Woche der Listen
Mal wieder. Und die Privatliste ist länger, als die berufliche. Die habe ich nämlich heute zu 80 % abgearbeitet. Und zum ersten Mal seit langem habe ich mit den unangenehmen Telefonaten begonnen. Das sollte ich immer so machen, denn danach fühlt man sich ganz zufrieden.
Termin für T. zur Knochendichtemessung. Mal wieder ein paar Überweisungen beantragen. Mal wieder ein paar Unterlagen für die PKV zusammensammeln. Mal wieder ein bisschen mit der AOK telefonieren.
Endlich mal recherchieren, wer zum Teufel denn nun das bescheuerte Klinefelter-Syndrom schriftlich fixiert in Form eines Berichts vorliegen hat… Wir jedenfalls nicht. Höchstwahrscheinlich haben wir das alles nur geträumt.
Auf die Idee zur Recherche hat uns der Endokrinologe gebracht, nachdem wir ihn gebeten hatten, uns doch bitte vollständig aufzuklären. Der wiederum sah sich alles durch, was wir in unserem dicken blauen Ordner seit Monaten mit uns herumtragen und äußerte dann, er könne uns wohl schlecht darüber aufklären, wenn nirgendwo stünde, dass mein T. tatsächlich darunter leidet.
Na töfte. Da hatte er Recht. Es steht nirgends. Nur in unseren kleinen Köpfchen. Weil wir aber beide ein etwas, sagen wir mal bedröppeltes Gesicht gemacht haben, wurden wir doch ein bisschen aufgeklärt. Und vollends aufgeklärt wird T. morgen alleine, denn ich kann ihn leider zur zweiten Besprechung nicht begleiten.
Und bevor nun die dritte Chromosomenanalyse vom dritten Arzt gemacht wird (… die Öcken kann die AOK auch sparen und direkt an uns spenden…
, werden wir HH auf die Pelle rücken. Denn die werden ja wohl irgendwo ein paar Ergebnisse in den Tiefen ihrer Aktenordner herausfischen können… Um alles muss man sich selbst kümmern. So langsam kriege ich’s an den Nerven.
Womit wir schon bei der nächsten Unternehmung wären:
Wir fahren am Dienstag nach Hamburg. Da können wir bei der Gelegenheit gleich den Klinefelter-Erkrankungs-Schein mitnehmen. Eigentlich fahren wir schon am Freitag los, denn wir werden meinen Bruder im Osten einen Besuch abstatten. Ein bisschen die Seele baumeln lassen. Vielleicht einen Abstecher ans Meer machen, den Füßen ein bisschen Sand gönnen und den Köpfen ein bisschen Sonne.
Rügen - Göttingen - Hamburg - Göttingen - TanteHeinzCity
Klingt nach einem entspannten Dienstag
…. Aber irgendwann müssen wir das kostbare Gut ja mal in hiesige Gefilde transportieren.
ZT 4 heißt nämlich: Noch 19 Tage bis zum Nasenspray. Und ich kann momentan nicht sagen, dass diese Tatsache freudige Gefühle in mir weckt. Otriven wäre mir lieber. Und erst recht nicht in T., denn der wirkte mir doch bei der zyklusbedingten endgültigen Festlegung des Behandlungsbeginns etwas konfus. Zumindest verging ihm der Appetit auf das vor ihm stehende Müsli.
Mittwoch, 23 Mai 2007 um 3:10 nachmittags
Ui,
das wird wirklich heftig, aber ihr schafft das, da bin ich mir sicher.
Und es ist immer ein komisches Gefühl mit der Behandlung zu beginnen, es geht mir nicht anders und bei Euch sind die Karten ja noch ganz anders gemischt.
Ich drücke Euch die Daumen und wenn Du reden magst…kurz PN im Forum mit der Telefonnr. und ich stehe Dir/ euch gerne zur Seite.