Archive forJuli, 2007

Versicherungsonkel

Der Mann, der uns vor vier Jahren unsere Versicherungen verkauft hat, ist Geschichte. Damals haben wir unsere Unterschriften schon in dem Moment bereut, in dem klar war, dass wir mehrere Fünfjahresverträge abgeschlossen hatten, ohne dass wir darüber informiert worden wären.

Er hatte uns aber auch auf einem denkbar dankbaren Fuß erwischt, denn kulanterweise übernahm er einen Schaden, den wir definitiv selbst verschuldet hatten. Gob fahrlässig, sagt man dazu wohl. Man schließt einfach keine normale Armatur an einen Boiler an. Da muss so’n Spezialding ‘dran. Hätte uns der Boiler ja auch mal ‘drauf aufmerksam machen können. Jedenfalls hatte es einmal laut geknallt, und der Boiler, der dem Vermieter gehörte, war geplatzt.

So. Nun denke ich schon seit April darüber nach, dass ich diverse Versicherungen kündigen werde, denn bald sind die fünf Jahre um.

Zack, platzt dieses bescheuerte Rohr im Keller und macht uns einen Strich durch die Rechnung.
Gut, wir können diesmal eine strahlend weiße Weste präsentieren.

Jedoch mussten wir gestern den neuen Versicherungsonkel in unsere Gemächer lassen. Dem alten ist nämlich die Zusammenarbeit durch die Versicherung gekündigt worden.

Seit April wollte er uns “kennenlernen”. Seit April sage ich seiner Vorzimmerdame, dass es sich nicht lohnt, uns kennenzulernen, denn wir werden eh nicht mehr lange das Vergnügen miteinander haben.

Also eigentlich habe ich ihr gesagt, dass ich mit Versicherungen, die sich über fünf Jahre in mein unüberschaubares Leben drängen, nichts mehr zu tun haben will.

Höchstwahrscheinlich haben die ein großes Fass aufgemacht, als ich telefonisch durchgab, dass in diesem Haus ein klitzekleines Problemchen besteht.

Mannomann. War der gut vorbereitet. Und wie kooperativ er sich zeigte. Und wie wunderbar billig er unsere bestehenden Verträge machen kann. Über fünf Jahre, versteht sich. (Und wie doll er sich den Kopf an der Kellerdecke gestoßen hat. Und er hat gar nicht geweint, schließlich ging es um Einiges. Da markiert man schon mal gerne den harten Macker….)

Wir saßen also so in der Küche, er erzählte uns von den gebrochenen Genicken der Menschen, die ich beruflich betreue (…man muss wirklich immer mit dem Schlimmsten rechnen; nach diesen Szenarien gestern war ich heute ausnahmsweise mal nett zu meinen Patienten… ;) , Töpfen, die regelmäßig mit der scharfen Kante auf’s Ceranfeld knallen und meiner vermutlich eintretenden Altersarmut. Er hatte fast mein Herz erobert und ich war nahe daran, die Vertragsverlängerung zu unterschreiben.

Da sagte er: “Und stellen Sie sich vor, wenn Sie mal Kinder bekommen. Kann ja durchaus noch passieren. Wie alt sind Sie nochmal? 31 und 38? Naja… Das ist mit Ihrer Selbständigkeit natürlich eher schwierig, aber meine Frau hat ihre Tochter auch erst mit 39 bekommen.”

Da war die rosarote Wolke, auf die ich ihn nach zwei Stunden Gehirnwäsche vor lauter Zuneigung gesetzt hatte, aber ganz schnell tiefschwarz.

Tante Heinz war wieder wach. Und klar im Kopf.
T. war wieder wach.

Tante Heinz und T. wechseln einen kurzen Blick.

Versicherungsonkel schaut verunsichert.

Tante Heinz: “Sagen Sie mal, Herr Versicherungsfuzzi. Jetzt mal Butter bei die Fische und weg von meinem Ceranfeld. Gibt’s in Ihrem Laden auch Versicherungen gegen Unfruchtbarkeit? So’n nettes kleines kostengünstiges Modell, das zahlt, wenn’s mal nicht so klappt mit dem Nachwuchs? Da würden wir uns direkt auf 10 Jahre festlegen. Hand ‘drauf.”

(Und eins, das zahlt, nachdem man den Herrn Versicherungsheini eine Pfanne über den Kopf gezogen hat, mit der man zuvor der Vollständigkeit halber das Ceranfeld zertrümmerte, weil er uns eine Woche nach negativem Test die falscheste aller Fragen gestellt hat… ;)

Kerlekiste. Der Kerl war ein echter Profi. Er hat uns gesagt, dass wir uns doch beide privat versichern sollen. Dann bekämen wir alles bezahlt. Und die Unfruchtbarkeit müssen wir nicht angeben. Wir sollen einfach so tun, als wüssten wir von nix.

