Pythagoreisches Komma

Das Pythagoreische Komma ist in der Musik ein Intervall von etwa einem Achtelton. Es tritt in reiner Stimmung als der Unterschied von sieben Oktaven zu zwölf Quinten auf, jedoch nicht als selbstständiger musikalischer Tonschritt. Als erster definierte der Pythagoreer Philolaos das pythagoreische Komma. Die erste Berechnung der Komma-Proportion als 531441:524288 findet sich bei Euklid; ihr liegt die Oktave mit Proportion 2:1 und die reine Quinte mit Proportion 3:2 zugrunde.

Also:

Zwölf reine Quinten übereinander gelegt erreichen einen Ton, der von der siebten Oktave des Grundtons einen Abstand etwa eines viertel Halbtones hat, das sogenannte

pythagoreische Komma:


[Quelle: Wikipedia.de]

Diese Information gab es heute gratis bei einer Diskussion mit TH und ihrem Bruder F. Dazu noch die Frage, ob es wohl viele Harfen-Lehrer gibt, ob Harfen teuer sind und ob diese wunderschönen Instrumente Pedale haben.

Es gibt nicht viele Harfen-Lehrer. Sagt Tante.

Harfen sind teuer. Sagt auch die Tante.

Deshalb gibt’s auch nicht viele Lehrer, weil ergo wohl wenig Schüler. 20.000 Öcken für’n Musikinstrument hat eben nicht jeder locker. Das sehe selbst ich ein. Und, hat die Harfe nun Pedale?

Jep. 7! Sagt Tante.

Und das Musiklexikon gibt Ihr recht! Da staunt sogar F. als stud. Musiker!

Meine Tante!

Und, was brachte Weihnachten noch für Erkenntnisse?

Die gleiche Erkenntnis, die ich an jedem 1ten Weihnachtstag habe:

Wir haben kein Weihnachten im üblichen Sinn! Heiligabend sind wir normalerweise mit unserer eigenen Bescherung schon mind. 24 Stunden fertig! Dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht. Wir haben uns tatsächlich nichts geschenkt. Wenn man mal von dem Kaufrausch im Media-Markt absieht! Ich habe uns noch ne Küchenmaschine von BOSCH in der supihübschen “Private Line - RED” geschossen. Und das war’s auch schon.
Zur üblichen Bescherungszeit schlagen wir dann bei TH’s Eltern auf, futtern Kartoffelsalat mit Würstchen und haben Bescherung. Dann geht’s zu meinen Eltern, noch ein bisschen nettes Zusammensitzen, wobei mein Vater versucht TH abzufüllen - und das nicht selten schafft! Und fettich ist der Heiligabend. Tag 1 nach Heiligabend ereilt mich dann die alljährliche Erkenntnis, dass wir mangels eigener Kinder quasi noch die Kinder sind und auf Weihnachten diese Rolle wohl zu erfüllen haben.

Tag 1 nach Heiligabend gibt es die formidable Pute meiner Schwiegermutter. Plus Vor- und Nachspeise! Jährlich anders variiert und äußerst schmackhaft! Tag 2 gibt’s mittags wieder Teile der Pute und Nachmittags das so innig geliebte Treffen meiner Familie. 3 Brüder, 2 Frauen und pro Bruder jeweils 2 Kinder. Die Brüder sind grundverschieden. Die Kinder kommen durchaus auf Ihre Eltern und ich mag diese Treffen nicht wirklich. Unbestrittener Vorteil: Mutter backt Kuchen. Und meine Mutter backt wirklich sensationelle Kuchen. Und das sage ich nicht, weil es sich um meine Mutter handelt!

Wirklich legendäre Gebäck-Kunst!

Ansonsten dreht es sich um Kinder. Wir können da nicht wirklich viel zu sagen. Bei zwei Brüdern - wohl eher bei meinen beiden Schwägerinnen - ist die weihnachtliche Euphorie auch dadurch etwas gebremst, weil TH’s Mama Lehrerin ist. Grundschullehrerin.

