Da House II

Letzte Woche waren sie zu Besuch, die neuen Vermieter. Schlussgespräche zur Wohnungsübernahme. Ausserdem wollten die beiden Herrschaften wohl sehen, wen sie sich dort ins Haus holen. Also haben wir Tee gesüppelt, alte Geschichten ausgetauscht und uns ausgiebig beschnuppert.
Zum Schluss den obligatorischen Handschlag und nun ist die Wohnung unser.Nein. Es ist nicht perfekt. Wir weinen unserer Küche nach – in der wir selbstredend gesessen haben. Aber demnächst sitzen wir im Garten auf der fetten Terasse. sollte es regnen, sitzen wir draussen im Pavillon. Das Bad ist kleiner, die Wanne ist kleiner und nein, man will nicht umbauen.
Nun gut. Wir nehmen die Wohnung mit kleinerem Bad. Auch die kleinere Küche mit dunklen Kacheln und sollte uns der Wahn packen, bekommt Tante Heinz einen Bohrhammer in die Hand und darf die Kacheln runterprügeln.
Bohrhämmer und Hiltis sind nämlich Tantes geheime Leidenschaft…
Da wird die Tante zum Terminator!
Alldieweil wird unser aktueller Vermieter sehr geschmeidig. Der opfert seinen Kellerraum um ein Büro für den erdgeschossigen Nachbarn. Der ausziehen würde, wenn er sein Büro nicht im Hause hätte. Schließlich muss er das Büro für die kleine K. in ein Kinderzimmer verwandeln. “T-Punkt. Es geht nichts über Harmonie im Haus und die ist ja nun mal sehr gut derzeit.” Nein, Herr L. weiß noch nicht dass die Harmonie – zumindest bei Ihm – in Kürze getrübt ist. Wir haben daher die Kündigung auf Februar verschoben, damit der Elan nicht durch Nachmietersuche eingeschränkt wird.

Und sonst?

Wir waren beim Notar. Einem Provinznotar ein paar Kilometer ausserhalb. Der war etwas durcheinander, denn eine Beurkundung zu einer Spendersamenbehandlung ist ihm in “40 Jahren notarieller Berufserfahrung” auch noch nicht untergekommen…
Man lernt halt nie aus.
Wir auch nicht, denn notarielle Beurkundungen werden mit allem Zipp und Zapp ausgestellt und selbst Kopien davon bedürfen der notariellen Unterschrift. Hui. Nun haben wir nicht nur eine Urkunde. Wir haben so eine richtig Fette in Kartonage, mit Seeräubersiegel und Kordel. Sieht üppig aus.
Bzw. hat die Tante die, denn sollte ich das Weite suchen wird sie mich mit dieser Kladde abwatschen und den Unterhalt aus mir rausprügeln. *räusper*
Wir haben die Klamotten für die Essener Sacksüppchenkocher beisammen. Nach einer exzessiven Fotosession auch zwei nette Fotos für selbige und den ganzen Kladderadatsch der da zu gehört.
Fehlt noch ein bisschen Asche auf Tasche, ein kleines bisschen Mut und los gehts. Dieses Jahr noch, das steht fest.

Ja. die neue Wohnung hat auch ein Zimmer für 1-2 kleine Schröchel. Eigentlich nur eins. Sollten zwei am Start sein wirds etwas eng. Andererseits sind die Vermieter sehr beweglich und das Haus hat viele Räume. Aber das ist Schnee von übermorgen und daher den Gedanken nicht wert.

Schnee?
Schnee.
Das Zweitbeste zum Schluss:
Nach einem 100m Bürgersteig in der letzten Wohnung (plus 3 Parkplätze) haben wir uns schon reduziert auf 40m Gehweglänge plus Ausfahrt in 4-Parkplatzgröße. Die neue Wohnung hat nur noch eine Ausfahrt so klein wie ein PKW plus 3m Gehweg. Schneeräumen?
Pfffft.
Da reicht n Löffel.
Die Fräse kann weg.
Endlich.
Genial oder?




3 Kommentare to “Da House II”

  1. sasakreta schreibt:

    Daumen rauf. Ich drücke Euch die Daumen.

  2. Zuckerschnute1408 schreibt:

    Schön, daß sich bei euch was tut! In nicht nur einer Hinsicht!!!

    Bei uns hier nennt man das dann “Schneebeseln” wenn es nicht so viel ist zum schippen!

    Viel Glück für eure Vorhaben!

  3. mausebaer schreibt:

    Hollo Bollo, nichts Neues bei Euch? Gehts Euch einigermaßen gut? Oder seid Ihr im Schnee versunken?

    LG Frau Mausebaer

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