31.05.08

Ich … ahhhhhhhhhhhh … kreisch

geschrieben in Alltägliches um 1:13 vormittags von Gilly

Ich hasse ihn! Ich hasse ihn! Ich hasse ihn! Ich hasse ihn! Langsam fange ich an, ihn zu hassen. Wieso? Er überstapaziert meine Nerven, er stänkert, nervt und mutiert zur Giftspritze. Wie das Wetter wandelt er sich. Mal ist eitel Sonnenschein, dann Regen, Donner, Hagel, Sturm. Heute hat er so wie gestern Tobsuchtsanfälle. Schrecklich. Er pampt rum, er schmeißt Türen, er schmeißt alles um sich …

Dieser Alltag nervt mich sowas von an. Wenn die Plüschnasen nicht wären, würde ich mit jeder Brücke vorlieb nehmen. Boah, ich könnte ihn an die Wand klatschen und festnageln.

Hier hat nicht jemand zufällig ein warmes Plätzchen für meinen Zoo und mich?

M ist traurig, kam mir so vor. Vielleicht ein wenig verzweifelt. Der Gedanke, daß mein Alltag immer noch zum Teil mit Herrn Gemahl gelebt wird, obwohl der so garstig ist, ärgert ihn. Naja er hat ja recht, so recht. Manche Tage ist es unertäglich, mit ihm unter einem Dach zu sein. An anderen ist er mir einfach nur egal. Zwischen Wut und Egalsein bewegen sich meine Gefühle Gemahl gegenüber.

Ach, ich könnte viel mehr Sachen über ihn schreiben, aber das wäre Lästern. Und so will ich aber nicht sein. Nein, ich möchte nicht, daß das Negative in meinem Leben die Oberhand gewinnt. Ich möchte nicht selbstmittleidig und verbittert sein, möchte nicht hassen.

Beten, immer wieder beten. Hass vergeht, Egalsein kommt. Ist egal besser als hassen? Hassen ist auch eine Form von Aufmerksamkeit. Nö, die will ich ihm nicht geben. Egal, egal ist gut. Egal heißt bedeutungslos. Ja, das ist er gerade für mich: bedeutungslos, gleichgültig!

M immer wieder M. Alles was mir gut tut M. Brauche ich, will ich. Ja. Keine Zweifel, Liebe. Liebe richtig. Oder halte ich sie nur für richtig, weil ich es so will? Will ich? Ich will!
Ducheinander wirres Zeugs erzähle. Die Mama hat gefragt, ob ich mir seiner Liebe sicher sein könnte. Antwort war: JA.

Jeder will wissen warum, woher ich weiß. Ich weiß einfach. Ich weiß. Man kann mit dem Herzen sehen. Ich kann, ich liebe, anders. M. Wieder. Immer wieder. Da fühle ich mich wertvoll, getragen, geliebt. Er ist, der er ist. Er erzählt mir, erklärt mir, hört zu, betet mit mir. Er lehrt ohne zu belehren. Die zweite Hälfte, meine. Wie ein Puzzleteil ans andere paßt. Sein Ich erkennt das Meine und Meins das Seine. Stille löst kein peinliches Berührtsein aus. Miteinander still sein, einfach so, den anderen betrachten, still, ohne “Nebengedanken”.

Oder nur Lust? Nein, die kommt woanders her. Lust ist nur körperlich. Liebe, sauber, aus dem Herzen, das Kribbeln. Liebe - Einssein, Einswerden zusammen und Halbsein, sich halb fühlen, wenn einer dem andern nicht nah ist, nah sein kann. Liebe den Einen. Gibs den Richtigen? Oder die Richtige? Zwei, die füreinander bestimmt sind? Bestimmt? Na nicht köperlich, auch, aber … Was für ein Durcheinander!

Ich zweifle nicht daran, daß ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Manchmal überfällt mich die heimliche Angst aber, daß ich versuche, Gott meinen Willen “überzustülpen”.

Man möge mir heute mein Durcheinander verzeihen. Mein Tag war anstrengend. Nach der Arbeit habe ich Kollege D. noch zu seiner Tochter ins Kankenhaus gefahren und wieder zum IZ zurück, weil seine Frau den Autoschlüssel versehntlich ins KKH mitnahm. Seine Tochte ist nämlich von einer Bank gestürzt und hat sich ein Loch im Kopf zugezogen. Naja, wenns schief geht dann richtig und deshalb hats hier gewittert wie zum Weltuntergang.

Nun aber gute Nacht.

30.05.08

Der Tag war so schön und endet so sch…

geschrieben in Alltägliches um 2:32 vormittags von Gilly

Morgens mit dem Hund Gassi gehen, anschließend Kaffee. Dann Wohnung putzen und um 2 war ich fertig. Halb 5 M abholen, Auto wegbringen, dann zu Ikea. M hat bezahlt, was mir auf die Nerven ging, ich will das nicht, *bussi* trotzdem, weil i di lieb hab. Anschließend Praxis anschauen, wo es super schöne Fotos von Kindern gibt (zwinkerzwinkerliebguck).

Der Herr Gemahl war vor mir zu Hause. Prima. Jetzt höre ich mir schon den ganzen Abend Vorwürfe an. Brauch ich unbedingt. Ja und neben den Vorwürfen heulen wir und bemittleiden uns.

Ich geh schlafen und träum dann doch lieber vom schönen Tag davor. Gute Nacht.

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