Archive forAugust, 2007

Zu.

Tante Heinz muss zu Bank. Einmal im Monat hat sie einen Scheck in der Hand, um den dem freundlichen Sachbearbeiter in die Hand zu drücken.

Heute ist der 31.08. Stichtag. Freitag. Öcken müssen auf’s Konto, sonst läuft alles quer. Um 14:30 macht der Laden zu. Schließlich wollen auch Banker ein Wochenende. Letzte Chance.

Tante Heinz geht zur Bank. Zu Fuß. Man braucht ja frische Luft. Und sie hat dabei ein sehr gutes Gefühl. Beschließt, öfters zu Fuß zur Bank zu gehen. Die Zeit muss sein.

Und sie überlegt sich auf dem Weg diverse Dinge, die morgen gekauft werden.

Die erste Tür öffnet sich.

Die zweite Tür öffnet sich nicht. Gut, dass ich nicht aus purer Gewohnheit davorgelaufen bin.

Pech gehabt. Betriebsausflug. Alle Mann unterwegs. Im Abenteuerpark. Oder zur Weinprobe. Oder Bungeejumping von der Autobahnbrücke. Was weiß ich. Noch nicht mal ne Notbesetzung haben sie dagelassen.

Wieso muss man Betriebsausflüge eigentlich an einem Freitag unternehmen? Und das auch noch am letzten Freitag im Monat? Können die nicht einfach mal samstags die Sau rauslassen? Das will aktuell noch nicht in meinen Kopf.

Wieder mal erstaunlich, wie schnell sich Launen ändern können.

Immerhin. Ich war 10 Minuten an der frischen Luft. Und ich sehe sicherlich aus wie das blühende Leben.

Morgen kommt schon wieder der Herr Vermieter. Er will ein Gespräch mit Bruder Posaune führen. Solange er das nicht in unseren vier Wänden zu tun gedenkt, stehe ich dem Unterfangen nicht im Wege. Aber wehe, er klingelt uns um 11 aus dem Bett.

Posaune zieht in die Wohnung unter uns und bringt seine Besitzer mit. Also C., der Mann, der die Seuche World of Warcraft ins Haus gebracht hat. Nun gut. Er wird schon sehen, was er davon hat…

Die Katzen wetzen bereits ausgiebig die Krallen.

Wir freuen uns, dass entspannte Menschen ohne Kinder in dieses Haus ziehen. Wobei das mit den Kindern sich noch ändern kann. Eigentlich sollte man vorher eine Infertilitätsbescheinigung verlangen.

Und vor allem freue ich mich, dass nicht ich morgen um 11 den Urlaubserlebnissen des Herrn Vermieters lauschen muss, sondern dass ich den Kelch an die neuen Opfer weiterreichen darf.

Damals, als ich im Baumboot durch Venezuela gefahren bin…. Damals, als ich die Radtour durch Grönland gemacht habe…. Damals, als mir in Hongkong das Reiskorn auf den Boden gefallen ist… *mad*

So. T. ist da. Mal fragen, was er für Theorien zu von mir finanzierten Betriebsausflügen hat.

T. hat nächste Woche Urlaub. Ich nicht. Die Welt ist nicht immer gerecht.

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Also…

Nachdem ich den Herrn Teamleiter der örtlichen Krankenversicherung nun heute persönlich kennenlernen durfte, kann ich sagen: Er gehört nicht zu den Sympathen, mit denen man gerne Kaffeetrinken ginge. Aber das liegt wahrscheinlich auch an der Tatsache, dass wir in den nächsten Wochen noch öfter miteinander zu tun bekommen.

Ich war zwar ganz lieb zu ihm, aber ich habe ihm gesagt, dass ich mit seiner Auslegung der Kostenbewilligung nicht einverstanden bin. Naja, ich habe ihm eher gesagt, dass sie falsch ist.

Schon mal ein ganz dickes Minus auf der TanteHeinzund TPunktwolleneinKindaufunsereKosten-Akte.

Fakt ist: Der Mann ist eigentlich arm ‘dran, denn er hat nichts zu entscheiden. Sagt er zumindest. Ich vermute, an seinem Spiegel steht ein großes “Nein”, denn das ist das, was er jeden Tag immer wieder sagen muss, und was er keinesfalls vergessen darf, um die Kostenstatistik niedrig zu halten.

Und weil er das anscheinend im Laufe seines Arbeitslebens ganz gut gemacht hat, darf er sich Teamleiter nennen.

Jedem seinen kleinen Erfolg.

Was ich allerdings unglaublich finde, ist das Großraumbüro, in dem ich Platz nehmen durfte. Und weil die anderen vier Angestellten heute einen lauen Tag hatten, durften die an meinen Belehrungen teilnehmen, denn überhören konnte man unser Problemchen nicht. Der Mann, der zwischendurch hereinkam, hat eine Brücke und eine Krone beantragt und zwischendurch gleich noch ein bisschen was über künstliche Befruchtungen lernen dürfen.