So einfach ist das. Habe seine Visitenkarte hierbehalten. Wirklich weiterzuempfehlen, der Kerl. Der hat wirklich die Lösung für alle Probleme. Und das Schönste ist: Er kommt nochmal. Bis dahin muss ich noch ein paar Messer wetzen und T. eine kleine Beruhigungspille verpassen.

T. selbst hat auf den gestrigen Besuch mit der ersten Magen-Darm-Grippe seit 10 Jahren reagiert. Heute morgen wollte er mir noch weismachen, es habe an der Serbischen Bohnensuppe von Aldi gelegen, die ich uns gestern liebevoll zubereitet habe. Und gekotzt habe er erst, nachdem er den Tee getrunken hat, den ich ihm heute morgen ans Bett gestellt hatte.

Heute abend zeigt er sich allerdings einsichtiger, denn laut seiner Mutter ist diese Seuche gerade Mode in der Umgebung.

Gerade eben meldete er ein Hüngerchen, also geht es anscheinend wieder aufwärts. Serbische Bohnensuppe ist aus. Salzstangen und Zwieback müssen heute reichen.

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Wut tut gut

Da hatten wir uns so schön in unserem Loch eingeigelt. Vorgezogener Winterschlaf quasi. So traurige Existenzen kann man ja keinem zumuten. Wir sind lethargisch durch die Gegend gewankt und alles war blöd.

Und dann komme ich Mittwoch nach Hause und die 82-jährige Dame, die unter uns wohnt begrüßt mich mit den Worten: “Der Keller steht unter Wasser. Ziehen sie sich bitte Gummistiefel an, sonst kriegen sie nasse Strümpfe.”

Da ältere Damen zu Übertreibungen neigen, bin ich frohen Mutes (…denn ich war mir sicher, an unserer Waschmaschine lag es nicht. Schließlich bin ich die schlechteste Wäschewascherin der Welt, die das Gerät nur sonntags anschmeißt, wenn alle Wäschekörbe voll sind… ;) in den Keller gestiefelt, habe die Schuhe von mir geworfen, die Hose hochgekrempelt und musste ihr Recht geben.

Da war tatsächlich Wasser. Und zwar nicht zu knapp. Tropftropf. Irgendwo rauschte es ganz gefährlich. Nicht in unserem Keller. Der war nur nass. Toll, wenn man gerade umgezogen ist und diverse Kartons im Keller zwischengelagert hat, weil man zwischendurch einfach keine Zeit für solche Banalitäten hatte.

Ich meine, wir mussten uns seit unserem Umzug schließlich die Hoden filetieren und uns experimentell befruchten lassen. Da verschließt man gerne mal die Augen vor dem Grauen im Keller.

Gut. Nun war das Grauen doppelt vorhanden, da nass. Immerhin war das Puppenhaus, das mein Vater vor 30 Jahren für mich gebaut hatte, in der ersten Etage des Regals, also trocken. Dessen Wert kann man beim Versicherungsfuzzi in Euronen schlecht benennen.

Es rauschte eindeutig aus dem Keller des Vermieters. Und weil der ein Erbsenzähler ist und Angst hat, dass man ihm die alten Joghurtbecher von 1976 klaut, war die Tür abgeschlossen.

Originalton Vermieter: “Schöne Scheiße. Ich habe den Herrn vom Gas-Wasser-Dienst bestellt. Der müsste in dieser Minute ankommen. Aber aus Kostengründen komme ich heute nicht.”

“Herr L., ihre Tür ist abgeschlossen. Sollen wir die eintreten?”

“Neinnein, wissen Sie , die Herren vom Kundendienst, mit dem ich zusammenarbeite, haben immer einen Dietrich dabei. Die machen das schon.” (Herr L. erklärt mir immer so nett die Welt.)

Tante Heinz sitzt verdattert in der Küche. Unter ihr Frau E. kurz vor’m Nervenzusammenbruch. Denn deren Keller auch nass. Richtig nass, denn der Boden dort liegt noch tiefer als unserer.

Normalerweise hätte ich sagen sollen: “Herr L., sie fieser Möpp. Ich hatte vor, meine Woche weiterhin im Winterschlaf zu verbringen. Machen sie ihren Kram alleine und bewegen sie ihren Astralleib gefälligst in den stinkenden Keller. Denken sie an ihre Gummistiefel, machen sie das Licht aus, wenn sie fertig sind, und ehe ich’s vergesse: Sollten Sie mich wieder fragen, ob wir keine Kinder bekommen wollen, dann mache ich sie auf der Stelle kalt und betoniere ihre Leiche vor Ort ein.”

Bevor ich Morddrohungen ausspreche, muss ich mich vorher immer bei T. versichern, ob es gut ist, was ich vorhabe. Das ist erfahrungsgemäß ganz ratsam.

