Archive forDezember, 2007

Pythagoreisches Komma

Das Pythagoreische Komma ist in der Musik ein Intervall von etwa einem Achtelton. Es tritt in reiner Stimmung als der Unterschied von sieben Oktaven zu zwölf Quinten auf, jedoch nicht als selbstständiger musikalischer Tonschritt. Als erster definierte der Pythagoreer Philolaos das pythagoreische Komma. Die erste Berechnung der Komma-Proportion als 531441:524288 findet sich bei Euklid; ihr liegt die Oktave mit Proportion 2:1 und die reine Quinte mit Proportion 3:2 zugrunde.

Also:

Zwölf reine Quinten übereinander gelegt erreichen einen Ton, der von der siebten Oktave des Grundtons einen Abstand etwa eines viertel Halbtones hat, das sogenannte

pythagoreische Komma:


[Quelle: Wikipedia.de]

Diese Information gab es heute gratis bei einer Diskussion mit TH und ihrem Bruder F. Dazu noch die Frage, ob es wohl viele Harfen-Lehrer gibt, ob Harfen teuer sind und ob diese wunderschönen Instrumente Pedale haben.

Es gibt nicht viele Harfen-Lehrer. Sagt Tante.

Harfen sind teuer. Sagt auch die Tante.

Deshalb gibt’s auch nicht viele Lehrer, weil ergo wohl wenig Schüler. 20.000 Öcken für’n Musikinstrument hat eben nicht jeder locker. Das sehe selbst ich ein. Und, hat die Harfe nun Pedale?

Jep. 7! Sagt Tante.

Und das Musiklexikon gibt Ihr recht! Da staunt sogar F. als stud. Musiker!

Meine Tante!

Und, was brachte Weihnachten noch für Erkenntnisse?

Die gleiche Erkenntnis, die ich an jedem 1ten Weihnachtstag habe:

Wir haben kein Weihnachten im üblichen Sinn! Heiligabend sind wir normalerweise mit unserer eigenen Bescherung schon mind. 24 Stunden fertig! Dieses Jahr ausnahmsweise mal nicht. Wir haben uns tatsächlich nichts geschenkt. Wenn man mal von dem Kaufrausch im Media-Markt absieht! Ich habe uns noch ne Küchenmaschine von BOSCH in der supihübschen “Private Line - RED” geschossen. Und das war’s auch schon.
Zur üblichen Bescherungszeit schlagen wir dann bei TH’s Eltern auf, futtern Kartoffelsalat mit Würstchen und haben Bescherung. Dann geht’s zu meinen Eltern, noch ein bisschen nettes Zusammensitzen, wobei mein Vater versucht TH abzufüllen - und das nicht selten schafft! Und fettich ist der Heiligabend. Tag 1 nach Heiligabend ereilt mich dann die alljährliche Erkenntnis, dass wir mangels eigener Kinder quasi noch die Kinder sind und auf Weihnachten diese Rolle wohl zu erfüllen haben.

Tag 1 nach Heiligabend gibt es die formidable Pute meiner Schwiegermutter. Plus Vor- und Nachspeise! Jährlich anders variiert und äußerst schmackhaft! Tag 2 gibt’s mittags wieder Teile der Pute und Nachmittags das so innig geliebte Treffen meiner Familie. 3 Brüder, 2 Frauen und pro Bruder jeweils 2 Kinder. Die Brüder sind grundverschieden. Die Kinder kommen durchaus auf Ihre Eltern und ich mag diese Treffen nicht wirklich. Unbestrittener Vorteil: Mutter backt Kuchen. Und meine Mutter backt wirklich sensationelle Kuchen. Und das sage ich nicht, weil es sich um meine Mutter handelt!

Wirklich legendäre Gebäck-Kunst!

Ansonsten dreht es sich um Kinder. Wir können da nicht wirklich viel zu sagen. Bei zwei Brüdern - wohl eher bei meinen beiden Schwägerinnen - ist die weihnachtliche Euphorie auch dadurch etwas gebremst, weil TH’s Mama Lehrerin ist. Grundschullehrerin.