Soviel zum Thema Datenschutz, ich lach mich kaputt…
Da kann ich ja froh sein, dass ich die Wörter Spermien und Eierstöcke öffentlich auszusprechen wage. Hat man damit ein Problem, kommt man in dieser Geschäftsstelle nicht weit, denn vorher versinkt man im Erdboden und akzeptiert alles, was einem dort aufgetischt wird.

Unsere Unterlagen befinden sich auf dem Weg zur Rechtsabteilung. Diese Vorgehensweise kündigte er mir mit hochgezogenen Augenbrauen und bedeutungsschwangeren Blick an. Von wegen: “Sie wissen schon, dass sie es jetzt mit ganz ausgefuchsten Juristen zu tun bekommen werden? Überlegen sie sich gut, ob sie das wollen…. Sie werden keine Nacht mehr durchschlafen können…. Mein Gesicht wird sie in ihren Träumen begleiten…”

Ich habe mich sehr gefreut. Schließlich soll auch die Rechtsabteilung an meinem neuerworbenen Wissen teilhaben.

Während des Abschlussgeplänkels hat er mir noch gesagt, dass ihm wohl bekannt sei, dass die Situation sehr belastend für uns sein werde.

Nanu? War das ein Anflug von Menschlichkeit, knallhartes Kalkül oder das Ergebnis des letzten Gesprächsführungskurses?

Wir warten ab und sind gespannt.

Manchmal verlässt man einen Raum und weiß ganz genau: In spätestens zwei Sekunden bist Du Thema. Dann fällt der Kopf deines Gesprächspartners auf die Tastatur und er sagt:

“Meine Güte. Watt ne Zicke…. Habt ihr die mitbekommen?? Lieber Gott, mach, dass alles gut wird, damit sie nicht übermorgen neue Kopien mit Gerichtsurteilen anschleppt. Scheiß Internet… Früher war alles besser. Kommt die nochmal, bin ich nicht da…. Dann muss der Azubi ran.”

So war’s. Ich bin mir sicher.

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Diffiziles Problem

Was ist denn hier jetzt bittesehr extrakorporal? Ich blicke nicht mehr durch.


Der Herr von der Kasse macht plötzlich einen Rückzieher und meint, er bezahle nur T.’s Samenprobe. Mit extrakorporal sei auf keinen Fall mein Körper gemeint…
*party4* *party4* *party4*
Insbesondere T. hat sehr darüber gelacht.

Da in der Kostenzusage aber nun mal extrakorporal steht, gehe ich davon aus, dass auch mein Astralleib damit gemeint ist.

Morgen früh gehe ich hin und esse ihn auf. Dann weiß er immerhin, was intrakorporal ist.

Mit einer Tante, die Zahnschmerzen hat, sollte man nicht spaßen.

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Aua

Mein Gold-Inlay ist herausgefallen. Das Aldi-Weingummi hat es quasi herausgezogen.

Mal wieder. Ich kenne das schon. Hab’s wieder reingesteckt. Keine Weingummis mehr. Erst Zahnarztbesuch.
Normalerweise ist das dann so:

Zahnarzt guckt sich das Ding an, murmelt etwas von “Wie niedlich.” (…da in den Ausmaßen so winzig..), putzt den Zahn durch, haut Zement rein, drückt das Ding wieder dorthin, wo es hingehört und ich gehe nach Hause.

Weil das schon so oft passiert ist, habe ich heute morgen um 8 keine andere Möglichkeit als die obige in Betracht gezogen. Heute allerdings popelte er noch so’n bisschen gelangweilt im Nachbarzahn rum und entdeckte einen Kariesherd.

Uah. Der erste Kariesherd seit 10 Jahren….

Die Woche fing an mit zwei Spritzen, deren nachgewiesene Wirksamkeit ich für ein Gerücht halte und einer dritten, die mich endlich außer Gefecht setzte.

Wirken taten Spritzen Nummer Eins und Zwei gegen Mittag. Nachlassen tun sie seit circa einer Stunde. War wohl die Bullendosis. Jetzt tut’s weh. Irgendetwas ist da schief gelaufen. Nicht, dass ich da morgen nochmal aufschlagen muss.

T. meint, ich sei zu empfindlich. Er hat tatsächlich Recht. Hätte man mir früher mal lieber ein bisschen mehr Nutella gegeben, dann wäre ich Spritzen und Kariesherde vielleicht gewohnt.

Gehe ins Bett. Ein bisschen leiden und TKKG hören. Vielleicht kriege ich ja noch ne Wärmflasche und einen Tee.

Übrigens spricht meine Schwägerin wieder mit ihrem Mann. Bin immer noch perplex. Will die Nummer von der Paartherapeutin. Man weiß ja nie… Anders kann ich mir diesen offensichtlichen Umschwung nicht erklären.