T. nahm sich einen Tag Urlaub und schwang sich ins Auto. Ich weiß nicht, um wen er mehr Angst hatte.
Da kam auch schon der Herr vom Wasserabstellkommando. Der hatte mit der Oma von unten gerechnet und war hocherfreut über ein etwas jüngeres Kaliber. Anscheinend hatte ich auch nicht mehr das Schild: “Achtung, Hormonmonster” vor der Brust kleben, denn er fand es ganz schick mit der barfüßigen Tante im Keller. Toll. Fand es schon immer erotisch, mit einem Fußfetischisten bei 6 cm Wasserhöhe zu plänkeln.

Als er aber statt des angekündigten Dietrichs einen gebogenen Nagel aus der Tasche zog, und damit im Schloss rumfuckelte, wurde ich ihm anscheinend zu besserwisserisch. Ich meine, wenn man Kalle Blomquist gelesen hat, dann macht man das nun wirklich geschickter.

Hatte er aber nicht. Und dann kam T. Also ich für meinen Teil erkannte ihn sofort. Schließlich rief er schon in der Haustür: “Mannomann, was macht ihr denn für eine Scheiße hier?!”

Tante Heinz: “Ach, wie schön, da kommt mein Mann!”

Wassermann: “Ihr Mann? Ach so.” Gewitterte Chance fehlangezeigt. Laune im Eimer. Arbeitsmoral ebenso.

Deswegen hat er die Tür auch erst recht nicht aufbekommen. Da erschien die Oma wie ein Engel mit einem Nachschlüssel in der Hand.

Hui. Ich wiederhole mich ungern, aber das war ganz schön nass im Vermieterkeller. Man stelle sich vor, ich hätte mal wieder bis Sonntag gewartet, um meine Wäsche zu waschen. Da hätte ich zur Waschmaschine tauchen können.

So. In Anbetracht der Tatsache, dass ich T. schlecht mit der Oma alleine lassen konnte, habe ich allen Klienten für den Nachmittag abgesagt und die Ärmel hochgekrempelt. Das Wasserwerk, das zwischenzeitlich aufgeschlagen war, hat den Schaden behoben, uns viel Freude gewünscht und ist abgedampft.

Mannomann. 30 Jahre alte Mäusegerippe, die sich hinter irgendwelchen Schränken versteckt haben, aus dem Keller zu flitschen, ist ein Mörderspaß. Nachahmenswert. Insbesondere nach einem negativen Schwangerschaftstest.

Im Ernst: Dieser Nachmittag hat mich gerettet. Schließlich konnte ich den ganzen Tag schimpfen wie ein Rohrspatz, mich im Dreck suhlen und zwischendurch ein bisschen mit T. in der Sonne knutschen.

Nebenbei haben wir bemerkt, dass die Oma von unten einen recht goldigen Humor hat (”Wie, der Vermieter kommt nicht? Der hat doch nicht alle Latten auf dem Dach.” ;) , alte nasse Teppiche stinken wie Sau und Mäuse gerne in alten Gartenstühlen wohnen.

Dann haben wir einstimmig beschlossen, dass wir uns mit 12,30 Öcken pro Stunde, die die Versicherung den armen Deppen bezahlt, die im Morast wühlen durften, nicht einverstanden erklären, und ich denke, dass unser Vermieter beim nächsten Mal selbst vor Ort sein wird, denn wir haben ihm eine Rechnung geschrieben. Für 12,30 hätte der nämlich früher das Haus gar nicht erst verlassen. Fatzke.
So. Und weil es mir plötzlich besser ging, habe ich beschlossen, ich stelle mich dann auch gleich dem Telefonat mit dem lieben Doktor, der uns zu einem Kind verhelfen will.

Anscheinend gehört so’n anschließendes Brainstorming dazu. Vor fünf Tagen habe ich T. noch gesagt, dass die mich alle mal kreuzweise können und ich mit gar niemandem mehr telefoniere. Mein ganzes Leben wollte ich nicht mehr mit Ärzten über meine Eierstöcke reden.

Dem Rohrbruch sei dank. Ich habe den Doc eben angerufen und bin da nun auch ganz froh drüber.

Die Essenz des Telefonats in Kürze:

1. Ganz schön schlechte Gewebeprobe, Frau Biologin hat drei Stunden nichts gefunden, hat dann irgendeine Zauberdroge in das Gewebe geträufelt und die berühmt-berüchtigten schwimmenden Spermatozoen herausgefischt. Fünf waren beweglich, eine ein ganz fauler Bruder.

2. Alle Etappenziele wider Erwarten erreicht. Das fanden wir beide ganz töfte. Alles toll. Tolle Blutwerte. Toller Fünfzeller. Toller T. Tolle Tante. Tolle Biologin. Toller Arzt. Toller Vertretungsarzt. Tolles Gonal.

