Ui, der Tag gestern hat es wirklich in sich gehabt…es ist an der Zeit da alles endlich ein Ende hat, ich bin eigentlich schon über meinen Kräften. Ich habe es bis gerade nicht mal auf die Kette bekommen hier zu schreiben.
Gestern Morgen sind wir dann zum OP-Spezie gefahren und ich habe mich total gefürchtet. Nach der Episode am Dienstag wird mir das wohl keiner verdenken.
Die Autobahn war erstaunlich frei und wir waren natürlich reichlich zu früh da, das KH liegt ganz nett, aber hat einen riesen Nachteil.
Parkplätze sind dort Mangelware, weil das KH mittten in einer netten Villengegend auf einem Berg liegt.
Dann haben wir uns erstmal wie gefordert unten angemeldet. Die Dame war sogar richtig nett, das kenne ich sonst gar nicht.
Das Büro des Docs ist in der vierten Etage gewesen und laufen wollten wir nicht wirklich, also ab in den Fahrstuhl und dann erstmal durch die Entbindungsstation.
Im Vorzimmer des Prof. die Papiere abgegeben und uns auf eine lange Wartezeit eingelassen. Es war ja gerade mal 10 Uhr und wir sollen um 11 Uhr da sein.
Gegen halb elf hat mich dann eine Oberärztin aufgerufen, die schon mal viel netter war als der Typ am Dienstag. Der Prof hätte schon ein wenig erzählt und sie möchte erstmal kurz untersuchen. War nicht so der Bringer weil ich starke Schmerzen hatte.
Auf dem US ist der linke Eierstock absolut nicht zu finden gewesen, keine Chance. Die Zyste rechts ist weiter eingeblutet und nur noch bei 4 cm mal 3,6 cm. Uterus natürlich ohne Auffälligkeiten.
Dann kurz die Krankengeschichte aufgenommen….tja und nun kommt es, klar kann man da operieren, aber ich soll keine Wunder erwarten und ich müßte entscheiden, ob ich die OP möchte oder nicht.

Nein, eigentlich will ich nicht, aber ich habe doch keine große Wahl und da sagt sie zu mir, nicht wirklich. Ich müßte halt entscheiden wie stark die Schmerzen sind und dann habe ich ihr gesagt, das ich seit vier Wochen unter Schmerzmittel stehe und einfach nicht mehr kann.
Ich muss jetzt am 27.10 zur Aufnahme, dieses Mal wird nur ein halber Tag abgeführt
und am 28.10 (ausgerechnet wieder ein Dienstag!!!) dann die OP. Diese Bs wird nicht ohne sein und ist schon mit einigen Risiken verbunden, eine Routinieeingriff ist das nicht mehr, hatte sie gesagt. Zum Schluss wurde die Ärztin etwas hecktisch weil sie dann dringend in den OP mußte und meine Frage, wer den jetzt wirklich operiert habe ich brav runtergeschluckt.
Was mich wurmt und irgendwie wirklich belastet ist, das in dem Bericht an meinen Gyn drin steht, das ich auf die OP gedrängt habe, auch das konnte ich aus Zeitmangel und auch weil ich nervös war irgendwie nicht mehr hinterfragen, ich weiss nicht recht…mir ist schon mal unterstellt worden, das ich ja gerne im Krankenhaus bin und das ich OPs ja toll finde. Ich wäre ja immer gut drauf….das das nichts als Galgenhumor ist, das sieht wohl keiner!!
Wenigenstens war die Ärtzin nett und mein bei dem Bauch sind Schmerzen leider vorprogrammiert….und es wurde nicht mal den Hauch eines Verdacht gestellt das es der Darm ist, auch nicht als ich fragt, ob sie noch eine andere Idee hat woher die Schmerzen kommen könnten, auch sie geht von den verlegten Organen aus und den Verwachsungen.
Dann sind wir nach Hause gefahren und noch ein wenig rumgefahren, weil ich einen neuen Laptop brauchte, der alte hat nur noch Mucken gemacht und ist ständig abgeschmirrt. Als wir dann zu Hause waren haben wir zwei Anrufe von der Schwiegermutter auf dem AB, sie ist im KH. Zur Beobachtung. Wegen Rauchgasvergiftung. Sie arbeitet in einem Altenheim und dort es gebrannt, wobei das Feuer schnell unter Kontrolle war, das Schlimmste ist dann der Rauch gewesen.
Dann haben wir das auch noch eingeschoben, kurz zum Geburtstag von Bekannten und wenigstens gratuliert. Und dann mit leichter Verspätung zum Stammtisch.
Ich habe eine wahnsinnige Angst vor der OP, ich will das eigentlich nicht, aber ich will auch keine Schmerzen mehr haben. Ich will keine Schmerzmittel mehr futtern, ich will arbeiten, mein Leben haben, Handballer aus dem Eis befreien, ICSI machen….
Aber der Brüller kommt noch…die OP ist aus zwei Gründen erst in 10 Tagen. Zum einen ist der Terminkalender für den OP nächste Woche recht dicht und zum anderen soll meine Mens noch abgwartet werden. Nur…die kommt irgendwie nicht.
Ich habe seit dem ich denken kann max. 28 Tage Zyklen gehabt, meist sogar kürzer. Der bisher einzigeste Zyklus mit 40 Tagen war im Mai 2004 und da hatte ich nach dem Eisprung eine BS.
Und nun, nach dem der erste Zyklus nach der AS 17 Tage war, bin ich heute bei Tag 31.

Mir ist ja kurzfristig der Gedanke eines Testes gekommen…aber das wäre ja der Hammer und in der Gebärmutter schwirrt nichts rum. Ich glaube ich lache mich schlapp wenn aus meinem Handballer zwei geworden sind und der eine am Eierstock oder im Eileiter hockt, wenn auch nicht gewachsen, weil der HCG ja zwischenzeitlich bei runter war wenn auch nur bei 8, und daher meine Schmerzen kommen würden…naja aber das ist ja wohl total unwahrscheinlich.
Also, warte ich mal auf die rote Pest….ich habe extra gefragt, ob ich anrufen soll, wenn sie bis zum 27.10 nicht kommt, aber das brauche ich wohl nicht. Keine Ahnung…..aber irgendwie ist doch alles dämlich.
An den neuen Läpi, mit Vista
, muss ich mich echt noch gewöhnen und der arme Schwedenmann liegt
im Bett.