Archive forFebruar, 2007

Die Tante meldet sich ab.

Den Tag hätten wir schon mal überstanden. Ohne akuten Nervenzusammenbruch. Erstaunlich. Und es war auch noch der berühmte böse Mittwoch. Der lange. Mit Menschen, die mir wöchentlich den letzten Nerv rauben wollen.

Als in der zu kurzen Mittagspause dann auch noch der Nachbar hereinspazierte, um das Gästeklo zu reparieren, war ich kurz davor, ein kleines theatralisches Intermezzo einzulegen. Das habe ich mir dann allerdings gespart. Wie sieht das denn aus. Kaum ins Dorf gezogen und schon tickt das Frauchen aus….

Das Klo ist allerdings immer noch nicht dicht. Der Stress hätte mir auch eigentlich erspart werden können.

So. Was nun? Zuerst Wäsche bügeln? Oder erst die Wohnung putzen? Oder erst die Koffer packen? Oder gar nichts machen und warten, bis T. kommt, um gemeinsam mit ihm den Aufregungspegel abzuchecken? Vielleicht noch was leckeres futtern?

Himmel. Ist das alles aufregend.

Der Erklärbär muss auch noch eingepackt werden. Und Superman. Den dürfen wir nicht vergessen. Mit Gummibärchenduschgel gefüllt. K., die treue Seele, meinte, der Superman würde zu T. passen und müsse unbedingt mit nach HH. Die bei Douglas haben aber einigermaßen erstaunt geschaut, als sie darum bat, ihn zusammen mit dem Gaultier-Duft in Folie einzupacken.

Vielleicht sollte ich einfach damit anfangen, den Koffer zu finden. Damit wäre ich schon mal ein Stückchen weiter.

Samstag kehren wir hoffentlich in alter Frische wieder zurück.

Und danach habe ich erstmal die Faxen dicke. So oder so. Hier muss mal wieder ein wenig Entspannung einkehren. Und von Spermien will ich danach erstmal nichts mehr hören.

Kommentare (5)

Namen hätten wir schon mal.

Nun ist es soweit: Der Wahnsinn ergreift mich bereits im Schlaf. Habe heute Nacht Zwillinge entbunden und sie “Soll” und “Haben” genannt. T. hatte nichts dagegen. Also ist der mittlerweile auch bekloppt.

Nachdem wir gestern abend bei viel Apfelwein den Zeit- und Erledigungsplan für die kommenden Wochen aufgestellt haben, hat mich der Traum nun wirklich nicht mehr gewundert. Da hat sich die TESE mit der Verlegung meines Arbeitsplatzes wohl dezent vermischt.

Zu allem Überfluss schneit es nun auch noch. Wie immer, wenn großartige Dinge anstehen. Brauche keinen Wetterdienst: Es wird bis Sonntag weiterschneien, und wenn wir aus HH wieder da sind, verschwindet der bis dahin angesammelte Schnee innerhalb kürzester Zeit.

So war’s beim Umzug. Und so fies, wie ich das fand, er ist trotzdem gut über die Bühne gegangen. Das lässt hoffen.

Kommentare (2)

Hm. Der Countdown läuft. Heute in einer Woche werde ich mit T. Wayne das UKE verlassen.

War ich vor drei Wochen noch der Meinung, mich könne nichts mehr schocken, ändert sich mein Gefühl doch zunehmend in Richtung permanente Übelkeit. Je weniger wir mit unserer Umzieherei zu tun haben, desto schlimmer wird’s. Uah… Sollten Männer das ganze Desaster noch schlimmer empfinden, sollte ich heute abend T. mit angewärmten Hausschlappen vor der Tür erwarten, ihm bis nächsten Donnerstag sein Lieblingsessen kredenzen, ihm die Entscheidung über das Fernsehprogramm überlassen und ihm jeden Abend die Füße massieren.

Und damit wir das Wochenende nicht mit Grübeln verbringen müssen, hat Frau Schwiegermama gut daran getan, ihren Sohn am 25.2. zu entbinden, denn so Geburtstage sind fünf Tage vor Operationen sicherlich etwas ganz Feines.

Hatten wir auch noch nicht. Muss man wohl mal ausprobieren.

Was gibt’s sonst?