3. Doc M. ist untröstlich. Ich fand mich seelisch recht gefestigt, aber ich hatte den Eindruck, er war’s nicht. Vielleicht findet er Telefonieren auch einfach blöd, denn normalerweise redet er flüssiger. Was ihn aber auch wieder ganz sympathisch macht.

4. Gewebeprobe zwei und drei warten auf uns, aber die Sorge einer Nichtbefruchtung können wir nicht umgehen. Ach… Das ist uns doch verhältnismäßig klar.

5. Die Buschtrommeln haben dem Hodenpapst direkt die erfolgreiche Befruchtung gemeldet und es scheint eine mittelgroße Party bei Schulzens im Laborkeller gegeben zu haben.

6. Schulze weiß jedoch noch nicht, dass die Party seit fünf Tagen zu Ende ist.

7. Dieser Punkt wird etwas länger.

Habe ihn auf das Polypen-Gekritzel auf dem Behandlungsbogen angesprochen. Er hat einen gesehen. Er nannte es Gewebeverdichtung. Der Vertretungsarzt hat ihn unabhängig von ihm auch gesehen. Komischerweise genau dort, wo ihn auch schon Minden gesehen hatte.

Sehr komisch finden wir beide allerdings, dass bei der Gebärmutterspiegelung im Dezember anscheinend alles in Ordnung war. Und deswegen hat er den Versuch auch nicht abgebrochen, weil er davon ausgeht, dass die in Bad O. gute Arbeit geleistet haben. Alternative wäre gewesen, den Fünfzeller einzufrieren. Mit dem Risiko, dass er nicht aufwacht.

Ich soll nun nochmal meine Hausfrauenärztin nachschauen lassen. Wenn die da auch noch was sieht, darf ich nochmal unter’s Messer.

Und dann wird nochmal “vernünftig nachgeschaut”.

Na, da bin ich doch auch für. Mich wundert im Nachhinein gar nichts. Schließlich ist meine OP damals versehentlich auf einen Freitag gelegt worden, an dem gar nicht operiert werden sollte. Aber Tante Heinz stand ja vor der Tür und war privat versichert, weswegen man sie dann doch nicht weggeschickt hat. Theoretisch könnte es also sein, dass man eben nur ein bisschen schneller als sonst ausgeschabt hat und den Corpus polypus delictus übersehen hat.

Kann ja mal vorkommen.

8. Er hatte sich gedacht, er bezieht mich in die “Brechen wir den Versuch vielleicht ab” - Überlegungen nicht mit ein, um mich nicht aus der Ruhe zu bringen. Da habe ich ihm meinen ehrlichen Dank für ausgesprochen. (Und das völlig ohne Ironie, ich schwöre.)

9. Wurde zu einer dreimonatigen Pause verdonnert. Habe ihm gesagt, dass die Pause länger wird, es sei denn, ich liege zwischendurch zur Hokuspokus-Polypen-OP mit anschließendem kleinen Plausch auf seinem Stuhl. Schließlich müssen wir für den nächsten Fünfzeller noch ne ausgedehnte Sparrunde einlegen.

10. Das Telefonat war im Nachhinein betrachtet doch ganz wichtig, denn jetzt ist der Versuch im Kopf abgeschlossen.

Manchmal plagen mich noch ganz dunkle Gedanken, aber ich denke einfach mal, das ist normal so. Schlimm fand ich auch die Tatsache, dass alle Eingeweihten ganz furchtbar traurig waren. Das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Aber insbesondere unsere Mütter haben diverse Tränchen für uns mitgeweint.

Morgen fahren wir zu meiner Schwester, die sich ein Ablenkungsprogramm für uns ausgedacht hat. Außerdem müssen die Schweine wieder in die Heimat transportiert werden, denn sie werden arg vermisst. Ich fand sie ideal, um mich abzulenken. Aber jetzt ist auch gut. Kann kein Heu mehr sehen. Beim nächsten Versuch werde ich sie allerdings direkt wieder einbestellen. Dann bekommen sie den letzten Schliff und bringen uns Frühstück ans Bett. Singend.

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Kein kleiner T….

…und das finden wir beide richtig kacke. Notfalls hätten wir auch ne kleine Tante Heinz genommen.

Aber irgendwie hat’s zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht sein sollen.

Dass Tschackeline T. am Telefon gesagt hat: “Leider hat’s wieder nicht geklappt.” war dann doppelt strange. Das nennt man dann wohl Routine. Kurz haben wir überlegt, ob sie uns wohl verwechselt hat, aber wir haben uns das Nachfragen gespart. Sind froh, dass wir heil nach Hause gefunden haben.

Viele Grüße an alle lieben Daumendrücker,

ich bin jetzt erstmal ein paar Tage im Off; die letzten Wochen haben uns doch mehr geschlaucht, als wir dachten. Gerade ist einfach Flasche leer.

