Es ist raus
Manchmal müssen auch unspektakuläre Entscheidungen getroffen werden. Es gibt Momente, da wäre ich lieber nicht die Chefin!
Gestern habe ich vormittags mit unserer Anwältin telefoniert, um die schon länger geplante Kündigung endgültig in die Wege zu leiten. Jeder Monat kostet Geld und Ende der Woche ist mal wieder Frist. Da R. schon so lange bei uns beschäftigt ist, gilt die verlängerte Kündigungsfrist unsererseits von 2 Monaten. Da ich keine Lust auf Auseinandersetzungen vor dem Arbeitsgericht habe, haben wir das unserer Anwältin gegeben, damit wir auch alles “richtig” machen. Eine Kündigung auszusprechen, das ist überhaupt nicht meine Welt. Gehört aber leider auch dazu (in knapp 13 Geschäftsjahren die Zweite). Also versuchen wir es zuerst mit einer Versetzung, wobei wir sehr sicher sind, dass R. darauf nicht eingehen wird. Die Folge ist dann eine Änderungskündigung. Beides hat unsere Anwältin vorbereitet
und mir gestern noch gemailt.
Heute war es also soweit, ich habe unserer Mitarbeiterin die Versetzung vorgelegt. Sprich die Versetzung vom Housekeeping in die Küche bzw. Stewarding. Was dann auch eine Veränderung ihrer Arbeitszeit bedeutet. Wirklich überrascht war sie nicht! Schließlich habe ich ihr diese Veränderung schon mehrfach “angedroht” - aber doch getroffen. Wäre ich sicher auch
Sie hat jetzt Bedenkzeit bis Freitag! Aber die erste Reaktion von ihr war wie vermutet. Bevor sie wechselt, sollten wir ihr lieber kündigen. So die Aussage. Ich gehe davon aus, sie lehnt ab, lässt sich von uns kündigen und wird kurz darauf eine Krankmeldung abgeben. Ich sag ja, wird nicht langweilig 