02.07.08
heulheulheul keine Herztöne
Gestern rief mich meine Mom an. Meine Schwester A. muß heute ins Krankenhaus, weil ihr Baby keine Herztöne mehr hat.
Wir haben lange geredet und natürlich versucht man zu verstehen, warum es gerade sie trifft. Aber jeden Grund, den man angibt, der erscheint sinnlos und wenn man nach einer Erklärung sucht (”wer weiß, obs nicht behindert gewesen wäre” etc.) , so erscheint es anmaßend, denn egal was gekommen wäre, wir wissen, daß wir es immer geliebt hätten.
Da sitzt man dann stumm und traurig vor dem Telefon, heult weil man mit der eigenen Schwester fühlt, heult weil man nicht trösten kann, heult weil man nicht bei ihr ist. Such die richtigen Worte in so einem Moment! Finde sie! Und ich sag sie Dir kleine Schwester aus den tiefsten Tiefen meines Herzens auch hier noch einmal:
Ich denke an dich und bin bei dir in deiner größten Not.
Ich kann dich nicht trösten, aber ich weine mit dir.
In Gedanken nehme ich dich in meine Arme.
Ich hab dich lieb.
shusl schreibt:
Mittwoch, 2 Juli 2008 um 2:25 nachmittags
Fühl Dich ganz fest umarmt. Sag ihr, sie soll ein Rosenbäumchen pflanzen für ihr verstorbenes Baby. Mir hat das vor 9 Jahren sehr geholfen. Man vergisst den kleinen Zwerg nie, aber der Schmerz verändert sich mit der Zeit…
Traurige Grüße
shusl
Tanner schreibt:
Mittwoch, 2 Juli 2008 um 3:16 nachmittags
Das tut mir sehr leid.
LG, Tanner
meinemein schreibt:
Donnerstag, 3 Juli 2008 um 9:31 vormittags
Fragen ohne Antwort
Ich trage schwer an dieser Bürde,
wobei ich gern erfahren würde,
warum grad’ wir sie tragen müssen…
doch ich werde es nie wissen.
Warum starb gerade unser Kind,
wo andere noch am Leben sind?
Wo nur haben wir versagt…
das ist die Frage, die mich plagt.
Statt Babyglück an allen Tagen
quälen mich so viele Fragen,
doch keine Antwort scheint’s zu geben…
zumindest nicht, solang’ wir leben.
Zu schnell war dieser Traum zu Ende.
Voll ist das Herz, doch leer die Hände.
Mein Kind, ich denke oft an Dich…
und immer wieder grübele ich:
Was wärst Du für ein Mensch gewesen?
Hättest Du auch gern gelesen,
oder lieber Sport getrieben?
Wärst Du stets Du selbst geblieben?
Wärst Du sportlich, wie Mama?
Oder knuffelig, wie Papa?
Voll Wehmut denke ich daran,
das ich das nie erfahren kann.
Wo Du auch bist, mein kleiner Stern…
Ganz nah bei uns? Unendlich fern?
Ich hoffe, Du bist nicht allein…
geliebt von allen sollst Du sein!
Ralf Korrek, 27.08.2006
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Tut mir leid. Fühlt euch gedrückt.
Nine
Gilly schreibt:
Donnerstag, 3 Juli 2008 um 11:10 vormittags
Danke euch für die lieben Worte, die ich ihr mitnehmen werde. Sie hat gestern alles ambulant gut überstanden. Körperlich geht es ihr gut, aber die Seele weint.
LG Gilly