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Dorfleben ist toll

Das schöne an diesem Dorf ist, dass der einzige Laden nur von 7-10 geöffnet hat, und neben Brötchen nur ein paar Konservenbüchsen verkauft.

Immerhin, sollte man meinen. Und gottseidank, sagt höchstwahrscheinlich T. Denn Schwangerschaftstests haben die hier nicht auf Lager. Wobei ich nicht weiß, was die Dame für Überraschungen unter der Theke verbirgt.

Nun denn. Ich begebe mich gleich zwar noch einmal auf sehr gefährliches Areal in Form des nahegelegenen Schleckerstädtchens, aber ich glaube, die letzten 20 Stunden stehe ich ohne das Verlangen nach vorzeitiger Gewissheit durch.

Vielleicht sollte ich statt dessen lieber dem Dessous-Fachgeschäft einen Besuch abstatten. Heute ist endlich der Tag, an dem die Frau Dessous-Fachverkäuferin nicht voller Mitleid vor der Umkleidekabine verweilen würde, sondern aus dem umfangreichen B-Körbchen-Ständer voller Elan Massen an teurem Zeug anschleppen könnte.

Kompetente Verkäuferinnen sagen sonst immer mit einem Blick, der definitiv nicht als ehrlich zu bewerten ist: “Toll. Sie brauchen ja im Sommer gar keinen BH. Haben Sie’s gut…”

Aber was nützt mir ein BH, der mir schlimmstenfalls nur heute abend passt und morgen schon wieder schlackert? (Auch eine interessante Frage an Dich, mein lieber T… *g* )

Und, haste sonst noch ein paar Neuigkeiten, Tante Heinz? Ein paar Schmierblutungen vielleicht?

Nein. Ich hatte noch nie in meinem Leben Schmierblutungen. Und deswegen glaube ich nicht, dass ich heute damit anfangen werde. Was kommt, das kommt mit einem großen Platsch, lehrt die Erfahrung.

Vielleicht platscht es morgen, wenn ich auf dem letzten Autobahnklo vor der KiWu-Klinik wie immer noch mal pinkeln gehe. Das würde zu dem Verlauf des gesamten letzten Jahres passen, insbesondere, wenn man gerade eine weiße Hose anhat.

Wobei die mir sowieso nicht mehr passt. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt. Wenigstens dafür war das Gefuttere gut.

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Konsequent

Eben gerade hatte ich den Entschluss gefasst, mir klammheimlich einen Schwangerschaftstest zu besorgen. Und weil’s nicht geklappt hat, kann ich das auch gleich hier niederschreiben, denn schließlich haben mich höhere Mächte davon abgehalten. Und diese höheren Mächte hätten mir wahrscheinlich auch ein Schild mit der Aufschrift: “Lieber T., Deine Frau war nicht folgsam und ist eine Lügentrine” an die Stirn getackert, wäre die Aktion von Erfolg gekrönt gewesen…

Momentan ist die Stadt, in der ich mich tagsüber aufhalte, erstens belegt von Millionen Touris (..was auch immer die hier wollen… ;) und zweitens besteht durch diverse Baustellen ein Verkehrsdesaster sondergleichen.

Ich hätte zu Fuß gehen können. Aber ich wollte fahren. Schließlich bin ich quasi schwanger. Da wird alles so furchtbar beschwerlich.

Erste Apotheke: Mittagpause. Zweite Apotheke: Mittagspause. Apotheke drei fällt aus, weil die mich da kennen. Apotheke vier fällt aus, weil da eine olle Bratze arbeitet. (Wieso dürfen Apotheken Mittagspausen machen?)
Schlecker gibt’s hier auch. Ich hörte, die haben da günstige Testexemplare. Hätte mir gleich zwei kaufen können. Heute einen. Und morgen einen. Entweder hätte er dann doller ausgeschlagen als heute (man weiß ja nie, wann das olle HCG weg ist, den Brüsten nach sind noch eine Millionen Kilo in mir drin…*schwappschwapp*) oder er wäre schwächer gewesen, so dass ich am Samstag nicht ganz so von einem Negativ überrascht worden wäre.

Schlecker hatte nicht zu. Allerdings haben die alle Schlecker-Parkplätze aufgerissen und seit heute das komplette Areal drumherum gesperrt. Großräumig.

Und weil die Touris mir die kostbaren Restparkplätze weggeschnappt haben, bin ich dreimal um den Block gefahren und habe mir gedacht: “Okay, Tante Heinz. Diese Zeichen kannst Du nicht übersehen. Irgendjemand ist gegen die geplanten Experimente. Höchstwahrscheinlich hat derjenige heute morgen mit einem schicken gestreiften Hemd Eure gemeinsame Wohnung verlassen. Du könntest jetzt vierhundert Meter weiter weg parken, aber Du kannst auch einfach nach Hause fahren, ein Brötchen essen, einen Kaffee süppeln und Deine immense Konsequenz feiern.”