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Hasensprache

Man sollte weder betrunken in Spielwarenfachgeschäften noch in Apotheken aufschlagen. Naja, betrunken klingt jetzt ziemlich dramatisch. Aber so richtig nüchtern waren wir nicht.

Erst hat uns die PTA in der Apotheke einen Warzenmittel für 18 Öcken angedreht. Die Warze am Finger musste dringend heute weg…. Man hätte ja auch warten können, bis die Online-Apotheke das Wunderzeugs für die Hälfte an uns verschickt. Nein. Warzen sind lebensbedrohlich. Tante Heinz sah Handlungsbedarf und musste ihren Gatten retten.
Wenn schon nen dicken Kopf, dann doch wenigstens mit einem ästhetischen Mittelfinger.

Im Spielzeugladen T. in der Playmobil-Abteilung abgegeben. Komischerweise habe ich selbständig eine Kaufentscheidung getroffen. Normalerweise muss T. sonst hundertmal auf die Frage: “Meinst du wirklich??” antworten.

Etage gewechselt. Babyabteilung. Ganz böse. Muss eigentlich noch ein Stillkissen kaufen. Für mich. Beruflich. Da drücke ich mich seit drei Wochen vor. Und wenn man schon mal in der großen Stadt ist, muss man eigentlich zuschlagen.
Da schaute er mich an. Der Hase. Mit der roten Nase. Und dem blauen Ohr. Helme Heine sei Dank:

Ich gebe zu, ich stehe auf irrsinnig aussehende Spielzeuge. Der Hase war heute irrsinnig genug. Das habe ich ihm auch gesagt, während ich ihm die langen Öhrchen gestreichelt habe.

Anscheinend kommt das nicht so richtig oft vor, dass mit dem armen Hasen gesprochen wird. Jedenfalls schaute die Verkäuferin - sagen wir mal konsterniert und wandte sich von mir ab.

Und wer nicht nachvollziehen kann, dass Frauen mit Hasen sprechen, die einer Randgruppe angehören, dem wird auch kein Stillkissen abgekauft. Ganz einfache Kiste.

T. hat sich ein sprechendes Dartbrett gekauft. Anscheinend gab es an der Playmobil-Piratenschifffront keine Neuigkeiten, die hätten erworben werden müssen. Nun haben wir zwar keine Bilder an der Wand, dafür können wir sie nun eigenhändig mit einem actiongeladenen Lochmuster verzieren.

Ich muss weg. Üben. Ich glaube, ich bin ganz gut. Die Mehrheit der Löcher stammt jedenfalls nicht von mir…

 

 

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Vermieterfreuden

Hm. Mir scheint, unser Vermieter will uns wirklich behalten. Nachdem wir uns gestern aufgemacht haben zum Auseinanderpflücken der Rechnung, ist er uns erstens enorm entgegengekommen, dann hat er uns mit spanischem Cognac abgefüllt und uns anschließend zum Essen eingeladen.

Ich finde ihn ja eher nervtötend. Aber ich mag seine Frau. Ganz großer Pluspunkt, weswegen wir uns auf seinen Kuhhandel auch eingelassen haben. Wir heizen nicht in unserem Schlafzimmer und erst recht nicht im Gästeklo. Komischerweise waren in diesen Zimmern fast 1000 Heizeinheiten fällig, die mich richtig wütend gemacht haben. Da konnte ich den ausgeklügelten “LiebeTanteHeinz/BöserT.-Plan” nicht mehr aufrechterhalten.

Und nachdem wir ihm eröffnet haben, dass derartige offensichtlich falsche Abrechnungen eine Wohnung durchaus unattraktiv machen können, hat er alle Register gezogen.

Nun ja. Mit Kroketten, neben denen eine ordentlich Portion Sauce Hollandaise schwimmt, kann man mich tatsächlich umstimmen. Das weiß er nun also auch.

Ich habe ein Kroketten-Trauma. Die gab’s bei uns früher nämlich nie. Warum auch immer. In meiner eigenen Küche gibt’s die auch nie. Keine Frittiermaschine vorhanden, und aus dem Ofen schmecken die ätzend.

Setzt man Tante Heinz allerdings in eine Dorfkneipe, gibt ihr ein Bier aus und lässt sie ihre Kroketten mümmeln, wird sie willig.

Und deshalb wäre das Problem nun vom Tisch.

Und deshalb habe ich einen Kater.

Neben dem Kroketten-Trauma habe ich im übrigen noch ein Nutella-Trauma. Und Milchschnitten waren auch buh.

