Cool.

Die Oma von unten hat den Flur geputzt. Sähe ich es negativ, würde ich ihr unterstellen, dass sie der Nachbarin gleich danach erzählt hat, dass ich faules Frauchen es nicht tue und sie mit ihren paar an 80 deswegen leiden muss.

Aber weil die Sonne scheint, sehe ich es positiv und unterstelle ihr, dass sie ihre Muskulatur auf Vordermann bringen wollte. Und ich meine gute Tat durch Nichtstun (..zumindest, was den Flur betrifft… der im Übrigen sauber war… ;) für heute schon mal erledigt habe.

Vielleicht folgt gleich noch die gute Tat Nummer Drei und ich backe T. einen Kuchen.

Die gute Tat Nummer Zwei ist nämlich bereits geritzt. Dem Spargel-Werbeschild an der Straße konnte ich nicht widerstehen und habe zugeschlagen. Gute Tat deswegen, weil ich den gleichen Spargel danach für weniger als die Hälfte woanders hätte kaufen können. Höchstwahrscheinlich machen die beiden Gestalten, die den Spargel gestochen und verkauft haben, gerade ein Fass auf, weil es so fürchterlich leicht ist, Tante Heinz abzuzocken.

Sie vergaßen nicht, mich darauf hinzuweisen, dass sie bald in meiner geschäftlichen Nachbarschaft einen Obst- und Gemüseladen eröffnen werden.

Ich kenne jemanden, der seine Tomaten definitiv woanders kaufen wird. Wieso habe ich eigentlich nie die normalen Preise für Lebensmittel im Kopf? Man muss nur “GÜNSTIG” auf das Werbeschild schreiben, und ich parke mein Auto direkt vor dem Verkaufsstand. Höchstwahrscheinlich könnte man mir auch einen Liter Milch für vier Öcken verkaufen.

Okay. Dieser Spargel wird genossen. Bricht beim Schälen auch nur einer durch, ist was los.

In sechs Tagen geht’s nach GÖ.

Immerhin sind wir mittlerweile so cool, dass wir bis mittags arbeiten und den Morgen nicht mehr brauchen, um uns zu sammeln.

Die Fragebögen, die uns vor unserem Minden-Termin noch arg beschäftigt haben, wurden vor dem Frühstück innerhalb kürzester Zeit abgehandelt.

Wurde bereits ein Spermiogramm erstellt? “…*gähn*… Jupp.”

Was T. vor sechs Monaten noch die Schweißperlen auf die Stirn trieb, lässt ihn nunmehr müde lächeln.

Oh Mann. Lebenssituationen ändern sich so verdammt schnell. Hätte mir vor einem Jahr jemand die derzeitige Lage prophezeit, hätte ich ihn aus dem Haus geprügelt.

Trotz aller Coolness haben wir es immer noch nicht geschafft, einen Plan aufzustellen.

Ich bin ja Fan von Plänen. T. nicht.

Will heißen: Wie schnell oder wie langsam gehen wir die Sache eigentlich an? Reden wir von Mai, Juni oder Juli? Legen wir uns den Versuch in den Sommer oder den Winter? 2007, 2008 odere 2009? Wann holen wir die kostbare Fracht aus HH?

Momentan schweigen wir uns über das Thema aus. Ich glaube, wir fahren da einfach hin und setzen dem Doc das geschärfte Messer an die Akademiker-Brust.

Der Plan gefällt mir am besten. Und T. wahrscheinlich auch.




1 Kommentar to “Cool.”

  1. Kunstkoma schreibt:

    Oh langsam wird’s spannend. Zum Glück habe ich momentan wieder mehr Zeit zum Blog lesen. Ich brauch übrigens auch immer einen Plan. Ich glaube, das ist ein Part des weibliche was-wäre-wenn-Gens. *g*

    Lieben Gruß,
    Ina

Hinterlasse einen Kommmentar