Archive forJanuar, 2007

Uah….

So. Selbstverständlich kann dieser Umzug nicht ruhig vonstatten gehen.

Erst ist der Sprinter, mit dem K. morgen hier andüsen wollte, am Montag kaputtgefahren worden. Schade. Es wäre auch zu schön gewesen. *pfeif*

Dann stellt uns mein Schwager einen Anhänger vor die Tür, in den gerade mal ein Sessel reinpasst. Leider besitzen wir keinen Sessel, deswegen ist der Hänger eigentlich Unsinn. Es beweist aber mal wieder, dass der Herr Schwager noch nie in seinem Leben umgezogen ist.

Heute morgen werde ich vom Radio wach, aus dem Glatteis- und Schneewarnungen für die hiesige Region dröhnen. Hmpf. Ich will doch heute abend nochmal zu Ikea. Und morgen wollen wir hier raus sein. Und zwar ohne Schneehaube auf dem Sofa. Oder Sofa mit Schneehaube im Straßengraben.

Gestern abend habe ich bügelnderweis’ die Krise bekommen, weil wir von beiden Eltern das “KommtdochallezumMittagessenamSamstag-Angebot” bekommen haben und ich mal wieder das Gefühl hatte, irgendjemandem mit einer Absage vor den Kopf zu stoßen.

Und heute mittag ist Verhandlungstermin mit dem Büroraum-Doktor. Das erklärt meinen unruhigen Schlaf.

T. schläft den Schlaf der Gerechten, denn der Gute hat heute frei. Nicht nur heute, nein, auch noch Montag. Ich glaube, ich will auch wieder Angestellten-Status. Nach meiner Bauchspiegelungskrankfeierei kann ich meinen geplanten Umzugsurlaub in die Tonne kloppen. *mad*
Immerhin kann er dann am Montag den Katzen eine heile Welt in der neuen Wohnung vorgaukeln, ich hoffe, er erledigt diese Aufgabe ordentlich.

Nun ja. Irgendwie wird’s morgen laufen. T. erweist sich als Organisationstalent (…und ich dachte immer, nur ich arbeite unter Zeitdruck am effizientesten… ;) . Ich sehe meine Aufgaben morgen noch etwas verschwommen vor meinem geistigen Auge. Starke Männer hat’s genug, ich denke, der Kelch des Möbelpackens wird an mir vorübergehen. Höchstwahrscheinlich ist es morgen meine Bestimmung, für wenig Schneefall, T’s. Rücken, meine Nerven und das Leben der im Schlafzimmer eingesperrten Katzen zu beten.

Lass es schnell Montag werden. Lass mich mit T. alleine in der Bullerbü-Küche sitzen, die Füße auf den professionell aufgebauten Tisch legen und eine Dose Bier aufreißen….

Und weil T. heute hier den Schreibtisch abreißt und wir erst ab dem 1.2. wieder DSL haben, wird dies hier wahrscheinlich bis dahin das letzte Lebenszeichen von der Tante sein. Es sei denn, ich verstehe endlich, wie ich mit dem Laptop von meinem Arbeitsplatz aus ins Netz komme….