Da kann man nicht wirklich losschrotzen, das die Schule wieder Mumpitz ist. Zumindest kommt es mir so vor, dass die Damen da etwas in Ihrer freien Entfaltung gehandicapt sind. TH & ich futtern Kuchen, wundern uns, dass sich die moppelige Nichte 3 Stückchen Torte reinpflastert - mit 5 - ohne nachdenken zu wollen, wie viel Weihnachtsgelumpe schon vorher in deren Magen versenkt wurde und haben durchaus das Ein oder Andere nette Gespräch. Nicht zu vergessen mein Herr Vater, der wieder großes Interesse daran hat, die Tante ins schwanken zu bringen….

Und Tschakka!

Vorbei ist Weihnachten!

Normalerweise igeln wir uns dann ein. Zocken mindestens 1 gutes Grafikadventure. Klemmen Klingel und Telefon ab und sind den Rest des Jahres nicht mehr “available”!

Aber da dieses Jahr sowieso “anders” war, igeln wir uns nicht ein! Deshalb gab es heute einen Wohnungsumzug für T. und Gardinenwäsche für Tante. Morgen hole ich mir eine Packung Testosteron ab. Wieder so’n nettes, öliges Spritzchen mit Liegegarantie, weil ich sicher wieder anfange zu Schwächeln…

Und übermorgen noch einen Umzug! Hurra! Aber da kommen wir dann endlich auch zu IKEA. Hat also auch was Gutes!
Sonntag kommen A+K aus dem Pütt zu uns. K. hat noch nie ein Feuerwerk gezündet, weil der werte Gatte Angst vor Raketen hat und höchstens mal ein Bodenfeuerwerk zündet! Ich habe K. daher letztes Jahr versprochen, mal ein richtiges Feuerwerk abzufackeln. Ich finde das sollte man mind. einmal im Leben gemacht haben. A. kriegt ne Warnweste an, ein Fäßchen Rum um den Hals und einen Schlauch in den Mund. N Stuhl und ne Decke und wird auf den Balkon verfrachtet. A. und ich werden derweil auf der Wiese nebenan richtig Gas geben!!

hrhr

Also auch nichts mit einigeln! Obwohl wir das auch schon oft auf Sylvester zelebriert haben.

Da fällt mir wieder dieses Mädel ein, dass mit dieser riesigen Harfe im Einkaufszentrum saß. Die hat den ganzen Tag dort gesessen und wirklich schöne Musik gemacht.

Zum einigeln schön!

Ich habe keine Pedale gesehen. Noch nicht mal eins! Habe mich allerdings die ganze Zeit gefragt, wie man so ein Gerät wohl stimmt. Sind ja wirklich viele Saiten!

Dank F. weiß ich nun, dass eine Harfe in Ces eingestimmt wird! Und dass sie temperiert ist! Soll heißen, dass alle Töne so gestimmt sind, dass nach zwölf Quinten eben nicht das Pythagoreische Komma zuschlägt und die Folgetöne um 23,46 Cent verschoben klingen.

Macht das ganze harmonischer!

Auch wenn im Grunde genommen somit alle Töne falsch sind.


T.

Es sind sieben Doppelpedalen. Ich wollte gerne mal Harfe spielen. Das hätte allerdings das elterliche Budget - sagen wir mal gesprengt. Und T. habe ich ja auch ohne Harfe bekommen. Das nenne ich mal Glück.




1 Kommentar to “Pythagoreisches Komma”

  1. shusl schreibt:

    Na, das klingt nach einem phänomenalen Feuerwerk. Ich werde mal in Eure Richtung schauen… wenn ich meinen Blick aus Nachbars Garten abwenden kann, wo der Aktivist von “Brot statt Böller” wohnt…
    lg
    shusl

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