Da kann man nicht wirklich losschrotzen, das die Schule wieder Mumpitz ist. Zumindest kommt es mir so vor, dass die Damen da etwas in Ihrer freien Entfaltung gehandicapt sind. TH & ich futtern Kuchen, wundern uns, dass sich die moppelige Nichte 3 Stückchen Torte reinpflastert - mit 5 - ohne nachdenken zu wollen, wie viel Weihnachtsgelumpe schon vorher in deren Magen versenkt wurde und haben durchaus das Ein oder Andere nette Gespräch. Nicht zu vergessen mein Herr Vater, der wieder großes Interesse daran hat, die Tante ins schwanken zu bringen….

Und Tschakka!

Vorbei ist Weihnachten!

Normalerweise igeln wir uns dann ein. Zocken mindestens 1 gutes Grafikadventure. Klemmen Klingel und Telefon ab und sind den Rest des Jahres nicht mehr “available”!

Aber da dieses Jahr sowieso “anders” war, igeln wir uns nicht ein! Deshalb gab es heute einen Wohnungsumzug für T. und Gardinenwäsche für Tante. Morgen hole ich mir eine Packung Testosteron ab. Wieder so’n nettes, öliges Spritzchen mit Liegegarantie, weil ich sicher wieder anfange zu Schwächeln…

Und übermorgen noch einen Umzug! Hurra! Aber da kommen wir dann endlich auch zu IKEA. Hat also auch was Gutes!
Sonntag kommen A+K aus dem Pütt zu uns. K. hat noch nie ein Feuerwerk gezündet, weil der werte Gatte Angst vor Raketen hat und höchstens mal ein Bodenfeuerwerk zündet! Ich habe K. daher letztes Jahr versprochen, mal ein richtiges Feuerwerk abzufackeln. Ich finde das sollte man mind. einmal im Leben gemacht haben. A. kriegt ne Warnweste an, ein Fäßchen Rum um den Hals und einen Schlauch in den Mund. N Stuhl und ne Decke und wird auf den Balkon verfrachtet. A. und ich werden derweil auf der Wiese nebenan richtig Gas geben!!

hrhr

Also auch nichts mit einigeln! Obwohl wir das auch schon oft auf Sylvester zelebriert haben.

Da fällt mir wieder dieses Mädel ein, dass mit dieser riesigen Harfe im Einkaufszentrum saß. Die hat den ganzen Tag dort gesessen und wirklich schöne Musik gemacht.

Zum einigeln schön!

Ich habe keine Pedale gesehen. Noch nicht mal eins! Habe mich allerdings die ganze Zeit gefragt, wie man so ein Gerät wohl stimmt. Sind ja wirklich viele Saiten!

Dank F. weiß ich nun, dass eine Harfe in Ces eingestimmt wird! Und dass sie temperiert ist! Soll heißen, dass alle Töne so gestimmt sind, dass nach zwölf Quinten eben nicht das Pythagoreische Komma zuschlägt und die Folgetöne um 23,46 Cent verschoben klingen.

Macht das ganze harmonischer!

Auch wenn im Grunde genommen somit alle Töne falsch sind.


T.

Es sind sieben Doppelpedalen. Ich wollte gerne mal Harfe spielen. Das hätte allerdings das elterliche Budget - sagen wir mal gesprengt. Und T. habe ich ja auch ohne Harfe bekommen. Das nenne ich mal Glück.

Kommentare (1)

Alltag, bitte

Jetzt kann Weihnachten aber auch mal aufhören. Mamas Pute schmeckt am zweiten Tag zwar noch besser als am ersten, aber danach sollte Schluss sein. Genug der Feierlichkeiten.

Aber nein. Heute muss die SchwagerSchwägerinnenundNeffen-Audienz abgehalten werden, vor der es uns alljährlich so graut. Nachdem wir uns ihm im letzten Jahr geschickt entziehen konnten, muss er heute sein. Momentan fühlt es sich auch nicht so an, als habe mich der erwünschte Noro-Virus heimgesucht. Weiß noch nicht, wie’s mit T. aussieht, vermute jedoch, der ist auch gesund.

Haben uns bereits gestern ein Zeitlimit von einer Stunde gesetzt, danach muss der Drops gelutscht sein.

Es stören mich weniger die Kinder, als die Zusammenkunft an sich. Der alljährliche Wutausbruch des zweitältesten Neffen ist jedenfalls schon mal sicher. Hoffe, er fängt in diesem Jahr nicht an, Dinge zu zertrümmern.

