Archive forFebruar, 2008

Immer schön drücken…

…tut die Tante sich, wenn es darum geht, mal wieder in der Kiwu-Praxis aufzuschlagen. Man könnte glauben, ich bin traumatisiert. Fühle mich zwar nicht so, aber kluge Psychologen würden es wahrscheinlich trotzdem diagnostizieren. Zack, Tante bekloppt. Stempel drunter, feddich.

Am Sonntag habe ich T. darauf vorbereitet, mir tags darauf einen Termin besorgen zu wollen. Polyp finden, ausräuchern, wohlfühlen. Fand er okay.

Den Telefonhörer scheue ich seitdem allerdings wie der Teufel das Weihwasser. Huch, Telefonnummer gar nicht dabei, na so ein Pech.

Schließlich sind wir dann wieder mittendrin in der KiWu-Mühle. Nicht, dass ich da in den letzten Monaten ernsthaft herausgekommen wäre… Aber zum Ausräuchern erscheinen und dann wieder für ein paar Monate in der Versenkung verschwinden - da fängt das kleine Tantenköpfchen dann doch wieder an zu rebellieren. Wenn schon, denn schon.  Keine halben Sachen, die Spritzen müssen in die Schwarte, aber zackig.

Die Kohle ist abrufbereit, zeitlich könnten wir’s genauso gut oder schlecht organisieren wie den letzten Versuch.

Aber das kleine Männchen im Ohr sagt mir immer wieder: “Letzter Versuch, dann Ende, Tante. Wenn überhaupt etwas gefunden wird.”

Und deswegen finde ich den Gedanken, dass es T.’s Frozen Friends noch gibt, momentan eigentlich ganz schick. Allerdings kann ich mich ja nun wirklich nicht die nächsten zehn Jahre darüber freuen und mich mit 42 darüber wundern, dass wir immer noch zu zweit sind..

Ich brauche keinen Psychologen. Ich kann schon selbst ganz gut diagnostizieren.

Definitiv bekloppt.

Ich glaube, ich muss ins Bett. Intensiv nachdenken. Über Plan A, Plan B und alles, was dazu gehört.

Und vielleicht morgen nochmal den Telefonhörer anschauen.

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Boxen …

Tschakka! Samstag war wieder ein Tag für T.!

Boxen auf den öffentl. Rechtlichen. Boxen ohne Werbung! Sensationell!

Ja, ich gestehe, neben Fussball-Länderspielen mag ich noch Zehnkampf und Boxen! Boxen ist der einzige Sport, wo ohne Materialschlacht, Wetterunbill und zip und zap ausnahmlos der Athlet im Vordergrund steht. Meistens gibt’s einen klaren Sieger, selten ein Unentschieden. Klare Sache. Nix Abseitsgehampel (habe ich eh nicht kapiert). Zack Bumm! Der Eine liegt, der Andere steht!

So auch am Samstag. Thomas Ulrich gegen Juri Baraschian. Leckomio hat sie der Ulrich auf die Nase gekriegt. Und als ich dachte, dass der Bursche nach dem dritten Leberhaken unten bleibt, ist der doch tatsächlich nochmal aufgestanden um sich den vierten Haken auch noch abzuholen. Das nenne ich mal Sportsgeist!

Nein, ich bin nicht “Fan” von bestimmten Boxern. Okay, manche mag ich wegen des Stils, den sie boxen. Die Klitschkos zum Beispiel! Unfassbar, dass so ein Riesenbaby so galant durch den Ring tänzeln kann! Ja, ich habe auch diesen Kampf gesehen (Live, was denn sonst?). Ein rein taktischer Kampf. Ich fand es ja gut, auch wenn der Rest der Zuschauer wohl gerne einen brachialen Knock Out gesehen hätte. Und Arthur Abraham mag ich auch. Das ist auch so ein Taktiker, der es fertig bringt, 5 Runden nicht mitzuboxen um dann in der 6ten Runde zweimal zuzuschlagen. Und dann ist der Kampf auch schon vorbei! Sein Coach, Uli Wegner, dieser unfassbar heisere alte “Box Opi” steht schon ab der dritten Runde böse motzend in der Ringecke! “Junge, was machst Du denn da, Du musst auch mal boxen! Du verlierst den Kampf! Du bist nicht zum Tanzen hier! Junge! Mensch!”

Das mag selbst Tante Heinz! 