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Sch**ßtag

Teil 1:
Der Tag beginnt mit einem fassungslosen Griff an die eigene Nase:
Grottenkalt!
Super!
Also die Bettwarmen Füßchen in die Kälte geschwungen und ab ins Bad. Der gewohnte Blick in den Spiegel verwirrt völlig, denn dort wo eigentlich der Badezimmerspiegel hängt sind nur noch die nackten, bahamabeigen Kacheln zu sehen. (das könnte Bräune vorgaukeln… ;)
Hmpf.
Da wo sonst der Rasierer mit TH’s Kosmetik um den Platz auf der Ablage gerangelt hat, liegt nun ein quietschrotes Handtuch, darauf stehen in Reih und Glied unsere verbliebenen drei Tassen sorgsam aufgereiht! Der Frühstücksteller lehnt am Wasserhahn und bildet mit dem Zahnputzbecher ein fragwürdiges Bild.
Oh Mann. Also Morgentoilette durchgeführt und ab an den Frühstückstisch. Mangels Brot (das Auftauen bekommen wir seit drei Tagen nicht hin) wird das Auto bei Minus 8 Grad freigekratzt, was das endgültige Aufwachen massiv beschleunigt. Der Corsa spuckt Gift und Galle. Ist ein Dreizylinder. Läuft also eh nur auf drei Pötten, heute morgen sinds eher nur zwei. Schnell noch beim Brötchenschlosser n Amerikaner für Tante geschossen und flugs zurück in die kalte, ungemütliche Hütte. Gottseidank ist die Kaffeemaschine noch da. Sie steht bei den Katzennäpfen. Nein, wir liegen nicht auf dem Boden und schlecken den Kaffee aus ner Schüssel, wir ham ja noch nen Tisch. Wir schlecken sitzend!
Tante mümmelt glücklich Ihren mit Karneval-Zuckerperlen bestreuten Ami und ich flitze mit nem “spotzenden” Corsaren zur Arbeit.

Teil 2:
“Hömma T., kennste noch B.? Der hat hier mal gearbeitet! Der hat jetzt auch was Kleines!”
Ein mittlerer Kotzreiz durchflutet mich 10 Minuten nach Arbeitsbeginn.
“Nein, kenn ich nicht!” (Will ich nicht kennen!)
Noch lauter:
“Demnächst seit Ihr mal dran, wirst ja auch nicht jünger!” (…ich zeig Dir gleich, wer hier dran ist… ;)
“Und geh mal ans Infobrett, da hängt das Foto von Antonia, der Kleinen von M.!” (Auja, will ich unbedingt sehen… ;)
Scheiße!
10°°Uhr. Irgend so ne Tusse kommt in die Halle und schiebt (Na? Was wohl?) klaro, nen Kinderwagen vor sich her. “Arbeitet A. hier?” Oh Mann. Was ist denn heute los? “Nein. Ist sehr ungesund für Zwerge hier, zu laut!” Kleiner Auflauf aller Damen der Abteilung. “Ohhhhh, ist die aber süss!” “Herr T.! Hamse das gesehen?” (Nein. Will ich auch nicht, ich werde gerade nämlich richtig sauer!!)
“Herr T., Herr T., Sie müssen aber mal Gas geben! Sie wollen doch sicher auch noch ein Kind! Sie können sich ja gar nicht vorstellen wie schön das ist! Oder wollen Sie keine haben?”
(So langsam schwillt mir der Kamm!!!!!)
“Okay Mädels, A. arbeitet unten, wirklich süss die Kleine, nein - ich will nicht wissen wie Sie heißt! Und jetzt bitte wieder an die Arbeit!” Großes Palaver während die Tusse abschiebt und die Damen wieder zurückschlawenzeln.

Beschließe gerade, meinen Job als Qualitätsminister heute mit einem kleinen Arschlochanflug zu würzen, und allen Damen mal richtig auf die Finger zu linsen. Olle Tucken. Bin gerade richtig sauer. Benehme mich dann aber doch zivil. Wechsel erstmal die Location und gehe ins Büro.

Fehler!! Die Tusse war schon vor mir da.

“T., die Frau von A. war gerade da, die ham was Kleines! Ist die nicht süss?”

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHH!

“Aber Sie haben ja keine Kinder, überlegen Sie sich das gut, man hat ne Menge Einschränkungen…..!”

….Himmelherrgott lass es März werden! Lass den Papst das Säckchen filzen und schenke mir Wissen….Wenn alles gut geht, haben wir demnächst nen kleinen Furz und ich kann frohgemut allen Diskussionen beiwohnen, ohne die Krätze zu kriegen!
Oder allen Anwesenden erstmak nachhaltig die Laune versauen und ne fette Abhandlung über Infertilität hinlegen, damit dieses blöde Gesabbel endlich ein Ende findet.

Scheißtag!

T.

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Der Fall der hohen Wälder …

… könnte auch ein Titel von J.R.R. Tolkien sein. Sollte es in hiesigen Breiten Waldelben geben, so werden diese vermutlich gerade Trauer tragen und gar wehleidige Gesänge anstimmen!