Erziehungsratschläge werde ich wie immer ‘runterschlucken. Aber ausgedehnt verdutzt gucken darf man auch als Kinderlose.

Was gibt’s sonst?

Einen Büchergutschein. Ich brech’ zusammen. Der morgige Tag wäre somit schon mal verplant. Kann man nur hoffen, dass der Herr Buchladenbesitzer seit meinem letzten Besuch ordentlich aufgerüstet hat.

Die Erfahrung, dass zwischen 30 Grad Wollwaschgang und Normalwäsche ein eklatanter Unterschied besteht. Leider musste ich das mit einem heißgeliebten Kleidungsstück meines Gatten ausprobieren. Ich sage nur “erster Pullover, den meine Frau mir gestrickt hat”. Soviel zur Stimmung am Nachmittag des Heiligen Abends.

Die Erfahrung, dass sich Weizenbier nicht mit Schampus verträgt. Zumindest nicht in der Tante.

Die Erfahrung, dass man, sollte Bier auf Schampus treffen, nicht zu T. ins Auto steigen darf, um über die Autobahn zu brettern.

Ich will das jetzt hier nicht genauer erläutern und besagte Erfahrung am liebsten vergessen, allerdings hindert mich die Beule an der Stirn bisher an der vollständigen Verdrängung. Immerhin habe ich mich nicht schlecht benommen.

Naja. Schlechtes Benehmen ist auch irgendwie relativ.

Mein Bruder hat beschlossen, mich nun alljährlich mit der ultimativen Peanuts-Werksausgabe zu überraschen. Letztes Jahr hatten wir 1950-1952, dieses Jahr 1953-1954. Im Regal sieht’s aus wie ein oberwichtiges Lexikon. Wenn man bedenkt, dass jährlich zwei Ausgaben erscheinen, muss er sich erst in zwölf Jahren wieder Gedanken machen, womit er mich erfreuen kann. Der Fuchs…

Im nächsten Band beginnt Linus zu sprechen. Welch’ Spannung. Ich kann’s kaum erwarten. *g*

Diesen Tag kriegen wir jedenfalls auch noch ‘rum. Und danach haben wir vielleicht auch mal Zeit, uns vor unseren eigenen Baum zu setzen.

Ich gehe schon mal den verdutzten Blick üben. Der muss noch ein bisschen intensiver werden, als beim 70. Geburtstag meiner Schwiegermutter. Hoffentlich macht das Bürschchen mir keinen Strich durch die Rechnung und weiß plötzlich, sich zu benehmen.

Kommentare (1)

Blockade

Da liegen sie. Vier Stücke Pullover.

Vor drei Wochen habe ich im Champagner-Rausch unsere Freundin K. ausgemessen und ihr erklärt, ihr Pullover sei bis Weihnachten fertig. K. trägt nur Baumwolle, weil sie alles andere juckt. Das mitgebrachte Wollknäuel war so ziemlich an allen Stellen ihres Körpers, um sie nach Jahrzehnten überrascht feststellen zu lassen, dass das gemeine Merinoschaf sie nicht quält.

Pistaziengrün. Sehr hübsch. Ein Wochenende gestrickt wie ein Berserker und mich dabei von allerlei Besuch unterhalten lassen. Unterhaltung ist beim Kampfstricken sehr förderlich. Zwischendurch habe ich immer wieder Befehle erteilt, wie “Merk dir mal die Zahl 53.” Oder: “Sag in drei Minuten mal Stop.” Insbesondere unser riesengroßer Patensohn war dabei sehr aufmerksam.

Deswegen waren diese vier Stücke, die da vor mir in der Tüte schlummern, auch ruckizucki fertig. Allerdings sind es nun mal immer noch Stücke.

Manchmal habe ich eine Schreibblockade. Manchmal habe ich allerdings auch eine Zusammennähblockade.

Morgen ist Termin. Morgen wird er überreicht. Und höchstwahrscheinlich ist irgendetwas zu lang. Oder zu kurz. Oder zu eng.

Nichts ist schlimmer, als ein fertiges Strickwerk wieder auseinanderfuckeln zu müssen.