Pädagogenkinder werden da irgendwie benachteiligt. Deswegen war das Kiloglas Nutella später immer das erste, was mein Bruder und ich in den Einkaufswagen gepflastert haben, wenn wir ein Wochenende alleine waren. Wir haben es selbstverständlich nicht auf’s Butterbrot geschmiert, schließlich gab es Tee- und Esslöffel.

Ich habe mich neulich mit meinen Eltern darüber unterhalten. Mein Vater meint, genau das wäre der Grund, warum aus uns etwas geworden wäre.

Meine Mutter war schockiert, als sie sich Tante Heinz mit gierigem Blick und dem Esslöffel im Nutellaglas vorgestellt hat, und fragte ernsthaft, ob sie damit irgendetwas kaputtgemacht hätte. Harhar. Da soll sie lieber nochmal T. fragen, der wird ihr gerne Auskunft über meinen Geisteszustand geben.

Morgen ist Geburtstag. Patenkindgeburtstag. Fünf wird der begabte Junge. Ich befürchte, spätestens mit sechs ist er klüger als ich. Zumindest, wenn seine ehrgeizige Mutter ihn weiterhin von einem intellektuellen Freizeitvergnügen zum nächsten schleppt. Ich glaube, der arme Junge darf auch keine Nutella essen.

Nun ja. Ich habe noch kein Geschenk für ihn. Ich muss mich heute im Spielzeugladen inspirieren lassen. Am liebsten würde ich ihm ja gegen meine Prinzipien eine dekadente Action-Figur schenken, nur um seine Mutter an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Ein Semester Studiengebühr wäre ihr wahrscheinlich lieber…. Oder eine Biographie von Marie Curie.

Meine Schwägerin ist bescheuert. Leider hat der Bruder meines Mannes sie versehentlich geheiratet. Jetzt führen sie eine Ehe, die definitiv nicht mehr als eine solche zu bezeichnen ist. Oder wie nennt man das, wenn die Frau seit Monaten nicht mehr mit dem Gatten spricht, wenn sie mit ihm alleine ist?

Morgen dürfen wir also in gefühlter Eiseskälte Geburtstag feiern. Das wird sicherlich enorm lustig. Wir können es kaum erwarten.

Und wie bekomme ich bloß Herrn T. geweckt? Der muss mit in den Spielzeugladen. Ich bin bei Einkaufsvergnügen, die fünfjährige Jungs betreffen, regelmäßig aufgeschmissen.

Vielleicht schenke ich ihm einfach ein Glas Nutella. Also ich hätte meine Patentante dafür geliebt.

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Lieber Besuch

Gestern Nacht summte es in der Nähe meiner Ohren. Toll. Die tatsächlich erste Mücke des Jahres macht sich ausgerechnet auf meiner Bettseite breit.

Die Decke hatte ich mir bis knapp unter die Augen gezogen. Das war ein Fehler. Hätte ich ihr das Bein rausgestreckt, hätte sie wahrscheinlich das bevorzugt. Nun jedoch blieb dem armen ausgehungerten Viech tatsächlich nichts anderes übrig, als mir direkt unter das linke Auge zu stechen. Zweimal. Vor Wut, weil ich ihr die Tour vermasseln wollte.

Der Blick in den Spiegel war überflüssig. Die Sehkraft büßt doch etwas ein, wenn sich der Unterrand des Auges, dessen Name mir gerade leider entfallen ist, halb über den Augapfel schiebt.

Kurz gesagt: Tante Heinz wirkt gerade dezent lädiert.

Entschlossen bin ich ins Schlafzimmer gewankt, habe das Mistding an der Wand entdeckt und ‘draufgeklatscht.

Ich war mir jedoch nicht sicher, ob’s die Richtige war. Nach der Hinrichtung gab’s eindeutig zu wenig Blut an der Wand.

Heute nacht. Es summt und brummt. Immer, wenn ich das Licht anschalte, ist nichts zu sehen.

Die bedauernswerte und wahrscheinlich unschuldige tote Mücke hatte eine Komplizin.

Irgendwann habe ich die Faxen dicke und bette mich auf’s zu kurz geratene Sofa. Wütend.
Mangels Tante Heinz sucht sie sich T. aus. Der schlief mit Kappe. Damit sie ihn nicht in den kahlrasierten Schädel stechen konnte.

Pech gehabt. Wir haben es hier mit einer ganz ausgefuchsten Mücke zu tun. Sie wählte sein Auge. Vor meiner Flucht aus dem Zimmer hat sie sich noch an meiner rechten Wange bedient. Ich weiß ja nicht, was das für ein niedliches kleines Tierchen ist, aber mittlerweile dürfte sie zentnerschwer irgendwo in der Ecke hängen. Finden tu ich sie trotzdem nicht.

Nun haben wir den Salat. Beide zu 50% temporär erblindet.

Räuchere gerade das Schlafzimmer aus. Tricks álà “MachtimFlurdasLichtan,dannistRuhe” helfen hier nicht. Das ist ne Kampfmücke, die kennt kein Pardon.

