Betrügerpack
Ich hab da ja mal wieder so einen klitzekleinen Versicherungsfall, dessen Beschreibung den Rahmen sprengen würde.
Dieser Versicherungsfall verleitet mich momentan allerdings dazu, in die Küche zu gehen, das Hackebeil aus der Schublade zu nehmen und dem Herrn Versicherungsheini - naja, zumindest damit zu drohen.
Der Herr VH hatte letztes Jahr seinen Einstand bei uns. Nachdem er monatelang angerufen hat, um sich als neuer Bezirksmann vorzustellen und wir ihm immer freundlich gesagt haben, dass wir es sehr nett finden, dass er da ist, er uns aber nicht besuchen muss, kam ja unser kleiner Wasserschaden dazwischen.
Da mussten wir ihm wohl oder übel Einlass gewähren. Half ja alles nichts. Anscheinend wollte er sich mit der schnellen Schadensregulierung einen Platz in unseren Herzen erobern. Zumindest kurzzeitig hat er das geschafft.
So. Neuer Versicherungsfall. Etwas gravierender. Parallel dazu laufen alle Versicherungen, die wir mit diesem Laden abgeschlossen haben, demnächst aus. Abgeschlossen hatten wir sie mit seinem Vorgänger. Nun also seine Chance, auch mal ein bisschen Geld an uns zu verdienen.
Sofern wir verlängern…
Dieser Vollpfosten hat tatsächlich die Dreistigkeit, die Begleichung meines Schadens an das Abschließen neuer Verträge zu knüpfen. Durch die Blume, selbstverständlich.
Und durch die Blume lässt er sich gerade am Telefon durch seine Bürodamen verleugnen, ist anscheinend auf Dauertagung, geht nicht ans Telefon, wenn wir anrufen und hat anscheinend vor, mich aushungern zu lassen, weil wir sein Vertragsgehampel noch nicht unterschrieben haben.
Sehr seltsam. Dabei wirbt der Laden im Fernsehen mit diversen umherfliegenden Schutzengeln. Ob die den VH auch vor dem Hackebeil schützen?
Habe meine Angelegenheiten nun offiziell an T. übergeben. Der ist böser. Aber hilft ja alles nichts, wenn der Herr Nepper-Schlepper-Bauernfänger nicht ans Telefon geht.
Sachen gibt’s, da kann man wirklich nur noch mit den zu groß geratenen Ohren schlackern…
Lassen wir uns überraschen, was uns die nächste Woche bringt. Dann ist unser Fall schon sechs Wochen alt. Putzig.
Höchstwahrscheinlich bringt die nächste Woche keinen Scheck. Vielleicht eher einen aufregenden “Ichgehehiernichteherweg,bisderFatzkevonderTagungkommt-Sitzstreik”.
Freitag, 22 Februar 2008 um 7:20 nachmittags
Hallo liebe Tante!
GLG Kerstin
Ich kann Dir nur aus Erfahrung berichten, daß man sich in solchen Fällen am besten direkt an den Vorgesetzten wendet. Unser Versicherungsheini ist letztes Jahr einfach abgetaucht und nie wieder aufgetaucht. Hatte allerdings ziemlichen Dreck am Stecken, wie sich später herausstellte.
Hart bleiben, notfalls Anwalt einschalten, nicht lange fackeln. Schließlich gehts um ‘ne Menge Geld, daß Euch fehlt, der Versicherung aber sicher nicht weh tut.
Samstag, 23 Februar 2008 um 11:47 vormittags
Liebe Tante,
das ist richtig, lass andere sich mit VHs rumärgern, im Notfall eben einen Anwalt. Das macht der gerne, sonst wäre er ja nicht ein ebensolcher geworden.
Und wenn Ihr Euch in Sitzstreik begebt, dann bitte stilecht mit ner Pulle Schampus *saufen*, ok?
LG, Annette
Sonntag, 24 Februar 2008 um 12:45 vormittags
LG Gilly
Montag, 25 Februar 2008 um 9:34 vormittags
Hallo Tante,
ist der VH im Nachbarsdorf nich eh viel hübscher, netter, schneller und womöglich noch von der gleichen Versicherung?
Sagt ja keiner, daß du grad den Oberlahmar…. nehmen mußt!
Und ach ja, ich täte dann gerne die “bösere” Geschichte von T. hören
LG
Zuckerschnute