Deswegen schiebe ich die Fertigstellung vor mir her und beschäftige mich mit anderen Dingen. Der überfällige T.-Socken z.B. wurde gestern in Rekordzeit fertiggestellt. Hauptsache nicht nähen. Würde ihn gerne vorstellen, denn ich fand die Farbauswahl für einen Mann sehr gewagt. Aber er hat sie heute nacht gleich angelassen und schläft damit den Schlaf der Gerechten.

Ich kann mich heute noch nicht mal mehr mit dem Argument, Weihnachtsgeschenke besorgen zu müssen, aus dem Haus stehlen, denn seit gestern sind sie alle da.

Mannomann. Ich komm nicht drumherum. Nie wieder Champagner.

Tatsächlich hat das gestern mit den Weihnachtsgeschenken außerordentlich gut gefluppt. Netterweise liest der größte Teil der Familie, da reicht ein Buchladen. Es war sogar noch Zeit, Tante Heinz eine Hose zu kaufen. Sehr pessimistisch griff ich in die Regaletage, in der die Jeans eine Nummer größer als gewöhnlich feilgeboten wurden. Seit der ICSI habe ich gefühlte achtzig Kilo zugenommen.

Schlussendlich habe ich jedoch begriffen, dass sich der Bauch prima über den Bund wuchten lässt und die Hosengröße die gleiche geblieben ist. Das hat mich so euphorisch werden lassen, dass ich gleich das teuerste Exemplar eingepackt habe.

Im Übrigen gibt es dieses Jahr von meiner Schwiegermutter keinen Büchergutschein. Der Herr Bücherladenbesitzer wird am Tag nach dem zweiten Weihnachtstag den Laden aufschließen und keine sabbernde Tante hereinlassen dürfen, die danach mit einem Stapel Allerlei glückselig wieder nach Hause ins Bett fährt.

Schade für den Herrn Bücherladenbesitzer. Schade für die Tante.

Gemeine Schwiegermutter, könnte man nun sagen. Hat sich zehn Jahre lang gut benommen, und nun zeigt sie ihr wahres Gesicht.

Kann man aber doch nicht. Die bleibt immer noch nett. Inklusive ihrem Herrn Gemahl.

Die beiden investieren doch tatsächlich in unser Zukunftsprojekt “Alles oder Nichts.” Um mal meinen Schwiegervater zu zitieren: “Wunderbar, Sohn. Bring mir alle Rechnungen. Solche Geschenke lob ich mir. Dafür muss man sich ja noch nicht mal ins Auto setzen, geschweige denn, stundenlang überlegen.”

Meine Frage, ob den beiden Engeln der finanzielle Unterschied zwischen einem Büchergutschein und einer künstlichen Befruchtung klar sei, beantwortete T. mit einem klaren Ja.

Soll heißen: Im Januar buche ich eine Audienz beim Doc. Zum Polypen-Ausräuchern und was ihm sonst noch so einfällt.

Soll heißen: Der Herr Neunmalklug von der AOK kann noch einmal schön Weihnachten feiern, und dann werden wir ihm die 2008er-Laune nachhaltig verderben.

Soll heißen: Diese sündhaft teure Hose muss nun täglich getragen werden, solange sie noch passt.

So langsam muss nämlich mal wirklich die Entscheidung fallen, ob dieses Zimmer hier nun Büro oder Kinderzimmer ist.

Kommentare (10)

Verdrehte Welt

Ich bin zu Hause.

T. auch.

Einziger Unterschied: T. hat Weihnachtsferien.

Ich habe nur Mittagspause.

Manchmal spielt das Leben mir übel mit.

Heute abend jedoch wird der Sekt gekillt. Erstens habe ich seit acht Nächten mal wieder durchgeschlafen (..das Antibiotikum hat ganz schön reingezimmert… ) und zweitens lassen mich 14 freie Tage doch dezent frohlocken. Noch ein halber Tag, dann bin ich fertig mit diesem Jahr.

Mittagspause heißt: Wenn ich nach Hause komme, gehen eine Etage unter mir die Jalousien hoch.

Seitdem C. und K. hier eingezogen sind, existiert in diesem Haus eine Parallelwelt:

Nachts, wenn ich ins Bett gehe, brutzeln die sich ein Schnitzel. Manchmal geht die Haustür auf, ein blasses Etwas mit einem unerzogenen aber schnuckeligen Hund spaziert heraus, geht einmal zur Kreuzung und zurück. Morgens um drei werden da unten Nägel in die Wand gehauen.