Zwei Nächte nicht richtig geschlafen und das Aussehen eines Schlägertypen. Ich bin gerade die, vor denen Mütter ihre Kinder warnen.

Was fehlt nun noch zu unserem Glück?

Eine Nebenkostenabrechnung, die wir nicht verstehen und die selbst dem Vermieter komisch vorkommt.

Oder ist es normal, dass das Anmachen der Heizung, welches man an 10 Fingern abzählen kann, gleich um die 1000 Tacken kostet? In fünf Monaten? Bei zwei Personen? Habe ich irgendeine entscheidende Entwicklung verpasst? Wir sind doch nie zu Hause und haben einen Holzofen… Wer soll denn hier bittesehr so viel geheizt haben? Geht T. vielleicht gar nicht arbeiten und macht es sich tagsüber hübsch muckelig??
Entweder, wir leiden unter einem echten Realitätsverlust, oder hier läuft gewaltig was schief.

Das ist ja teurer, als unsere alten Nachtspeicheröfen… Und die waren zwangsweise immer an.

Mannomann. Was soll das erst im nächsten Jahr für eine Nachzahlung geben? Hat hier jemand auch ca. 90 qm und ne Ölheizung, die selten läuft? Dann bitte Vergleichswerte an Tante Heinz. T. sprach gestern schon von Auszug. Da gruselt es mir ja jetzt schon vor, denn ich finde diese Wohnung perfekt…
Hachja. Ich verlange doch gar nicht viel. Nur eine einzige klitzekleine Woche, die einfach ganz normal verläuft und nach der man sagen kann: Tolle Woche. Alles töfte. Kein neues Problem. Darauf einen Sekt.

Immerhin: Die dicke Luft von vorgestern hat sich verdünnisiert. Alles geklärt. Wenigstens auf uns können wir uns verlassen.

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Olle Spielverderberin

Bisher hatte ich immer nur von C. gehört. Er war schließlich nicht vor Ort, sondern trieb sich in Südeuropa rum. Nun ist er also zurück.

Der Humor passt, und in der Birne hat er auch was. Sein Hund gehört zu den coolen Exemplaren. Selbst die feige schwarze Katze sucht Kontakt zu ihm (…das erstaunt mich wirklich sehr…. und er scheint ihre Sprache zu verstehen, denn er zeigt Respekt durch Rückzug, wenn sie ihn anfaucht… )

Seine Freundin ist nett. Redet mich zwar in Grund und Boden, aber vielleicht gibt sich das ja noch. Außerdem hat sie auf unsere Kinderwunschgeschichte fast schon professionell reagiert. Trifft man auch selten.

So. Jetzt zum dramatischen Teil dieses Blogs:

Das Grauen hat einen Namen und ebendiese Seuche wurde in unseren Haushalt eingebracht. Quasi als Direktimport aus Espania: C. spielt World of Warcraft.

Also dieses seltsame Spiel, für das man monatlich 12 Tacken hinblättert, um dann mit 8 Millionen anderen Bekloppten aus dem deutschsprachigen Raum und zig Millionen anderen Menschen der Erde gemeinsam Wildschweine und Orks niedermetzeln zu dürfen.

Man lernt gar einen Beruf. Mannomann, das ganze bietet echte Perspektiven. Zumindest einer Perspektive bin ich mir sehr sicher: Das Spiel besitzt kein Ende. Gelddruckmaschine. Wieso komme ich nie auf solch grandiose Ideen?

Tag 1: C. will T. davon überzeugen, er müsse das mal ausprobieren, T. bleibt standhaft (…Natürlich… Ich saß daneben… ;) und erklärt, er habe keine Zeit dafür. (Bravo. Stimmt nämlich. Wir haben immer noch keine Lampe im Büro, die Garage sieht aus, wie Kraut und Rüben, der Keller ebenso, diverse versprochene Tätigkeiten in meiner Praxis haben seit vier Monaten noch nicht stattgefunden, der Wasserschaden ist immer noch nicht geklärt, weil mein Mann es nicht zum Elektriker schafft, und wenn ich diese Aufzählung jetzt nicht beende, wird mir wieder übel… )

Tag 2: Die beiden Männer sitzen vor dem PC. C. kommt in die Küche.

Tante Heinz: “Na, Herr C.? Alles fit? Was macht ihr denn da drüben eigentlich?”

Herr C.: “T. lädt sich gerade den kostenlosen 10tägigen Probeaccount herunter.”

Tante Heinz: “Bist Du bescheuert, Gatte?”

Gatte: “Kein Problem, nur ausprobieren…”

Hmhm. Ausprobieren. Jaja. 10 Tage hintereinander, das kann ja heiter werden.

C. merkt, dass er in ein Wespennest gestochen hat, findet das jedoch vollkommen in Ordnung.

Zwei Tage passiert nichts. T. philosophiert darüber, dass das Spiel nichts für ihn ist.