Das besagter Herr Abraham 2006 mit einem mehrfach gebrochenen, lose baumelnden Unterkiefer noch 5 Runden geboxt hat - um den Weltmeistertitel trotzdem zu gewinnen - macht ihn mir sympathisch - und Tante schüttelts durch… 

Den Fatzke von der Versicherung würde ich auch mal gerne zu dem Herrn Abraham als Sparringpartner in den Ring stellen. Der dürfte dem Versicherungsbetrüger dann 2-3 rechteGeraden einschießen und mit ein bisschen Glück tickt der danach richtig. Obwohl ich glaube, dass das nicht viel nützt.

Der wollte uns doch tatsächlich beschei….! Vorzugsweise Tante Heinz! Immerhin hat er versucht uns Verträge unterzuschieben, die 3 Jahre verlängert werden sollten, nur wegen ner kleinen Vertragsänderung. Tantchen ist deshalb in seinem Büro zu Höchstform aufgelaufen und hat dem Herrn sogar eine Nachhilfestunde durch die Hauptverwaltung besorgt. Aber das erzählt sie am besten selbst. (wenn sie wieder von Versicherungen reden kann, ohne einen Blutrausch zu kriegen….)

Und das Schlimmste ist geschafft. Ich bin mal wieder etwas älter geworden. Sagen wir mal 29-j Jahre alt. Abgesehen davon, dass ich mir solche Daten noch nicht einmal in meiner direkten Umgebung merken kann (oder es einfach nicht will), würde ich das eigene Datum am liebsten auch aus allen Papieren löschen. Natürlich gibt es einige Personen, die mich dann den ganzen Tag daran erinnern, dass man diesen Tag doch zu begehen hat, am besten mit dickem Brimborium. Ich selbst würde mich am liebsten 2-3 Tage verpieseln, bis wieder ein bisschen Gras darüber gewachsen ist, aber geklappt hat das auch noch nie.

Und es gab sogar ein paar Geschenke! Tante hat 24h vorher das kleinste Playmobil Piratenschiff rübergeschoben, dass ich je gesehen habe! (@ Tastentiger: nennt sich Micro-Serie und ist eher was für geschädigte, ehemalige Kinder - die das Teil nie bekommen haben!) Dazu noch einen Heißluftfön, der locker Industriestandards standhält. Der alte Weichholzschrank im Keller bibbert vermutlich schon, schließlich werde ich ihm mit diesem Höllengerät zu Leibe rücken und aus dem alten Lack pellen! (also her mit der frühlingshaften Witterung - ich will loslegen!) Einen speziellen Badezimmerzettel gabs auch wieder.

“Worauf sich T. freut!”

*räusper*

Mit so netten Hinweisen wie:

Sat-Anlagen-Kabel verlegen / Lampe im Flur installieren / Lampe im WZ installieren / Fußleisten ausbessern

Au man, da freu ich mich aber! 

 

T.

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Betrügerpack

Ich hab da ja mal wieder so einen klitzekleinen Versicherungsfall, dessen Beschreibung den Rahmen sprengen würde.

Dieser Versicherungsfall verleitet mich momentan allerdings dazu, in die Küche zu gehen, das Hackebeil aus der Schublade zu nehmen und dem Herrn Versicherungsheini - naja, zumindest damit zu drohen.

Der Herr VH hatte letztes Jahr seinen Einstand bei uns. Nachdem er monatelang angerufen hat, um sich als neuer Bezirksmann vorzustellen und wir ihm immer freundlich gesagt haben, dass wir es sehr nett finden, dass er da ist, er uns aber nicht besuchen muss, kam ja unser kleiner Wasserschaden dazwischen.

Da mussten wir ihm wohl oder übel Einlass gewähren. Half ja alles nichts. Anscheinend wollte er sich mit der schnellen Schadensregulierung einen Platz in unseren Herzen erobern. Zumindest kurzzeitig hat er das geschafft.

So. Neuer Versicherungsfall.  Etwas gravierender. Parallel dazu laufen alle Versicherungen, die wir mit diesem Laden abgeschlossen haben, demnächst aus. Abgeschlossen hatten wir sie mit seinem Vorgänger. Nun also seine Chance, auch mal ein bisschen Geld an uns zu verdienen.

Sofern wir verlängern…

Dieser Vollpfosten hat tatsächlich die Dreistigkeit, die Begleichung meines Schadens an das Abschließen neuer Verträge zu knüpfen. Durch die Blume, selbstverständlich.

Und durch die Blume lässt er sich gerade am Telefon durch seine Bürodamen verleugnen, ist anscheinend auf Dauertagung, geht nicht ans Telefon, wenn wir anrufen und hat anscheinend vor, mich aushungern zu lassen, weil wir sein Vertragsgehampel noch  nicht unterschrieben haben.

Sehr seltsam. Dabei wirbt der Laden im Fernsehen mit diversen umherfliegenden Schutzengeln. Ob die den VH auch vor dem Hackebeil schützen?