Gestern abend Termin mit hochschwangerer Betreuerin eines Klienten unbeschadet hinter mich gebracht. Darauf hatte ich so viel Lust wie auf kalte Füße. Und dann auch noch eine Dame, die keine Schlabberpullis bevorzugt, sondern so nette hautenge Teilchen. Neutral betrachtet eine außerordentlich gut aussehende Schwangere. Aber nix für mich momentan.

Ihr Ansinnen, mich bei erfolgter Geburt zu per Karte über das freudige Ereignis zu informieren, kam aus dem Nichts. Ich habe das Thema “Wann kommt denn das Baby und wissen Sie schon, was es wird…” nicht angesprochen. Nicht eine Woche vor dem D-Day, wir wollen es ja nicht übertreiben mit dem Wissensdurst. Scheinbar musste diese Lücke gefüllt werden.

Stelle fest: Schwangere im geschätzten siebten Monat haben gewisse Automatismen. Wenn jemand die wichtigsten Informationen nicht abfragt, dann sprudelt es ungefragt aus ihnen heraus.

Hmpf. Was soll man dazu sagen? “Nee, lassense die Karte mal ruhig stecken?”

Anscheinend ist das eine der kleinen Prüfungen meines Lebens.

Was gibt’s noch? Magen-Darm-Viren kostenlos.
“Ich habe heute nacht gekotzt.”

“Schön, dass Deine Mama Dich trotzdem hierher gebracht hat. Schließlich braucht sie bestimmt ein wenig Ruhe. War sicher eine harte Nacht für alle. Und ob Tante Heinz am Wochenende mal wieder flachliegt und T. auch noch was davon hat, braucht sie ja nicht zu interessieren. Ich wische notfalls gerne Erbrochenes auf. Sollte ich jedoch zu deinem nächsten Termin krank sein, ist Deine Mami sicherlich die Erste, die daran etwas zu bekritteln hat.”

Kommentare (3)

Kaum in Polen …

…und schon zurück!

Nun, nachdem mir mein Boss vorletzte Woche Freitag eröffnet hatte “T., Sie fahren nach Polen - und zwar am Dienstag!”, mir aber weder das Ziel nennen konnte und auch nur sehr stark fragmentiert den Grund war ich doch etwas aufgeregt. Polen! Jesus! Ohne Tantchen als Navigator! Und dann auch noch in so ein Kaff hinter der Grenze!

*örks*

Habe dann eigenmächtig den Termin auf Mittwoch geschoben. Die Firma hat für den Transport einiger, sehr klobiger Werkzeugteile im 2 Europalettenformat dann interessanterweise einen 9-Sitzer organisiert der dann aber verständlicherweise um eben jene 9 Sitze erleichert wurde, nachdem ich einige kritische Bemerkungen ob des Platzes von mir gegeben hatte. Das Hotel “durfte” ich mir dann auch noch selbst besorgen und nachdem das Problem der Beladung gelöst war (die Europaletten passten irgendwie nicht richtig hinein, in den schniegelnagelneuen Sprinter), konnte es fast schon losgehen.

Aber nur fast. Schließlich war es ein 9-Sitzer. Ein Partybus. Ohne Trennwand. Ist ein bißchen blöd, wenn sich 2 Europaletten mit ~1 Tonne Gewicht bei einer Vollbremsung nach vorne bewegen und nicht mal eine Trennwand da ist, die meinen süßen Rücken vor Vernarbung schützt.

Oder Schlimmerem….!

Also musste noch eine Ladungssicherung her. Der Vorschlag von meinem Boss (”Knotense nen Abschleppseil drumrum!” ;) konnte mit einer semiprofessionellen Verzurrung umgangen werden und die Reise konnte losgehen.

Der Straßengott war gnädig mit mir. A33 - A2 - A12 - A10 - Polen! Hurra! Geht schnell, so ne Reise nach Polen! Hotel Ramada in Frankfurt anner Oder als Nest für eine Nacht, die Grenze nur 3 Km entfernt. Wer ein gutes gebrauchtes Auto sucht und keines findet, sollte mal n Stündchen über die A2 tuckern. Da gehen ’se nämlich hin, die (mehr oder weniger) guten Gebrauchten. Und T. mit nem flammneuen Sprinter. Quasi die gebratene Taube auf dem Weg ins Land der Autoverknuser schlechthin. Irgendwie war mir nicht wohl. Aber an der Grenze waren die Beamten gnädig mit mir (womöglich weil ich offensichtlich mal keine Autoteile geladen hatte) und das Ziel ward schnell mit Hilfe eines Navigators der fremden Firma gefunden. Habe mir dort dann bis 22°° Uhr den restlichen Tag um die Ohren gehauen, noch ein formidables Jobangebot abgeholt (Gehaltsverdoppelung netto!!!) und habe es dann so gegen 23°° Uhr ins Hotel geschafft. Samt Sprinter. Am nächsten Tag nochmal hin, Produktabnahme durchgezogen und zurück auf die Bahn.

