TESE (Tommy Emmanuel Special Event)

Da war er wieder….

Kleine Rückblende zum Sonntag abend. Und kleine Aus/Umblende zum Thema des Blogs.

Er hatte sich bereits im November 06 angekündigt, der australische Gitarrenvirtuose. Das Plakat hing bloß 2 Wochen, bevor der “ausverkauft” - Aufkleber diagonal darüber prangte. Gottseidank
hatte ich noch Karten bekommen (die letzten 4!). Also Tantchen geschultert, mein alter Sandkastenkumpel S., der eigens aus Würzburg angereist war und mein Brüderchen W.
Weder TH noch ich spielen Gitarre. S.+W. schon. Der Eine mehr, der Andere weniger. Der Protagonist des Abends heißt Tommy Emmanuel und bestreitet seine Konzerte lediglich mit einer
Akkustik-Klampfe. Das allerdings ~300x im Jahr und das weltweit in ausverkauften Häusern. Was
der da auf der Bühne macht? Schnöde formuliert Gitarre spielen. Wie, das erschließt sich auch
dem schnellen Auge nur rudimentär, denn es ist nahezu unbegreiflich, wie jemand so schnell Gitarre spielen kann ohne auch nur ein einziges mal deneben zu greifen. Und wie man es schaffen kann, dass der Daumen den Bass-Part übernimmt, während 4 Finger ein davon unabhängiges Solo zelebrieren…..!?! Mal ganz abgesehen davon, dass (by the way) noch auf der Klampfe getrommelt wird, natürlich ohne das Spiel zu unterbrechen…

Tommy Emmanuel ist ein äußerst zwangloser, höchst sympathischer Musiker, der auf der Bühne rockt wie Mick Jagger und schlimmer in die Saiten drischt als Angus Young. Nebenbei flitzt noch das ein oder andere Witzchen in Richtung Publikum, sei’s in englisch oder niedlichem “down - under - deutsch”.

Wie gesagt. Wir spielen keine Gitarre, sind daher völlig unvoreingenommen und freuen uns über die Musik. Meistens eigene Kompositionen, hier und da ein Beatles Medley.
S.+W. waren jedoch vollkommen fassungslos (Es war bereits unser 2tes Konzert, dementsprechend waren wir etwas abgebrühter….).
W. hat mal ein bissel Bass geplänkt und die Akkustik - Gitarre geschrubbt. S. ist eigentlich ein Bluesplayer, der in Würzburg jedoch nur Reggae oder Metal-Combos gefunden hat und deshalb nun Metal spielt. Besonders S. bekam schon nach dem zweiten Track die Kinnlade nicht mehr hoch.
(Und das bei einem Zappa-Fan!!!)

Also wenn mal eine der Leser/innen dieses Blogs ein Plakat sieht, auf dem Tommy Emmanuel zum Tanz bittet:

KARTE KAUFEN & HINGEHEN!


Der Typ ist ein Erlebnis losgelöst jenseits aller Musikgeschmäcker. Soviel steht fest.

T.




2 Kommentare to “TESE (Tommy Emmanuel Special Event)”

  1. shusl schreibt:

    Ich weiß, wo er war :-) Ich hätte hinspucken können, hatte aber keine Karte…
    Wir wundern uns alle Jahre wieder, wieso der Mann hier so beliebt ist, ihn aber sonst in der Welt kaum jemand kennt. Seltsames Phänomen…
    lg
    shusl

  2. T-Punkt schreibt:

    Jo, stimmt. Die Mainstreambegeisterten kennen TE wahrlich nicht. Aber viele der anderen. Und das sind, wenn man mal die Homepage des Künstlers besucht, gar nicht mal so wenige. Um 13jährige Teenies aus den Strümpfen zu schießen, ist das “gepicke” natürlich nicht geeignet (was mich aber eher an-, denn abtörnt)!

    Es ist aber anzunehmen, dass der Herr wieder am Ort des Geschehens auftaucht. Immerhin wurde das preisgekrönte Album “Only” in Lippstadt aufgenommen. Ein Freundeskreis befindet sich in unmittelbarer Nähe, sodass mit einer Rückkehr ins Land der 1000 Berge zu rechnen ist. Nach 8 Konzerten in 8 vollen Häusern würde ich zurückkommen.

    Fals dem so sein sollte: Vorverkauf beginnt und endet möglicherweise im Oktober. Da muss man (auch Frau) fix sein, sonst ist der Käse geleckt bevor er richtig auf dem Tisch steht… Wennste willst, sach’ ich demnächst Bescheid. Woll?

    T.

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