Hm. Was soll man davon halten… Angeblich hat man in Südeuropa ja eine andere Zeiteinteilung. Ich kann mir auch vorstellen, dass der Wechsel nach Deutschland erstmal verpackt werden will. Aber schlafen die Spanier tatsächlich bis 13:00 und verlassen ihr Haus nur zum Pipi-Machen des Hundes?

C. ist freiberuflicher IT-Fuzzi. Nachts zu arbeiten ist in diesem Beruf anscheinend nichts ungewöhnliches. C. hat Narrenfreiheit, denn C. ist T.’s Sandkastenkumpel.

C.’s Frau ist einfach nur seine Frau. Ich glaube, sie muss lediglich da sein. Manchmal ein Schnitzel in die Pfanne hauen. Der Serviettentechnik frönen. Und ansonsten ist da nicht so richtig viel Erhellendes. Zumindest will mir gerade partout nichts einfallen. Ihr Studium hat sie abgebrochen, um nach zwei Monaten zu ihm zu ziehen, der Gattinnen-Status reicht ihr anscheinend, denn sie spricht von Kindern in 2008. Na dann mal toitoitoi… Mit 23 Jahren tickt die biologische Uhr. Ganz laut. Ticktack….

Unsere Anwesenheit lässt sie regelmäßig zu Höchstformen auflaufen, wenn es darum geht, von ihrem Kinderwunsch zu philosophieren. Irgendwann kracht der Hammer auf ihren kleinen süßen Kopf. In verbaler Form. Hervorgebracht durch T. Ich sehe ihn regelmäßig mit sich ringen.

Gekillt vom Azoospermator, quasi.

Ich muss ihr unbedingt noch sagen, dass Kindergärten in Deutschland nur tagsüber öffnen.

Vielleicht kann ich das drohende Unheil ja noch verhindern.

Man muss in nächster Zeit die Augen und die Ohren aufhalten. Schließlich klingelt abends um halb zehn stets ihr Handy, damit sie ihre Pille nicht vergisst. Und solange das noch klingelt, können wir entspannt den Streitgesprächen zuhören, an denen wir immer öfter teilhaben dürfen.

C.’s Ehen sind bekannt für ihre kurze Dauer. Warten wir ab.

Wenn ich beim nächsten Mieterwechsel mitreden dürfte: Bringt mir die Omma wieder.

Kommentare (6)

Großes Los

Gewonnen. *crasy*

Ich habe gewonnen. *huepf*

Was schert mich die Lottomille, wenn ich stattdessen auch das hier kriegen kann:

 

Kein Wunder, dass ich seit Tagen nicht mehr durchschlafe und wirres Zeug träume. Es lag nicht an meinem bedenklichen Tablettenkonsum, es lag die Vorfreude auf etwas Grandioses in der winterlichen Luft.

So. Jetzt ist aber auch gut. Genug gefreut. Wäre ganz nett, wenn ich heute dann mal wieder durchschlafen könnte.

Warm ist das Ding. Und so schmuck… Und wenn man hüpft, dann klingelt das putzige kleine Glöckchen an der Zipfelmütze.

Sollte es vor T. verstecken. Der vergisst manchmal, was er auf dem Kopf hat und geht damit zur Bank.

 

 

 

Kommentare (2)

halber Hahn

Gestern war’s mal wieder so weit!

Ein Dauerbewohner unserer Tiefkühlabteilung war fällig. Ich habe bei Einkäufen ja immer mal wieder ein oder zwei Blicke in die Tiefkühltruhen fallen lassen, um mich zu vergewissern, was denn so ein durchschnittliches Hähnchen auf die Waage bringt:

1.000 g

In der XXL-Version 1.500 g

Ein ganzer Hahn.

Früher dachte ich: Boah! 1.500 Gramm! Watt’n fetter Kumpel!

Heut weiß ich, dass Tiefkühlhähnchen entweder sehr jung sterben, oder aber irgendwie am wachsen gehindert werden, denn 1.500 Gramm ist eher Killefitt.
Frau H. hat Hühner. Und Hähnchen. Ein ganzer Stall ist entkernt worden und die Biester laufen entweder drinnen rum oder aber draußen. Es sind schon ein paar mehr, aber nicht so viele, dass sie einen Eierstempelautomaten haben müsste. Alle paar Monate bekommen Hühner & Hähne einen auf den Deckel und dann kann man neben den gepriesenen bunten Eiern auch die gerupften Erzeuger derselben käuflich erwerben. Der Vorteil ist, dass man wirklich leckere Hähnchen & Hühnchen bekommen kann, nachteilig gibts erst mal keine der überaus leckeren und schön bunten Eier mehr.