Und so’n Sprinter ist ja nun wirklich die “Schau in Tüten”. Wenn ich in meinem Corsarückspiegel so’n Kleiderschrank anrauschen sehe, mache ich freiwillig Platz. Jetzt weiß ich, dass ich gut daran tue, denn so ein Sprinter ballert problemlos mit 180 links über die Bahn. Man sitzt schick hoch. Ist selbst für ne E-Klasse eine echte Ansage und das Biest rennt wie Schmitz Lumpi!! Immerhin reden wir von einem Transporter. Bei dem VW-LT war ich immer froh, wenn ich den auf 80 Km/h bekam, hier tritt man auf den Pin und ab geht die Post. Die Rückfahrt ging dementsprechend “schnell”. ~6,5 Stunden von Polen zurück.

Das Zigaretten dort unsäglich billig sind, hat in einem derart gesundheitsbewußtem Forum eigentlich nichts zu suchen, aber ich erwähne trotzdem mal die schlanken 13,5€ für die Stange. WOW! War der einzige Augenblick, dass ich den Sprinter jenseits sicherer Orte verlassen habe. Sichere Orte sind für die Autovermietung beispielsweise Tiefgaragen. Wie ich einen großen Sprinter in eine Tiefgarage bekomme, ohne den zum Cabrio umzubauen, konnten die mir zwar auch nicht erklären, aber Gesetz ist halt Gesetz. Und den bewachten Parkplätzen in Polen sollte man auch nicht trauen, denn die gehören meist eh der Automafia…!!!

So. Nun also noch 1,5 Wochen und der Herr der Hoden darf mal ritzen. Bis dahin meide ich alle Schnupfennasen in der Firma, als wenn die Damen & Herren an den Pocken leiden würden, denn so’n Schnupfen fehlt mir noch zu meinem Glück! In diesem Sinne verziehe ich mich nun mal zur Nasenspülung ins Bad und überlasse den nun langsam wieder auf Touren kommenden Blog Tantchen (und latürnich Euch allen anderen!) :o )

T.

Kommentare (2)

Rosenmontag zu.

So. Nun habe ich endgültig mit meiner in den schlechtesten Elektroladen der ganzen Welt integrierten Postagentur gebrochen.

Heute ins Auto gesetzt, in die Stadt gedüst. Im Gepäck mal wieder meine Post, die per Übergabe-Einschreiben weg muss. Und zwar zackig. Schließlich muss mal wieder Kohle in die Kasse und Flocken auf’s Konto. Vor allem will ich nächste Woche mit T. nach Hamburg und ‘ne Sause machen, bevor wir einen auf den Deckel bekommen. Den Wanst vollschlagen und die Baume beineln lassen quasi.

Das heißt, der Briefmarkenautomat hilft mir ebensowenig wie der Briefkasten. Und der “mobile Postdienst”, der hier auf dem Land angeboten wird, auch nicht. Denn der nimmt alles mit, nur keine Einschreiben.

Wider Erwarten nach einer Viertelstunde einen Parkplatz gefunden. Selbstverständlich nicht vor der Post. Also die Beinchen in die Hand genommen, man weiß ja nie, wann die die Türen schließen.

Vollkommen umsonst abgehetzt, denn die haben die Tür heute erst gar nicht aufgemacht.

Schließlich ist ja Karneval. Und da macht man einfach zu. Da kann Tante Heinz sehen, wo sie bleibt. Auch, wenn in der ganzen Stadt keine Karnevalsveranstaltung läuft und mir niemand verkleidet begegnet ist.

Wutentbrannt lief ich in meinen Lieblingsbuchladen.

Ich danke der katholischen Kirche für das Zölibat. Denn sonst hätten wir nämlich keinen Buchladen. Der Inhaber hat nämlich innerhalb der ersten Jahre im Dienst als Pfarrer eine Frau geschwängert und die gleich geheiratet. Und was macht man dann, nach so einer schicken kleinen Exkommunizierung?