Ich bin beruhigt. Ich kenne T.’s Anfälligkeit für derartige Spiele. Da gibt es keine gemeinsame Freizeitgestaltung mehr. Wenn, dann nur durch mich vorgeschlagene; die stellen nur eine kurze Unterbrechung des Spielvergnügens dar und sind mit viel Glück durch ständiges Bohren meinerseits zu erreichen.

Und die Installation der Seuche auf unserem PC hat mich - gelinde gesagt - nun doch etwas beunruhigt.
Fassen wir unser gemeinsames Zeitkontingent mal zusammen: In der Woche ab 20:00 und über den Daumen gepeilt das halbe Wochenende. Und das ist für mich eine echte Kostbarkeit.

Freitag abend. Ich gehe ins Bett.

T. macht sich bereit. Er muss endlich mal ausprobieren, was C. ihm da schmackhaft machen will.

Die Sonne geht auf (…virtuell und real….) und T. schwankt ins Bett.

Samstagmorgen wird er durch mich geweckt. Einkaufen ist sein Ressort. Testosteron-Spritzen gibt’s nur bis 12, dann macht Apotheke dicht. Hätte ich ihn nicht geweckt, hätte er am Montag ein echtes Problem gehabt.

T. kommt zurück, erzählt mir, dass er sich beim örtlichen Plattendealer nach den Bezahlmodalitäten für die Seuche erkundigt hat.

Alarmglöckchen klingeln - noch ganz leise - in Tantchens Kopf. Schließlich habe ich ihm gestern nochmal klargemacht, dass ich ehrliche Angst vor einem zeitfressenden PC-Vergnügen seinerseits habe. Hatten wir schon mal. Ging richtig in die Hose. Magengeschwüre kommen nicht aus dem Nichts.

Okay. T. hat seine Pflichten erledigt. Der Einkauf ist getätigt. Noch ein bisschen abgewartet und dann ab vor den PC.

Ich setze mich daneben. Will mich unterhalten, kriege keine klaren Antworten. Stelle anscheinend doofe Fragen, die nur darauf zielen, ihm das Spiel madig zu machen. Stelle mich hinter ihn, falte Wäsche. Zwei Stunden sind inzwischen vergangen. Der große Meister C. ist online. Toll. Der kann meinem Gatten bei diversen dringlichen Problemen helfen. Und eine Gilde hat er auch, die T. herzlich einlädt. Super. Jetzt auch noch Gruppenzwang. Das Headset wird installiert.

Ich habe die Schnauze voll. Kriege ein fahriges “Bis gleich!” mit auf den Weg. Fahre zwei Stunden weg. Komme wieder. Der Mann sitzt da immer noch.

Ich bitte ihn, das aufgetaute Fleisch mittels Grill zu verarbeiten. Tut er. Aber bevor er auf den Balkon entfleucht, teilt er mir mit, dass er den Probeaccount in einen Vollaccount umwandeln wird.

So. Laune endgültig hinüber. Alle guten Vorsätze seinerseits anscheinend auch.

Tante Heinz richtig sauer. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so wütend war. Vielleicht für viele - insbesondere C. - absolut unverständlich und Spielverderberei.

Aber ich muss nicht abwarten, um zu sehen, was passiert. Ich weiß, was passieren wird. Und zwar nicht, weil ich ne olle Unke bin, sondern weil wir das Thema schon durch haben.

Und jetzt bezahlen wir also auch noch Geld dafür. Das finde ich ganz besonders töfte.

Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen: T. ist richtig beleidigt, weil ich gerade dabei bin, ihm den Spaß und sein neuestes Hobby zu verbieten.

Ich habe Magenschmerzen. Kein Zeichen für Alarmglöckchen, sondern für richtig große Glocken.

So fühlt sich also richtig dicke Luft an. Hatte das Gefühl schon fast vergessen.

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Alt


Mittwoch, 08.08.07, O. ruft an:
Hey T., ich komme heute mit K. vorbei! Ihr müsst Sie ja auch mal kennenlernen.
O. ist mein Sandkastenkumpel und “angeblich” seit 3 Jahren mit K. zusammen! Angeblich deshalb, weil bisher niemand K. zu Gesicht bekommen hat…
“Nein O.! TH hat viel zu tun!” (Und K. muss die Wohnung ja nicht gerade in DIESEM Zustand erblicken…schließlich weiß ja niemand wie K. tickt… ;)
“Okay! Ich komme ohne K.!”
Hmpf. Okay.
O. schlägt frühzeitig auf und verkündet noch eine neue Nachricht:
“Hey T.! C. ist wieder da und wir beide besuchen Ihn gleich!”
Upsi! C.! Ich dachte der weilt in Spanien?
“Nein, er ist wieder da!”
Weia! Noch ein alter Sandkastenkumpel, den ich zuletzt vor ~10 Jahren gesehen habe. Sandkastenkumpel ist untertrieben, wir waren richtig gute Freunde.
Also, nach ein bisschen festlabern auf zu C.!
Der stellt mir (Im Gegensatz zu O.) seine Freundin K. gleich vor! Lange nicht gesehen, erstmal ein bißchen umschnuppern.
Der Abend endet gegen 2:30Uhr morgens.
Kriege kaum die Äuglein auf und taumel zur Arbeit.