Kyrell ist hier durch die Wälder gefegt, dass es an ein Wunder grenzt, dass überhaupt noch was stehen geblieben ist…!

Der typische Nadelwald hat außen Bäume, die bis zum Boden mit Ästen bewachsen sind (ein natürlicher Windschutz!). Die Bäume innen haben nur im oberen Drittel Äste. Damit der Wind außen nicht so stark drückt, schlagen findige Waldbauern Schneisen in den Wald, damit der Wind durchgeleitet wird und es keinen Bruch gibt.

Kyrell war aber ein ganz Pfiffiger!

Der hat nämlich mit dem “flache-Hand-in-Pudding-schlagen” Prinzip eingeschlagen.
(Man nehme einen steifen Pudding und schlage mit der flachen Hand in die Mitte… ;)
So wie dann Eure Küche aussieht, siehts hier im Wald aus.
Von innen nach außen flachgelegt!

Aber nicht nur ein paar “Tännekes” (Tannen - Anm. d. Verf.), ganze Höhenzüge sehen aus wie nach einem Meteoriteneinschlag.

Ich habe mir Donnerstag Abend einige Minuten vor der Haustür gegönnt. Der Wind hat gepfiffen, wie wenn man in eine Flasche bläst. Nur lauter! Und ganz schön mächtig! (Wow!!!)
Jetzt fehlt nur noch ein knackiger Restwinter mit 100cm nassem Schnee und noch ein kleine Brise und hier siehts die nächsten Jahre ganz schön übel aus.

Die Straßen sind zwar wieder frei, aber manchmal passiert man einen riesigen Haufen fetter Fichten, durch den man quasi durchfahren muss. Leitplanken sind platt wie ein dünnes Blech und das ein oder andere Ferienhaus ist zwei oder dreigeteilt.

Fängt ja super an, das neue Jahr!

Nebenbei ziehen wir ja auch noch um. Der Zustand der Wohnung “alt” hat gerade den absoluten “wir-wollen-raus” Zustand erreicht. Keine Küche mehr da. Vorrat leer. Wohnzimmer nur noch Möbel und ein paar Blumen. Arbeitszimmer halb leer. Schlafzimmer schon arg geschröpft und die Katzen werden langsam zu vierbeinigen Psychopathen….

Wohnung “neu” dagegen lädt zum verweilen ein!
Supischicke Wohnküche! Schlafzimmer schreit nach Einrichtung, Bad fast fertig, das Wohnzimmer ist schon rudimentär mit ner Hifi-Anlage ausgerüstet!

TH hat gestern alle IKEA-Stühle, IKEA-Tische und Regale selbiger Herkunft im Alleingang aufgebaut! Sie kann nämlich nicht nur mit nem HILTI umgehen, nein, Sie ist ein talentiertes Schraubermädchen! Das meine ich ganz ernst!!!!
Ich habe mich alldieweil an der Badezimmer-Elektrik aufgehalten (ich hasse Elektrogeschraubsel..)! Die Lautsprecher haben endlich schicke Ständer und wir scharren beide mit den Hufen wegen Samstag. Dann kommt der Sprinter und ein buntes Völkchen Möbelschlepper….und laut Wetterbericht der Winter….ist auf 650 m ü. NN gerade das, was zum Umzug noch fehlt…!
Heute werden noch die Hängeschränke montiert und dann ist die Küche fettich!

Hurra!

T.

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Böser Wind….

Habe gestern den gesamten Nachmittag aus dem Fenster geschaut und beschlossen, dass der Orkan hier nicht vorbeikommt.

Aufgrund der Panikmache der anrufenden Klienten, die lieber zu Hause bleiben wollten, habe ich meine Außentermine abgesagt. Mit schlechtem Gewissen, denn so richtig windig war’s eigentlich den ganzen Nachmittag nicht.