Gestern war es dann fällig, das sogenannte “halbe Hähnchen”! Ein Gigant! Das größte halbe Hähnchen, dass ich je gesehen habe. Eher so Putenformat! Eine Ansage für jeden Herd - besonders für unseren!

Nachdem Tante und ich eine Weile ehrfürchtig staunend (und auch ein bisschen ängstlich) vor dem halben Riesenhahn gestanden haben, wurde dann die Waage bemüht:

Mit Ars.. & Hals 1998 Gramm (wohlgemerkt nur eine Hälfte!!)

Und den habe ich unter der Angabe “bitte nur klein bis mittelgroß” ausgewählt und mit der Bemerkung “dat iss aber nen richtich schönet, für zwei Personen, da könner aber lecker wat von kochen - woll?” erhalten!

Ehrlich gesagt, es juckt mich gewaltig beim nächsten mal ein “großes” Hähnchen zu kaufen. Allerdings habe ich Angst davor, denn ich weiß nicht, ob das Vieh dann noch in unseren Ofen passt!

Und Tante ist ganz klar dagegen!

T.

Kommentare

Das hätten wir also auch.

Der Schornsteinfeger kam nicht allein. Er kam zu zweit. Das nenne ich doch mal doppeltes Glück. Reicht Händeschütteln oder muss man denen über die Schulter spucken? Ich war mir nicht so sicher.

Jedenfalls stellten die beiden Häschen sich vor mit den Worten: “Guten Tag, mein Name ist Bezirksschornsteinfegermeister S., sie haben ohne mein Wissen einen Ofen installiert.”

Gute Voraussetzungen für ein entspanntes Gespräch.

Noch bessere Voraussetzungen lieferte die Katze, die vorher noch auf dem Klo war. Und weil sie hier zur Zeit mal wieder den Boss markieren will, scharrt sie ihre Haufen nicht zu, wie das wohlerzogene Katzen normalerweise tun würden.

Rechte Hand der Tante schwarz wie die Nacht, angenehmer Duft in der Wohnung, Bezirksschornsteinfegermeister irritiert. Hätte ich denen noch über die Schulter gespuckt, hätten sie mir wahrscheinlich gleich Handschellen angelegt. Daher habe ich davon Abstand genommen.

Nach allgemeinem Geplänkel kamen wir zur Sache. “Verräterin” unserer illegalen Machenschaften war die Vormieterin - die Frau die entweder von ihrem Mann durch die unsere Wohnungstüren gewämst wurde oder selbst gewämst hat, man kann nur spekulieren - T. nennt sie nur “den Wal”. Frau Exmieterin hat es irgendwie nicht gepasst, dass wir nach ihrem Auszug einige Renovierungsarbeiten erhalten haben, die sie schon länger beantragt hatte (…abgesehen von neuen Wohnungstüren, die hatte sie sich wohlweislich nicht gewünscht… ), die sie aber nicht erhielt, weil sie die Miete, sagen wir mal verspätet, überwies.

Die Dame wohnt nun einige Häuschen weiter in einer höchstwahrscheinlich immer noch sehr zufriedenen Ehe und findet uns doof. Zumindest grüßt sie uns nicht mehr und schaut gerne demonstrativ weg. Was uns nicht davon abhält, ihr selbst durch den Rückspiegel stets freundlich zuzuwinken.

Nun ja.

Wahrscheinlich saß sie händereibend am Tisch, als sie die dunklen grimmigen Herrschaften ins Haus kommen sah.

Dumm nur, dass der Herr Hilfsschornsteinfegermeister ein Vater einer ehemaligen Patientin war. Als dieser Tatbestand ans Licht kam, war alles töfte.

Manchmal mag ich meinen Job.

