Die liebe Familie
Diesmal war die Familie wirklich lieb. Die vom Hase genauso wie die meinige. Unser Wochenende im Spessart hat sich als viel weniger stressig entpuppt als vorher angenommen. So bestätigt sich mal wieder meine Theorie: “Immer vom Schlimmsten ausgehen, dann kann man nur noch positiv überrascht werden.”
Die Anreise am Freitag war sehr entspannt. Der Hase hatte sich extra Urlaub genommen, so dass wir die knapp 300 km völlig relaxt und mit ein paar sehr gemütlichen Zwischenstopps hinter uns bringen konnten. Ein Sandsteinbruch im Odenwald musste sich der Hase noch unbedingt anschauen. Hier kann man nämlich wunderbar klettern und er überlegt doch schon ‘ne ganze Weile mit seinen Kletter-Kumpels mal für ein Wochenende wohin zu fahren. Allerdings wird das wohl dieses Jahr nix mehr werden, bei dieser beständigen Wetterlage. Nach diese kurzen Abstecher sind wir dann ganz gemütlich in Heimbuchenthal aufgeschlagen. Das klingt schon so nach Urlaubsidylle - Heinbuchenthal!!
Der Rest der Familie trudelte dann auch nach und nach ein, so dass wir tatsächlich pünktlich um sieben essen konnten. Alle haben sich gefreut und die Stimmung war super. Die Route für die Wanderung (mein Schwiegervater nannte es konsequent “Spaziergang”
wurde auch festgelegt und so konnte es dann am nächsten Morgen um 10 Uhr losgehen.
Nach der Wanderung, die eigentlich schon fast zu Ende war und nur durch die Entscheidung “wir nehmen den Schattenweg” um, ich schätze mal, 30-45 Minuten verlängert wurde hat sich dann alles am Hotelpool (ein Naturschwimmbecken) getroffen und sich erst mal abgekühlt. Der Hase, eine seiner Schwestern und ich sind dann noch mit den Kindern zum Minigolfplatz getapert und hatten dort noch unseren Spaß. Und dann war’s auch schon wieder Zeit zum Essen.
Dazu muss ich jetzt leider noch einen kleinen Satz verlieren: Kulinarisch war dieser Kurztripp eher ein Reinfall, aber das dafür komplett. Matschiger Fisch, Sand im Salat, Pommes viel zu kross (also ich mag die ja so, aber ich hatte keine bestellt) und ein für Kinder ABSOLUT nicht geeignetes Dessert (ich weiß selbst nicht was es war - hab auch nicht alles gegessen, weil’s nicht geschmeckt hat). Kurz: Umgebung toll, Essen mies:
Mein Highlight kam am nächsten Tag: Schloß Mespelbrunn!!! Genau jenes aus dem Film “Das Wirtshaus im Spessart”. Mensch, ich würde da ja sofort einziehen. Sooooooooooo schööööööööön!!!! Und so idyllisch. Allerdings müsste ich glaube ich nach zwei Wochen wieder ausziehen. Viel zu weit weg von der nächsten Stadt und im Sommer ganz schön viele Touris… Aber schön war’s doch.
So, und damit das hier nicht zu lang wird (is es wahrscheinlich eh schon) noch vom Abstecher zu meiner Mama erzählt. Viel haben wir nicht gemacht. Kaffee getrunken, ein bißchen geredet und relaxt und dann sind wir weiter gen Heimat. Und am Sonntag Abend um acht waren wir wieder in unseren eigenen vier Wänden.
Ende
O.k. das war jetzt ein bißchen aprubt
. Alles in Allem war das Wochenende wirklich schön, wozu auch in nicht geringem Maße das wirklich tolle (Sommer-)Wetter beigetragen hat. Und auch die Tatsache, dass die Schwangerschaft meiner Schwägerin kaum bis gar nicht Thema war. Ein bißchen Interesse nach dem Stand der Dinge bei unserem Babyprojekt war auch erkennbar, so dass ich tatsächlich vorsichtig zu glauben anfange, dass meine Schwiegerfamilie ihre Angst vor mir und meinen Reaktionen langsam ablegt.