Und das habe ich deswegen auch getan. Toll. Ich hab’s echt ‘drauf.

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Und, wie geht’s uns heute, Tante Heinz?

Ganz gut. Habe keine Veränderungen zu vermelden. Alles beim Alten.

Überfällige Steuererklärungen müssen allerdings noch warten. Da kann nichts vernünftiges bei rumkommen. Ich glaube, diese eine Woche macht den Kohl dann auch nicht fett.

Wundere mich sowieso schon, warum die noch keine Abordnung geschickt haben, um uns beide festzunehmen. Scheinen doch eher kleine Fische zu sein. Letztes Jahr um diese Zeit haben sie T. schon die Pistole auf die Brust gesetzt. Dieses Jahr passiert nichts.

Nur in meinen Träumen ist der Herr Finanzbeamte heute nacht aufgetaucht. Deswegen habe ich gerade das Gefühl, dass spätestens übermorgen die Mahnung auf dem Tisch liegt.

Ich kenne eigentlich nur Leute, die Steuererklärungen toll finden, weil sie danach von der Rückzahlung in Urlaub fahren können. Wir finden Steuererklärungen blöd, weil wir danach nur noch Wasser und Brot mümmeln und feststellen, dass Heiraten nicht in allen Bereichen Vorteile mit sich bringt.

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Zweistellig

Transfer plus 10, das hört sich ja schon mal besser an, als diese elenden einstelligen Zahlen, mit denen ich mich bisher ‘rumschlagen musste.

Habe beschlossen, mir nun jede Woche mindestens zwei Predalonspritzen reinzujagen, denn dass mir ein BH nicht mehr passt und überquillt, das hatte ich im Leben noch nicht. Tolles Zeug. Wie kann man sich das wohl illegal beschaffen?

Nur der Bauch, der bringt mich um den Verstand. T. nennt ihn “kleine Wampe”. Ich nenne ihn fett. Er wabert über den Bund meines Rockes. Ich kann ihn nicht mehr einziehen, wenn mir gerade danach ist. Er drängelt sich einfach auf unverschämte Art und Weise in den Vordergrund. Außerdem spüre ich ihn bei jeder Bewegung an altbekannter Stelle. Unten mittig.

Zur Feier des Tages wird der Schweinekäfig heute gesäubert. Hui, was führt Tante Heinz doch gerade ein aufregendes Leben. Man hangelt sich von einem Höhepunkt zum anderen. Da wird selbst das Gurkenschneiden für die nimmersatten Nagetiere zu einem einschneidenden Erlebnis.

Aber was soll man machen? Irgendwie hatte ich fest vor, meine Tage bis zum Test vollzustopfen mit Aktivität, aber trotzdem fühle ich mich wie gelähmt und bin abends einfach nur froh, den Tag von der To-Do-Liste streichen zu dürfen.

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In die Suppe gespuckt…

…..hat man mir, indem ich am Freitag abend nochmal Predalon nachspritzen musste.

Das heißt ja, dass ich - was ich natürlich nicht tue, weil es mir ja verboten wurde - wenn ich z.B. am Donnerstag Lust hätte, schon mal die Lage mit einem Urintest abzuchecken, angeschmiert bin, weil ich danach auch nicht schlauer bin.

Diese Tatsache hat mir heute morgen die Laune verdorben.

Habe das Gefühl, hier läuft ein durch meinen Mann initiiertes abgekartetes Spiel. Überhaupt ist mein Gefühl schlecht.

Dazu ist es heiß wie Sau und ich bin gerade versetzt worden, weil Frau Sowieso in den Wehen liegt (….muss sie das denn ausgerechnet dann tun, wenn ich künstlich frisch befruchtetes Nervenbündel gerade auf ihren Sohn warte… ;) .

Außerdem habe ich immer Hunger. Immer. Auf alles. T. aber auch. Deswegen schiebe ich’s nicht auf die Hormone.

Im Auto habe ich gerade eben darüber nachgedacht, ob nicht jetzt ein Bier angebracht wäre.

Heute abend muss ich unbedingt in den Wald. Gegen Bäume treten, Hasen erschrecken, Schatten suchen und mit Wildschweinen kämpfen.

Sonst werde ich tatsächlich bald irre.

Eins steht fest: Sollte dieser Versuch nicht geklappt haben, läuft vor dem nächsten Jahr gar nix mehr.

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Bevor Tantchen es tut…

…und Sie wird es tun, auch wenn Sie es nicht soll - tu ich es!

???

Genau!