Donnerstag, merke dass mir Schlaf fehlt, aber irgendwie gehts.

Freitag, Biorythmus pendelt sich gerade wieder ein.

Freitag-Abend:
Treffe mich mit O. und C. bei uns daheim. “Laberquarkrhabarber”. Wollten eigentlich Kumpel M. in Seiner Kneipe besuchen. Aber eine Lachsalve jagt die nächste und wir kriegen den Arsch erst ziemlich spät hoch. So gegen 2°°Uhr nachts. TH wankt ins Bett und wir in die Pinte.
Die Nacht endet so gegen 5:30 Uhr nach einer ungezählten Menge Wodka-Redbull. Hilfe.

Samstag:
C. kommt mit K. vorbei! Und Bruder Posaune! Bruder Posaune ist ein Yorkshire-Terrier mit spanischem Temperament, der obendrein nicht wie ein klassischer YT aussieht. Erinnert etwas an Gordon Shamway (Alf, wer’s genau wissen will)…! Jedenfalls hat Bruder Posaune Hummeln im Arsch und rennt stundenlang durch die Wohnung, säuft den Katzen das Wasser weg, kackt auf den Balkon und kriegt von Katze Lilly erst mal kräftig eins auf die Nase. Egal. Er findet Lilly süss und will spielen. Lilly weiß nur dass Sie hier Chef ist und weiß nicht, was das für ein schwanzwedelnder Idiot ist. Lilly ist und bleibt cool!
C. eröffnet uns, dass D. auch da ist und wir den eigentlich besuchen könnten. Bei M. inner Pinte.
M’s Pinte ist keine klassische Pinte. Eher ne Disco. Die älteste Deutschlands. Drei Tanzflächen: Mainstream, Heavy-Metal und Techno/House. TH macht Luftsprünge vor Freude….so 1-2mm hohe Sprünge…aber C.’s Freundin K. ist ein erdiges Mädel und TH kommt gut mit Ihr klar, also geht Sie mit.
23°°Uhr. Wir müssen noch was essen. Alles zu. Super hier. Nur der Grieche, der schon dort war solange ich denken kann hat noch was auff’m Grill. Also pflastern wir uns fix was in den Wanst! (D. sitzt mit B. auch beim Griechen - wie praktisch) Und dann mit etwas Verspätung ab in die Pinte.
Wieder fliessen viele Wodka-Redbull durch meine Leber. Und durch TH’s. Ganz schön viele Frauen hier. SCheinbar haben die alle Ausgang. Es ist sehr laut und sehr voll und der Abend endet wieder in der Frühe.

Sonntag.
Wir pennen bis Mittags. Eigentlich ist der Tag total im Ars…! Erledigen noch das Ein oder Andere und fallen frühzeitig ins Bett.

Montag!
Der Wecker bimmelt, TH mahnt zum Aufstehen und mich durchflutet ein gewaltiger Kotzreiz. AchdulieberHimmel….
“Kann nicht, bin krank!” Fühle mich wie ausgesch…..! TH meldet meinem Boss Unwohlsein und ich bleibe liegen. Kotze nicht. Schlafe aber. Bis Mittags. Dann noch den Nachmittag durch, bis abends. Raffe mich auf um meinen SChwager zu begrüßen und falle direkt wieder ins Bett. Schlafe bis Dienstagmorgen und schaffe es tatsächlich zur Arbeit.
Hurra!

Stelle fest, dass mir derartige Wiedersehensfeiern den Rest geben. Hatte früher nie Probleme, mal ein paar “Festlichkeiten” zu bewältigen. Nun kicken die mich völlig aus den Schuhen. Und ich habe noch nichtmal getanzt.

Scheiße!
Werde Alt!
Hmpf.

T.

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Neulich beim Randgruppen-Screening

Wir standen auf dem besten Parkplatz der Welt. Von hier hat man einen fulminanten Ausblick auf die örtliche Tankstelle und kann seinen Burger futtern. Oder seinen Kaffee trinken. Im Schnellrestaurant selbst ist’s nämlich blöd. Im Auto macht’s Freude. Und wehe, der Parkplatz ist belegt. Dann haben wir beide schlechte Laune.