Man eröffnet einen Buchladen für Tante Heinz.

Und nachdem man als Buchladenbesitzer dieselbige ein wenig aufbaut, indem man ihr die bestellten Bücher überreicht, zückt man auch noch das Telefon, um abzuchecken, ob eine Tante Heinz bis dahin vollkommen unbekannte Postfiliale eventuell erste Hilfe leisten kann.

Jippijäi. Sie konnte. Nur fünf Minuten entfernt wartete das Glück in Form einer fünf Quadratmeter großen Post-Butze auf mich. Ohne Mittagspause. Jeden Tag außer Sonntag geöffnet.

Wieso habe ich die nicht vorher gefunden? Die hätten bestimmt auch ohne zu mucken meine Blutproben angenommen. Ich nehme an, die nehmen alles an. Briefbomben. Erpresserschreiben. Waffenpakete. Und Geld waschen tun die da wahrscheinlich auch.
Mir soll’s egal sein. Hauptsache, die Asche landet auf meinem Konto. Gewaschen oder ungewaschen.

Kommentare (2)

Ein Klotz weniger am Bein.

Nachdem die Schlüsselübergabe bezüglich der alten Wohnung seit zwei Wochen überfällig war, weil sich der Herr Besitzer im Skiurlaub befand (…frage mich immer noch, wie das aussieht, wenn er den Hang herunterwedelt…. nein…. ich will’s nicht wissen….) war es heute soweit.

Wir sind sie los. Haben uns während der Abgabe mehrfach auf die Zunge gebissen und böse Kommentare ‘runtergeschluckt. Mich persönlich hat die Vermieter-Jacke mit dem Lego-Logo auf dem Rücken so irritiert, dass ich mir mehrfach auf den Daumen beißen musste. An die Abdrücke von Elefanten-Schuhen im Schnee hatten wir uns ja gewöhnt. Aber die Lego-Jacke hat mich heute endgültig in den Irrsinn getrieben. Musste mehrfach das Wort Azoospermie vor meinem geistigen Auge hin und herhüpfen lassen, um auf dem Teppich zu bleiben. T. hat’s nicht bemerkt. Schade eigentlich. Aber irgendwie auch ganz gut so. Dann musste wenigstens nur ich mein aufkeimendes Lachen des Wahnsinns unterdrücken.

Eine Aera ist zu Ende gegangen. Was für eine Erleichterung. Ich lobe mir Vermieter, die drei Stunden weit weg wohnen und nur alle paar Wochen mal aufkreuzen. Dass der aktuelle Vermieter das ausgerechnet morgen mittag tun möchte, passt mir zwar auch nicht, aber dann haben wir wenigstens wieder zwei Monate Ruhe.

Kommentare (2)

Muss das so?

EIne halbe Stunde, bevor T. aus dem Off wieder heimkam, nämlich um halb acht, und ich gerade mit meinem Bruder in der Küche saß, der im anderen Off wohnt und endlich mal wieder zu Besuch war, klingelte das Telefon.

Anonym. Das habe ich ja besonders gerne. Das sind eigentlich immer nur meine Schwiegereltern oder der Lottoverein, der mir einen Millionengewinn andrehen will.

Nix da. Es war die KiWu-Klinik. Der Doc himself. Der mich fragen wollte, wann wir denn wieder mal vorbeikommen möchten. Es gäbe da noch ein paar Befunde zu besprechen und wir hätten uns doch sicher für die eine oder andere Maßnahme entschieden. (????) (Eigentlich dachte ich, er wolle die Rechnung über 3,15 anmahnen, die ich noch nicht bezahlt habe… ;)

Da hatte er die Tante aber auf dem ganz falschen Fuß erwischt. Schließlich sollte die TESE ursprünglich mal dort gemacht werden.

Weil ich aber keine Lust hatte, ihm dieses noch nicht ausgestandene Problemchen zu erläutern, habe ich ihm mitgeteilt, wir befänden uns noch in der Entscheidungsfindung. Was ja im großen und ganzen auch irgendwie stimmt.

Jetzt bin ich ein bisschen verdattert. Selbstverständlich interessiert es mich, was aus diversen Blutuntersuchungen geworden ist. Aber anscheinend muss man das persönlich mit uns besprechen? Wird man öfter so zwischendurch kontaktiert, um die Lage zu checken?
Seltsam. Schwanke noch zwischen Interesse an meinen Ergebnissen und UnterDruckgesetzt. Schließlich kann man gerade eh noch nichts mit mir anfangen, bevor T. nicht heldenhaft sein Date in HH wahrgenommen hat.