Ofen abgenommen. “Alles gar kein Problem, Frau Tante Heinz…” Mir wurde erklärt, wie man einen Ofen ordentlich anfeuert (…als Frau muss man sich gar nicht die Mühe machen, naiv und unwissend zu schauen… das wird - wie im Baumarkt - einfach vorausgesetzt… ), nochmals Hände geschüttelt und “Auf Wiedersehen bis zur nächsten Kaminreinigung”.

Werde dem Wal weiterhin freundlich zuwinken, denn ich hatte Spaß.

Kommentare

Schnell weg

In der Stadt spazierengegangen. Komischen Mann mit Rucksack getroffen. Der geht an mir vorbei, kommt nochmal zurück und stellt sich als mein ehemaliger Sportlehrer vor.

Ich hatte ihn sehr wohl erkannt. Aber geflissentlich übersehen. Das kann ich außerordentlich gut.

Komisch. Irgendwie hatte er Redebedarf. Schaute mich von oben bis unten an und sagte: “Tante Heinz. Sie haben sich aber gestreckt, seitdem wir miteinander zu tun hatten. Wann war das nochmal? Sechste Klasse?”

(”Ja, Du Arsch. Fünfte und sechste Klasse. Bis dahin hatte ich noch Spaß am Sport. Bis Du kamst und mich dick genannt hast. Das führte zur totalen Verweigerung mit der Note “mangelhaft” bis zum Abitur. Immerhin hast Du mir damals nicht beim Turnen am Reck an den Popo packen können, denn ich bin im Gegensatz zu meinen Kolleginnen erst gar nicht an das Mördergerät drangegangen. Im Übrigen hat mir Deine doofe Frau zwei Jahre später Magersucht unterstellt, weil ich mich gestreckt habe, um es mal in Deinen Worten zu formulieren, und meine Mutter verrückt gemacht. Viele Grüße an die olle Bratze.” ;)

Wieso eigentlich habe ich nicht genau das gesagt? Dann wäre das Gespräch schnell zu einem Ende gekommen.

So endete es in einem belanglosen Geplänkel mit Grüßen an die Frau.

Manchmal sollte man über seinen Schatten springen.

Kommentare

Klatsche…

…hab ich glaub ich einen dran!

Dass dieser Tag vollkommen daneben werden musste, war mir schon gestern abend klar! Ich habe mich tagsüber schon gewundert, warum die Kunden so seltsam reagiert haben, wenn ich denen ein schönes Wochenende gewünscht habe oder so nette Sätze zum Besten gab wie: “Natürlich Herr xyz, ich verstehe dass Ihr Anliegen dringend ist. Jaja, die Nullserie muss bis zum 21ten fettich sein. Ich werde alles in Bewegung setzen und die Angelegenheit gleich am Montag regeln!”

Wieso sagt mir denn keiner, dass wir erst Donnerstag haben?

Also ist der kleine T. glückselig nach Hause getuckert mit dem festen Glauben an das

WOCHENENDE

Und als Tantchen sagte: “Ich muss morgen um 8°°Uhr den ersten Patienten …..” habe ich zunächst gedacht, jetzt wird die völlig arbeitsgeil und legt die Patienten schon auf den Samstag. Muss ein Privater sein…..

Dann hat sie mich aber aufgeklärt, dass heute erst Freitag ist!

Auweia!

Alle Berichte mit falschem Datum abgeschickt! Jede Menge Kunden verwirrt! Mindestens 3 supi Fettnäpchen mitgenommen! So ein Schiet!

Und heute? Jau, fing supi an! Mein Auto hat an der Stossstange hinten einen fetten Kratzer! Wie singt Bruder Stoppok? “Ärger Du kannst mich nicht anschmier’n…” Wenn der wüsste…. Mein Boss baut gerade mal wieder die Firma um. Darf er, ist ja auch seine. Alle P-Plätze sind belegt mit irgendwelchen Sachen, oder irgendwelchen Autos von irgendwelchen Handwerkern. Auf allen anderen Parkplätzen parken Mitarbeiter. Da wären noch zwei mehr. Allerdings haben wir zwei Damen, die brauchen für die kleinen FIAT-Zwiebeln immer zwei Plätze. Die stehen diagonal….

Und dann ist irgend so ein Döspaddel mit irgendetwas an der Karre entlanggeschrammt ohne was zu sagen. Ich könnte kotzen. Habe den Kratzer gestern abend entdeckt und kann nicht eindeutig beweisen, dass das hier passiert ist. Wüsste nicht wo sonst, aber beweis das mal! Heute dann die nächsten Schriften für Kunden verfasst und Muster für Nullserien fettichgestellt und wieder mit Leuten telefoniert, die mich wahrscheinlich nun für völlig behämmert halten.

