In die Ecke gedrängt
Ich fühle mich in die Ecke gedrängt. Und ich weiß, dass ich da nicht mehr raus komme…
Von Anfang.
Wir fahren am Samstag ins Rhein-Main-Gebiet. Familie und Freunde besuchen. Geplant ist, als erstes bei Hases Eltern aufzuschlagen,
dort ein gemütliches, ruhiges Wochenende zu verbringen und ab Montag unser kleines Kurzurlaub-Programm abzuarbeiten: Museum und Outdorladen-shopping in Frankfurt, mit der immer seniler werdenden Oma ins Einkaufszentrum, meine beste Freundin besuchen, eine kleine Wandertour im Odenwald oder im Taunus (wenn’s Wetter mitspielt), ein Saunatag in Darmstadt, Essen mit wirklich guten Freunden, zu Abschluß bei meiner Familie vorbeischauen und dann wieder heim… kurz: Dinge tun, die wir tun wollen, die uns gut tun und die uns Spaß machen.
So wird es aber nicht werden.
Weil meine Schwiegereltern nicht wie geplant zu meiner Schwägerin B. fahren (wegen des Schlaganfalls meines Schwiegervaters), um das neueste Enkelkind zu bestaunen, kommt diese nun mit der gesamten Familie zu ihnen. Wir haben alle das letzte Mal im vergangenen Sommer gesehen, am Familienwochenende.
Eben rief meine Schwiegermutter an. B. möchte uns unbedingt gerne treffen. Wo wir doch gerade mal alle in der gleichen Region sind…
Ob ich mich nicht doch überwinden könnte.
B. und ihre Familie wären sogar schon am Sonntag angreist, nur um uns zu treffen. B. liegt, laut meiner Schwiegermutter, viel daran unser verkrampftes Verhältnis zu entkrampfen.
Was blieb mir denn dann noch zu sagen?
Sollte ich sagen. ” Ich will das verkrampfte Verhältnis auch entkrampfen. Aber zu meinen Bedingungen und nicht zu euren.”
Sollte ich sagen: “Nein, ich ertrage keinen vier Wochen alten Säugling in meiner Nähe. Ich möchte lieber noch vier Wochen warten, bis zur Kommunion und bis noch viel mehr Tanten und Onkel und Cousinen da sind, damit ich wieder davon laufen kann, ohne das es großartig auffällt.”
Hätte ich das sagen sollen?
Es war mir danach.
Wirklich.
Am liebsten hätte ich laut gebrüllt.
Jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Eintrag, habe einen Knoten im Magen, fange immer wieder an zu weinen und fühle mich Elend.
Meine Schwiegermutter hat mich gebeten, inständig. Und ich konnte nicht ablehnen. Und deswegen fühle ich mich in die Ecke gedrängt.
Wenigstens konnte ich das Schlimmste verhindern, hoffe ich. B. mit Kind und Kegel wird erst am Montag anreisen. Mit meiner Schwiegermutter habe ich mich darauf verständigt, dass wir dann alle Montag Nachmittag aufeinander treffen.
Ob ich dort übernachten kann, werden wir sehen. Das muss ich noch mit dem Hasen besprechen.
Der weiß im Übrigen noch gar nichts davon. Da er heute morgen um halb vier aufstehen musste, war er schon längst im Bett, als seine Mutter anrief. Bleibt das also auch noch an mir hängen. Ich muss ihm das morgen früh sagen und mit ihm diskutieren.
Zu allem Überfluss müssen wir den gerade vereinbarten Termin für’s Spermiogramm verschieben, weil der Hase just an diesem Morgen einen Termin hat. SUPER!!
Wir haben es zwar nicht eilig, es geht auch noch nach Ostern, aber irgendwie fühlt sich das mal wieder ganz arg nach Knüppeln zwischen den Beinen an.
Mittwoch, 12 März 2008 um 09:17
Einfach nur Sch…..ich kann verstehen, das Du durch den Wind bist.
Wenn Du Hilfe brauchst…dann sag Bescheid.
Lg
Schweden
Mittwoch, 12 März 2008 um 09:24
Danke. Aber wir sehen uns doch hoffentlich morgen. Dann kann ich das alles nochmal mit dir durchkauen.
Mittwoch, 12 März 2008 um 14:17
Huhu,
ich hoffe es….ich ruf Dich nachher nochmal an.
Mein Kopf haut mich doch sehr aus der Bahn….
Lg
Schweden