Kommentare (6)

Komische Nacht….

…..denn sie war gut. Anscheinend hat es gewirkt, dass ich mir vor dem Einschlafen noch einmal ein paar Fakten über den gesunden Schlaf gegönnt habe. Seitdem in meinem Wartezimmer die Brigitte ausliegt, muss die aktuellste nämlich erst einmal präpariert werden.

Erstens: Kosmetik-Proben raus

Zweitens: Brigitte-Diät raus

Drittens: Jegliches andere Specialzeug entfernen, insbesondere herausnehmbare Gymnastikseiten
Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nicht gleich geklaut wird. Sondern vielleicht eher das Bilderbuch. Oder der Playmobilbauer…

Manchmal lese ich sie dann auch. Beispielsweise gestern. Ildiko von Kürthy, Verfasserin von diversen Kitschzeuchbüchern, hat sich über den Schlaf ausgelassen. Das hat mich demselben rapide näher gebracht. Interessant waren lediglich die sechs Spontanerektionen der Männer und die Tatsache, dass ich mich anscheinend 20mal im Schlaf drehe, ohne es zu bemerken. Was ich angeblich ebenfalls nicht bemerke, sind Schlafphasen kürzer 20 Minuten. Habe ich also gestern noch behauptet, kein Auge zugemacht zu haben, kann ich das heute, nach dem Genuss dieser lehrreichen Lektion, nicht mehr.

Tolle Sache das. Wieder was dazugelernt.

Aber egal, wie nett man geschlafen hat, beim Aufwachen wird man wieder mit den unangenehmen Fakten konfrontiert. Mit dem Hammer ins Gesicht sozusagen.

Mein T. leidet seit gestern unter rasenden Kopfschmerzen, die er fatalerweise wegen der anstehenden OP nicht mit Aspirin bekämpfen darf. Wo doch Aspirin in Polen an der Ladenkasse neben dem Kaugummi verkauft wird. Dem Glück so nah…. Dementsprechend konnte er mir bei meinem kleinen Problemchen nicht weiterhelfen.

Allerdings wurde dieses Problem soeben gelöst. Erkannt und gebannt. Vom obercoolen Haus- und Hofarzt-Vermieter. Der Mann gefällt mir immer besser. Irgendwie sind Männer einfach ausgefuchster als Frauen.

So. Und nun werde ich mir die Süßigkeiten reinpfeffern, die die sammelnden Kinder hier nicht abgeholt haben, schließlich darf man auf dem Dorf bei Zugezogenen nicht klingeln, sonst wird man geklaut und aufgegessen. *mad*

Kommentare (4)

Hochzufrieden durch den Plus getapert.

Von einem fremden und noch nicht mal gutaussehenden Mann bis zum Auto verfolgt worden, der anscheinend darauf spekulierte, dass mir das Klopapier herunterfallen könnte, das ich mir so galant unter die Achseln geklemmt hatte.

Was es dann auch tat.

So dass er seinen wohlverdienten Auftritt als Retter der Menschheit wahrnehmen und es mir persönlich und blöd zwinkernd in den Kofferraum legen durfte.

Wahrscheinlich dachte er: “Armes Frauchen. Muss sich ihren Tulpenstrauß am Valentinstag selbst kaufen. Mal sehen, ob sie vor Verzweiflung und Irrsinn etwas fallen lässt…”

Wie immer dauerte es zu Hause satte 10 Minuten, bis jede einzelne Tulpe von der Killerkatze angenagt worden war. Das lässt sie sich nicht nehmen. Auch, wenn sie erst kurz zuvor vom Sofa gefallen war, auf dem sie 80% des Tages verpennt: Wichtige Dinge erledigt sie immer sofort.

So. Nun zum unangenehmen Teil des Tages:

Tante Heinz kann keine Baupläne lesen. T. auch nicht. Bisher dachten sie beide, sie wären darin ganz töfte. Tante Heinz jedoch, die heute von ihrem sehr kooperativen Banker den Hinweis bekam, man müsse die Wände abziehen, um die Nutzfläche zu berechnen - ansonsten würde das Tantchen kohletechnisch über die Leisten gezogen - konnte sich soeben vom Gegenteil überzeugen.