Habe meine Angelegenheiten nun offiziell an T. übergeben. Der ist böser. Aber hilft ja alles nichts, wenn der Herr Nepper-Schlepper-Bauernfänger nicht ans Telefon geht.

Sachen gibt’s, da kann man wirklich nur noch mit den zu groß geratenen Ohren schlackern…

Lassen wir uns überraschen, was uns die nächste Woche bringt. Dann ist unser Fall schon sechs Wochen alt. Putzig.

Höchstwahrscheinlich bringt die nächste Woche keinen Scheck. Vielleicht eher einen aufregenden “Ichgehehiernichteherweg,bisderFatzkevonderTagungkommt-Sitzstreik”.

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Hochzeitsfamilienfeiergekreische…

….da habe ich wirklich soviel Lust zu, wie auf nasse Strümpfe.

Aber: München! Mit der Tante! Immerhin haben wir es erst einmal nach München geschafft!

Damals habe ich Tantchen genötigt, mit mir in den Kunstpark Ost zu fahren, weil ein damaliger Freund von mir seine allererste Live-Präsentation seiner neuen (und ersten - aber nicht letzten) Technoproduktion zum Besten gab. Wir sind mit Schwiegervatters T3-Camper hingezuckelt und haben erst mal die “nette” Stadt erkundet. Der Live-Gig war leider erst um 4°°Uhr morgens, was uns dann doch etwas geschafft hat, aber immerhin, wir waren da. In diesem als psycho-Pilzfeld gestylten Schickimickiladen mit jeder Menge komischer Leute. Aber das hätten wir uns auch schenken können, ebenso den Parkplatz neben der Rollerbladebahn. Da war an Pennen nicht zu denken, auch nicht morgens um 5! Immerhin haben wir in der Türkenstraße in einem ziemlich hippen Cafe ein Frühstück bekommen, auch wenn wir neben den vielen verkoksten Businessfuzzis wirklich schlecht angezogen waren, mit unseren “unskennthierkeiner-Batik-Freestyle-Klamöttchen”.

Könnte mir vorstellen, dass das diese Reise ähnlich wird. Nein, kein Technogebumse diesmal. Aber wir tuckern hin und der eigentliche Anlass könnte rasch nebensächlich werden. Allerdings ist I. wirklich eine Zuckerschnecke mit einem sensationellen Humor. Ich werde mir schon allein aus diesen Gründen ernsthaft Mühe geben, nicht schon nach 2 Stunden einen Koller zu kriegen.

Erst nach 3 Stunden.

Schließlich ist München groß. Und da gibts besagte Biereimer im englischen Garten. Und nen Ochsen auffem Grill. Das zieht mich natürlich an. Wie beim letzten Mal, als Tantchen sich so’n Literpott Radler geschiggert hat und anschließend ganz niedlich angeschossen mit mir durch München geschwankt ist…

Und zu meinem einsamen Y!

Nein, ich finde Türkis ausgesprochen pervers. Ebenso wie Rosa. Oder Lila. Soviel X habe ich nun auch wieder nicht, dass ich mich völlig vergesse.

Am WE war Tantchen ganz niedlich, als sie I. am Telefon auf Spur bringen wollte und mich ganz nett fragte:

“Darf ich’s erzählen, T.?” “Was denn bitte?” “Das mit deinen Eieieieieieiei!”

Ja. Immer und überall. Bitte in Farbe! Man muss die Schnitte hören können! Ihr wollt über gängige Floskeln reden (Ausland/Adoption/locker bleiben)? Okay, ich kenne da auch eine Geschichte….

Ganz im Ernst gehen mir alle auf den geschnippelten Sack, die in Ihrer Hilflosigkeit versuchen mit  irgend welchen Larifari-Sprüchen aus dieser kommunikationstötenden “ach ihr könnt gar nicht” - Erkenntnis wieder heraus zu kommen. Ich weiß, ich weiß. Die können da nix für. Stimmt. Aber ich muss auch nicht immer nachsichtig sein. Deshalb tun so Lichtgestalten wie I., die selten genug auftreten, immer wieder gut.

Weshalb wir auch nach München fahren und uns den Sermos antun. 

T. 

 

Kommentare

Die Themes hier werden auch immer besser. Das kannte ich ja noch gar nicht. Ne wohlproportionierte nackte Olle mit gebärfreudigem Becken auf ‘nem Besen. Warum wurde ich darüber bloß nicht rechtzeitig informiert? Ich hätte meinen Mann schon viel früher damit beglücken können.