Die Geschichte handelt von Hühnern. Und Hasen. Hasen eigentlich weniger, aber das lassen wir hier mal weg. Ich mag Hühner! Und Hasen! Hasen am liebsten aus dem eigenen Stall, mit selbstgemachten Knödeln und selbsteingemachten Preiselbeeren, die man (das mag ich nicht) hier pflücken kann. Hühner mag ich am liebsten (und das ist das Schlimme) gepfählt und mit einer sanften axialen Drehung versehen 15,4 cm von einem Hochleistungsgrill entfernt…

Wenn sich Achmed mit der mobilen Hähnchenbraterei vorm Einkaufszentrum oder auch nur in Reichweite meines olfaktorischen Zentrums platziert, dann werde ich unruhig! Die knusprigen Leckerlies, bzw. der durch Großhandelspannade hervorgerufene “hierbräteinHähnchenDuft” bereiten mir ein ernstes Problem! Komme ich so gut wie nicht dran vorbei! So wie heute. Heute hat sich der Achmed gedacht: “T. kommt bestimmt vorbei! Und bevor der wieder verkrampft auf die Füße starrt und die Luft anhält, biete ich doch mal Hühnerbollen feil. Da kommt der T. nicht dran vorbei!”

Osmanisches Verkaufstalent!

Also habe ich mir nach dem Schlussakkord des hiesigen Einkaufstages noch eine Bolle gegönnt.

Wie man dem vorherigen Blog entnehmen kann, hat Tantchen einen Versuch unternommen, die Stabilität von Buttermilchbechern unter Extrembedingungen zu testen. Ergebnis:Für 7 Tage Kofferraum sind Buttermilchbecher nicht konstruiert! Möglicherweise nicht mal für zwei! Zumindest lassen Form, Farbe und Größe des Schimmelpilzteppiches da durchaus Rückschlüsse zu… Und eigens für diesen Kampfeinsatz wollte ich Frosch SODA-Reiniger kaufen. Das ultimative Allheilmittel! Aber hier ist Provinz und Provinzsupermärkte haben nun mal nicht prinzipiell Soda-Reiniger. Habe mir ne Flasche Schimmelentferner gegrapscht. Hektisch. Zu hektisch. Und Teppichpflege von Oxyclean. Dazu noch Majoran (edit T.: Rosmarin natürlich) für die sensationell eingelegten Oliven von Tantchen und dann nix wie raus aus dem Sch***laden.

Schnell noch bei Achmed die Bolle geschossen und ab dafür. Eine Buche am Ortsausgang lieferte den notwendigen Schatten um bei nettem Bluesgezupfe von Cream die saftige Knusperbolle zu verspeisen.

Blöderweise ist mir Fett auf meine Lieblingshose getropft! Da bin ich etwas hektisch geworden. Teppichpflege! Zack! Einen satten Schuss auf die Buchse!

AAAAAAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrggggggggggggggghhhh!

Nein! Vergriffen! Schimmelentferner! Die Hose ward grau! Fassungsloser T. glotzt blöd auf die Hose. Derweil wird die Hose gelb. Dann orangerot. Fassungsloser Bllick auf die Hose, noch fassungsloserer Blick auf die Pulle. Sehe gerade noch das “Ätzend” Symbol!

Auweia!

Schneller Griff zur türkischen Fanta. Schwupp, einen satten Schwall auf die Hose. Und den Sitz. Und die Beine. Das orangerot der Hose verwandelt sich in ein reines Orange.

Endstand!

Lieblingshose gekillt.

Ich hasse Hähnchen!

T.

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Hätte ich nie erzählt.

Vor allem nicht, dass er wirklich meint, dass ich Oliven in Majoran einlege. Und dann auch noch die Großpackung. (Mögen Meerschweine Majoran?)

Naja. Die Hose. Die war wirklich schick. Und bestimmt ganz gemütlich. Leider enthält Schimmelentferner für Badezimmerfliesen (…ja…ich habe meinen Kofferraum gefliest…. macht das nicht jeder??) ganz schön viel Bleiche. Da hilft auch kein Waschen mehr. Die ist hin.

T. hörte sich an, als sei jemand gestorben, als er zurückkehrte.

Und als er mir sagte “Ich habe extra noch mit Fanta abgelöscht.”, habe ich endgültig die Fassung verloren. Lange nicht mehr so gelacht.Und das alles wegen eines armen Huhns.

Allerdings: Heute nacht bin ich aufgewacht mit tierischen Bauchschmerzen. Und zwar nicht an den Eierstöcken. Daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Nein… Mittig. Auaaua. Kein besonders gutes Gefühl. Auch im Nachhinein stufe ich’s eher in Richtung bedenklich ein. Auf jeden Fall so feste, dass ich T. wecken musste. Und das muss ich eigentlich selten.

Und dieser kleine Chaot, der Hähnchen durch die Gegend schmeißt und sich daraufhin fast die Oberschenkelhaut wegätzt, nur um keinen Fettfleck auf der Hose zu haben, wacht auf, legt seine Allheilhände (weil immer warm) auf Tantchens Bauch, flößt ihr zwei Gläser Wasser ein und 10 Minuten später ist der Spuk vorbei.

