Kaum in Polen …
…und schon zurück!
Nun, nachdem mir mein Boss vorletzte Woche Freitag eröffnet hatte “T., Sie fahren nach Polen - und zwar am Dienstag!”, mir aber weder das Ziel nennen konnte und auch nur sehr stark fragmentiert den Grund war ich doch etwas aufgeregt. Polen! Jesus! Ohne Tantchen als Navigator! Und dann auch noch in so ein Kaff hinter der Grenze!
*örks*
Habe dann eigenmächtig den Termin auf Mittwoch geschoben. Die Firma hat für den Transport einiger, sehr klobiger Werkzeugteile im 2 Europalettenformat dann interessanterweise einen 9-Sitzer organisiert der dann aber verständlicherweise um eben jene 9 Sitze erleichert wurde, nachdem ich einige kritische Bemerkungen ob des Platzes von mir gegeben hatte. Das Hotel “durfte” ich mir dann auch noch selbst besorgen und nachdem das Problem der Beladung gelöst war (die Europaletten passten irgendwie nicht richtig hinein, in den schniegelnagelneuen Sprinter), konnte es fast schon losgehen.
Aber nur fast. Schließlich war es ein 9-Sitzer. Ein Partybus. Ohne Trennwand. Ist ein bißchen blöd, wenn sich 2 Europaletten mit ~1 Tonne Gewicht bei einer Vollbremsung nach vorne bewegen und nicht mal eine Trennwand da ist, die meinen süßen Rücken vor Vernarbung schützt.
Oder Schlimmerem….!
Also musste noch eine Ladungssicherung her. Der Vorschlag von meinem Boss (”Knotense nen Abschleppseil drumrum!”
konnte mit einer semiprofessionellen Verzurrung umgangen werden und die Reise konnte losgehen.
Der Straßengott war gnädig mit mir. A33 - A2 - A12 - A10 - Polen! Hurra! Geht schnell, so ne Reise nach Polen! Hotel Ramada in Frankfurt anner Oder als Nest für eine Nacht, die Grenze nur 3 Km entfernt. Wer ein gutes gebrauchtes Auto sucht und keines findet, sollte mal n Stündchen über die A2 tuckern. Da gehen ’se nämlich hin, die (mehr oder weniger) guten Gebrauchten. Und T. mit nem flammneuen Sprinter. Quasi die gebratene Taube auf dem Weg ins Land der Autoverknuser schlechthin. Irgendwie war mir nicht wohl. Aber an der Grenze waren die Beamten gnädig mit mir (womöglich weil ich offensichtlich mal keine Autoteile geladen hatte) und das Ziel ward schnell mit Hilfe eines Navigators der fremden Firma gefunden. Habe mir dort dann bis 22°° Uhr den restlichen Tag um die Ohren gehauen, noch ein formidables Jobangebot abgeholt (Gehaltsverdoppelung netto!!!) und habe es dann so gegen 23°° Uhr ins Hotel geschafft. Samt Sprinter. Am nächsten Tag nochmal hin, Produktabnahme durchgezogen und zurück auf die Bahn.
Und so’n Sprinter ist ja nun wirklich die “Schau in Tüten”. Wenn ich in meinem Corsarückspiegel so’n Kleiderschrank anrauschen sehe, mache ich freiwillig Platz. Jetzt weiß ich, dass ich gut daran tue, denn so ein Sprinter ballert problemlos mit 180 links über die Bahn. Man sitzt schick hoch. Ist selbst für ne E-Klasse eine echte Ansage und das Biest rennt wie Schmitz Lumpi!! Immerhin reden wir von einem Transporter. Bei dem VW-LT war ich immer froh, wenn ich den auf 80 Km/h bekam, hier tritt man auf den Pin und ab geht die Post. Die Rückfahrt ging dementsprechend “schnell”. ~6,5 Stunden von Polen zurück.
Das Zigaretten dort unsäglich billig sind, hat in einem derart gesundheitsbewußtem Forum eigentlich nichts zu suchen, aber ich erwähne trotzdem mal die schlanken 13,5€ für die Stange. WOW! War der einzige Augenblick, dass ich den Sprinter jenseits sicherer Orte verlassen habe. Sichere Orte sind für die Autovermietung beispielsweise Tiefgaragen. Wie ich einen großen Sprinter in eine Tiefgarage bekomme, ohne den zum Cabrio umzubauen, konnten die mir zwar auch nicht erklären, aber Gesetz ist halt Gesetz. Und den bewachten Parkplätzen in Polen sollte man auch nicht trauen, denn die gehören meist eh der Automafia…!!!
So. Nun also noch 1,5 Wochen und der Herr der Hoden darf mal ritzen. Bis dahin meide ich alle Schnupfennasen in der Firma, als wenn die Damen & Herren an den Pocken leiden würden, denn so’n Schnupfen fehlt mir noch zu meinem Glück! In diesem Sinne verziehe ich mich nun mal zur Nasenspülung ins Bad und überlasse den nun langsam wieder auf Touren kommenden Blog Tantchen (und latürnich Euch allen anderen!)
)
T.
Mittwoch, 21 Februar 2007 um 11:44 nachmittags
Ich hab ja nie selbst ‘nen Sprinter gefahren, aber beigefahren und jau, der geht ab wie Schmidts Katze… Sieht aber ziemlich traurig aus, wenn er auf’m Dach liegt, aber wenn das vorkommt, sind meist irgendwelche “ich leih mir mal ‘nen Sprinter”-Europcar-Fahrer involviert… ich merk grad, dass ich mich hier um Kopf und Kragen reden könnte, daher halt ich ab sofort lieber die Gusch…, wer auch immer den Kommentar liest…
Montag, 26 Februar 2007 um 12:49 vormittags
Aha! Ihr seid also die, von mir immer beschimpften Idioten mit den Sprintern, die vergessen haben , wie sau gefährlich das ist!
Knick, Knack, wenn man so hoch sitzt, vergisst man alles, dann ist man der ultimative King, oder Kingseline! Durfte beruflich auch schon Sprinter fahren, was für ein megamäßiger Gaudi, trotz alledem, natürlich sau gefährlich!
Holde Gesundheit wünsche ich T.
LG Bärbel