Nun denn:

Email von einer alten Freundin. Seit vier Jahren haben wir den Kontakt schleifen, nun ja, eher einschlafen lassen. In der Berufsausbildung haben wir nebeneinander gesessen und es war so’n bisschen wie bei den beiden alten Herren in der Muppet-Show. Irgendwann war klar: Darf I. nicht neben der Tante sitzen, um gelassen schwarzhumorig dem Unterricht beizuwohnen, gibt es richtig Zoff.

Irgendwann ist I. in die entgegengesetzte Himmelrichtung verschwunden. Und weil sie die gleiche Kontaktsau ist wie ich, verstrichen tatsächlich einige Jahre bis zur besagten Email.

Ich muss sagen: Emails von alten Bekannten öffne ich seit eineinhalb Jahren sehr vorsichtig. Immerhin, von Kindern war in dieser Email nicht die Rede.

Trotzdem ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste, und daher musste ich, trotz eindeutiger Lust auf ein Telefonat, erst ausgiebig mit T. Schätzungen über die Anzahl der Kinder, die in vier Jahren geboren werden können, abgeben. Den Ernstfall durchsprechen. (”Wir machen mit unseren viereinhalb Kindern Urlaub in Eurer Gegend.”, oder ähnliche Horrorszenarien, die eine mehrtägige mentale Vorbereitung verlangen.)

Schließlich häufen sich in letzter Zeit Geburtsnachrichten von alten Bekannten. Allerdings scheint allen Fällen ein gewisser Automatismus zugrunde zu liegen:

Erstens: Allen Bescheid sagen, dass man schwanger ist.

Dann irgendwann die Email mit Geburtsverkündigung. Selbstverständlich inklusive Kreissaalfotos.

Und danach kommt irgendwie nicht mehr so richtig viel.

Nun gut. Das erste Telefonat dauerte nur zwei Minuten, denn nach dem ersten Geplänkel musste es leider abgebrochen werden. “Ich kann leider nicht mehr, mein Baby schreit.”

Okay. Mal wieder bekommt man die Fertilität anderer Paare mit dem großen Holzhammer verpasst.

Das zweite Telefonat lief allerdings schon etwas okayer ab, denn immerhin sind wir bis zu dem eigentlichen Grund des Anrufs gekommen, bevor es am anderen Ende der Leitung Essen gab: Eine Einladung an T. und mich zur Hochzeitsfeier. T.’s Begeisterung im Hinblick auf viele junge Familien mit frischgeborenen Kindern, die ebenfalls teilnehmen, lässt sich kaum zu Papier bringen.

Vor dem dritten Anruf habe ich T. prophezeit: Wird dieser auch wegen Baby abgebrochen, nehme ich nie wieder einen Telefonhörer in die Hand. Man wird mit der Zeit doch wirklich ein wenig wunderlich.

Unerwarteterweise konnten wir richtig lang sprechen. Unter anderem darüber, dass die Hochzeit bereits vor einigen Monaten stattgefunden hat, um kostenlosen Einlass in die Kinderwunschklinik zu bekommen.

Abgesehen davon, dass es dann trotzdem auf natürlichem Weg geklappt hat, war es sehr entspannend, nicht die obligatorische “Wirhabenunslangenichtgesehen-Frage” nach unserer Kinderplanung gestellt zu bekommen.

Kinderwunschfrauen bekommen vor genau dieser Frage anscheinend einen Heidenrespekt und sparen sie sich einfach.

Sehr angenehm, muss ich sagen. Prompt sitzt man etwas entspannter auf dem Stuhl.

Kein Philosophieren über Reportagen, die man eventuell mal bei einer Tüte Pommes auf irgendwelchen Trash-Sendern gesehen hat. (Erster Punkt auf der Minusliste.)

Kein Vorschlag, doch einfach zu adoptieren. (Zweites Minus.)

Kein Vorschlag, ins Ausland zu gehen, weil man da unproblematisch und günstig befruchtet wird. (Drittes Minus und Nachdenken über Kontaktabbruch für immer.)

Kein Hinweis darauf, dass man im schlimmsten Fall Zwillinge bis Drillinge bekommt. (Kontaktabbruch. Irgendwie muss man sich ja schützen.)

Und unter diesen Voraussetzungen nehmen wir natürlich auch an der Hochzeit teil, denn wir haben die Erlaubnis, uns jederzeit kommentarlos zu verdrücken, ohne dass es uns von der Braut übelgenommen wird.

Tschakka.

Und, wie geht’s sonst so, Tante Heinz?

Sonst alles ziemlich doof gerade. Aber bald wird’s besser. So Ende April circa. Das nenne ich mal einen absehbaren Zeitraum…

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
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