Zack. Minute 10: Tante geheilt, Minute 11: T. schnorchelt weiter.
Chaoten heiraten ist eigentlich doch ne feine Sache.

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Frauen in der Überzahl

Armer T. Die Frauen in diesem Haushalt haben nun die absolute Mehrheit.

Nachdem er gestern fluchtartig den Raum verlassen hat, weil er das Gegacker meiner Schwester und meiner Person anscheinend nicht mehr ertragen konnte (…und dabei hat er doch das zweite X… ;) , sind nun also auch noch zwei weibliche Meerschweine für zwei Wochen eingezogen.

Man muss ja frühzeitig testen, wie Katzen auf neue Bewohner in ihrem Reich reagieren.

Ängstlich. Und empört. Die eine faucht, die andere bebt.

Gut. Das verspricht, interessant zu werden. Ich brauche mehr Spannung in meinem Leben und kann Studien treiben. Bei genauem Hinsehen erkennt man sogar, dass das, was man eigentlich für das Hinterteil gehalten hat, Mimis Kopf ist, denn plötzlich verschwand das Apfelstückchen darin.

Gehe gleich Löwenzahn sammeln und Birkenzweige schneiden.

Ich glaube, niemand ist momentan besser für eine Kleintierpflegschaft geeignet als Tante Heinz. Mein hormongesteuertes Mutterherz lässt mich wahrscheinlich gleich noch Pullöverchen stricken und Rascheltunnel nähen. Ich hörte, letzteres finden Schweine ganz besonders toll. Liegen ja in der Wildnis Perus an jeder Ecke herum. Meistens die aus Sternchenfleece. Womöglich nachtleuchtend.

Ansonsten finden die beiden es ganz nett hier. Zumindest fressen sie. 24 Stunden am Tag, wenn ich das jetzt schon beurteilen darf. Mindestens ein Heuhalm hängt ihnen immer aus dem Mund.

Bei so viel Hunger bleibt für die angedachte Dressur ja fast keine Zeit mehr. Also wenn ich warten soll, bis die satt sind, befindet sich unser Kind schon mitten in der Pubertät.

Nun ja. Weil ich ja nun anscheinend jeden Tag um halb sechs wach werde, habe ich genug Zeit, die Haltungsbedingungen dieser possierlichen Tierchen zu optimieren.

Dem Internet sei Dank. Man lernt z.B., dass Meerschweine Blumenkohl mögen. Aber diese Information reicht nicht; damit man den Blumenkohl nicht mit einer Paprika verwechselt, bekommt man sicherheitshalber immer noch ein Bild dazugeliefert.

Und, Tante Heinz, wie geht es Dir sonst so?

Och, ganz gut. Kriege einen fetten Pickel an der Nase (…waaaah… der letzte ernstzunehmende Pickel ist Dekaden her… ;) und hatte heute Nacht einen Schweißausbruch, der sich gewaschen hat.

Weil ich aber zuverlässig einen nächtlichen Schweißausbruch habe, kurz bevor ich meine Tage kriege, gehe ich darauf nicht näher ein.

Das Blut, welches ich verschickte, ist wider Erwarten angekommen. Tschackeline sagt, alles sieht toll aus (….???…. Anscheinend wollen die, dass ich weiterhin heiter und gelassen bleibe…. Anders kann ich mir diese Aussage nicht erklären….), trotzdem musste ich mir gestern nochmal eine halbe Pulle Predalon in die Schwarte jagen. Vielleicht meinte sie einfach: “Es sieht toll rot aus.” Oder: “Es ist toll flüssig.”

T. bleibt bei seinem Entschluss, am nächsten Samstag zwei Stunden zur Kiwu-Klinik fahren zu wollen, damit mir dort mein toll aussehendes Blut abgenommen werden kann.

Gut. Die Alternative wäre, sich samstags vom Notdienst in die Vene stechen zu lassen, das Päckchen nach GÖ zu schicken und bis Montag zu warten. Und das kommt nun wirklich gar nicht in die Tüte.

Übrigens: Mein Auto ist wieder heil. Und das alles für 0 Euro. Fehlerspeicher gelöscht, Auto wieder heil. Wenn das doch auch bei Menschen ginge…. Ich habe da so einige Fehlerspeicher im Kopf, die dringend gelöscht werden sollten….

Aber weil man sich nie zu früh freuen sollte, ist während der Reparaturzeit die Buttermilchdose im Kofferraum geplatzt und mein Kofferraum ist nun quasi - wie soll man es nennen - verseucht. Naja, was eben so mit Kofferräumen passiert, wenn in ihnen eine Dose Buttermilch fünf Tage vor sich hin lebt….

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
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