Klar formulierte Fragen…
… stellte ich heute morgen der anscheinend nicht ausgeschlafenen Dame am Telefon der Befruchtungshotline. Würde wetten, sie heißt Jaqueline. Oder Mandy. Oder Cindy.
Sie hat sie nicht verstanden. Das bemerkte ich, als sie mich nachmittags zurückrief und mir voller Freude unpassende Antworten gab.
Noch einmal äußerte ich langsam mein Begehr. Schließlich bin ich gesprächsführungstechnisch nicht auf den Kopf gefallen.
Ein weiterer Rückruf bestätigte meine Befürchtung. Sie hatte es immer noch nicht begriffen.
Behutsam sagte ich Ihr, dass ich den Eindruck habe, sie verstünde mich nicht.
Da war sie beleidigt. Aber sie hörte sich murrend meine Erklärungen an. Bildhaft rübergebracht. Extra für sie.
Ein paar Tausend Öcken ganz zahlen oder nur zur Hälfte; dass das einen Unterschied darstellt, das hat sie dann doch begriffen. Eine Woche Malle oder zwei, das ist ein echter Unterschied.
Schade nur, dass sie den lieben Doktor damit dann ein drittes Mal behelligen musste. Ob sie’s richtig rübergebracht hat, halte ich für fraglich. Ob er nicht vielleicht doch beim dritten Versuch gesagt hat: “Geh mir weg mit Tante Heinz, Tschackeline, sach einfach nein, dann ist sie ruhig. Und jetzt huschhusch zurück ans Telefon.” ?
Nun denn. Versuch macht kluch. Ab heute schreibe ich Emails. Keine Telefonate mehr über Dritte. Keine nervenaufreibenden neutralen Formulierungsversuche, während neben mir ein Fünfjähriger vor Langeweile die Schere in den Tisch wämst.
Und anscheinend trotz Hyperdingsfallera keine Chance, den Verursacher-Schwarzen-Peter von den Schultern meines Gattens zu nehmen.
Ich bin quasi quietschfidel und pumperlgesund, wenn ich das jetzt richtig deute.
Manchmal habe ich echt keinen Bock mehr auf das Gehampel.
Und natürlich ist mir klar, dass viele Cindys, Mandys und Tschackelines echt was im Köpfchen haben. Aber heute will ich ein bisschen arrogant sein. Morgen bin ich wieder lieb.
Morgen ist im Übrigen Endokrinologen-Termin. Dann bekommt T. höchstwahrscheinlich eine Extraportion Testosteron auf’s Butterbrot geschmiert. Passen würd’s ja. Der eine hat zu wenig, die andere zu viel. Ich weiß schon, warum wir so kompatibel sind.
Montag, 14 Mai 2007 um 6:32 nachmittags
Oh,oh ,stelle nie den Damen am Telefon eine solche Frage
Egal was sie sagen ,der Doc kann sich immer rausreden sie wären nicht kompetent das zu beantworten und wird denen die Schuld geben 

Ok ,die ist zwar Telefonisch nur zwei mal die Woche zu erreichen ,man kann aber auch direkte Termine mit der Dame machen ,damit sie einem konkretere Auskünfte geben kann ,soweit es in Ihrer Macht steht .Denn manche Kostenfragen zb was braucht man wirklich an Medis brauchen schon fast hellseheriche Fähigkeiten,darum dann ca Angaben.
Gibt es bei Euch keine Kostenstelle um solche Fragen zu stellen
Alles was sich um den Euro dreht ,da haben wir eine extra Anlaufstelle bei uns
Montag, 14 Mai 2007 um 6:39 nachmittags
Liebe Gumpy,
meine Fragen waren:
Ändert sich aufgrund der vorliegenden Diagnose mein Behandlungsplan? Ist es überhaupt sinnvoll, im Juni eine ICSI durchzuführen, wenn ich auf dem Papier zu viele männliche Hormone habe? Oder stellt man das eventuell erst fest, nachdem der erste und damit letzte Versuch in die Hose gegangen ist?
Bin ich aufgrund der vorliegenden Diagnose Mitverursacherin und wenn ja, könnte man das schriftlich fixieren, damit ich das der bescheuerten Kasse schicken kann, der ich monatlich mein Geld in den Rachen schmeiße und die mich zum Selbstzahler degradieren will, weil mein Mann leider als einziger von uns beiden ein Problem hat?
Ich glaube, das sind Fragen an den Doc. Die er ja auch gestellt bekommen hat. Allerdings in abweichender inhaltlicher Form, Mandys Antworten nach zu urteilen, denn die waren kilometerweit vom Thema entfernt. Dementsprechend bleibt ein fader Nachgeschmack.Â
Ach ja. Ich weiß nicht. Wir warten ab und trinken Tee.
Montag, 14 Mai 2007 um 6:43 nachmittags
Ok
das waren Fragen für den Doc
da wäre fürs nächste mal(falls wieder Fragen in der Art auftauchen) ein Telefontermin beim selbigen ganz gut ,falls wieder Tschaklin dran sein sollte
Dienstag, 15 Mai 2007 um 9:15 vormittags
Jaja, Take-away-Testosteron… Geschiiiiichten könnt ich erzählen. Angefangen mit der bescheuerten Aussage der Arzthelferin: “Da wachsen Ihrem Mann dann Haare auf der Brust.” Ich hätte die Dame töten können. Ein kurzer Griff hätte genügt….
Grüßle,
Rabies.
Dienstag, 15 Mai 2007 um 9:13 nachmittags
Ach, wenn’s bei Haaren auf der Brust bleiben würde… Die wachsen überall! Nur auf dem Kopf nicht mehr. Da wirds dann weniger. Aber wenigstens war das viele Testosteron nicht von Anfang an da. So sind aus unseren Männern wenigstens stattliche Helden geworden! Und oft denke ich, das sind so besondere Männer, weil sie nicht so hormongesteuert sind. Also meiner ist ein ganz besonderer Mann, der Beste nämlich, so wie eure auch, oder?
LG
Konny
Mittwoch, 16 Mai 2007 um 10:37 vormittags
tja, das at man davon, wenn man sätze nicht kurz genug hält. drei worte… mehr nicht auf einmal, sonst gehen die ersten worte wieder verloren.. so ist das wenn man tschakeline oder sindy oder mandy “heissen tut”..
Lg Schäfchen
Donnerstag, 17 Mai 2007 um 7:58 vormittags
Noch mehr Haare? Der hat doch schon so viele…. Nur eben nicht auf dem Kopf. Da hilft auch kein Alpecin….
“Stattlicher Held” gefällt mir sehr. Und dem stattlichen Helden höchstwahrscheinlich noch mehr.