Und zack - kaum war’s hier dunkel, ging’s richtig zur Sache. Drei Kreuze habe ich gemacht, dass ich mich nicht ins Auto gesetzt hatte. Hatte noch nie das Gefühl, die Jalousien wegen eines lauen Lüftchens schließen zu müssen, aber gestern musste es sein.

Die Pizza, die T. für uns organisiert hatte, war die Letzte, die aus dem Ofen des örtlichen Pizzameisters kam, denn danach fiel der Strom aus. Im gesamten Dorf. Nur nicht bei uns. Jippijäi. Schließlich waren alle Kerzen - bis auf 5 Teelichter - schon in abtransportierten Kartons. Wir konnten uns den Abend mit Sturmnachrichten versüßen, meine Schwiegereltern haben bei Kerzenschein Scrabble gespielt.

Irgendwann hörte ich, wie der Vermieter ins Haus flog, um nach dem Rechten zu sehen. Nun ja. Wider Erwarten ist tatsächlich alles stehengeblieben. Komisch. Wenigstens das Dach war in meinem Kopf auf der Abschussliste. Hatte mich extra weit weg von den Fenstern platziert, schließlich weiß man ja nie, ob einem so’n Teil im nächsten Moment von hinten in den Nacken schlägt.

Heute ist alles wieder ganz ruhig. Mal abgesehen von den Motorsägen, die im Hintergrund Vollgas geben. Mein Mann hat sich heldenhaft auf den Weg zur Arbeit gemacht und hat mir gerade per Telefon mitgeteilt, dass er solche Straßen noch nie erlebt hat. Dabei ist er eigentlich hart im Nehmen.

Meine ersten beiden kleinen Klienten haben mir schon um 7 telefonisch abgesagt, weil ein paar vorwitzige Tannen auf dem Weg zu mir liegen. Doll. Da kann ich mich ja nochmal hinlegen.

Heute abend fahren T. und ich hübsch zu Ikea und schießen ein bis zwei Arbeitsplatten, nachdem ich mich bei Obi geweigert habe, 32 Öcken für den Meter zu bezahlen. Ich gedenke nämlich nicht, mit dieser Küche alt zu werden. Zusätzlich schieße ich noch einige andere Kleinigkeiten, von denen T. noch nichts ahnt.

Seit zwei Tagen ernähre ich mich tagsüber von Nutellabroten, wird Zeit, dass hier nahrungstechnisch mal wieder ein wenig Kultur reinkommt. Lieber Gott, lass schnell die nächste Woche vorbeigehen. Ich will mein Essen nicht mehr aus Curverkisten fischen.

Frau Hat-mich-mit-meinen-Praxisräumen-sitzen-lassen hat sich auch noch nicht gemeldet. Habe das Nachdenken über dieses Problem auf das Wochenende verschoben, erstmal muss ich mir bei Ikea ein bisschen gute Laune kaufen.

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Ein bisschen windig….

…..ist es da draußen schon….. Nachdem mir gestern im Fernsehen schwankende Menschen bei Windstärke 11-12 vorgeführt wurden, bin ich, was den heutigen Tag und meinen Aufenthalt draußen betrifft, latent skeptisch.

Die Unwetterzentrale färbt unseren Wohnort gerade pink. Mehr Farben gibt’s nicht, pink ist das schlimmste, was die da zu bieten haben. Nun gut. Warten wir ab.

Komischerweise haben mich noch keine aufgelösten Mütter angerufen, die ihre Termine absagen wollen. Ich könnte es verstehen. Meterhohe Schneemassen sind ein Grund. Windstärke 12 auch.

Nach Windstärke 12 kommen nächste Woche dann die meterhohen Schneemassen, sagte man mir gerade im Radio. Da könnte ich doch jetzt eigentlich hier die Schotten dicht und mir ein nettes Leben machen.

Aber nein. Da ruft mich gerade mein Leib- und Magenarzt an und berichtet mir, dass die Dame, mit der ich eigentlich die neuen Praxisräume beziehen wollte, erstmal ein gemütliches Existenzgründerseminar mitmachen will. Das geht bis März und dann will sie sich entscheiden. So lange will er nicht mehr warten, und deswegen muss Tante Heinz sich nun für ein Solo entscheiden. Im Übrigen ist das der Witzbold, der mir regelmäßiges Abschalten verordnet.