So weit ist das heute auch nicht hergeholt!

Habe dann versucht in der Mittagspause mit dem Herrn Tastentiger ein wenig zu kommunizieren. Habe 3x die Nachricht gesendet und 3x sind nur die ersten Sätze angekommen. Er findet’s wahrscheinlich lustig! Ist wie Adventskalender sagt er. Dann hab ich ja noch 21 Versuche! Schließlich muss man 24 Kläppchen aufmachen, bevor man den fetten Brocken bekommt! Könnte dem Tiger also noch 21 Nachrichten schicken. Wird nur dann kompliziert, wenn ich mehr als 24 Sätze zu sagen habe.

Schätze, dass ich da heute nicht drüber nachdenken sollte!

16:14 Uhr.

Ich hätte da noch einen Messbericht zu machen. Ist ein Tank für eine Feuerlöschspritze. Keine Ahnung, wer sich diese beknackte Kontur ausgedacht hat. Klar, wir produzieren nahezu alles, was man sich an Tanks so vorstellen kann, aber muss man das gleich so wörtlich nehmen? Habe gerade beschlossen, dieses nahezu unmessbare Objekt am Montag zu bemustern.

Falls am Montag auch Montag ist.

Mann Mann Mann.

T.

Kommentare (1)

Verwirrt

Damals, als ich noch im Stress war, habe ich mal spaßeshalber eine Stellenanzeige aufgegeben. Man kann ja nicht alles selber machen. Außerdem brauche ich jemanden zum Wichteln. So alleine macht noch nicht mal Geschmacklos-Wichteln Spaß.

Lange habe ich die Bewerbung angesehen und gedacht: Die lädste mal ein. Quasi ein Übungsobjekt. Tante Heinz führt ein Bewerbungsgespräch. Huiiii.. Um Einzelheiten kannste dich später kümmern. Kommt wahrscheinlich eh nicht in Frage.

Heute war sie da. Sie hatte Angst. Hrhr… So muss das sein. Aber Mami Tante Heinz hat sie mit Keksen vollgestopft. Das war natürlich auch ein Test. Nimmt sie die leckeren, runden, zigarrenförmigen, in diesem Haushalt für mich reservierten Kekse, wittere ich Gefahr. Das gibt Minuspunkte.

Hat sie nicht. Sehr gut. Sie nimmt die mit der dunklen Schokolade, die ich immer übrig lasse.
Ich fand sie nett.

Die Frage ist:

Die ist so alt wie ich, das ist ne gefährliche Zeit. Normale Menschen kriegen da Kinder. Das muss sie ja nun wirklich nicht. Also zumindest nicht 2008.

Und ich frage mich: Was zählt’n nun mehr? Sympathie oder fachliche Qualifikation?

Da muss ich jetzt erstmal mindestens zwei Nächte drüber schlafen. Ist ja fast so wie heiraten.

Hmpf. Glaube, ich werde nun erstmal T.’s sorgsam gepflegte Energiekostentabelle verwirren und mich in die Wanne schmeißen.

Morgen kommt der Schornsteinfeger. Meint, wir haben den Kaminofen ohne sein Wissen installiert. Stimmt. Haben es versäumt ihn anzurufen. Fristen gibt’s da nicht. Zettel an die Tür: Komme morgen, viele Grüße, Dein Schornsteinfeger.

Wahrscheinlich buchtet der mich morgen direkt ein.

Aber den letzten Schornsteinfeger habe ich schon bezirzt, dann schaffe ich den hier auch. Neben Obi-Mitarbeitern gehören Schornsteinfeger zu meinen bevorzugten Diskussionspartnern.

Kommentare (3)

« Previous entries

…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
Diese/r ist verantwortlich für die Inhalte dieses Blogs. www.wunschkinder.net übernimmt dafür keine Verantwortung.
Feeds: Beiträge und die Kommentare . Design: http://webhostinggeeks.com. Dieses Blog verwendet WordPress mu.
Die Kinderwunsch-Seite: Theorie | Zentren| Literatur| Links | Forum | FAQ | News | Impressum