Hm. Der Countdown läuft. Heute in einer Woche werde ich mit T. Wayne das UKE verlassen.

War ich vor drei Wochen noch der Meinung, mich könne nichts mehr schocken, ändert sich mein Gefühl doch zunehmend in Richtung permanente Übelkeit. Je weniger wir mit unserer Umzieherei zu tun haben, desto schlimmer wird’s. Uah… Sollten Männer das ganze Desaster noch schlimmer empfinden, sollte ich heute abend T. mit angewärmten Hausschlappen vor der Tür erwarten, ihm bis nächsten Donnerstag sein Lieblingsessen kredenzen, ihm die Entscheidung über das Fernsehprogramm überlassen und ihm jeden Abend die Füße massieren.

Und damit wir das Wochenende nicht mit Grübeln verbringen müssen, hat Frau Schwiegermama gut daran getan, ihren Sohn am 25.2. zu entbinden, denn so Geburtstage sind fünf Tage vor Operationen sicherlich etwas ganz Feines.

Hatten wir auch noch nicht. Muss man wohl mal ausprobieren.

Was gibt’s sonst?

Gestern abend Termin mit hochschwangerer Betreuerin eines Klienten unbeschadet hinter mich gebracht. Darauf hatte ich so viel Lust wie auf kalte Füße. Und dann auch noch eine Dame, die keine Schlabberpullis bevorzugt, sondern so nette hautenge Teilchen. Neutral betrachtet eine außerordentlich gut aussehende Schwangere. Aber nix für mich momentan.

Ihr Ansinnen, mich bei erfolgter Geburt zu per Karte über das freudige Ereignis zu informieren, kam aus dem Nichts. Ich habe das Thema “Wann kommt denn das Baby und wissen Sie schon, was es wird…” nicht angesprochen. Nicht eine Woche vor dem D-Day, wir wollen es ja nicht übertreiben mit dem Wissensdurst. Scheinbar musste diese Lücke gefüllt werden.

Stelle fest: Schwangere im geschätzten siebten Monat haben gewisse Automatismen. Wenn jemand die wichtigsten Informationen nicht abfragt, dann sprudelt es ungefragt aus ihnen heraus.

Hmpf. Was soll man dazu sagen? “Nee, lassense die Karte mal ruhig stecken?”

Anscheinend ist das eine der kleinen Prüfungen meines Lebens.

Was gibt’s noch? Magen-Darm-Viren kostenlos.
“Ich habe heute nacht gekotzt.”

“Schön, dass Deine Mama Dich trotzdem hierher gebracht hat. Schließlich braucht sie bestimmt ein wenig Ruhe. War sicher eine harte Nacht für alle. Und ob Tante Heinz am Wochenende mal wieder flachliegt und T. auch noch was davon hat, braucht sie ja nicht zu interessieren. Ich wische notfalls gerne Erbrochenes auf. Sollte ich jedoch zu deinem nächsten Termin krank sein, ist Deine Mami sicherlich die Erste, die daran etwas zu bekritteln hat.”




3 Kommentare to “”

  1. T-Punkt schreibt:

    WER war das?

    Name, Straße, Ort!

    Da fa’ ich hin! Die kricht Karbit!

    Olle Zicke!

    T.

  2. Lonly Lovegood schreibt:

    Was ist Karbit? Knutsch, ich lese so gerne Eure Beiträge!
    LG von Eurer Nichte Bärbel

  3. T-Punkt schreibt:

    Karbit (Slang)
    Karbid = korrektes Deutsch!

    Karbid oder auch Calciumcarbid;
    Wurde früher für sog. “Karbidlampen” benötigt (bspw. “in Berchbau - auffn Helm obenauf” - (nochma’ Slang)). Böse kleine Jungs, auch mal seltener böse kleine Mädchen nehmen nen Klumpen Karbid, stopfen den mit Wasser in ein verschlossenes Behältnis und zünden von außen über eine Zündschnur o.ä.
    Dann gibts einen Knall, der den Staatsschutz auf den Plan ruft, zumindest aber die örtliche Feuerwehr. Ist aber sehr gefährlich! Das wiederum interessiert kleine böse Jungs aber nicht die Bohne!
    ————————————————————————————-
    Karbid geben”, das bedeutet soviel wie “kräftig Gas geben”!

    Jemandem Karbit (hier wieder mit T) geben, das bedeutet soviel wie:
    - die Meinung geigen
    - frisch machen
    - Ohren langziehen
    - Pfeffer in den Hintern blasen

    Kurz:
    Jemandem erklären, wo der Frosch die Locken hat!

    T.

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