Hmpf. Mehr Miete. Doppelt so viel Miete. Ich werd’ bekloppt. Was mach’ ich bloß? Dabei war ich mir so sicher, dass die Dame zusagt. Und ich hätte auch wirklich gerne mit ihr zusammengearbeitet. Nächsten Mittwoch begehen Dr. Witzbold und ich die Räume und unterhalten uns darüber, was machbar ist. T. muss als moralische Unterstützung unbedingt mit.

Jetzt kann ich noch nicht mal im gemütlichen Rahmen darüber nachdenken, sondern muss in einer halbleeren, blöden, hallenden Wohnung in mich gehen.

Laufe gerade ein wenig im Kreis.

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Was soll ich schreiben…. Wir leben hier so vor uns hin. Reichlich unspektakuläres Leben gerade. Unaufgeräumt dazu. In jeglicher Hinsicht. Im Kopf immer den Monat März. Warten ist wirklich nicht meine Stärke.

Horrorszenario ist der Abbau der Küche am Donnerstag, ab diesem Zeitpunkt drehen hier wahrscheinlich nicht nur die Tiere am Rad. Schließlich müssen wir aus organisatorischen Gründen dann noch eineinhalb Wochen hier ausharren. Auch, wenn ich mich nicht als Kochfreak bezeichnen würde, aber allein der Gedanke, keine Küche zu haben, lässt mir einen Gruselschauer über den Rücken laufen.

Immerhin ziehe ich frisiert um - wenn man das so sagen kann, denn mein Kopf sieht eigentlich zu jeder Zeit chaotisch aus. Das beginnt spätestens zwei Stunden nach Besuch der Haarfee. Diese bescheinigte mir auch geistigen Irrsinn, weil ich bei Sturm und Regenwetter tatsächlich den Weg zu ihr gefunden hatte. Alle anderen haben nämlich abgesagt. So ist das hier. Friseurbesuche bei Regen nur im Notfall.

Was der Grund dafür war, dass ich mich geschlagene zwei Stunden alleine im Dorfsalon aufhalten durfte. Keiner da. Nur ich und die Fee. Ich war gezwungen, mich über die Inhalte der Neuen Post und der Frau im Spiegel zu unterhalten. Besenreiser, Wechseljahre und faule Schwiegertöchter.

Kommunikationstechnisch eine wahre Enttäuschung. Das Wort Kind fiel nicht einmal. Das erste Mal, seit geschlagenen vier Jahren. Vielleicht sollte man sich generell Schreckensszenarien ausmalen, und dann kommt alles ganz anders.

Beruflich mache ich gerade eine echte Belastungsprobe durch. Gestern kam schon wieder eine Mutter, die das dritte Kind ankündigte. Mittlerweile die dritte dritte Schwangerschaft innerhalb einer Woche. Dass habe ich in fünf Jahren Selbständigkeit noch nicht erlebt. Von fehlender Bereitschaft, sich fortzupflanzen, merke ich in hiesigen Gefilden momentan nichts. Bei so viel Fruchtbarkeit anderer Leute kann man sich abends gepflegt seiner Depression hingeben. Nachdem man sich natürlich vorher im direkten Kontakt mit ihnen professionell gefreut hat.

Zu allem Überfluss meldet sich mein Magen wieder. Nüchternschmerz, ziemlich eklige Sache das. Kein Wunder, bei dem Kram, der gerade durch meinen Kopf rast. “Sie müssen lernen, abzuschalten, sonst ist das Geschwür bald wieder da…” gab mir mein Hausarzt beim letzten Magenschmerz, der mich zu ihm trieb, mit auf den Weg.

Harhar. Der Mann hat Witz, ich wusste es schon immer.

Zur Zeit bekomme ich das ganze noch durch permanenten Teegenuss in den Griff und nachts habe ich noch Ruhe. Sollte es schmerztechnisch aber so weitergehen, lasse ich mir das mit dem Abschalten nochmal genau erklären.