Okay. Bei einer Tasse Kaffee rechnet Tante Heinz noch einmal lustig die Quadratmeter zusammen.

Und erkennt: Dem wichtigsten Raum fehlen drei Quadratmeter. Damit kriege ich keine Zulassung. Tolle Sache, das.
Keine Ahnung, warum wir uns das nicht früher überlegt haben. Fakt ist: Ich soll morgen einen Mietvertrag unterschreiben, den ich seit zwei Stunden nicht mehr unterschreiben kann. Obwohl ich es liebend gerne tun würde. Weil ich genau da rein will.

Und mein Ruhepol treibt sich in Polen herum. Himmel. Gehe ich jetzt sofort brechen oder verschiebe ich es auf später?

Der Herr Vermieter wird mich ab morgen für total bescheuert halten… Der bietet mir doch ab sofort nicht mal mehr eine Besenkammer an.

Das kommt davon, wenn man mit den Gedanken doch irgendwie immer woanders ist. An solchen Dingen merke ich: Tante Heinz wird bekloppt. Jetzt gehen ihr Sachen durch, die ihr definitiv nicht durchgehen dürfen.

Vielleicht kann ich ja noch irgendetwas retten. Denke ich über den morgigen Tag nach, treibt es mir jetzt schon die Schamesröte ins Gesicht.

Manno…. Wieso ruft mein Mann nicht an? Der hat bestimmt wieder einen rettenden Plan parat.

Ansonsten kann ich mich jetzt schon mal auf die nächste schlaflose Nacht vorbereiten.

Kommentare (5)

Huiiii….

…..die erste Nacht alleine in der neuen Wohnung steht an….

Mein T. muss heute ins osteuropäische Ausland und lässt mich armes Hutzelputzelchen alleine hier zurück. Immerhin, den Erklärbär hat er mitgenommen. Der arme hat jetzt schon 15 Jahre auf dem Buckel, seine ursprüngliche Farbe ist vom Holz abgeblättert, nur seine Konturen lassen Wissende erkennen, dass es der Erklärbär ist, der uns schon durch diverse Prüfungen gewuchtet hat. Unter anderem durch mein Abitur. Seitdem kann man sich auf ihn verlassen.

Deswegen verlasse ich mich nun auch darauf, dass er T. sicher an sein Ziel bringt, und nicht heute abend irgendwann in Norwegen landet. Schließlich fehlt T. seine kompetente Beifahrerin mit der auf dem Schoß festgetackerten Straßenkarte.

Ich wage gar nicht, dem Bär zu sagen, dass er in der nächsten Zeit seine Hightime haben wird.

Haben eben beim Frühstück festgestellt: Immer, wenn’s ernst wird, ist T. gerade weg.

Heute nachmittag z.B. habe ich einen Termin bei meiner Bank. Da wird’s ernst. Morgen unterschreibe ich den Mietvertrag für meine neuen Räume. Da wird’s auch ernst. Und das alles ohne den Erklärbär, schließlich ist der gerade auf dem Weg in den Osten.

Gestern nacht schon wurde es ernst, denn erst um 1:00 hat sie begonnen, die unvermeidliche Grübelei darüber, ob das auch alles gut geht, was ich mir da vorgenommen habe. Schlussendlich habe ich mir meine Nacht mit Domian und diversen anderen nächtlichen Trash-Sendungen um die Ohren gehauen, aber selbst Domian konnte mich nicht beruhigen, schließlich sprach er gestern über Zwänge.

Bingo. Mein Zwang war der halbstündliche Gang auf die Toilette. Mir lag es jedoch fern, das Problem mit ihm zu besprechen.

Total gerädert harre ich jetzt hier der Dinge, die da kommen. Habe mich gerade für nur halbtags arbeitsfähig erklärt. Muss mich vorher noch ein bisschen erden.

Kommentare (1)

« Previous entries

…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von Tante Heinz.
Diese/r ist verantwortlich für die Inhalte dieses Blogs. www.wunschkinder.net übernimmt dafür keine Verantwortung.
Feeds: Beiträge und die Kommentare . Design: http://webhostinggeeks.com. Dieses Blog verwendet WordPress mu.
Die Kinderwunsch-Seite: Theorie | Zentren| Literatur| Links | Forum | FAQ | News | Impressum