Ich erzählte meinem Mann gerade von meinem Tag. Unter anderem kommt jeden Mittwoch ein Vater (..was ich an sich immer sehr lobenswert finde, da ich ansonsten meist mit Müttern zu tun habe….) und bringt sein Kind. Beim kurzen Gespräch mit ihm irritiert mich immer wieder auf’s Neue, dass er mir nicht ins Gesicht schaut, sondern sein Blick mich 30 cm tiefer trifft. In der Zeit der Hormonstimulation hat es sich kurzzeitig mal für ihn gelohnt. Ansonsten sehe ich persönlich dafür keinen großen Anlass.

Nun ja, jedem das seine. Ich finde ihn amüsant.

Noch amüsanter fand ich die Tatsache, dass er an ebendiesem Mittwoch an der Tanke vorfuhr, ausstieg, die Tankstelle betrat und sich nach hinten links oben orientierte.

Hinten links oben stehen die pornographischen Höhepunkte der Literatur. Direkt neben der “Schöner Wohnen”. Wenn ich also dort eine Zeitung kaufen will, muss ich aufpassen wie ein Schießhund. Denn der Blick auf die “Schöner Wohnen” ist aufgrund besagter unmittelbarer Nachbarschaft hochgefährlich. Schließlich will ich mir nicht nachsagen lassen, ich interessierte mich für die aktuelle “Praline”.

Herrn P. waren solche Gedanken fremd. Er stellte sich direkt davor und begann zu blättern.

Wir amüsierten uns bereits köstlich, schließlich hatte ich T. zuvor noch von seinem unnachahmlichen Blick erzählt.

Nachdem er eine halbe Stunde lang jede Zeitung sorgfältig gelesen hatte und mittlerweile bei den richtig teuren Hochglanzmagazinen angekommen war, beschloss T., mich für die letzte Viertelstunde, die dieses Intermezzo noch dauern sollte, direkt vor der Tankstellentür zu parken, derweil seine Autoreifen mit Luft zu befüllen und den Ölstand zu überprüfen.

Ich hatte großen Spaß. Am Ende der Pornosession - er war oben rechts angelangt - kaufte er sich eine Dose Bier (…irgendwie muss man die Tankstellendamen ja schmieren, man will vielleicht nochmal unbehelligt einen kostenlosen 45minütigen Augenschmaus erleben… ;) , kam raus und blickte auf die Therapeutin seines Sohnes, die ihn wissend anlächelte.

Seitdem schickt er seine Frau und bleibt im Auto sitzen.

Das “GuckenSieMirBitteNichtMehrAufDieMöpse-Problem” wäre damit gelöst. T. hat manchmal grandiose Ideen.

Der nächste Akt. Gestern. Ich befand mich ausnahmsweise in der Tankstelle. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden.

Von weitem sah ich ihn. Unseren Ex-Vermieter, der mit der nachträglichen Mieterhöhung, die nun leider aus juristischen Gründen doch keine geworden ist. Also der Vermieter, der 100 cm kleiner ist als ich.

Er kam auf den Eingang der Tankstelle zugewieselt und mir bleib nur ein kurzer Zeitraum, mich für oder gegen ein “Hallo” zu entscheiden.

Ein “Hallo” hätte ob der langen Schlange vor der Kasse weitere Konversation bedeutet. Zum Beispiel über die Tatsache, dass er T.’s wütenden Anruf am Tag nach meiner Punktion, bei dem dieser ihm mitgeteilt hat, dass er sein Vorgehen Scheiße findet, nicht mochte. So etwas bespricht er gerne mit mir. Schließlich bin ich die Frau, kann meinen Mann beruhigen und positiv auf ihn einwirken. Denkt er jedenfalls.

Ich entschied mich gegen das “Hallo”. Man kann ihn einfach so herrlich leicht übersehen. Wartete darauf, von hinten angesprochen zu werden. War leicht irritiert, denn nichts passierte. Ich zahlte, schaute mich um und was sehe ich hinten links (…von oben kann ich nicht sprechen, so leid es mir tut… ;) ?

Den Herrn Vermieter. Der sich gerade von einem netten Herrn, der neben ihm stand, genau die Hochglanzmagazine heruntergeben ließ, die höchstwahrscheinlich Herr Porno-P. schon vorletzte Woche leergelesen hat.

Hach, war das schön. Damit kann man mein Herz erfreuen. Diese Porno-Abteilung erleichtert mein Leben ungemein. Habe mich kurzfristig doch für ein lautes, deutliches und grinsendes “Hallo, F.” entschieden.

Er schaute entsetzt bis beschämt.
In den letzten Monaten hat er sich angewöhnt, erst zu überprüfen, ob die Luft rein und der böse T. außer Haus ist, um dann bei der lieben Tante Heinz vorzusprechen.

Wenn ich seinen Blick richtig einschätze, klingelt er hier ab heute nicht mehr.

Das wäre also auch geritzt.

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
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