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So. Sperrmüll weg. Sage und schreibe um elf Uhr kamen die Herren Abfallbeseitiger. Anscheinend hatte ich die Dame am Telefon unterschätzt. Die hat echt was drauf! *g* Sollte ihr Blümchen schicken, denn irgendwie sieht es hier schon viel leerer aus.

Dass ich den Rattan-Kratzsessel unserer Katze weggeben hatte, wird mir nicht nur von eben dieser übelgenommen, sondern sogar von T. vorwurfsvoll erwähnt. Allerdings muss man sich von gewissen Altlasten trennen. Zumal man nicht mehr sicher darauf sitzen kann. Da hat die Gute wirklich ganze Arbeit geleistet.

Werde ein paar Kröten opfern und ihr diesen Einrichtungsgegenstand ersetzen. Bis dahin wird sie wahrscheinlich weiterhin auf dem Bett sitzen und in die nun leere Ecke starren.

Morgen um 8 droht ein Friseurtermin. Seitdem mir die Frau Friseurin meine Hochzeitshochsteckhaare für lau gemacht hat, fühle ich mich schlecht, wenn ich über einen flotten Friseusenwechsel nachdenke. Da wir uns nur alle sechs Monate sehen, fällt ihr erster Blick berechenbar auf meinen Bauch.

Nicht nur das. Es wird gerne lauthals mit der anwesenden Kundschaft darüber philosophiert, wann sich denn Tante Heinz nun endlich im tragenden Zustand befindet. Insbesondere dann, wenn ich mein Haupt unter der Trockenhaube parkt. Meine Ohren werden unterschätzt.
So isses auf dem Dorf. Da ist man machtlos.

Morgen werde ich die anwesenden Damen - ich kenne die meistens gar nicht, komischerweise kennen die mich immer alle - in ihrem Vorurteil bestätigen.

Ich werde sie darüber aufklären, dass ich auf erzkonservative Lebenspläne einen großen Haufen mache, mir meine Karriere wichtiger ist, ich mein Geld lieber für Reisen, Möbel und Kleidungsstücke ausgebe und Kinder schon diverse gute Ehen kaputtgemacht haben, wie man regelmäßig im Friseursalon vernehmen darf, und ich nicht vorhabe, meinen Mann mit der Nachbarin hinter der Hecke zu erwischen, weil er wegen der üblichen zwei Kinder, die im Ehebett übernachten, kein Sexualleben mehr mit mir pflegen kann.

Denke, danach ist Ruhe. Kann mir egal sein, ich wechsle ja sowieso das Dorf. Und mit dem Dorf dann bestimmt auch die Friseurin.

Heute abend werde ich bei einem gepflegten Wochenendbier meine Aussagen mit T. hinsichtlich Härte noch ein wenig modifizieren.
Glaube fast, das wird ein großer Spaß.

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Abteilung für Abfallberatung

Da bestellt man den Sperrmüll telefonisch und wird mit harschen Worten vorsorglich darauf hingewiesen, dass man es unterlassen soll, Elektro-Artikel dazuzustellen, denn die würden neuerdings separat abgefahren. Und mit autoritärer Stimme sagt die Dame von der Abfallberatung, ich solle das Sperrgut bis 6:00 morgens an die Straße stellen. Dabei war ich sehr nett zu ihr. Fast hatte ich den Eindruck,sie würde persönlich vorbeikommen, um unser Sperrgut abzuholen.
So weit, so gut. T. und Tante Heinz sind obrigkeitshörig und machen alles, wie befohlen. Im strömenden Regen. Mittwochabend.

Erst kommt der Herr Vermieter und bittet um eine milde Gabe in Form von alten Pflanztöpfen, mit denen er sich im nächsten Jahr eine Kultur auf der Garage anlegen will. Ogottogott. Gut, dass ich das nicht mehr mitbekomme. Ob das Garagendach das aushält, ist wirklich fraglich, es kommt ja schon ohne Töpfe fast runter. Außerdem ist es durchsetzt von Kulturen, die jedoch niemand angepflanzt hat, sondern die ganz von alleine gewachsen sind und nach Schimmel duften.

