Besserwisser-Aussagen für sie auf Lager, die ich wohldosiert abzugeben gedenke.
)über den Weg gelaufen, die mir das Prinzip der “extrakorporalen Kosten” erklärt und mir sogleich eine Zusage-Kopie der AOK geschickt hat. Ha!! Jetzt warten wir erst einmal die erste Zusage ab. Und dann gehen wir zur KK und werden dem netten Herrn unser neuestes Wissen unterbreiten. Untermauert durch eine Kostenübernahmezusage eines Kollegen derselben Regional-KK. Ich werde noch ganz wuschig…