Im Übrigen ist der Herr Vermieter ein Ringelblumen-Fanatiker. Er pflanzt, freut sich, kümmert sich nicht mehr drum, lässt sie vertrocknen und sammelt im Herbst die Samen wieder ein, um sie dann auf seinem Dachboden für das nächste Jahr zu trocknen. In diesem Jahr hat er auch noch Sonnenblumen für sich entdeckt und mir einen Vortrag darüber gehalten, wie praktisch Vogelfutter ist.

Durch jahrelange Inzucht innerhalb der Ringelblumenfamilie und die Aufzucht von Sonnenblumen aus Meisenknödeln kann man feststellen: Seine Blumen sehen komisch aus. Kein Wunder. Dafür muss man nicht G. Mendel heißen. Aber er ist mit Begeisterung bei der Sache.

Ich für meinen Teil habe mir im Sommer einen Sport daraus gemacht, Ringelblumen zu vernichten, sobald diese Pest mein Gebiet kreuzte. T. ist mit Begeisterung mit dem Rasenmäher ‘drübergerollt. Wir haben bereits darüber philosophiert, wie man ihr Wachstum schon im Keimstadium ersticken könnte.

Leider ziehen wir ja nun aus und können unsere Versuchsreihe in diesem Jahr nicht starten.
Aber wir sind nett und bieten ihm durch unsere topmodernen Pflanzgefäße die Möglichkeit, neue Kreuzungsversuche zu starten.

Die Besichtigung seiner diesjährigen Pflanzorgien wird uns auf jeden Fall einen kleinen Spaziergang wert sein.

Aber zurück zum Sperrmüll. Wir warne gerade wieder trocken, als schon das erste Auto hielt. Elendes Ganovenpack.

Aber hätten sie nicht gleich ganze Arbeit leisten können? Wenigstens die Matratze und die Wäschespinne hätte doch noch jemand klauen können, dann sähe es jetzt wenigstens ordentlich aus. Aber nein, immer picken sich die Diebe nur die Rosinen raus.

Mittlerweile ist es nämlich neun und die Hälfte des Zeugs steht immer noch da. Von wegen, bis sechs Uhr rausstellen. Den Stress hätten wir uns sparen können. Hoffentlich wird der Dreck überhaupt abgeholt.

Wenn die Kommunikation in dieser Stadtverwaltung auch nur ansatzweise so schlecht funktioniert, wie ich den Eindruck habe, dann steht das Zeug auch heute abend noch da und wir können’s wieder reinräumen, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Höchstwahrscheinlich wird es dann wieder in Strömen regnen.

So. Gebe ihnen jetzt noch eine Stunde. Dann werde ich die autoritärste Klangfarbe wählen, die meine Stimme zu bieten hat, und die Abfallberatungsdame kontaktieren, die unseren ausgeklügelten Zeitplan zunichte gemacht hat.

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…da, da unten isser, der fette Klotz…

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@ Lonely Lovegood

Das dicke Ding da unten isses. Mag sein, dass es das ein oder andere Kilo weniger ist, aber ich hebe ihn wirklich nicht gerne. Die anderen Komponenten sind deutlich leichter, jedoch der Plattenspieler (nicht im Bild… ;) hat einen Aluminium - Teller, der auch keine Fragen mehr offen lässt!

Universum hatte tatsächlich mal Zeiten, wo wirklich hochwertige Anlagen produziert wurden. Anfang der 80er wurde für dieses Modell satte 2.000,-DM verlangt.

(Sie isses aber auch wirklich wert!)

T.

PS: Wer Infos zu Hifi und “antiken” Hifi-Komponenten sucht, ist/wird hier gut beraten:

http://www.hifi-forum.de

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…..die spinnen, die Amis…..

196-uglygirls.jpg

…and three ugly ones….

tz tz tz

T.

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…Tante Heinz schreibt gerne, aber im Titelfinden ist sie unkreativ - Und wie lang darf ein Titel hier eigentlich sein?…. erstellt von T-Punkt.
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